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Bauhandwerker (Public Domain) Ausgabe 11.1895 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Bauhandwerker (Public Domain) Ausgabe 11.1895 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Amtsblatt für den Landespolizeibezirk Berlin / herausgegeben vom Polizeipräsidium in Berlin
Subseries:
Ausgabe B : ohne öffentlichen Anzeiger
Publisher:
Berlin. Polizeipräsidium
Preußen. Polizei-Präsidium
Publication:
Berlin: Preußische Verlags- und Druckerei GmbH 1945
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Dates of Publication:
1926-1945
ZDB-ID:
3044508-5 ZDB
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
340 Recht
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1938
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Note:
Fehlende Ausgaben: Stück 42 (Seite 133-136), Stück 74 (Seite 249-250), Stück 84 (Seite 279-280)
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15415873
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 800/1:1938
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Stück 43, 28. Mai 1938
Publication:
, 1938-05-28

Contents

Table of contents

  • Bauhandwerker (Public Domain)
  • Ausgabe 11.1895 (Public Domain)
  • 5. Januar 1895, Nr. 1
  • 12. Januar 1895, Nr. 2
  • 19. Januar 1895, Nr. 3
  • 26. Januar 1895, Nr. 4
  • 2. Februar 1895, Nr. 5
  • 9. Februar 1895, Nr. 6
  • 16. Februar 1895, Nr. 7
  • 23. Februar 1895, Nr. 8
  • 2. März 1895, Nr. 9
  • 9. März 1895, Nr. 10
  • 16. März 1895, Nr. 11
  • 23. März 1895, Nr. 12
  • 30. März 1895, Nr. 13
  • 6. April 1895, Nr. 14
  • 13. April 1895, Nr. 15
  • 20. April 1895, Nr. 16
  • 27. April 1895, Nr. 17
  • 4. Mai 1895, Nr. 18
  • 11. Mai 1895, Nr. 19
  • 18. Mai 1895, Nr. 20
  • 25. Mai 1895, Nr. 21
  • 1. Juni 1895, Nr. 22
  • 8. Juni 1895, Nr. 23
  • 15. Juni 1895, Nr. 24
  • 22. Juni 1895, Nr. 25
  • 29. Juni 1895, Nr. 26
  • 6. Juli 1895, Nr. 27
  • 13. Juli 1895, Nr. 28
  • 20. Juli 1895, Nr. 29
  • 27. Juli 1895, Nr. 30
  • 3. August 1895, Nr. 31
  • 10. August 1895, Nr. 32
  • 17. August 1895, Nr. 33
  • 24. August 1895, Nr. 34
  • 31. August 1895, Nr. 35
  • 7. September 1895, Nr. 36
  • 14. September 1895, Nr. 37
  • 21. September 1895, Nr. 38
  • 28. September 1895, Nr. 39
  • 5. Oktober 1895, Nr. 40
  • 12. Oktober 1895, Nr. 41
  • 19. Oktober 1895, Nr. 42
  • 26. Oktober 1895, Nr. 43
  • 2. November 1895, Nr. 44
  • 9. November 1895, Nr. 45
  • 16. November 1895, Nr. 46
  • 23. November 1895, Nr. 47
  • 30. November 1895, Nr. 48
  • 7. Dezember 1895, Nr. 49
  • 21. Dezember 1895, Nr. 51
  • 28. Dezember 1895, Nr. 52
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Full text

