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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 14.1888 (Public Domain)

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Full text: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 14.1888 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Steuer- und Zollblatt für Berlin : Amtsblatt für die Steuer- und Zollverwaltung / Herausgeber: Der Senator für Finanzen ; Schriftleitung: Landesfinanzamt Berlin
Publisher:
Berlin (West). Senator für Finanzen
Publication:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1965
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Dates of Publication:
1. Jahrgang, Nummer 1 (3. April 1951)-15. Jahrgang, Nummer 76 (23. Dezember 1965)
ZDB-ID:
3048124-7 ZDB
Succeeding Title:
Amtsblatt für Berlin. Teil II, Steuer- und Zollblatt
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
340 Recht
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1960
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15417435
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nummer 63, 9. September 1960
Publication:
, 1960-09-09

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 14.1888 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 01.10.1887
  • Nr. 2, 08.10.1887
  • Nr. 3, 15.10.1887
  • Nr. 4, 22.10.1887
  • Nr. 5, 29.10.1887
  • Nr. 6, 05.11.1887
  • Nr. 7, 12.11.1887
  • Nr. 8, 19.11.1887
  • Nr. 9, 26.11.1887
  • Nr. 10, 03.12.1887
  • Nr. 11, 10.12.1887
  • Nr. 12, 17.12.1887
  • Nr. 13, 24.12.1887
  • Nr. 14, 31.12.1887
  • Nr. 15, 07.01.1888
  • Nr. 16, 14.01.1888
  • Nr. 17, 21.01.1888
  • Nr. 18, 28.01.1888
  • Nr. 19, 04.02.1888
  • Nr. 20, 11.02.1888
  • Nr. 21, 18.02.1888
  • Nr. 22, 25.02.1888
  • Nr. 23, 03.04.1888
  • Nr. 24, 10.03.1888
  • Nr. 25, 17.03.1888
  • Nr. 25, 17.03.1888
  • Nr. 26, 24.03.1888
  • Nr. 27, 01.04.1888
  • Nr. 28, 07.04.1888
  • Nr. 29, 14.04.1888
  • Nr. 30, 21.04.1888
  • Nr. 31, 28.04.1888
  • Nr. 32, 05.05.1888
  • Nr. 33, 12.05.1888
  • Nr. 34, 19.05.1888
  • Nr. 35, 26.05.1888
  • Nr. 36, 02.06.1888
  • Nr. 37, 09.06.1888
  • Nr. 38, 16.06.1888
  • Nr. 39, 23.06.1888
  • Nr. 39, 23.06.1888
  • Nr. 40, 01.07.1888
  • Nr. 41, 07.07.1888
  • Nr. 42, 14.07.1888
  • Nr. 43, 21.07.1888
  • Nr. 44, 28.07.1888
  • Nr. 45, 04.08.1888
  • Nr. 46, 11.08.1888
  • Nr. 47, 18.08.1888
  • Nr. 48, 26.08.1888
  • Nr. 49, 01.09.1888
  • Nr. 50, 08.09.1888
  • Nr. 51, 15.09.1888
  • Nr. 52, 22.09.1888
  • Nr. 53, 29.09.1888

