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Festschrift zur Einweihung der St. Sebastianskirche zu Berlin am 26. Juni 1893 / Thoemes, Nikolaus (Public Domain)

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Monograph

Author:
Thoemes, Nikolaus
Title:
Festschrift zur Einweihung der St. Sebastianskirche zu Berlin am 26. Juni 1893 : sne. Eminenz Kardinal Fürstbischof Georg Kopp von Breslau / Dr. Nikolaus Thoemes
Publication:
Berlin: W. Homborg, 1893
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Scope:
2 ungezählte Blätter
Berlin:
B 657 Kirche. Religion: Einzelne katholische Gemeinden
DDC Group:
230 Theologie, Christentum
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15436436
Collection:
Religion
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 657 Seb 3
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
III. Errichtung der selbständigen Civilpfarrei

Contents

Table of contents

  • Festschrift zur Einweihung der St. Sebastianskirche zu Berlin am 26. Juni 1893 / Thoemes, Nikolaus (Public Domain)
  • Title page
  • I. Bedeutung dieser Einweihungsfeier
  • II. Die katholische Invalidenhauskirche
  • III. Errichtung der selbständigen Civilpfarrei
  • IV. Baugeschichte der neuen St. Sebastianskirche
  • V. Blick auf und in die neue Kirche
  • VI. Schlußwort
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Full text

