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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1919, 28. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1919, 28. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Steuer- und Zollblatt für Berlin : Amtsblatt für die Steuer- und Zollverwaltung / Herausgeber: Der Senator für Finanzen ; Schriftleitung: Landesfinanzamt Berlin
Publisher:
Berlin (West). Senator für Finanzen
Publication:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1965
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Dates of Publication:
1. Jahrgang, Nummer 1 (3. April 1951)-15. Jahrgang, Nummer 76 (23. Dezember 1965)
ZDB-ID:
3048124-7 ZDB
Succeeding Title:
Amtsblatt für Berlin. Teil II, Steuer- und Zollblatt
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
340 Recht
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1960
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15417435
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nummer 69, 14. Oktober 1960
Publication:
, 1960-10-14

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1919, 28. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Sondernummer. Berliner Sturmtage
  • Nr. 1, 5. Januar 1919
  • Nr. 2, 12. Januar 1919
  • Nr. 3, 19. Januar 1919
  • Nr. 4, 26. Januar 1919
  • Nr. 7, 16. Februar 1919
  • Nr. 13, 30. März 1919
  • Nr. 14, 6. April 1919
  • Nr. 15, 13. April 1919
  • Nr. 16, 20. April 1919
  • Nr. 17, 27. April 1919
  • Nr. 18, 4. Mai 1919
  • Nr. 19, 11. Mai 1919
  • Nr. 20, 18. Mai 1919
  • Nr. 21, 25. Mai 1919
  • Nr. 22, 1. Juni 1919
  • Nr. 23, 8. Juni 1919
  • Nr. 24, 15. Juni 1919
  • Nr. 25, 22. Juni 1919
  • Nr. 26, 29. Juni 1919
  • Nr. 27, 6. Juli 1919
  • Nr. 28, 13. Juli 1919
  • Nr. 29, 20. Juli 1919
  • Nr. 30, 27. Juli 1919
  • Nr. 31, 3. August 1919
  • Nr. 32, 10. August 1919
  • Nr. 33, 17. August 1919
  • Nr. 34, 24. August 1919
  • Nr. 35, 31. August 1919
  • Nr. 36, 7. September 1919
  • Nr. 37, 14. September 1919
  • Nr. 38, 21. September 1919
  • Nr. 39, 28. September 1919
  • Nr. 40, 5. Oktober 1919
  • Nr. 41, 12. Oktober 1919
  • Nr. 42, 19. Oktober 1919
  • Nr. 43, 26. Oktober 1919
  • Nr. 44, 2. November 1919
  • Nr. 45, 9. November 1919
  • Nr. 46, 16. November 1919
  • Nr. 47, 23. November 1919
  • Nr. 48, 30. November 1919
  • Nr. 49, 7. Dezember 1919
  • Nr. 50, 14. Dezember 1919
  • Nr. 51, 21. Dezember 1919
  • Nr. 52, 28. Dezember 1919
  • ColorChart

Full text

Rr. 28 
serliner Plustrirte Zeituug 
Doktor Bessels Verwamn dIung 
— — LUUHh wr 
6 
V 4 IL 
s. Fortfezung. — Rachdruck verboten. 
Allen nen hinzutretenden Abounenten 
merden ie bereits erschienenen Kapitel 
dieles Romans in einem Sonderabdruck 
anentgeltlich nauf Verlarrgen nachgeliefert. 
AmerikanischeS, Copyrigut 1019. by Ullstein & Co'. 
ustigen auf die flotte Melodie war so bedrückend, lebergang von angstvoller Spannung zu beschwich— 
aß Helene einem Weinkrampf unterlegen wäre, igter Stille hatte sie so erschöpft, daß fie widerstands⸗ 
venn nicht im letzten Augenblick der ödeste Berlinee ds und jählings dem Schlaf verflel. *33 
vassenhauer die lästige Erinnerung an Chopin ver— Es war noch ganz dunkel, als ein lauter und 
agt hätte. Wie eine Erlösung begrüßte sie den drängender Gedanke sie mit brutaler Gewalt aus 
zämmertakt der gemeinen Melodie, die die tanzen- dem Schlummer riß. Vom Meer blies starker Wind 
»en Marionetten wieder in Bewegung setzte. Es ind machte das Haus erbeben. Wie ein Wasserfall 
var Wohltat, diese Tanzmusik zu machen und mit rauschte Regen hernieder . — 
niemandem sprechen zu müssen. SHelene stützte sich im Bett auf und blickte in 
Sie spielte bis zum Aufbruch der Gäste, die as finstere Zimmer mit tapferen Augen, die sich 
;lötzlich nach hastigem Abschiednehmen unter Lachen er neu erkannten Wahrheit nicht verschlossen. 