Full text

542 
Vollendung der Küstriner Kaserncnbauten garnisonirten die Füsiliere 
des 48. Regimentes in Soldin. Auch sie zogen von hier aus in 
den Kampf, begeistert von dem Worte der Mahnung und des 
Segens, dessen erste Frucht der hcldcnmüthige Sturm auf die Höhen 
von Spichcren war. 
Doch kehren wir zu Dietrich von Mörner zurück! Trotz seiner 
unablässigen Arbeit, trotz seiner opferfreudigen Hingabe hatte er 
den Schmerz, es noch zu sehen, daß all' seine Mühe und all' sein 
rastloses Wirken für die Baiern vergeblich gewesen waren. Er hat 
das Scheiden Ludwigs des Aelteren v,om Lande, er hat wohl auch 
den Tod Ludwigs des Römers noch erlebt. Seine letzten Jahre 
scheint er resignirt hier beim Soldiner Dome dahingebracht zu haben. 
Vor dem Hochaltare ist der Boden tief eingesunken; die rothen 
Ziegel verkünden es, daß ein Grab sich hier befindet: vielleicht ist 
es das des berühmten Dompropstes zu Soldin. Wie schmerzlich 
vermissen wir hier eine Inschrift! 
In den Tagen der Gefahr, in welchen das Soldiner Dom- 
Kapitel seinen Fürsten die rühmlichste Treue gehalten, hatte das 
selbe eine Geschichte gehabt. Da hatte die Huld der bairischen 
Markgrafen den alten Plan der Askanier wohl wieder aufgenommen, 
und Dietrich Mörner wäre sicherlich der rechte Mann gewesen, die 
Mitra eines märkischen Hochstiftes zu tragen. Allein, wie hätten 
die bairischen „Ketzer" ein Bisthum errichten sollen? Und endlich 
schloß auch Dietrich Mörner die Augen; da war es mit der Be 
deutsamkeit der Kirche zu Soldin vorbei für immer. 
Die Domherren wurden in der ländlichen Abgeschiedenheit 
Soldins lässig und träge: wir sehen's selbst an diesem Bauwerke; 
sie haben nicht einmal daran gedacht, sich einen würdigen Dom 
zu erbauen oder den vorhandenen mit Liebe auszuschmücken. Für 
sie fürwahr kam die Reformation als ein lang' verdientes Gericht. 
Markgraf Johannes von Küstrin führte dieselbe vom Jahre 1537 
ab mit Nachdruck durch. Es weilten damals nur noch sechs Dom 
herren an dieser Kathedrale; der Markgraf ließ ihnen durch seinen 
Hofprediger,. den Magister Heinrich Frame, gebieten, Luthers Kate 
chismus anzunehmen und das „arme Volk" in demselben zu unter 
weisen. Die geistlichen Herren aber ignorirtcn den Befehl. Da 
sendete ihnen Herr Hans den lutherischen Eiferer Wenzlaw Kielmann 
von Küstrin; der fegte „den päpstlichen Sauerteig" allerdings mit i 
gewaltiger Hand aus. Das Kirchensilber und die goldenen Geräthe 
des Stiftes aber wandelten selbstverständlich ohne Weiteres in die 
markgräfliche Schatzkammer. „Ei, — was hat Seine Gnaden für 
einen gewaltigen Hunger und Durst nach den geistlichen Gütern!" 
schrieb höhnisch der Domherr Johann Erdmann nieder; dann ent 
floh er mit seinen Genossen aus Soldin. Nur zwei Domherren 
blieben, der Propst Bartholomäus Krcmpzow und der Kapitular 
Cyriakus Tamme, welcher nach Krempzow's Tode den Propstestitel 
annahm. Wir dürfen nicht verschweigen, daß das Benehmen dieser 
Herren nicht eben würdevoll war; der letzte Propst wurde allgemein 
verachtet, weil sein Verhalten zu seiner „Ausgcberin" dem Volke 
denn doch allzu anstößig war. Er wußte indessen die Gnade des 
Herrn Hansens von Küstrin zu gewinnen; er kehrte zurück und ver 
kaufte dem Markgrafen im Jahre 1546 die Güter des Kapitels. 
So kläglich und rühmlos endete das Stift der Apostelfürsten, 
welches einst unter so hohen Erwartungen gegründet worden war. 
Oft findet man noch heut an neumärkischen Urkunden sein prächtiges, 
großes Siegel aus dem 13. Jahrhunderte, welches wohl das an 
spruchvollste, aber wohl auch das schönste aller märkischen Kirchen-. 
siegcl ist. Die Stiftung Albrechts III. war verkümmert; nur 
Dietrich Mörner's Treue und Bedeutsamkeit hatte der Kirche von 
Soldin einst Namen und Ruhm verliehen. 
Markgraf Hans aber wußte „als ein guter Oekonomus" sehr 
wohl, was er mit den Gütern St. Peters und Pauls zu thun 
hatte: er bildete aus denselben das Amt Karzig. In Merian's 
„Brandenburgischer Typographie" ist eine vortreffliche Ansicht des 
