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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1918, 27. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Metadaten: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1918, 27. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Monografie

Verfasser:
Muret, Eduard
Titel:
Geschichte der ersten städtischen höheren Töchterschule, der Luisenschule in Berlin : Festschrift zur Feier des 50jährigen Bestehens dieser Anstalt / von Professor Dr. Muret
Gefeierte Körperschaft:
Luisenschule (Berlin)
Erschienen:
Berlin: L. Schumacher, 1888
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Umfang:
111 Seiten
Schlagworte:
Geschichte 1838-1888 ; Luisenschule (Berlin)
Berlin:
B 607 Schulwesen: Einzelne Schulen
Dewey-Dezimalklassifikation:
370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15497711
Sammlung:
Bildung, Schule, Wissenschaft, Forschung
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 607 Lui 1
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

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  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1918, 27. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 6. Januar 1918
  • Nr. 2, 13. Januar 1918
  • Nr. 3, 20. Januar 1918
  • Nr. 4, 27. Januar 1918
  • Nr. 5, 3. Februar 1918
  • Nr. 6, 10. Februar 1918
  • Nr. 7, 17. Februar 1918
  • Nr. 8, 24. Februar 1918
  • Nr. 9, 3. März 1918
  • Nr. 10, 10. März 1918
  • Nr. 11, 17. März 1918
  • Nr. 12, 24. März 1918
  • Nr. 13, 31. März 1918
  • Nr. 14, 7. April 1918
  • Nr. 15, 14. April 1918
  • Nr. 16, 21. April 1918
  • Nr. 17, 28. April 1918
  • Nr. 18, 5. Mai 1918
  • Nr. 19, 12. Mai 1918
  • Nr. 20, 19. Mai 1918
  • Nr. 21, 26. Mai 1918
  • Nr. 22, 2. Juni 1918
  • Nr. 23, 9. Juni 1918
  • Nr. 24, 16. Juni 1918
  • Nr. 25, 23. Juni 1918
  • Nr. 26, 30. Juni 1918
  • Nr. 27, 7. Juli 1918
  • Nr. 28, 14. Juli 1918
  • Nr. 29, 21. Juli 1918
  • Nr. 30, 28. Juli 1918
  • Nr. 31, 4. August 1918
  • Nr. 32, 11. August 1918
  • Nr. 33, 18. August 1918
  • Nr. 34, 25. August 1918
  • Nr. 35, 1. September 1918
  • Nr. 36, 8. September 1918
  • Nr. 37, 15. September 1918
  • Nr. 38, 22. September 1918
  • Nr. 39, 29. September 1918
  • Nr. 40, 6. Oktober 1918
  • Nr. 41, 13. Oktober 1918
  • Nr. 42, 22. Oktober 1918
  • Nr. 43, 27. Oktober 1918
  • Nr. 44, 3. November 1918
  • Nr. 45, 10. November 1918
  • Nr. 46, 17. November 1918
  • Nr. 47, 24. November 1918
  • Nr. 48, 1. Dezember 1918
  • Nr. 49, 8. Dezember 1918
  • Nr. 50, 15. Dezember 1918
  • Nr. 51, 22. Dezember 1918
  • Nr. 52, 29. Dezember 1918
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Volltext

Berliner Illustrirte Zeitungq. Ar. 52 
Der weirre Adlcr 
oO DAN RCHAROD VEMKROWVROMNIF 
14 
3. Fortsetzung. Nachdruck verboten. 
Allen neun hinzutretenden Abonnenten 
werden die bereits erschienenen Kapitel 
dieses Romans in einem Sonderabdruck 
unentgeltlich auf Verlaugen nachgeliefert. 
