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Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1959, III. Wahlperiode, Band I, 1.-26. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1959, III. Wahlperiode, Band I, 1.-26. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Sonstige Beteiligte:
Berlin (West). Senatsverwaltung für Finanzen
Berlin (West). Senator für Finanzen
Titel:
Amtsblatt für Berlin / Herausgeber: Senatsverwaltung für Finanzen
Unterreihe:
Teil II, Steuer- und Zollblatt
Weitere Titel:
Amtsblatt für Berlin / 2
Steuer- und Zollblatt für Berlin
Erschienen:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1991
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Erscheinungsverlauf:
16. Jahrgang, Nummer 1 (5. Januar 1966)-41. Jahrgang, Nr. 17 (28. Februar 1991) ; damit Erscheinen eingestellt
Fußnote:
Herausgeber früher: Senator für Finanzen
ZDB-ID:
3048473-X ZDB
Frühere Titel:
Steuer- und Zollblatt für Berlin
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1990
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15424035
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Nr. 51, 5. September 1990
Erschienen:
, 1990-09-05

Schnellzugriff

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  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1959, III. Wahlperiode, Band I, 1.-26. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 12. Januar 1959
  • Nr. 2, 12. Januar 1959
  • Nr. 3, 15. Januar 1959
  • Nr. 4, 15. Januar 1959
  • Nr. 5, 29. Januar 1959
  • Nr. 6, 5. Februar 1959
  • Nr. 7, 19. Februar 1959
  • Nr. 8, 10. März 1959
  • Nr. 9, 19. März 1959
  • Nr. 10, 2. April 1959
  • Nr. 11, 16. April 1959
  • Nr. 12, 25.04.1959 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 13, 6. Mai 1959
  • Nr. 14, 26. Mai 1959
  • Nr. 15, 27. Mai 1959
  • Nr. 16, 11. Juni 1959
  • Nr. 17, 25.06.1959 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 18, 2. Juli 1959
  • Nr. 19, 08.09.1959 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 20, 10. September 1959
  • Nr. 21, 1. Oktober 1959
  • Nr. 22, 15. Oktober 1959
  • Nr. 23, 5. November 1959
  • Nr. 24, 19. November 1959
  • Nr. 25, 3. Dezember 1959
  • Nr. 26, 17. Dezember 1959

