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Bauhandwerker (Public Domain) Ausgabe 11.1895 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Bauhandwerker (Public Domain) Ausgabe 11.1895 (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Sonstige Beteiligte:
Berlin (West). Senatsverwaltung für Finanzen
Berlin (West). Senator für Finanzen
Titel:
Amtsblatt für Berlin / Herausgeber: Senatsverwaltung für Finanzen
Unterreihe:
Teil II, Steuer- und Zollblatt
Weitere Titel:
Amtsblatt für Berlin / 2
Steuer- und Zollblatt für Berlin
Erschienen:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1991
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Erscheinungsverlauf:
16. Jahrgang, Nummer 1 (5. Januar 1966)-41. Jahrgang, Nr. 17 (28. Februar 1991) ; damit Erscheinen eingestellt
Fußnote:
Herausgeber früher: Senator für Finanzen
ZDB-ID:
3048473-X ZDB
Frühere Titel:
Steuer- und Zollblatt für Berlin
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1967
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15419741
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
Ges 94a-17,2
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

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Schnellzugriff

  • Bauhandwerker (Public Domain)
  • Ausgabe 11.1895 (Public Domain)
  • 5. Januar 1895, Nr. 1
  • 12. Januar 1895, Nr. 2
  • 19. Januar 1895, Nr. 3
  • 26. Januar 1895, Nr. 4
  • 2. Februar 1895, Nr. 5
  • 9. Februar 1895, Nr. 6
  • 16. Februar 1895, Nr. 7
  • 23. Februar 1895, Nr. 8
  • 2. März 1895, Nr. 9
  • 9. März 1895, Nr. 10
  • 16. März 1895, Nr. 11
  • 23. März 1895, Nr. 12
  • 30. März 1895, Nr. 13
  • 6. April 1895, Nr. 14
  • 13. April 1895, Nr. 15
  • 20. April 1895, Nr. 16
  • 27. April 1895, Nr. 17
  • 4. Mai 1895, Nr. 18
  • 11. Mai 1895, Nr. 19
  • 18. Mai 1895, Nr. 20
  • 25. Mai 1895, Nr. 21
  • 1. Juni 1895, Nr. 22
  • 8. Juni 1895, Nr. 23
  • 15. Juni 1895, Nr. 24
  • 22. Juni 1895, Nr. 25
  • 29. Juni 1895, Nr. 26
  • 6. Juli 1895, Nr. 27
  • 13. Juli 1895, Nr. 28
  • 20. Juli 1895, Nr. 29
  • 27. Juli 1895, Nr. 30
  • 3. August 1895, Nr. 31
  • 10. August 1895, Nr. 32
  • 17. August 1895, Nr. 33
  • 24. August 1895, Nr. 34
  • 31. August 1895, Nr. 35
  • 7. September 1895, Nr. 36
  • 14. September 1895, Nr. 37
  • 21. September 1895, Nr. 38
  • 28. September 1895, Nr. 39
  • 5. Oktober 1895, Nr. 40
  • 12. Oktober 1895, Nr. 41
  • 19. Oktober 1895, Nr. 42
  • 26. Oktober 1895, Nr. 43
  • 2. November 1895, Nr. 44
  • 9. November 1895, Nr. 45
  • 16. November 1895, Nr. 46
  • 23. November 1895, Nr. 47
  • 30. November 1895, Nr. 48
  • 7. Dezember 1895, Nr. 49
  • 21. Dezember 1895, Nr. 51
  • 28. Dezember 1895, Nr. 52
  • Farbkarte

Volltext

9 3 * 
Zeitschrift zur Aufklaͤrung und Sörderung der geistigen und materiellen Interejsen 
der Bauhandwerker Deutschlands. 
Der Bauhandwerker“ erscheint einmal wöchentlich am Sonnabend. 
Heransgeber: 
Ph. Thomas, RitdorfBerlin, Fiethenstr. 31. 
Verantwortlicher Redakteur: 
Bustav Keßler, Regierungas⸗;Baumeister in Berlin 8W. 47, Norkstr. 69 
2* 
Exrpedition: 
—— werlbin. 
Ziethenstr. 31. 
Abonnementspreis durch die Post, durch unsere Verbreiter en. Speditenre 
vierteljährlich 1,00 M., durch die Expedition unter Kreuzband 1,20 Ub 
Anzeigen finden Aufnahme: Von Vereinen und Krankenkassen 15 Pf 
von Privaten für 20 Pf. die gespaltene Petitzeile. 
„Der Bauhandwerker“ ist unter Nr. 775 der Zeitungs-Preisliste eingetragen 
arz 1895. ahrs. 