selben enthalten, welche den Zustand des Amtshofes im 16. Jahr 
hundert getreulich wiedergiebt. Im Hintergründe des viereckigen 
Amtshofes, welcher wohl schon unter der Verwaltung des Soldiner 
Domstiftes vorhanden war, erbaute der Markgraf Hans sich ein 
Schlößlein mit kraus' verzierten Giebeln und Mansarden, in welchem 
sich wohl traulich wohnen ließ. Auch dies Amtshaus Karzig hat 
in den Tagen des Markgrafen Hans und des Kurfürsten Johann 
George eine kulturhistorische-intcressante Epoche aufzuweisen: während 
die Jagdgesellschaft schmauste, unterhielt sich hier der Alchemist 
Leonhard Thurncysser vom Thurme mit Johann Georg und der 
Kurfürstin Sabina über gewerbliche Pläne, Nativitäten und allerlei 
„alchemische Künste", ja er soll zu Karzig selbst ein Laboratorium 
eingerichtet haben. Graf Adam von Schwarzenberg baute im 
Jahre 1624 das Jagdschloß um; auch unter dem Könige Friedrich I. 
ward an demselben gebessert; allein im siebenjährigen Kriege zer 
störten die Russen dasselbe vollständig. Noch 1801 war die Ruine 
des Amtshauses Karzig vorhanden; jetzt ist dieselbe — ver 
schwunden. 
Die Zubehör des Amtes Karzig erlaubt uns indessen einen 
Rückschluß auf die Begüterung des alten Soldiner Domkapitels. 
Es gehörte demselben auch der Flecken Neuenburg mit dem jetzt 
trocken gelegten St. Clara-See, dessen räthselhaften Namen wir 
nicht zu deuten wagen, — das Dorf Brügge mit seiner landschaftlich 
so schönen Gemarkung, die Dörfer Schöneberg, Richnow, Staffelde, 
Mietzelfelde, wo einst die von Horker, — und Clausdorf, wo die 
Witten (Albi) saßen. Viele alte Kapitelsdörfcr sind wüst geworden; 
so das Dorf Brunkow, an welches noch heut das einsame, tief im neu 
märkischen Eichen- und Buchenwalde belegene „Forsthaus Bruneken" 
erinnert, gleichwie in der schweigenden Haide „der Theerofen 
Spening" noch heut an einen alten, eingegangenen Weiler Speningen 
gemahnt. Ein kostbares Besitzthum: der alten Stiftshcrren, welche 
sich sicherlich nicht gescheut haben, den Jagdspieß selber zu ergreifen, 
war „die große Merica oder Haide Gollin" mit der „Haidemühle 
axuck ckuu8 rotus", „Zweiraden". Dieser herrliche Wald nimmt 
noch heut mehr, als eine Quadratmeile Areal ein. Der nachtigallen 
reiche Grund der Mietzel bot ferner genügende Gelegenheit zur 
Ausübung des Fischfanges, und in der feuchten, üppig grünenden 
Tiefe klapperten zahlreiche Wassermühlen, so auch „die kleine" und 
„die große Mictzelmühle." 
Ja, die alten Domherren von Soldin konnten es sich einst 
recht wohl sein lassen auf dem schönen Eigenthume, welches sie be 
saßen! Mit den ritterlichen Geschlechtern der Gegend, mit den 
Tobcll, den Krcmpzow, den Oppen, Witte, Wolf und Brunkow 
scheinen sie überdcm in Frieden und Eintracht gelebt zu haben; 
Fehden hat das Domstift zu Soldin nicht geführt. Gegen pol 
nische Räuberbanden halfen sich die Stiftsunterthanen und Land 
edelleute selbst, so gut sie's eben vermochten. Ohne Zweifel waren 
auch die Geistlichen von Soldin vortreffliche Landwirthe. Etwas 
mußten sie ja wohl auch thun, und von geistlichen oder gelehrten 
Beschäftigungen, — ja, von der Beobachtung einer klösterlichen 
Regel findet sich hier keine Spur. So war denn unter ihrer 
trefflichen Leitung Grund und Boden wohlbestellt, als Herr Johannes 
von Küstrin seinem fürstlichen Hause zu Nutz und Frommen das 
Amt Karzig gründete. — 
Die „Hohenzollernsche Kolonisation" Friedrichs des . Großen, 
seine Bemühungen um die Landeskultur haben das alte Stiftsland 
nachmals freilich noch in ganz anderer Weise gehoben. Durch den 
großen König sind die Dörfer Groß- und Klein-Fahlenwerder, 
Hauswerder, Nessclgrunde und Mückenburg, sowie die Vorwerke 
Friedrichsfelde, Gollin, Herzfelde und Kienitz, — zum Theil alte, 
wüste Dorfstätten, — neu bebaut worden. So zeigt sich uns denn 
heut das Stiftsland des Soldiner Domes als ein Gebiet, in 
welchem menschlicher Fleiß Wohnungen des Friedens und bescheidenen 
Glückes allüberall hat erstehen lassen; — es ist, als wirkte heute
	        

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