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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XLIII.1893 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XLIII.1893 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Bericht über die Gemeinde-Verwaltung der Stadt Berlin : in den Verwaltungs-Jahren ... / herausgegeben vom Magistrat der Stadt Berlin
Erschienen:
Berlin: Heymanns 1912
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1829/1840-1906/1910
Fußnote:
Erscheint teils in 3 Teilen
ZDB-ID:
2903732-3 ZDB
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1907
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11081910
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Kapitel

Titel:
I. Die öffentlichen Einrichtungen für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebendmitteln

Abbildung

Titel:
Tafel: Darstellung des wöchentlichen Viehauftriebes in den Jahren 1901-1905

Schnellzugriff

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  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XLIII.1893 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • H. I-III
  • H. IV-VI
  • H. VII-IX
  • H. X-XII

Volltext

67 
Häfen der Provinz Schleswig-Holstein. 1. Der Hafen bei Husum. 
68 
infolge des Bedürfnisses der Schiffahrt schon sehr frühzeitig. 
Bereits 1561 übernahmen die Schiffer von Husum auf ihre 
Kosten, die Tiefe und Gründe mit Baken auszupricken und 
auch mit Seetonnen zu belegen, diese in gutem Stande zu 
halten und darüber zu wachen, dafs sie gegen Ende März 
alljährlich von dazu angestellten Leuten ausgelegt und acht 
Tage vor Martini wieder aufgenommen wurden. Dafür wurde 
den Husumer Schiffern gestattet, von jedem ausgehenden 
und einkommenden Schiffe für jede Last Gerste oder Malz 
1 /?, von dem Kaufmann aber 6 g zu erheben. Fremde 
Schiffer oder Kaufleute zahlten die doppelten Sätze. Zwei 
jährlich gewählte beeidigte Tonnen- und Bakenmeister hatten 
darauf zu sehen, dafs während der Zeit der Seefahrt die Be 
tonnung und Bebakung in Ordnung blieb. Die Schiffe von 
den naheliegenden Inseln und dem Festlande, die zwar die 
Hever befuhren, aber nur in den Häfen von Eiderstedt, 
Nordstrand, Okholm und Ellerbüllsiel verkehrten, verweiger 
ten die Abgabe für die Betonnung und Bebakung an die 
Husumer Schiffer, man einigte sich aber nach langem Streite 
dahin, dafs die Husumer die Betonnung und Bebakung der 
Hever, die Inseln und Marschen aber die Kirchthürme unter 
halten sollten, woraus hervorgeht, dafs beim Bau von Kirch- 
thürmen schon frühzeitig auf die Benutzung derselben als 
Landmarken Rücksicht genommen ist. Namentlich scheint 
der uralte, jetzt nur noch zur Hälfte erhaltene Kirchthurm 
von Pellworm in seinen einstigen Abmessungen ursprünglich 
zu diesem Zweck, dem er auch heute als Ruine noch dient, 
geschaffen zu sein. Nach dem Chronisten Danckwerts soll 
auch auf der am weitesten nach der Nordsee vorgeschobenen 
Hallig Süderooge ein solcher Thurm gestanden haben, auf 
dem an einer ausgelegten Spiere in einem eisernen Korbe 
nachts Feuer gebrannt habe. 
Vom Jahre 1743 ab wurden nach Aufnahme der Sorarner- 
seezeichen auch Wintergeezeicheu in der Hever ausgelegt. 
Mit dem Üebergange des Hafens von Husum an den Staat 
ging auch das Tonnen- und Bakenwesen an denselben Über. 
Zur Zeit ist die Betonnung der Hever nach den einheit 
lichen Grundsätzen für die Betonnung der deutschen Ge 
wisser durchgeführt. Das Fahrwasser der Mittelhever ist 
in See durch eine grofse Bakentonne sowie bis zur Husumer 
Reede durch 17 schwarze eiserne Spitztonnen an der Nord 
seite und durch 30 eiserne rothe Spierentonnen an der 
Südseite bezeichnet Zur Bezeichnung der Süderhever die 
nen zwei Bakentonnen im Süden und Norden, dazwischen 
liegen westlich 4 schwarze Spitztonnen und östlich 5 rothe 
Spierentonnen. DieNorderhever ist mit einer Scheidnngebaken- 
tonne, die vordem zwischen ihr und der Mittelhever liegen 
den Steert ausgelegt ist, sowie durch 5 schwarze Spitzton 
