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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XVII.1867 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XVII.1867 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Gemeindeblatt der Stadt Berlin : Organ für die gesammte Gemeinde-Verwaltung und Gemeinde-Interessen / herausgegeben vom Magistrat
Weitere Titel:
gesamte
Erschienen:
Berlin: Loewenthal 1927
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Erscheinungsverlauf:
29.1888-45.1904; 47.1906-68.1927
Fußnote:
Zahlreiche gezählte und ungezählte Beilagen
ZDB-ID:
2900120-1 ZDB
Frühere Titel:
Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin
Spätere Titel:
Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1900
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Fußnote:
Beilagen fehlen
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15390858
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 750/2:1900
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
No. 37, 16. September 1900
Erschienen:
, 1900-09-16

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  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XVII.1867 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • H. I-III
  • H. III-VI
  • H. VII-X
  • H. XI/XII
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

279 
Architekten-Verein zu Berlin. Mittheilungen aas gehaltenen Vorträgen. 
280 
162 Fürs hoch, und aas unbehauenen Fichtenstämmen erbaut. 
Sie besteht der Höhe nach aus 5 Etagen und ruht auf 9 
Jochen, deren jedes durch 2 mittelst Diagonalen mit einander 
verbundene Stützen gebildet wird. Letztere reichen immer nur 
durch eine Etage und sind oben und unten in die horizontalen 
Hölzer eingezapft. Die einzelnen Joche sind unter eich eben* 
falls durch Diagonalen verbunden. Auf der Brücke Hegt nur 
ein Geleise, und zwar im Niveau des Bahnplannms; von der 
etwas hoher liegenden Chaussee fuhrt eine selbstwirkende 
Rampe auf die Brücke hinab. 
Weiterhin zwischen dem längsten (Müblbach-Thab) Tun 
nel und der Station Mattrey trifft man eine sehr großartige 
Anlage. Hier sollte an einer Stelle, wo das Sill - Bett sehr 
durch steile Felswände eingeengt ist, einerseits der Damm 
durch einen Steinsatz gestützt und in seiner Breite beschränkt, 
andererseits durch Anschneiden des gegenüberliegenden Ufers 
wieder das nöthige Durcbflufsprofil gewonnen werden, cf. Fig.3. 
Bei der letzteren Operation gerieth aber, als man sie kaum 
begonnen hatte, das Gebirge in so bedenkliche Bewegung, dafs 
man davon abstehen mufste, die Schwierigkeit in dieser Weise 
zu uberwinden. Es wurde beschlossen, das Dorchflußprofil 
dadurch herzostellen, dafs man den Wasserspiegel mittelst 
eines Stauwehres hob. Indem man den Stau noch etwas er 
höhte, konnte man auch den ursprünglich projectirten Steinsatz 
sparen uüd statt dessen eine gewöhnliche Dammschüttung mit 
l^füßiger Böschung ausführen. Der Stau beträgt nun aber 
nicht weniger als 50 Fufs und das Wehr hat eine Länge von 
169 Fufs. Es hat, um die Geschwindigkeit des Wassers zu 
mäßigen, 4 Stufen (cf. Fig. 4) und ist ganz aus trockenem 
Maaerwerk oder Steinpackung hergestellt. Unten liegen klei 
nere Steine, welche durch eine 10 Faß starke Lage von gro 
ßen Steinen abgedeckt werden. Zur Sicherung des Abschuß- 
bodens sind in 10 Fufs Abstand von einander 2 Reiben von 
je 11 Stück runden Eisenstangen ä 0,3 Fuß stark in den Fel 
sen getrieben. Um jede Stange wird ein brunnenrohrartig 
aasgebohrter Stamm gesteckt, und hinter die so gebildeten 
Pfahlreihen werden vom gewachsenen Felsen an horizontale 
Balken öbereinandergepackt und mit den Pfählen verbolzt. 
Aufserdem werden die Pfablreibeo durch Zangen und Quer 
riegel mit der dahinterliegenden Steinpackung verankert. Die 
Länge der eisernen Stangen beträgt 12 bis 15 Fufs, die Stärke 
der Hölzer 0,s Faß im Quadrat. 
Es kommen noch 2 kleinere Wehre von ähnlicher Con- 
strnction vor, deren eines angelegt werden mufste, um den 
Fuß eines Dammes in der Nähe der Station Patsch zu sichern, 
nachdem hier durch eine ßergrutsebung das Sill-Bett sehr ver 
engt und eine heftige Strömung erzeugt worden war. Das 
andere dient zur Correction der Bisak und liegt zwischen den 
Stationen Waidbruck und Atzwang. Als Eigentümlichkeit 
dieses letzteren ist zu erwähnen, daß zur Sicherang des Ab- 
schufsbodens große Steine versenkt werden, die durch ca. 
7 Faß lange eiserne Ketten mit einander verbunden sind. 
Näheres über Dimensionen und Construction dieser kleineren 