4. Nov. 1844 fein nt antrat. Unter iOm und um iOn 
fanımelren fid immer mehr die Katholifen der Nordvaritabt, 
(&s dauerte nicht gar lange, bis Wunich und Vedlrfnik ZU 
ihrer amılichen Berbindung und einer fanonifchen Abzweigung 
bon der entfernten Rropftet St. Hedwig allgemein empfunden 
wurden. Cine entiprechende Anregung ging Diesmal aus 
deut farholijchen Yolfe hervor. Im jahre 1848 richteten 
die Kkatholijchen Vewohner der Oranienburger Vorftadt eine 
mit vielen Unterfchriften verfehene bezüglidhe Eingabe an 
den damaligen Hochwürbigiten Fürftbifchof von Breslau, 
Melchior Freiherrn von Diepenbrok. Der Zberhirt nahm 
die Bitte fehr qnäbig entgegen; er beauftragte feinen Hoch: 
mürdigiten Delegaten Propft Brinduann mit der weiteren 
Berhandlung. Allein diefe lestere führte auch diesmal noch nicht 
zum Biel. Die Sache fcheiterte wieder an der Frage Nach der 
materiellen Ausftattung. Zwölf Jahre fpäter, im jahre 1860 
war bei St. Hedwig nach der Berufung des Hochwürdigtten 
Herrn Propites und Delegaten Dr. Pelldram zum fatholijchen 
Militärpropit eine Bakanz von Über Yahresfrijt eingetreten. 
Sn diejer Zeit nun richteten die Bewohner der Yranien- 
burger Borftadt auch an die Höhere weltliche Behörde, 
welche die Schwierigkeiten befeitigen Konnte, ihre Bitten 
um Abhilfe. Se. Königl. Hoheit, Prinz-Regent Wilhelm, 
der fpätere König und Katfer Wilhelm I, nahm gnädigit 
zine bezüglicdhe Jmmediateingabe entgegen. Er jchrieb nach 
Durchlefung der legteren mit eigener Hand als feine Ent 
jchlieBung die Worte an den Hand: „Erfcheint wohl angänglich“. 
Die zufiändigen höchften Staatsbehörden, die Minijterien des 
Kultus und des Krieges und die Kommandantur des Juvaliden- 
Haufes machten feinerlei Schwierigkeiten und ftimmten der 
Anficht des Prinz: Hegenten bei. Ihren bezüglidhen Antrag 
beanmnvortete der Prinz-Kegent durch Kabinets-Ordre d. D. Dijt- 
ende, 8. Auguft 1860, Diejelbe Hat folgenden Wortlaut: 
„Auf Shrem Bericht vom 30 v. Mits. will Id Hierdurch 
zu der projeftirten Errichtung einer felbitändigen fatholifchen 
Prarrei in der fatholijchen Kirche des InvalidenhHaufes zu 
Berlin für die Bewohner der nördlich der Stadtmauer 11110 
weitlidh von der Brunnenftraße (dieje mit eingefülojjen) 
gelegenen Theile des Berliner Communalbezirfes, des großen 
und feinen Wedding, des Gejundbrunnens und Alt und 
NMeu-Moabit die ftaarliche Zuftimmung ertheilen und zur 
Erreichung diefes Zwerfes dem Pfarrer 100 Thaler, jowie 
dem Küfter 48 Thaler aus dem bei der St. Hedwiaskirche 
serwalteten YnvalidenfondS bewilligen.“ 
Sie Hrchlidhe Errichtung der Ct. Sebaftianspfarrei 
wurde fodann ausgefprochen durch die Urkunde des Hoch: 
mwürdigiten Fürftbijchofs Dr. FJverjter d. d. 8. Dezember 1860. 
20l$ erfter Pfarrer wurde anı 20. Dezember desjelben Jahres 
Durch den Hochwürdigjten Herrn Propit Dr. Pelldram der bis: 
herige Kuratus AloysS Herrmann invejtirt. Derjelbe begann 
jeine pfarranıtliche Wirffamfeit für die Civilgemeinde am 
1. Januar 1861. Die Berhältnifje zur Schule und zum 
Kirchhof von St. Hedwig wurden gleichfalls geregelt, wie aud 
die Anteilnahme an den Wohlihaten des Hoifpitals, der 
BWatjenhäufer und des Armen-Unterftübungsfonds diejer Kirche. 
Bei ihrer Errichtung z3Zihlte die St. Sebaftianspfarrei 
3700 Seelen, 1869 fajt 5000, 1880 rund 10000; 1893 
ähft He Über 30000 Seelen. 
IV. BaugefHihte der neuen St. Sebaftianskirghe. 
Nach der Errichtung der felbftändigen Civilpfarrei trat 
infofge der wachienden Zahl ihrer Angehörigen bald auch 
der Gedanke an eine größere Kirche für diefelben auf. Mit 
der Zeit wurde die Seelforgearbeit bei St. CSebajtian immer 
ausgedehnter und fchwieriger. ES mußte eine Kaplanitelle 
errichtet werden. Am 30, September 1868 wurde diejelbe 
durd den hochw. Herrn Kaplan Carl Nenber aus Liegnit 
bejeßt, welcher am 10. Dezember dejffelben Jahres feinen 
Loiten antrat. Bald genug lag dem jungen Genofjen der 
Mühen und Arbeiten feines hHochw. Herrn rinzipals die Noth- 
Wwendigfeit einer neuen Kirche für die unerwartet rajd) anz 
wachtende Gemeinde far vor der Seele. Der greite Piarrer 
Herrman hielt die Schwierigkeiten für umnliberiteiglich und 
mahnte ab, Ermuthigung aber fand der Kaplan bei dem 
damaligen hochwürdigiten Herr Propit und Fürftbifchoöfl, 
Telegaten Nubert Herzog. „Sie müfien hierbleiben, Jonit 
(om das Rrojeft einer neuen Kirche nicht zur Ausführung“, 
agte der hochwürdige Herr, al$ er vor feiner Nebeuttecdelung 
us Rürltbiflchof von Breslau auch vom Kaplan Neuber 
yıadigen Abichied nahur. Mir diefen Worten war kepterer 
am dereinftigen Nachfolger des hHuchw. Liarrers Herrmann 