ind Lärmen zum Bahnhof liefen, um den letzten Schmerzliches Erstaunen über die Verwandlung über— 
zug nach Malmö nicht zu versäumen. Thorsten bee am sie, ohne den-Weg, der ihr vorgeschrieben war, 
zleitete die Freunde. »erwirren zu können. Sie wußte in dieser brausen⸗ 
SHelene stand an das Pianino gelehnt und blickte den Stunde der Nacht, daß sie von ihren Gefühlen 
er davonstürmenden Schar nach, die wie ein Spuk betrogen worden warn Es wurde ihr klar. daß sie 
m Dunkel der Nacht zerfloß. Das ganze Erlebnis khorsten Gleerup nicht liebte. Er war ihr ein 
»ieses Tages schwankte zwischen Traum 'und Wirk— Fremder. Ihr Blut antwortete ihm nicht, Sie— 
lichkeit. onnte weder seine Frau noch seine Geliebte sein. 
Die junge Frau ging langsam zum Haus und stieg Die Folgen dieser bitterschweren Erkenntnis 
nit zitternden Knien in ihr Zimmer hinauf. Nur ermochte sie jetzt nicht zu übersehen, weil ihre Ent—⸗ 
chlafen, schlafen und vergessen wollte sie, Kräfte für chlußkraft auf den nächsten Schritt gesammelt war, 
as Licht des neuen Morgens sammeln. Sie lag, der nicht hinausgeschoben werden konnte. Wenn sie 
on Schauern geschüttelt, im Bett und hörte das leise hre Selbstachtung nicht einbüßen wollte, mußte sie 
5chwatzen Kristinas und ihrer Nichte in der Küche, Falsterbo und Thorsten Gleerup verlassen. Sie 
»as Klirren von Tellern, das Klappern der Eßbestecke. hurfte den erkannten Irrtum nicht verewigen. 
zesänftigend wirkten diese? gutmütigen Alltags- Als der Morgen dämmerte, kleidete Helene sich 
‚eräusche, die immer schwächker wurden, bis sie ganz in und begann leife ihren Koffer zu packen. Es war 
ersiegten.. hr leicht und froh ums Herz, da sie der Lüge ent— 
Aber dann knarrte die Holzstiege unter den ann. Sie zwang sich mit übernatürlicher Willens— 
kritten des Malers. Das Herz der jungen Frau be- rraft, während dieser Stunden nicht an Alexander 
jJann stürmisch zu schlagen, als hätte es jetzt erst die Bessel zu denken, weil sie es sonst niemals mehr ver⸗ 
Hröße und Gefahr des Umsturzes begriffen, der das nocht hätte, dieses Haus und dieses Land zu ver— 
»isherige Leben von dem kommenden geschieden hatte. assen, um ein neues Leben zu beginnen, das, mit 
Thorstens Stimme bettelte: 3Schläfst Du?“ nie zu tilgenden Schulden belastet, Drohung und 
Wie ein Messer fuhr dieses vertrauliche und Zuße war. 
zefättigte „Du“ in ihre Brust und riß eine Wunde Thorstens Gesicht leuchtete vor Glück, als Helene 
auf, die nie mehr verheilen konnte. Nun wußte zum Frühstück in das Atelier kam. Er sprang auf 
delene Besséel, daß sie ihre Freiheit verspielt hatte. ie zu und küßte pagenhaft ihre Hand. „Guten 
Die Stimme kam wieder. Morgen. Hast Du gut geschlafen?“ 
Die Frau hielt den Atem an und' gab keine Das „Du“ schmerzte und verletzte nicht mehr. 
Antwort. Der Maler entfernte sich. Die Stiege „Ja, danke, Thorsten.“ 
narrte. — Sie trat zum Fenster. Der Himmel hing tief 
Helene empfand es wie unverdientes Glück, daß und grau über dem Meer. Es regnete. 
diese Nacht, diese mütterlich dunkle Nacht, ihr ge— „Mit der Sahara ist es vorbei,“ lachte der Maler 
hörte und mit niemandem zu teilen war. Der und legte in seliger Besitzerfreude seinen Arm um 
ihren Leib. Helene machte 
sich langsam srei und ging 
zum Tisch. Kristina brachte 
2as Frühstück. 
Während sie aßen, sagte 
Bleerup, plötzlich ernst 
verdend: „Du hast heute 
in ganz verändertes Ge 
icht. Wie seltsam.“ 
„Vielleicht ist dies mein 
vahres Gesicht, Thorsten.“ 
Er ahnte instinktmäßig 
Gefahren, die sein Herz 
nicht begriff. Schwer und 
edrückend war das 
Schweigen, das plötzlich 
liber ihnen lag und mit 
‚edem Atemzug tiefer wurde. 