Volltext

116 
12. Sitzung vom 25. April 1959 
Kaisen 
das gaben, was er brauchte, um durchzukommen, — wer 
an diese verzweifelten Kämpfe denkt, der kann erst er 
messen, was es für ein Glück bedeutet, daß wir heute in 
der Bundesrepublik wenigstens diese Auseinandersetzung 
über die Demokratie nicht mehr haben. Denn alle Par 
teien, die das Grundgesetz geschaffen haben, haben sich 
ausdrücklich auf diesen demokratischen Boden ver 
pflichtet. Wir müssen alle von dem Bewußtsein erfüllt 
bleiben, daß wir verantwortlich sind für die Erhaltung, 
Sicherung und den Ausbau der Demokratie. Denn wir 
sichern damit den einzigen Weg für die Zukunft, für eine 
freie Zukunft: diese liegt allein in der Erhaltung dieses 
Weges. Denn wo ist heute Deutschland ? Deutschland ist 
da, wo die Freiheit ist. Mehr können wir auf diese Frage 
nicht antworten. 
(Beifall.) 
Weil dem so ist, deswegen müssen wir diese Grund 
rechte festhalten, müssen sie erkennen, nicht als etwas 
Rückschrittliches, sondern müssen sie als etwas er 
kennen, was revolutionären Ursprungs ist. Was drüben 
im Namen des Fortschritts verkündet wird, ist im Grunde 
genommen Konterrevolution, ist im Grunde genommen 
Rückschritt zu dem alten Obrigkeitsstaat. 
Ich möchte hier einen Mann zitieren, der drüben oft 
zitiert wird, Karl Marx. Karl Marx hat sich auch mit der 
Freiheit in zwei großen Abhandlungen im zweiten Bande 
der Marxschen Gesamtausgabe befaßt. Dort befaßt er 
sich eingehend mit den Merkmalen eines konterrevo 
lutionären Systems. Er schreibt dort: 
Jede Gestalt der Freiheit bedingt die andere, wie 
ein Glied des Körpers das andere bedingt. So oft 
eine bestimmte Freiheit in Frage gestellt ist, ist die 
Freiheit selbst in Frage gestellt. Freiheit bleibt 
Freiheit, drücke sie sich nun in Druckerschwärze 
oder im Grund und Boden oder im Gewissen oder in 
einer politischen Versammlung aus. Ohne die Frei 
heit des Wortes bleibt das Volk Objekt einer auto 
ritären Regierung, Sklave nicht allein eines öko 
nomischen und sozialen, sondern auch eines gei 
stigen Despotismus. 
Und er schließt seine Abhandlung über die preußischen 
Pressezustände von damals, die, verglichen mit den 
heutigen da drüben in der Ostzone, immerhin ein Idyll 
sind; 
Seltenes Glück der Zeiten, wo man denken kann, 
was man will, und aussprechen kann, was man 
denkt. 
Wir wissen, wie wahr diese Worte sind, deren Wahrheit 
man erst dann erkennt, wenn dieses Glück verloren ge 
gangen ist. So geht es auch in der Demokratie. Jedesmal 
wenn diese Rechte leichtfertig preisgegeben wurden, 
weil man nicht wagte, dafür Opfer zu bringen und da 
rum zu kämpfen, bedauerte man schmerzlich, diese 
Rechte verloren zu haben, und man stand erneut vor der 
Frage: Wie kann man sie wieder erringen? 
Daher möchte ich besonders den Jungen zurufen: 
Denkt an die 150 Jahre hier in Berlin, an die Kämpfe, 
die hier geführt worden sind um die Freiheit, um die Er 
haltung dieser Grundrechte, die vor 150 Jahren von 
Stein verfassungsmäßig niedergelegt worden sind. Denkt 
daran, welche Opfer die Alten Generationen hindurch für 
die Erhaltung dieser Rechte gebracht haben. Und denkt 
daran, was die Selbstverwaltung aus dieser Stadt ge 
macht hat. Damals 120 000 Einwohner, heute bald 
4 Millionen, eine Weltstadt, auf die heute die ganze Welt 
sieht, weil sich in ihr eine Freiheitsgesinnung spiegelt, 
eine Freiheitsgesinnung, die uns allen großen Mut gibt. 
Und das ist etwas, was als Fundus für die Selbstver 
waltung auf deren Konto kommt. Denn sie hat diese 
Stadt geformt, sie hat dieses unerhörte große Lebewesen 
Berlin geschaffen mit all den Punktionen, die heute aus 
geübt werden müssen, um das Leben des einzelnen Bür 
gers zu sichern. Ich denke nur an den Wohnungsbau, 
an das Verkehrswesen, an das Schulwesen, an das Sani 
tärwesen, an all das, was zu dem Riesenkomplex ge 
hört, um einen solchen Organismus am Leben zu er 
halten. Sie hat daneben auch noch die ideellen Werte 
erhalten, die ideellen Werte, die die Grundlage bilden für 
die Weiterarbeit künftiger Generationen. 
Darum wollen wir auch heute die Arbeit ehren, die von 
den Alten geleistet worden ist. Möge vor allen Dingen 
diese Arbeit auch unseren Jungen ein Ansporn sein, es 
ihnen nächzutun. 
(Lebhafter anhaltender Beifall.) 
Präsident Henneberg: Herr Bundesratspräsident, herz 
lichen Dank für Ihre Ausführungen, die in so hervor 
ragender Weise deutlich gemacht haben, wie Selbstver 
waltung, Demokratie und Freiheit unlösbar miteinander 
verbunden sind und sich in entscheidender Weise gegen 
seitig ergänzen. 
Darf ich Sie, Herr Regierender Bürgermeister, bitten, 
das Schlußwort zu sprechen. 
Brandt, Regierender Bürgermeister: Herr Präsident! 
kleine sehr verehrten Damen und Herren! Am Schluß 
dieser feierlichen Sitzung unseres Abgeordnetenhauses 
möchte ich im Namen des Senats die Glückwünsche 
zum 150. Geburtstag der Berliner Selbstverwaltung über 
mitteln, und ich darf wohl, ohne dem Präsidenten zu 
nahe zu treten, auch namens des Senats den Präsidenten 
des Bundestags und des Bundesrats Dank sagen, die zu 
uns gekommen sind und zu uns gesprochen haben. Wir 
sehen in ihrem Hiersein eine willkommene Unterstrei 
chung unserer geistigen, rechtlichen und wirtschaftlichen 
Verbindungen mit dem deutschen Westen und möchten 
unsererseits auch heute und an dieser Stelle erklären, 
daß diese Verbindung Bestand haben muß und Bestand 
haben wird. 
Wenn der Präsident des Hauses davon sprach, das 
Werk des Prelherrn vom Stein in treue Obhut zu 
nehmen, so liegt darin nicht nur eine Verpflichtung des 
Abgeordnetenhauses, aller frei gewählten Abgeordneten 
dieser Stadt, sondern eine Verpflichtung auch des durch 
dieses Haus gewählten Senats, der sich dieser seiner 
Verpflichtung bewußt ist. Wir werden miteinander den 
Weg weitergehen, den die Vorkämpfer einer rechts 
staatlichen und freiheitlich-demokratischen Ordnung ge 
wiesen und geebnet haben. 
Wenn wir den Blick zurückgleiten lassen und uns 
etwa die Stadtpläne dieses unseres Berlin vergegen 
wärtigen, meine Damen und Herren, dann sehen wir, wie 
zunächst die beiden Schwesterstädte Cölln und Berlin 
zusammenwuchsen und wie sich dann gleich den Jahres 
ringen eines gesunden, kräftigen Baumes die Kreise 
immer neuer Stadtgebiete um den alten Kern gelegt 
haben. Seine Kraft hat dieser Berliner Baum aus dem 
gleichen Boden gesogen, in dem er auch heute wurzelt, 
aus der Arbeitsamkeit und dem Fleiß der Bevölkerung, 
aus dem Gemeinschaftssinn der Bürger, dem Bürgersinn 
im wohlverstandenen Sinne des Freiherrn vom Stein, .aus 
einer von den Bürgern dann im Laufe der Jahrzehnte 
entscheidend selbst mit geformten Verwaltung. Gegen 
diesen Berliner Baum sind in den hinter uns liegenden 
Jahren schwere Axthiebe gerichtet und ihm sind 
schmerzliche Wunden beigebracht worden. Aber der 
Baum steht, er wankt nicht, er wird nicht wanken. Das 
Volk von Berlin wird sich nicht zerklüften lassen, die 
Berliner werden Zusammenhalten und, wo sie durch 
fremde Gewalt getrennt sind, wieder zueinanderfinden. 
Wir haben uns, meine Damen und Herren, auch durch 
die Drohungen und Lockungen der vergangenen Monate 
nicht umwerfen lassen. Wir haben aller Welt bekundet, 
wo wir stehen, wozu wir uns bekennen und woran wir 
festhalten werden, was auch immer noch kommen mag. 
Indem wir standfest blieben und uns von unserer als 
recht erkannten und als recht empfundenen Sache nicht 
abbringen ließen, haben wir erneut starke Kräfte auf 
den Plan gerufen.
	        

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