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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1973, 6. Wahlperiode, Band III, 43.-65. Sitzung (Public Domain)

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fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1973, 6. Wahlperiode, Band III, 43.-65. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Other:
Berlin (West). Senatsverwaltung für Finanzen
Berlin (West). Senator für Finanzen
Title:
Amtsblatt für Berlin / Herausgeber: Senatsverwaltung für Finanzen
Subseries:
Teil II, Steuer- und Zollblatt
Other titles:
Amtsblatt für Berlin / 2
Steuer- und Zollblatt für Berlin
Publication:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1991
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Dates of Publication:
16. Jahrgang, Nummer 1 (5. Januar 1966)-41. Jahrgang, Nr. 17 (28. Februar 1991) ; damit Erscheinen eingestellt
Note:
Herausgeber früher: Senator für Finanzen
ZDB-ID:
3048473-X ZDB
Previous Title:
Steuer- und Zollblatt für Berlin
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
340 Recht
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1990
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15424035
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 27, 4. Mai 1990
Publication:
, 1990-05-04

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1973, 6. Wahlperiode, Band III, 43.-65. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 43, 18.01.73
  • Nr. 44, 08.02.73
  • Nr. 45, 22.02.73
  • Nr. 46, 08.03.73
  • Nr. 47, 22.03.73
  • Nr. 48, 05.04.73
  • Nr. 49, 10.05.73
  • Nr. 50, 17.05.73
  • Nr. 51, 24.05.73
  • Nr. 52, 07.06.73
  • Nr. 53, 28.06.73
  • Nr. 54, 04.07.73
  • Nr. 55, 05.07.73
  • Nr. 56, 06.07.73
  • Nr. 57, 20.09.73
  • Nr. 58, 11.10.73
  • Nr. 59, 25.10.73
  • Nr. 60, 08.11.73
  • Nr. 61, 22.11.73
  • Nr. 62, 12.12.73
    Nr. 62, 12.12.73
  • Nr. 63, 13.12.73
  • Nr. 64, 14.12.73