Amerikanisches ‚Copyright 1918, by UIstein & Co'. 
rümmter Weg in zwei Stunden zum Schlosse Fried— 
ichstein. Der Weg war zuweilen beschwerlich, aber 
er wundervolle Hochwald gab Schatten, und an 
eder Biegung eröffnete sich ein neuer reizvoller Aus— 
lick auf den See oder ein Einblick in das unberührte 
Valten und Weben der Natur ... Sei es, daß 
ian in stiller Bucht dem putzigen Gehaben der 
aucher und Wildenten zuschauen konnte oder auf 
erschwiegener Waldwiese die Rehe belauschen, die 
ort ihre Aesung suchten. Schloß Friedrichstein end— 
ch, ein aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammender 
zau, lag inmitten eines herrlichen Parks auf sanft 
nsteigendem Hügel. Wundervoll war die Aussicht 
'on der großen Schloßterrasse über See und Wald 
ind Land, aber ein strenges Verbot des polnischen 
zesitzers sperrte den Zutritt. 
Viktor ließ das Heft sinken. Wie ein Schleier 
iel es von seiner Erinnerung. ... Auf dieser 
'errasse hatte er als Knabe oft gestanden. Und Worte 
ielen ihm ein, die er gesprochen hatte. . .. „Du 
kinta, ist da hinter dem Wasser alles zu Ende, oder 
ind da auch Menschen und Pferde und Hunde und 
zäuser und Wald?“ ... Einen Stich gab es ihm 
m Herzen, wenn er daran dachte, daß er — statt 
urzellos in der Fremde aufzuwachsen — auf die— 
em großen und schönen Besitz neben dem unver— 
ählten Bruder als Erbe hätte stehen dürfen, wenn 
.ia wenn einer nicht Leib, Ehre und Deutschtum 
erbauft hätte für das Lächeln einer polnischen Frau 
.. Und in einem plötzlichen Gedankensprunge grü— 
elte er darüber, aus welchem Grunde wohl sein 
zruder Ulrich unverheiratet geblieben sein mochte. 
die seltfame Erklärung, die er aus seinem Munde 
ehört hatte, ließ den Schluß zu, daß der so still und 
efestigt scheinende Aeltere diese äußere Ruhe erst 
ach schweren inneren Kämpfen gefunden haben 
nochts. Nach Kämpfen, die vielleicht auch irgendwie 
it seinem Schicksal zusammenhängen mochten.... 
in Geheimnis lag dä im' tiefster Gruͤnde einer 
Nenschenbrust, das am besten wohl für alle Zeiten 
»graben blieb. .. — 
In seine Gedanben versunken, hatte Viktor kaum 
achtet, an welchen Städten der imminer weiter nach 
ten eilende Zug vorüber fuhr. In einer Korschen 
enannten Station mußte er umsteigen; es ging!in 
esentlich verlangsamter Fahrt nach demSüden, der 
ussischen Grenze zu. Unaufhörlich erklang vorn auf 
er Lokomotive das Läutewerk, das Mensch und Vieh 
or dem Betreten des Bahnkörpers warnen sollte, und 
ziktor mußte lächeln. Ein Vers fiel ihm ein, den 
mal vor Jahren von einem aus dem Osten stam— 
enden Kollegen gehört hatte: „Wo sich aufhört das 
ultur, sich anfängt der Masur“ ... Das Büchlein 
es Herrn Pastors Grandjean aber war ihm ein ge⸗ 
disser Trost. Wenn man seine Ansprüche nicht zu 
och schraubte, würde sich's schon leben lafsen. Hütte 
r freilich auf einen Mitreisenden gehört, der ihm von 
dorschen an gewaltsam seine Unterhaltung auf— 
rängte, wäre es amgeratensten gewesen, sofort um— 
ukehren. Aber der Herr urteilte — Gott sei Dank 
— pom Standpunkt eines Berliner Reisenden in 
Vollwaren, der, wie er sich ausdrückte, „jum zweiten⸗ 
aal diese Tour abklapperte“. 