— Ein brutaler Gewaltakt. Sämmtliche Buda 
pester Steinmetzme:ster haben ihre Gehilfen, 352 an 
der Zahl, gekündigt und haben einen Revers zur 
Unterschrift vorgelegt. Wer den Wisch unterschreibt. 
für den wird die Kündigung zurückgenommen, wer es 
nicht thut, gegen den bleibt sie aufrechterhalten. Zwer! 
des Ganzen ist die Vernichtung der Budaopester 
Organisation, ein Angriff auf das Vereinigungérecht 
der Arbeiter, welcher, wenn er gelingt, bald Nach— 
ahmer finden würde. Es ist dies dieselbe Taktik 
welche seiner Zeit von den Berliner Steinmetzmeisterr 
gegen den ehemaligen Fachverein der Berliner Stein— 
metzen befolgt wurde. Es war das ein Verein, au' 
den die Berliner Steinmetzen stolz sein konnten. Er 
umfaßte so ziemlich alle Berliner Kollegen, und wir 
hatten es ihm zu verdanken, daß hier einigermaßen 
geregelte Lohn- und Arbeitsverhältnisse waren. Der 
Verein war deshalb den Herren Meistern selbitver— 
ttändlich ein Dorn im Auge, er mußte vernichtet oder 
mindestens lahm gelegt werden. Es ist das den 
Herren leider auch gelungen, man hat einen Keilen 
unsere Bewegung geschoben, welcher nicht eher wieder 
zu besettigen sein wird, bis die alte Generation der 
Berliner Steinmetzen, welche uns heute zum großen 
Theil feindlich gegenübersteht, von der Bildfläche ver— 
vwunden sein wird, was ja bekanntlich bei den 
Steinmetzen nicht Fehr lange dauert. Geneu das?elbe 
MDandver scheint man auch in Budapest machen zu 
wollen. Wir möchten deshalb den Budapester Kollegen 
rathen, sich durch diesen Gewaltakt nicht ins Bock:— 
horn jagen zu lassen und fest zur Organisation zu 
halten. Folgt dem Beispiel der Kollegen, welche an 
der Spitze Eurer Organisation stehen, und laßt Euch 
nicht durch falsche Versprechungen in das Garn der 
Unternehmer locken, werdet nicht zu Verräthern an 
Euch selbst und an den Kollegen. Bitter würde sich 
solch ein falscher Schritt an Euch selbst rächen, und 
Jahre lang würdet Ihr selbst darunter zu leiden 
haben. Zeigt also den Unternehmern, daß Ihr nicht 
gewillt seid, Euch willenlos knechten zu lassen und 
haltet fest zusammen und weiche Keiner von der Fahne. 
Mögen doch die Unternehmer beweisen, daß sie ohne 
ihre Arbeiter fertig werden können. Es würde ihner 
das schwerlich gelingen, denn vom Arbeiten verstehen 
die heutigen Unternehmer nicht viel, desto besser ver 
stehen sie aber Profit einzuheimsen und sich aus den 
Knochen ihrer Arbeiter Reichthum zu verschaffen. 
Man sucht sich die rauhe Winterzeit aus, um die 
Kollegen desto eher kirre zu kriegen. Man stellt die 
Kollegen vor die Wahl, entweder zu Verräthern zu 
werden, oder die Hungerpeitsche zu kosten. Nun, das 
Hungern sind die Arbeiter gewöhnt. Wie oft müssen wir 
wochen- und monatelang arbeitslos umherwandeln und 
müssen mit unsern Familien hungern. Trotzdem 
wissen sich die Unternehmer nicht genug über die Be— 
gehrlichkeit der Arbeiter zu entrüsten, wenn diese von 
ihrem guten Rechte Gebrauch machen, sich auch zu 
organisiren, um für Verbesserung ihrer Lage eintreten 
zu können. Warum sollen wir denn unser Leben und 
unsere Gesundheit opfern für Leute, welche es sich 
eisten können, die Waare, die wir herstellen. zu ver— 
»rauchen? Leuten, welche im Stande sind, sich Palaste 
rus Sandstein, Marmor und Granit bauen zu lassen, 
'ann es auf einige tausend Mark gewiß nicht an— 
'ommen und würde ihnen auch nicht darauf ankommen, 
venn es verlangt wird. Woran liegt es aber, daß 
dieses nicht geschieht? An den Unternehmern s.lost 
iegt es. Die Schmutzkonkurrenz, die sie sich bei 
lebernahme von Arbeiten gegenseitig machen, indem 
es einer immer billiger machen will wie der andere. 