nen und 5 rothe Spieren tonnen soweit bezeichnet, als gröfse- 
ren Schiffen der Zugang möglich ist Aufserdem sind die 
wichtigsten Sande an ihren Niedrigwasserlinien mit Busch 
baken bezw. Spieren und der Zugang zum Husumer Hafen 
von der Reede ab mit Buschbaken bis an die Schiffahrts- 
schleuse heran bezeichnet, die an der südlichen Seite der 
Fahrrinne ausgesteckt sind. Die Betonnung wird bewirkt 
und unterhalten durch einen zur Wasserbau-Verwaltung im 
Vertragsverhältnifs stehenden Tonnenlager, die Bebakung 
durch einen in gleicher Weise verpflichteten Bakenstecher. 
Die Sommerbetonnnng wird je nach den Witterungsverhält 
nissen bereits zu End© Februar oder im März, die Winter 
betonnung im November bewirkt, die Bebakung wird gleich 
falls vom Frühjahr bis Herbst unterhalten. 
An Landbaken befinden sich im Bereiche der Waeser- 
bauinspection Husum: eine grofse hölzerne Bake auf Süder- 
oogsand, eine desgl. auf Seesand bei Ararum und eine desgl. 
auf Hörnum, der Südspitze von Sylt. 
Die Kosten der Betonnung der Fahrwasser an der 
Schleswigschen Westküste betragen im Durchschnitt jährlich 
29720 Jt. 
Der Hafen. Der Husumer Hafen besteht aus einem 
durch die Schiffahrtsschleuse begrenzten Binnenhafen, dem 
Aufsenhafen außerhalb der Schleuse und der Reede vor der 
Husumer Aue. Die Schiffahrtsschleuse ist 1858 massiv mit 
hölzernen Fluth- und Ebbethoren erbaut und liegt 1 km 
unterhalb der Stadt im Stromstrich der Husumer Aue und 
zwar in einem zwischen dem Porrenkoogsdeiche und Süder- 
marschdeiche ausgeführten Querdeiohe. Sie dient den land 
wärts gelegenen Ländereien sowie dem niedrigen Stadttheilen 
Husums bei höheren Wasserständen zum Schutz gegen 
Ueberschwemmungen. Die Schleusenthore sind daher in der 
Regel geöffnet und werden nur dann geschlossen, wenn 
voraussichtlich das Wasser eine Höhe von mehr als 2 m 
über gew, Hochwasser, das 1,241 Über N. N. liegt, erreicht. 
Die hölzernen Fluththore sind mit eisernen Drehsohützen, 
die Ebbethore mit Fächerschützen versehen, um eine Spü 
lung der änfseren Fahrrinne zu ermöglichen, die aber bei 
der grofsen Länge der Aue biß zu dem tieferen Wasser 
nicht von besonderer Wirksamkeit ist. Der Fluthwechsel 
bei der Schleuse beträgt 29 m, der Schleusendrempel liegt 
3,4 m unter gew. Hochwasser. Da den Schleusenmauern im 
unteren Theile ein anderer Anlauf gegeben ist, so verringert 
sich die obere Breite von 8,0 m auf 5,86 m in Höhe des 
Sehleusenbodens. Die im Jahre 1886 neu eingesetzten 
Schleusenthore aus Eichenholz haben eiserne Drehschütze, 
durch welche Lichtöffnungen von 1,70 m Breite und 2,16 m 
Höhe hergestellt werden können, um bei höheren Wasser 
ständen Fluthwassermassen bshufs Verringerung des Gegen 
druckes einzulassen. Diese neuen Schleusenthore haben 
fertig eingesetzt 5020 J6 gekostet, d. i. bei der gesamten 
Thorfläche von 70,6qm rd. 3 qm 71,1Die äufsereZu 
fahrtsrinne zur Schleuse von der Reede ab wurde, nachdem 
der grofse Plan zum Aus- und Neubau des Hafens nach 
dem üebergange der Herzogthümer an Preuföen im wesent 
lichen aufgegeben war, nach den im Jahre 1873 aufgestell- 
ten Plänen regulirt und verbessert, wonach, um den starken 
Schlickfall möglichst einzuschränken, eine Geradelegung der 
Fahrrinne sowie eine Aufbaggerung derselben im äufseren 
Theile auf 30 m Breite und 4 m Tiefe bei gew. Hochwasser, 
im inneren Theile bis zur Schleuse auf eine Tiefe von 3,5 m 
erfolgten. Zur Ausführung dieser Arbeiten wurden der 
Dampfbagger Hercules, das Dampfschiff Delphin und sechs 
grofse Baggerprähme von je 65 cbm Faesungsraum mit Bo 
denklappen beschafft. Das Dampfschleppschiff mufste, um 
einen möglichst geringen Tiefgang zu erzielen, in einer 
Breite von 10 in über den Radkasten bei 85 m Länge her- 
gestellt werden, woraus sich die NothWendigkeit ergab, 
Radkasten und Räder so anzuordnen, dafe sie für die Durch 
fahrt durch die Schleuse zum gröfseren Theil abgenommen
	        

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