Der Zug hielt vor einem großen Stationsgebäude 
wrotem Ziegelstein, der Schaffner rief: „Lyck, zehn 
dinuten! Rach Heinrichsburg, Ortelsburg, Allenftein 
msteigen! Zweiter Bahnsteig“ . .. Vor dem großen 
‚ause im grellen Licht der elektrischen Bogenlampen 
and eine seltsame Menge. Herren und Damen in 
roßstädtischer Kleidung, etliche darunter von einer 
leganz, die man ebenso in Berlin hätte sehen kön— 
en. Dazwischen Bauern in langen grauen Röcken, 
uden in Kaftan und verbeulten Zylindern, russische 
iffiziere in voller Uniform. Mit Paketen beladen, 
egen sie in den zur Grenze fahrenden Zug. Er 
»underte sich, daß die Herren so ungehindert und 
vanglos auf deutschem Boden verkehren durften. ... 
In dem Abteil zweiter Klasse des nach Heinrichs⸗ 
»urg fahrenden Zuges saß eine gewichtige Dame, Lin 
icht minder umfangreicher Hert hatte sich zum Fen⸗ 
ter hinausgelehnt, unterhielt sich laut mit einer 
anzen Gesellschaft, die ihn ansche inend zur Bahn ge—⸗ 
Aitet hatte. Die dicke Dame hielt ihn ängstlich am 
zipfel seines Pelzes, warnte eindringlich: „Bieg' Dich 
sloß nich zu weit 'raus, Augustche! Hernachert ruckst 
er Zug an, und Du fällst auf'm VPerron!“ Aber es 
tam umgekehrt. Die Lokomotive setzte sich plötzlich 
in Bewegung, die draußen Stehenden riefen: „Glück— 
iche Rutsch“, und der dicke Herr setzte sich der Dame 
iuf den Schoß. Er sagte gemütlich: „Na, jedenfalls 
»ässer wie auf 'nen spitzen Stein,“ und Viktor mußte 
ell auflachen. Die Dame bemerkte entschuldigend: 
Sie missen das nicht übel nehmen! Er hat nehmlich 
»ei seinem Schwager, dem Bäcker Tomuschat, Ge 
urtstag gefeiert. Und ich bin bloß froh, daß ich 
hn rächtzeitig zum Zug losgeeist hab'. Wänns nach 
hm gegangen wär', würd' er noch da sitzen!“ 
Der dicke alte Herr steckte sich eine Zigarre an. 
ODas aufflammende Streichholz beleuchtete ein gesund 
zerötetes, volles Gesicht in einem Kranz weißer 
daare. Und er sagte, gemütlich paffend: „Is nich so 
chlimm, liebes Härrchen! Meine Alte übertreibt 
gärn e bißche. Nehmlich Sinnhuber is mein Name, 
und ich fahr' bis Friedrichstein. Fahren Sie, liebes 
särrchen, vielleicht weiter?“ 
„O ja, noch ein ganzes Ende!“ 
Die dicke alte Dame zupfte ihren Gaklen am 
Aermel. „Sinnhuber, Du weißt ja noch gar nich, 
ob der Härr sich ieberhaupt mit Dir unterhalten 
will ...“ 
Viktor verneigte sich leicht. „Weshalb denn 
nicht, gnädige Frau?“ 
.„Der alte Herr schüttelte ihm kräftig die Hand. 
Härzlichen Dank! Das vergißt se Ihnen ihr Lebtag 
nich, daß Se gnäd'ge Frau zu ihr gesagt haben! Und 
vänn Se uns mal in Friedrichstein die Ehre 
chänken ... nich im Schloß, Gott bewahr' uns, son⸗ 
»ern an der Bahnstation das große Haus 
August Sinnhuber, Getzeide und Futtermittel angroh 
ind ang Detall ...“ 
„Danke, werde unter Umständen nicht ver— 
ehlen .. .“ 
„Wieso, gedännken Se dänn, sich hier längers 
aufzuhalten?“ 
„Vielleicht! Aber eine Frage, Herr Sinunhuber. 