Wehre konnte ich nicht erfahren. 
Nicht weit oberhalb dieses Wehres stellt sich der Bahn 
ein vorspringender Felskopf entgegen, welcher das Schloß 
Mattrey trägt, und um welchen die Sill in starker Krümmung 
herumfließt. Der Felskopf ist mittelst eines beinahe unter dem 
Schloß selbst hindarchgebenden 394 Fuß langen Tunnels durch 
bohrt, von den zwei, vor und hinter dem Tnnuel uothwendigen 
Flufsübergängea aber ist der eine auf höchst eigeuthümlicbe 
Weise gelöst worden. Während nämlich der obere, bei wel 
chem die Bahn nur etwa 25 Fnfs über dem Wasserspiegel 
der Sill Hegt, leicht durch eine 60 Fuß weite gewölbte Brücke 
bewerkstelligt werden konnte, schien der untere, wo jene Hohe 
115 Faß beträgt, durchaus die Anordnung eines Viaductes zu 
erfordern. Dennoch ist ein solcher auch hier vermieden. Man 
hat vielmehr für die Sill einen Tunnel unter dem Vorein 
schnitte des Bahntunnels hindurchgetrieben, verlegt den Fluß 
ia diesen Tunnel und schließt das Thal durch eine kolossale 
Dammschüttung (of. Fig. 5). Da diese nicht eher ausgeführt 
werden kann, als bis das Wasser durch den Tunnel fließt, 
ist einstweilen, um das Material aus dem Babntunnel über 
den Fluß zu schaffen, an Stelle des Dammes eine Transport 
brücke erbaut, ähnlich der bei Schupfen, aber zweigeleisig. 
Der Sill-Tunnel ist etwas weiter als die Bahntunnels, 321,7 Fufs 
lang, und hat ein Gefälle von 1 : 11-f (oder 9 pCt.). Br ist 
vollständig ausgemauert und mit einem Sohlengewölbe ver 
sehen. Der untere Voreinschnitt war bereits fertig, als hier 
eine gewaltige Bergrutschung eintrat, den Einschnitt verschüt 
tete und das äußerste Stück des bereits im Bau begriffenen 
Tunnels zertrümmerte. Dies verursachte natürlich einen be 
deutenden Aufenthalt und große Mehrkosten. Dennoch be 
haupteten die Ingenieure, daß die Anlage selbst jetzt noch 
billiger sei, als ein Yiaduct geworden wäre. Freilich ließen 
sich auch abweichende Meinungen darüber vernehmen. Einem 
früheren Projecte nach (cf. Fig. 5a) sollte die ganze Serpen 
tine der Sill durch einen Tunnel abgeschnitten werden. Hier 
durch wäre auch bei dem oberen üebergang die Brücke er 
spart worden, und wäre statt derselben hier nur ein unbedeu 
tender Damm zu schütten gewesen. Doch hätte der Sill-Tun 
nel eine viel grofsere Länge als jetzt (ca. 1000 Fufs) erhalten 
müssen, und ferner wäre für den in die Serpentine sich er 
gießenden Pfonser Bach ein kleiner Seitentunnel nöthig ge 
wesen. Demnach hat mau das Jetzt zur Ausführung gelan 
gende Project als das billigere vorgezogen. 
Es kommen noch 3 Bachtunnel nach dem Frincip des 
Sill-TuoneU vor. Der größte derselben (wohl noch eiu Fluß 
tunnel zu nennen) führt die Eisak unter der Bahn hindurch 
und liegt kurz hinter Station Qossensafs am Anfänge der ach 
ten Bahnmeile. Die beiden kleineren liegen in der zweiten 
Meile, der eine am Mühlbach, der andere am Erlachgraben. 
Bei solchen kleinen Wasserläufen gewährt das Princip verhält- 
nißmäßig viel grofsere Vortheile als bei Flüssen, da des klei 
neren Profils wegen die Ausmauerung bis auf kurze Strecken 
an den Mundlöchern in der Regel gespart werden kann. Man 
sagte mir am Mühlbach, daß sich die Kosten pro lfd. Fuß 
Tunnel kaum halb so hoch stellten, wie für einen gewölbten 
Durchlaß. Dazu kommt noch, dafs in den genannten Fällen 
die Tunnel bedeutend kurzer sind, als die entsprechenden 
Durchlässe hätten werden müssen. 
War schon die Zahl der Bauwerke auf der 2£ Meilen 
langen Bahnstrecke zwischen Innsbruck und Mattrey verhält 
nismäßig weit größer als auf der übrigen, so ist dieselbe 
auch darum ganz besonders als die schwierigste zu bezeichnen, 
weil sich die Linie hier durchweg an einem sehr steilen und 
za Rutschungen geneigten Gehänge in großer Höhe über der 
Tbaßoble hinzieht, während sie sich weiterhin nur selten so 
bedeutend an der Berglehne erhebt und die Schwierigkeiten 
sich auf einzelne Punkte concentriren. Außer den bereits er 
wähnten Rutschungen an dem Sill-Tunnel und an dem Tunnel 
vor Station Patsch sind deren noch an mehreren Tunneln vor 
gekommen und haben durch Verschieben der Ausmauerung 
oder Zerdrücken der Steine vielen Schaden angerichtet. So 
war an dem Mnhlbach-Tnnnel ein Mauerring am Kämpfer um 
Fuß herausgedrückt und im Scheitel entsprechend gesenkt. 
Am meisten sind natürlich die Mundlöcher gefährdet; an einer 
Stelle hatte ein solches, um gegen den Oebirgsdmck gesichert
	        

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