Mögen die Herren doch einmal auf diesem Gebiele 
zeigen, daß sie so einig sein können, als wie sie es 
ind, wenn es gilt, gegen die Forderungen der Arbeiter 
Front zu machen. Darauf werden wir jedoch lange 
warten können. Die Herren wissen auch so an ihret 
Frofit zu kommen. Sie wälzen einfoch den Aussall. 
Sonnsik“ 
das Bureau der Versammlung abermals an Fach— 
ltorrespondenzen. — vereins⸗Meitglieder fiel, stellten die Verbändler den An—⸗ 
trag, die Versammlung zu schließen. Da dieses auch 
einem großen Theil der Nichtverbändler nur angenehm 
sein konnte, da von weiterer Rederei doch kem Er—⸗ 
gebniß zu erwarten war, wurde der Antrag mit großer 
Mehrheit angenommen. Was wird nun geschehen? 
Wird man sich jetzt endlich der Mehrheit der Berliner 
HPeaurer fügen oder weitere Schliche versuchen, um eine 
Vertretung der Berliner Maurer in Halberstadt wider 
deren Willen „zu Stande zu bringen“? In diesem 
Falle möchten wir den Herren Verbändler das Studium 
er Praktiken der Berliner Maurerinnungsmeister be— 
reffs „Zustandebringens“ eines „GesellenAus— 
ichusses“ empiehlen. Es paßt vielleicht manches für 
sie, z. B. die geheime schrifiliche Abstimmung. Das 
die Herren Verbändler das „Abstimmung machen“ ver— 
stehen, ist ja aus der bekannten Krankenkafsenwahl 
noch in Erinnerung. Der Stimmzettelfälscher ist ja 
Peitglied des Verbandes geblieben und würde also 
seine Dienste auch diesmal gerne und sicherlich auch 
zut thun. 
Steinindustrie⸗Arbeiter. 
Anträge zum nächften Kongreß der Steinarbeiter 
Teutjchlands. 
1) Rostock: Der Kaugreß moge beschließen, ein 
eigenes Fachorgan zu gründen, indem wir der Meinung 
ind, daß dadurch unsere Organisation nur geiördert 
verden könnte. 
2) Braunschweig und Riesa: Die Beiträge 
an die Zentralleitung nicht mehr wie bisher pro Marl 
5 Pfennig. sondern prozentual abzuliefern, und ist 
Braunschweig der Meinung. daß 25 pCt. der Ge— 
ammteinnahme an die Geschäitsleitung abaeliefert 
werden sollen. 
83) Halle a. S.: Eine Abänderung in der Wander— 
unterstützung herbeizuführen, und zwar so, daß vop 
jedem Ort eine gleiche Anzahl von Marken im Buch 
aufzuweisen ist. Ueber die Höhe des Geschenkes möge 
jeder Ort selbst beschließen 
Ferner: Mittel und Wege zu finden, auch die— 
senigen Orte zu unterstützen, welche ihren Ver— 
pflichtungen unserer Organisation gegenüber nach— 
kommen, aber nicht in der Lage sind, die ganzen 
Kosten aufzubringen, welche zum Besuch eines Konaresses 
zriorderlich sind. 
4) Berlin: In Erwägung, daß die Streiklust 
hei den Kollegen der neuorganisirten Orte immer am 
zrößten ist, und daß es vorkommt, daß vollständig 
aussichtsiose Streils unternommen werden, beschließt 
der Kongreß: Angriffsstreils sind nur an solchen Orten 
zulässig, wo die Kollegen mindestens ein halbes Jahr 
organifirt sind. Außerdem haben bei Angriffsstreiks 
die streikenden Kollegen in der ersten Woche die Kosten 
selbst zu decken und wird Unterstützung erst am Schlusite 
der zweiten Woche verabfolgt. 
Nur an solche Kollegen ist Wanderunterstützung 
uszuzahlen, welche bereits ein halbes Jahr organisir! 
ind. und im letzten halben Jahr, wenn die erste 
Unterstützung verlangt wird, ihren Verpflichtungen 
achgekommen sind. An Rollegen, welche erst bei der 
Abreise der Organisation deitreten wollen, sind keine 
Bücher auszustellen. 
An wandernde Kollegen sind keine Marken zu 
nerabfolgeun. 
Wir ersuchen die Kollegen, vorstehende Anträge, 
velche uns bis jetzt zugestellt worden sind, in den 
Versammiungen zu diskutiren und etwaige neue An— 
räge uns zuzustellen zur Veröffentlichung an dieier 
Stelle. 
Mit kollegialischem Gruß 
Der Zentralausschuß der Steinarbeiter Deutschlands. 
J. A.: Ph. Thomas, 
Rirdorf (Berlin) Ziethenstraße 31 
Maurer. 