Ich komme zum erstenmal hier in die Gegend. Da— 
habe ich mich doch sehr gewundert, daß russische Offi— 
ziere in voller Uniform so ungeniert in einer preu— 
zischen Stadt verkehren ...“ 
„Weil wir Deitschen dammlich geboren find, lie⸗ 
»es Härrchen, und dammlich bleöben bis an“unser 
el'ges Aennde! Und bloß ungeniert? Sagen Se 
»och lieber, fräch! Die Kärrle spijonieren ja am 
zällichten Tage! Neilich haben se einen erwischt 
inter der Brick in Lyck, wo zum Gefängnis fiehrt. 
irhat da allerhand Zeichnungen gemacht, aber zum 
ztadtpolizisten sagt' er, er hätt' da mal bloß — 
Iso Se versteh'n schon — fier e— Momänntche ver—⸗ 
hwinden missen. Der Hornochs ließ 'n laufen. Und 
ch komm', in meinem Geschäft heifig ieber de Gränz', 
»a frag' ich mich manchmal: wollen die Härrschaften 
n Berlin das nich sehen, oder dirfen se nich — jedes 
leine Näst vollgeproppt voll Soldaten! Und jedes⸗ 
nal, wänn ich wiederkomm, neie Regimännter dazul 
da frägt man sich als dänkender Männsch doch, wo— 
u? Wänn ich mit meinem Nachbar in Frieden 
eben will, steh' ich doch nich egalwäch mit ner ge— 
adenen Flint' an seinem Gartenzaun?“ 
„Ja, um Himmels willen,“ sagte Viktor erregt, 
haben Sie denn diese Beobachtungen nicht an zu— 
stündiger Stelle mitgeteilt?“ 
„Na und ob! Ich bin doch e guter Patriot. Die 
därren auf'm Bezirkskommando fagten auch, scheen 
Dank, aber es wär' nichts zu machen. Wir würden 
a auch nicht schlafen, und vorichten Härbst hätt's 
de Militärverwaltung gezeigt. Haust Du meinen 
zuden, hau' ich Deinen: machst Du Probemobil⸗ 
nachung, kann ich ja so was Aehnliches fabrizieren, 
ind zu Angst is kein Grund. Ich aber sagt' mir 
S„innhuber, Vorsicht is de Mutter vom Porzellan⸗ 
aden! Es riecht mir zu sehr nach Pulver, ich zieh' 
zum ersten Juni von hier wech nach Keenigsbärg! 
Fiers Geschäft hab' ich 'nen Dammlichen gefunden, 
vo am Krieg nich glaubt, und ich sitz' mit meinem 
ieben Malchen im Trockenen, wänn hier de Kosaken 
ängen und brännen.. ..“ 
„Sie glauben wirklich?“ . 
„Aber, liebes Härrchen, das lernen bei uns ja 
chon de Kinder in der Fibel: Bis zu den großen 
Seen, wo de Russen nich so leicht 'rieberkönnen, wird 
alles aufgegeben! Wegen dem Krieg nach zwei Fron—⸗ 
en. In sächs Wochen erled'gen wir erst de Fran— 
5 iud Viktor begann, sich in seinem zukünftigen 
Leben als Landrat des Kreises Heinrichsburg 
.....innerlich einzurichten . . . Wenn man die 
pflichten, die auf einen warteten, näher ansah, war 
s eins der schönsten Aemter, die der Staat zu ver— 
zeben hatte. Vertrauensmann der Regierung und 
Beirat aller derer, die mit ihren Sorgen, Anliegen 
und Beschwerden sich an ihn als Mittelsmann wand— 
len ... Das Bertrauen all dieser Leute galt es zu 
robern durch Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft; 
denn jeden, den er für sich gewann, gewann er dem 
Deutschtum und dem Staat ... 