jefiqnirt. „un der ZIhat mwnrde Menber nach dem Ableben 
es Pfarrers Herrman int Jahre 1583 zum Pfarrer von It. 
Zebaftian ernamut und aut 22, AHuguft des gleichen yahres 
jan dem Hochwürdigjten Herrn Yropit und Alıitbichöfl. 
Delegaten Apnann als folcher inveftirt. 
Wiit der jelbitändigen Nebernahnie des Biarramtes durch 
jen bisherigen Kaplan trat der lan des Neubaues der 
tirche in das Eradium der näheren Vorbereitungen 3zUr 
Xusführung. Schon vorher hatten die Anregungen Neubers 
vie bei der fKirchlichen Cberbehürde, jo hei den fauatlichen 
ınd ftäbrifchen Behörden freundliches Verfändntp und Gehör 
zefiunden. Mls$ Pfarrer erlangte er die Oenehnmigung 3zUr 
Mohaltung einer Hausfollefte in Berlin; die ädttle Ver 
jörbde jchenfte die Bauftelle auf den der Ztadt Verlin ge: 
Jörigen Gartenplaßg, an welchem Trie ehemals das Hoch: 
jericht abgehalten worden. Mittel zum Ya foren von vielen 
Zeiten, bald als qrößere, viele als fleinere Gaben — und 
nan dachte bald felbit an den Bauplan. Cin erfter Cnnvurf 
and nicht die Billigung der zuitändigen bautechnitchen Ve: 
jJörde. Der zweite Entwurf von Baumeijter Mi. Hajak aber 
zefiel and wurde Kegterem die Musführung übertragen. Am 
3. Dezember 1890 wurde der Örundstein zu der neuen Kirche 
nur Se. Fürktl. Gnaden den hHochwürdigiten Herrn Sürkt- 
iichof Dr. Kopp gelegt. Die Urkunde der Örundfteinlequng 
hat folgenden Wortlaut: 
„Im Namen der allerheiligiten Dreifaltigkeit! 
Die Sankt Sebakians-Pfarrei, in weldjer heute im qläubigen 
Hertrauen auf des Allmächtigen Yülfe und Segen der Grunditein 
iu einer neuen Rirdje gelegt wird, ik von dem hochfeligen Lürkt: 
sifchof von Bresiau Dr. Heinrich Lörker am 8, Dezember 1860 
‚rricktet. Die Huld weiland des Prinzregenten, uncdmaligen 
Jeutfchen KRnaifers und Rüntgs Wilhelm I. IMaicität beitinumte ihr 
ae Invaldenhauskircje zum gottesdienftlichen Gebraucke. — Da 
yie kleine Ziapelle die mücktig wadfende Gemeinde bald nicht 
nehr zu faßen vermochte, iraten am 153. Dezember 1881 auf An- 
’cqung des damnligen Kaplans Ueuber dreißig fromme Männer 
inter dem Ichhaften Beifalle der qauuzen Gemeinde zufamumen, um 
inter der ermuthigenden Cheilnahme der Pröpite von Sankt Hedwig, 
Grkbifdhöflichen ADelegaten Dr. Akmann und Dr. Iahnel, die er- 
‘arderlichen Schritte zum Dan eines geräumigen, der Yaupt: und 
Retdenzkadt würdigen Gotteshanfes zu thun, das nun nad) vom 
Entmurfe des Königlichen Regierungsbaumeifters Yalak von 
diefent ausgeführt werden foll. — Ob auch aus allen Gauen des 
Deutfen Naterlandes reiche Spenden zufammentrömten, nod) 
tände in weiter Ferne die heutige Feier, wenn nicht die hödıten 
Sewalten in Kirde, Staat und Stadt Hilfe gebracht und die 
tantlichen und Rüädtilden HBehörden durdy überaus wohlwvolende 
Mitwirkung das fromme Werk gefördert hätten, 
Des RKaifers und Röniqs Wilhelm IL Mnjektät gewährt ein 
Allerhöctites Gnadengefchenk. Die Stadt giebt in Rets bewährter 
Hodciherzigkeit Play und reiche Mittel für den Hay, und wie der 
in Gott ruhende Füritbifchatf Dr. Robert Herzog, der die Noth 
elbit ein gefehen, bedeutende Opfer gebracht, fo nimmt um 
Fürkbifdhof Dr. Georg Kopp den Kirchenbau in feinen müchtigen 
Schuß und leat felbit zu unanusfpredhliher £reude der armen Ge: 
meinde den Grundktein zu der neuen Sankt Sebaltianskirdje in 
Gegenwart der Abgefandten der Üniferlichen und Königlichen 
Maijektäten, des General Adiutanten, Generals der Kavallerie 
Ercellenz von WMWittich und des Oberkthofmeikters Ercellenz frei: 
herren von Mirbadı, in Gegenwart der höchften IWürdenträger in 
Staat und Stadt und unter zahlreicher Cheilnahme von Vrieitern 
und Laien, 
Gegeben Berlin, den 5. Dezember 1890,“ 
Der Bau fehritt um bald mwarfer doran; am 17, Zep-: 
‚eimber 1892 wurde die Kremabhume auf dem Zhurme fertig 
geitellt. 
V. Big auf und in die neue Kirdhe. 
Die neue St. Sebaftiansfirche weit bie in den itthetitchen 
Berhältnifjen der Umgebung bearündere Cigenrhümflichfeit auf, 
ie nicht, wie die anderen fatholiihen Kirchen durchgehends 
ach Norichrift und Gebrauch, „aeottet“ ift, D, h. Chor und 
Hochaltar befinden ich auf der Welt, art auf der Ciieite 
7e$ BGorteshautes. Entiprechend beänden fich Zhurm und 
Portal auf der Titfeite. Die Yängenachte fiuft genau von 
Diten nach Wejten. Zu ihrer Haupranlage ft die Airche eine 
rühgothiiche einichitfige Kreuzkirche. An das Hauptichttr 
Oliepen fich zwei niedrige Kapellenreihen, welche um 101: 
*) Dieie Beihilfe recht allerdings noch aus und dürtte zur Zedung 
der noch reitirenden Bauychuld von emwa Lu0 bon A, tehr willkommen tein.
	        

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