Iu die Klaurer Lerlins und Umgegend. 
Kollegen! Von Jahr zu Jabhr, von Tag zu Tag 
verschlechtern sich die wirthschaftlichen Verhältnisse der 
Sesammtheit sowie des Einzelnen; die am Meisten 
aber darunter Leidenden sind die Familienväter, und 
desshalb richtet sich unsere Aufforderung auch hanpt— 
ächlich an die nicht organisirten Kollegen. Gegenüber 
»en heutigen Mißständen ist es wahrlich an der Zeit, 
daß jeder Maurer der Organisation beitritt. 
Kollegen! Mit fast unerschwinglichen Ausgaben 
tämpfend, weiß der bedrängte Familienvater oft nicht, 
wie er allen an ihn gestellten Anforderungen gerecht 
verden soll, d. h. wenn er regelmäßig Arbeit und 
Verdienst hat, und trotz seines geringen Lohnes muß 
ex noch viele Meärkel für die indirekte Besteuerung 
der nothwendigsten Lebensmittel erschwiagen, was er 
alles schweigend und geduldig ertragen muß. Wie 
jselten aber denken die Kollegen daran, sich mit ihren 
organisirten Kollegen zusammenzuschaaren, um ein 
nenschenwürdiges Dasein sich zu erringen, was uns 
eigentlich doch am nächsten liegen sollte. Einzig und 
allein liegt es an der Kollegenschaft, wenn die Orga— 
aisation nicht den Fortgang nimmt, wie es erforderlich 
st. Darum richten wir an Cun den Mahuruf: 
Tretet bei dem Verein zur Wahrung der Interessen 
der Berliner Maurer. 
Viele Kollegen glauben zwar in ihrer durch ihre 
traurige Lage hervorgerufenen Stumpiheit ihnen sei 
nicht zu helsen. Das ist nicht wahr! Wir können 
und wir müssen uns selbst helsen, was nur durch ein 
chatkräftiges Zusammengehen mit Andern geschehen 
aun. Rereinzelt sind wir Nichts, vereint Alles. 
Zu diesem Zweck findet am Sonntag, den 3. März. 
Vormittags 10 Uhr, eine wichtige Besprechung statt 
und zwar für den Süd-Osten bei W. Roll, Waldemar—⸗ 
raße 61, für den Nord-Osten bei C. Blaurock. Eips— 
traße 16. 
Mit kollegialischem Gruß 
A. Matull. Barnimstraße 35 
Berlin. Die Baugaussichten für das kommende 
Banjahr sind durchaus keine guten. Angeblich sollen 
m Jahre 1894 etwa fünf Millionen Mark Arbeits 
dhne weniger im Baugewerbe von Berlin zur Aus— 
zahlung gekommen sein, als im Jahre 1893. Wieviel 
dabei quf Lohnherabsetzungen kommi, ist nicht festzu— 
tellen, daß indessen sowohl Pangel an Arbeit, als 
auch Lohnabzüge zu der Lohuverminderung beigetragen 
zaben, ist aus dem Berichte der hauvistädtischen Ban— 
deputation ersichtlich. Sie schreibt: 
„Die fortdauernd geringe Thötigkeit im Privatbau 
brachte es mit sich, daß steis reichtiches Angebot von Arbeits— 
kräften vorhanden war und die Preise der hauptsächlichsten 
Baumaterialien fich fortdauernd niedrig hielten“ 
Schon im Bericht für 1892 93 war gesact, daß 
die Ausführung der Bauten durch erhöhtes Angebot 
„erleichtert“, was doch wohl sopiel sogen will, als 
perbilligt wurde. Tas erhöhte Angebot der Arbeits— 
kräfte ermöglicht das Herabdrücken der Löhne. Das 
spüren dann weiter die Kleingewerbetreibenden und die 
Noth des „MPeittelstandes“ ist die Folge davon. 
Die Putzer mit den paar WMerurerverbündlern 
iuchten am 17. Februar nochmals durch eine Ueber— 
rumpelung den Anschein zu erwecken, als ob die 
Berliner Maurer den sogenannten Kongreß in Halber— 
stadt beschicken wollten.“ Um Sonnabend, den 16.. 
erschien eine Anzeige im , Vorwäris“, durch weltre zu 
einer großen öffentlichen Manrerversiammlung“ zum 
folgenden Sonntag eingeladen wurde. Man mochte 
zehofft haben, in dieser Verammlung, zu der der 
ganze verbändlerische Heerrann aus Berlin und Um— 
gegend zusammengetrommelt war, eine kleine Mehrheit 
uerhalten. Naer wieder war es nichts damit. Als
	        

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