Unter den Schriften, die Ulrich ihm vorsorglich 
mitgegeben hatte, befand sich auch ein schmales Heft— 
hen. Es trug den Titel: „Geschichte des Kreises 
deinrichsburg in Ostpreußen von Gottlieb Grandijean, 
ꝰ2ustor emèr.“ 
Vitktor schlug es auf, und als er die ersten Zeilen 
jelesen hatte, legte er's sobald nicht wieder aus der 
dand. In schlichter und doch seltsam fesselnder Art 
wurde darin erzählt, wie die Stadt Heinrichsburg ge— 
zründet worden war. Als ein Stützpunkt der „Brü— 
der vom deutschen Hause“, die der Herzog Konrad 
von Masovien im Jahre 1227 gegen die räuberischen 
Pruzzen zu Hilfe gerufen hatte, die in immer neuen 
Einfällen das Land verwüsteten. Mitten im wilden 
Urwald und am Ufer eines großen Sees war das 
ieste Ordenshaus erbaut worden, mit Wall und 
Hraben versehen und nach dem Mönche Heinrich ge— 
nännt, der hier unter den Aexten der Heiden den 
Märtyrertod gefunden hatte. Und allmählich wuchs 
um die Burg eine Studt, Wall und Graben mußten 
weiter gespannt werden .. Der Orden verfiel, es 
kam dann die. Herrschaft der Kurfürsten von 
Braͤndenburg und Könige von Preußen, Das Städt⸗ 
chen blieb, was · es gewesewwar, erne Pftanzstätte 
deutscher Bildung und ein Hort· deutscher Kultur im 
Osten des großen Vaterlandes. Trotz allen heimlichen 
und roffenen Anstrengungen in neuerer Zeit, es mit 
dem umliegenden Land in den Bereich polnischer Ge— 
sittung zu ziehen. Einer „Gesittung“, die man im 
Vergleich zur deutschen nur in Anführungsstrichel 
chen schreiben dürfe . . . . 
Und nach viesent, kleinen Ausfalle verzeichnete 
der Herre Pastör mit⸗ Genntztuung; daß man auch 
„draußencim Reich“ chegonnen haber den Naturschön 
heiten: Masurens, in. denen Heinrichsburg mit seinen 
Wäldern, und Soen als: kostbarstes Juwel säße, Be— 
achtung zu schenken. Zum Teil- vielleicht dank den 
Bcmühungen eines aus Masuren stammenden Schrift⸗ 
stellers, der schon vor fast dreißig Jahren begonnen 
habe, in sez ziemljch jedem' seiner Bücher die herben 
und lieblichen Reize seiner Heimat zu schilderu. 
Jeder neue:Sommer brachte Vergnügungsreisende in 
immer achfender Zahl, die von Heinrichsburg aus 
Ausflüge Anternahmen!“ und sich geradezu begeistert 
über die genossenen Herrlichkeiten: aussprachen. Ziu 
Nutz und Frommen dieser Reisenden hatte der Herr 
Pastor eine Anzahl von Ausflügen zusammengestellt 
und genau beschrieben, die hon Heinrichsburg in 
einem bequemen Tage zu untersehmen waren. Einer 
dieser Ausflüge hieß „Schloß Friedrichstein“ ... 
Man fuhr vormittags neun Uhr dreißig mit der 
Bahn bis Statlon Friedrichstein, verfolgte eine halbe 
Stunde lang die Chaussee, um dann hinter dem Dorfe 
Pokroppen — im Wirtshause des Krugbesitzers Sa— 
renka gab es ein kräftiges ländliches Frühstück zu 
billigem Preise — einen rechts abbiegenden Feldweg 
ꝛinzuschlagen, der zum Spirdingfee führte; eidem Ge— 
vässer, von dessen Großartigkeit sich die aus dem 
Westen kommenden Touristen nur schwer einen Be— 
griff machen konnten. Ein gewaltiger Binnensee, 
dessen jenseitiges User selbst bei klaren Wetter nicht 
mit icharfem Glase zu erlennen war, und der zu 
eder Stunde durch seine Schönheit wirkte; sei es, daß 
ꝛr im Sonnenglanz wie ein ungeheurer ESpiegel 
zleißte oder unter dem drängenden Fittich des Stuͤr 
nes mannshohe Wellen gegen das Gestade wälzte. 
Am Ulfer dieses Sees führte ein vielfach ge—
	        

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