„Ich muß Dir etwas 
sagen, Thorsten,“ begann 
die junge Frau und hielt 
hn mit ihren Augen fest 
„Ich höre.“ 
„Thorsten, ich will heule 
wegfahren.“ 
„Du wilist heute weg— 
iahren?“ — 
„Ich muß, Thorsten.“ 
„Du mußẽe“ Er starrte 
ie ganz vertoren an. 
„Ich muß.“ Sie hatte 
heißes Mitleid mit seinem 
oerfallenden Gesiht, das 
alt und grau blickte, aber 
sie wußte nichts, was sie ihm 
zum Trost sagen konnte 
T jnerklärliche Angst zog das Herz Thorstens 
LI zusammen und machte ihn befangen und hilf⸗ 
.. los. „Bist Du mir böse?“ fragte er demütig. 
„O, still, still!“ flüsterte sie entsetzt und legte 
beschwörend ihre Hand auf seinen Mund. 
Er nahm sie in seinen Arm und hielt sie wie 
ein kleines Kind an seine Brust gepreßt. Sie schloß 
die Augen, lauschte dem Schlagen des fremden 
Herzens und mußte, so krampfhaft sie sich dagegen 
wehrte, an eine dicke alte Frau denken, die in der 
Bendlerstraße saß und ihr mit einem infam ver— 
traulichen Lächeln des Einverständnisses zunickte. 
Sie sprang unvermittelt auf, riß den Erstaunten 
soch und begann über den Strand zu laufen. „Komm, 
komm!“ schrie sie voll Grauen. „Hier sind Ge— 
venster.““ 
Fräulein Lundbye spielte immer noch. Ein 
junger Mensch stand hinter ihr und küßte langsam 
and taktmäßig ihren Hals. Fräulein Lundbye 
lächelte kühl und beherrscht. 
Die Gäste tanzten. Röcke flogen und wirbelten 
den feinen blonden Sand auf. Kristina Biörck 
trahlte und bot unermüdlich eiskalten Punsch an. 
khorsten, der aufmerksame Wirt,- forderte das große 
Mädchen mit rotem Haar, das keinen Tänzer hatte, 
auf und drehte es im Kreis. Nichts hatte sich ver— 
ändert, nichts, obwohl es Helene schien, als käme 
ie von fernen Fahrten nach langer, langer Zeit 
wieder und erkennte die Welt nicht mehr, die sie 
vor einer Ewigkeit verlassen hatte. 
Sie ging mit schüchternen Schritten auf Kristina 
u, bat um ein Glas Punsch und trank. Es schmeckte 
ditter. 
Enttäuscht ging sie weiter und kam zu Fräulein 
Lundbye. Der Maler hörte auf, den schönen Hals 
zu küssen und bat sehr höflich Frau Bessel um einen 
danz. „Sie müssen mit Fräulein Lundbye tanzen,“ 
agte sie mit haltlos taumelndem Lächeln. Und zu 
der Klavierspielerin: „Ich will Sie ablösen, Fräulein 
Lundbye, wenn es Ihnen recht ist. Sie sollen doch 
auch tanzen.“ Das Fräu— 
ein blickte Helene an mit 
scharfen, unbarmherzigen 
Augen, die die junge Frau 
intblößten. Nun stand auch 
ie nackt vor dem Mädchen, 
dessen Körper sie an jenem 
Vormittag im Atelier so 
wvunderlich erschreckt hatte. 
„Danke, Frau Bessel, be— 
mühen Sie sich nicht. Es 
ist mein Amt, zu spielen.“ 
„Lassen Sie mich spie— 
len, Fräulein Lundbye,“ 
hat Helene dringend und 
üßte sie mit jähem Ent 
ichluß auf die kühle, feind— 
selige Wange. 
Fräulein Lundbye er— 
rötete heftig und stand auf. 
Dder wartende Maler nahm 
sie in seine Arme.“ 
Helene bemühte sich mit 
der Verzweiflung einer 
Erstickenden, eine tanzbare 
Melodie zu erhaschen, aber 
eine halbe Minute lang 
var ihr Gehirn gelähmt. 
Nur ein Walzer von Cho— 
nin quoll aus der mecha 
nischen Erinnerung ihrer 
Finger, ein Moll-Walzer 
dessen lächerliche Traurig— 
seit sich in tränenreichen 
Akkorden ergoß. 
Has Warten der Tanz-
	        

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