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - G. Wahlperiode 
60. Sitzung vom 8. November 1973 
den wir uns mit ebensolcher Deutlichkeit auch dagegen. 
Und hier ist die Formulierung von Herrn Lummer über 
den „strammen Maxen“ wirklich derartig disqualifizierend 
— gerade für den, der sie in dieser Situation anwendet —, 
daß man wirklich nur sagen kann: Einmütigkeitsbeteue 
rungen aus dieser Richtung sind keinen Pfifferling wert! 
(Beifall bei der SPD und der F.D.P.) 
Es ist nicht wahr, daß wir hier je die Diskussion über das, 
was kritikwürdig an diesen Vorgängen ist, abgewürgt hät 
ten; aber der Beitrag der CDU in den Phasen, in denen um 
die Entspannung kritisch gerungen wurde, bestand darin, 
Mißtrauensanträge zu stellen und Nein-Stimmen abzuge 
ben. Das war die wirkliche Haltung der CDU. 
(Beifall bei der SPD und der F.D.P. — Abg. Lummer: 
Stimmt ja gar nicht! — Abg. Dr. Behrend: Das ist 
Geschichtsklitterung!) 
— Nein, das ist so, meine Damen und Herren; aber in eini 
gen Fällen erleben wir ja jetzt hier den Versuch, mal süß 
zu sein und dann von hinten wieder Säure nachzukippen. 
Ich sage: Dieserlei Einmütigkeitsbeteuerungen sind keinen 
Pfennig wert. 
(Abg. Lummer: Sie sollten erst mal Protokolle lesen, damit 
Sie wissen, worüber Sie reden, verstehen Sie! Sie 
quatschen hier rum und haben die Protokolle gar 
nicht gelesen!) 
Die Liste der offensiven Schritte der DDR gegen diese 
schlichte Vertragsausfüllung ist seit der Krim-Konferenz 
im vergangenen Sommer lang geworden, das wissen wir; 
und so muß sich jenes neue UN-Mitglied DDR vor aller 
Welt den Vorwurf der Entspannungsfeindlichkeit und — in 
diesem ganz konkreten Fall — auch den der Inhumanität 
gefallen lassen. Gerade unter diesem Gesichtspunkt sollte 
man in der DDR und an deren Spitze erneut überdenken, 
wohin man mit dem Auffüllen des Topfes, der das Minus 
der Entspannungspolitik enthält, gerät. Zu jeder Vertrags 
erfüllung gehört ein Mindestmaß an Goodwill, an dem 
fehlt es hier. Es ist ein eindeutiger Beleg für den fehlenden 
guten Willen, wenn das „Neue Deutschland“ — wie gestern 
geschehen — uns West-Berliner zu Staatenlosen erklärt 
und dabei fast in das Vokabular des Chruschtschow-Ulti 
matums von 1958 verfällt, von dem man ja in Moskau mit 
Recht nichts mehr wissen will. Es ist ferner alles andere als 
ein Zeichen des guten Willens, wenn das SED-Zentralorgan 
sich Urteile darüber anmaßt, ob die Position des Regieren 
den Bürgermeisters hier wohl richtig besetzt sei. Meine 
Damen und Herren, wer bei uns Regierender Bürgermeister 
ist, darüber entscheidet ein freigewähltes, und zwar dieses 
Parlament, das sich nicht von entspannungsfeindlichen 
Leitartiklern da hineinreden läßt! 
(Beifall bei der SPD und der F.D.P.) 
Dieser ganze Angriff der SED von gestern macht vielmehr 
besonders deutlich — und das ist ja heute auch hier schon 
gesagt worden —, daß sich Klaus Schütz für die Interessen 
unserer Stadt in besonderem Maße und erfolgreich einsetzt. 
Dafür gilt ihm der Dank der Sozialdemokraten hier im 
Hause, draußen und der Menschen dieser Stadt. 
(Beifall bei der SPD) 
Wenn Herr Honnecker den Regierenden Bürgermeister — 
und zwar diesen Regierenden Bürgermeister — der Ent 
spannungsfeindlichkeit bezichtigt, so weiß jeder — und 
zwar auch jeder in der DDR —, daß der Erste Sekretär an 
dieser Stelle lügt. Niemand in der Welt verkennt, daß hier 
nach dem uralten Trick verfahren wird, den Gegner durch 
den Ruf „Haltet den Dieb!“ mit dem belasten zu wollen, 
was man selber auf dem Kerbholz hat. 
Und schließlich jenes Honnecker-Interview mit der For 
mulierung über den Abbau; das ist nun wirklich auch einer 
der letzten Tropfen in dem Gefäß gewesen, das bereits mit 
Antipolitik gegen die Vertragsausfüllung seitens Ostberlins 
aufgefüllt worden ist. 
(Abg. Lummer: War eine doppelte Negation, da 
müssen Sie vorsichtig sein!) 
Die Häufung dieser Schritte hat einen Punkt erreicht — 
ich glaube, wir sind darin einig —, an dem die Quantität 
solcher DDR-Schritte nahe an das Umschlagen in eine neue 
Qualität politischer Schritte herankommt; man wird, wenn 
sich in den nächsten Wochen keine Änderung dieser Linie 
ergibt, deutlich sagen müssen, daß die Ostberliner Ver 
antwortlichen eine neue Situation herbeiführen wollen. 
Dann allerdings — und das sage ich mit großem Nach 
druck — stellt sich für die Signatarmächte des Abkom 
mens, die, wie heute mit Recht in einer Zeitung wieder 
geschrieben wird, sich hier nicht recht engagieren wol 
len, die ernste und ebenso dringliche Frage, ob sie sich nicht 
angesichts dieser Serie von DDR-Maßnahmen selbst un 
mittelbar der Sache annnehmen müssen; denn dann ist 
durch die DDR die Vertragsausfüllung in Gefahr — ernst 
lich in Gefahr —, und dafür gibt es ein formelles Konsul 
tationsverfahren der Vier Mächte. 
Lassen Sie mich präzis feststellen; 
1. Die neue Verordnung der DDR über den künftigen 
Zwangsumtausch ist ein direkter Angriff auf die Praxis 
dger Besuchsregelung. Wenn die DDR etwa der Hälfte der 
in Frage kommenden Besucher — das heißt eben den 
Rentnern —- den Besuch der DDR durch zu hohe Zwangs 
ausgaben so gut wie unmöglich macht, dann verletzt sie in 
der Tat die Geschäftsgrundlage der ganzen Regelung. Die 
Verbindlichkeit jener einseitigen Erklärung über die Ee- 
suchsregelung war mit die Voraussetzung dafür, daß das 
übrige unterzeichnet wurde. 
2. Die DDR-Führung gesteht mit diesem bewußt un 
sozialen Schritt ein, daß sie mit ihrer Abgrenzungspolitik 
und ihrer Propaganda bei den eigenen Bürgern keinen 
Erfolg gehabt hat und die Besucherzahl drosseln will oder 
muß. 
3. Die Bundesregierung und der Senat, aber auch die 
Signatarmächte des Vierer-Abkommens, sind in die Pflicht 
gerufen, den Versuchen energisch entgegenzutreten, dieses 
Abkommen und seine Ausführungsvorschriften zu unter 
laufen; das heißt, strikte Einhaltung und volle Anwendung 
des Abkommens durch die DDR muß bewirkt werden. 
Mit einer ganz konkreten Forderung lassen Sie mich 
schließen, auch wenn viele jetzt sagen werden: Das hilft 
nun nichts mehr! — Ich sage: Es ist unverantwortlich, 
wenn wir nicht in diesen Tagen bis zum Inkrafttreten die 
ser fatalen Regelung bei der Forderung nachdrücklicher 
denn je — und damit werden wir auch in der Welt ver 
standen — bleiben. Wir verlangen, daß die DDR ihre ent 
spannungsfeindlichen Abgrenzungsmaßnahmen nicht auch 
noch speziell auf die sozial Schwächsten ablädt. Wir for 
dern, daß die vorgesehene Verdoppelung des Zwangs 
umtausches zurückgenommen wird. 
(Beifall bei der SPD und der F.D.P. — Zurufe 
von der CDU: Für alle!) 
Die DDR ist dabei, sich in ihrer Entspannungsfeindlichkeit 
zu vergaloppieren. Die Menschen in Ost und West verlan 
gen ein Abgehen der DDR-Führung von ihrer angekündig 
ten Verordnung und von der Politik der Umgehung der 
Abkommen. Und dies ist mein letzter Satz; Die sozialdemo 
kratische Fraktion begrüßt ebenso wie andere Fraktionen 
in diesem Hause mit großem Nachdruck die heutige Er 
klärung des Regierenden Bürgermeisters vor diesem Hause. 
— Vielen Dank! 
(Beifall bei der SPD) 
Präsident Sickert: Das Wort hat Herr Abgeordneter 
Lummer. Sie hatten sich gemeldet? — Das ist nicht der 
Fall? — Schönen Dank! 
(Abg. Lummer: Ist denn sonst niemand da? — 
Heiterkeit) 
Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor. Ich stelle 
fest, daß die Besprechung über die Erklärung des Regie 
renden Bürgermeisters damit beendet ist und die Große 
Anfrage der Fraktion der CDU ihre Erledigung gefunden 
hat. 
(Abg. Lummer; Moment!) 
2265
	        

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