sich eine Arbeiterorganisation ohne Politik denken, 
olieben die Herren die Antwort schuldig. Kollege 
Meibert erläuterte noch den engen Zusammenhang der 
zewerkschaftlichen mit der politischen Bewegung. Als— 
dann wurde eine Agitationskommission von fünf Mann 
jewählt. Zwei Anträge, dem Gewerkschaftskartell 
15 Mk. zu überweisen und für einen kranken Kollegen 
eine Sammlung zu veranstalten, wurden angenommen. 
München. Ueber den Kelheimer Steinmetzstreit 
wird der „Münchener Post“ geschrieben: 
„Wie bereits kurz gemeldet, hat in Sachen der 
Lieferung von Säulen aus Kelheimer Kalkstein zum 
deichenhausbau im östlichen Friedhofe durch die Firma 
Dolzmann & Cie. der städtische Bausenat in der „ge—⸗ 
jeimen“ Sitzung beschlossen: Es sei anzuerkennen, daß 
der Arbeitgeber Holzmann & Cie. sich in einem Lohn— 
ampfe befindet, welcher nach der vorliegenden Mit— 
cheilung des k. Bezirksamts Kelheim von seiner Seite 
ils „nicht völlig unberechtigt“ (!) erachtet werden 
ann. Es wird deshalb zur Säulenlieferung eine 
Terminsverlängerung bis 20. September laufenden 
Jahres bewilligt.“ 
In dem Schreiben des k. Bezirksamts Kelheim 
vom 23. August ist u. A. gesagt: 
„Es ist richtig, daß die Steinmetze der Firma 
C. A. Lang in Kelheim (welche für Holzmann & Cie. 
liefert) zweifellos auf Anreizung auswärtiger 
ozialistischer Agitatoren (Hu! Hu!) am 22. Juli d. J. 
lötzlich insgesammt die Arbeit niederlegten, ohne vor⸗ 
jer mit ihrem Arbeitgeber Lang über ihre Lohn— 
orderungen eine Verständigung zu suchen. Erst nach 
erfolgter Arbeitseinstellung haben die Steinmetze durch 
ine Lohnkommission mit Lang über ihre Forderungen 
erhandeln lassen. In der am 28. Juli dahier (Kel⸗ 
jeim) abgehaltenen, durch einen amtlichen Kommissär 
iberwachten öffentlichen Steinarbeiterversammlung hat 
ich Herr Anton Lang hierüber bitter beklagt, ohne 
haß seine diesbezüglichen Behauptungen widersprochen 
wurden. Nach den in der Versammlung gemachten 
lusführungen verlangen die Lang'schen Steinmetze 
Bezahlung nach einem festen Taglohn von 4558 Mk— 
»der Entlohnung nach dem sogenannten „Kapfelberger⸗ 
arif“ unter Garantirung eines Minimallohns von 
1Mek. pro Tag. Unter Äblehnung dieser Forderungen 
zat sich Lang lediglich zu einer Revision der Löhne 
dezw. Erhöhung der allenfalls zu niederen Lohnansätze 
auf Grund des bisherigen Akkordsystems bereit erklärt, 
worauf jedoch die streikenden Steinmetze nicht ein— 
gingen, so daß die Arbeitseinstellung bis heute fort⸗ 
dauert. 
Nach den vorgelegten Lohnlisten-Auszügen ver⸗ 
Rienten die Lang'schen Steinmetze vor der Arbeits- 
nederlegung einen Durchschnittsloͤhn von etwas über 
1Mk., die besseren Arbeiter von etwas über 5 Mk. 
Der Durchschnitts-Arbeitsverdienst gewöhnlicher Lohn⸗ 
irbeiter ist für den Amtsbezirk Kelheim auf 1 Mt. 
10 Pf. pro Tag festgesetzt, so daß die Steinmetze, 
velche sich bisher ihrem Arbeitgeber Lang gegenüber 
vegen zu geringer Entlohnung noch nie beklagt hatten, 
vei Weitem die bestbezahlten Arbeiter des Bezirkes 
ind und mit ihrer Bezahlung, zumal nach der von 
Lang zugesicherten Ausgleichung allenfallsiger Un— 
ebenheiten mit Rücksicht auf die im Bezirk Kelheim 
»estehenden allgemeinen Lohnverhältnisse und die Lebens⸗ 
nittelpreise recht wohl zufrieden sein könnten!! 
(Es ist eine wunderbare Zumuthung, von den 
Steinmetzen zu verlangen, daß sie „zufrieden“ sein 
sollen, weil die anderen Arbeiter in Kelheim auch 
dungerlöhne erhalten. Red. d. Bhw.) 
Nur in Offenstetten werden an die Steinmetze 
etwas höhere Löhne bezahlt, weil dort Steinbruch und 
Werkplatz mitten im Wald und entiernt von mensch— 
ichen Wohnungen sind. 
Demgemäß wird der frogliche Streik von allen Seiten 
27) als ein durchaus frivoler (IN) anerkannt und genießen 
die streikenden Steinmetze bei der hiesigen Einwohner— 
chaft nicht die mindeste Sympathie! Der ganze Streik 
st augenscheinlich lediglich eine Kraftprobe der sozial— 
)emokratischen Steinmetz-Organisation gegenüber den 
Arbeitgebern (19, gepaart mit dem Versuch, die zahl— 
reichen Lang'schen Steinbrucharbeiter bei dieser Ge— 
egenheit in die Organisation einzubeziehen. Weiter 
vird im Berichte auch noch konstatirt, daß seitens der 
treikenden Steinmetze seit Beginn des Streiks auf dem 
Bahnhof zu Kelheim, sowie auf den in der Nähe ge— 
egenen Bahnhöfen bei Ankunft eines jeden Zuges 
iinige Arbeiter aufgestellt sind, um die allenfalls an— 
ommenden fremden Steinmetzen von dem beabsichtigten 
Arbeitseintritt bei Lang abzuhalten, was denselben 
hisher auch stets gelungen ist.“ (Bravo! D. R.) Dem 
Berichte des k. Bezirksamts Kelheim liegen auch ein 
Vorbericht“ des Herrn C. A. Lang an das k. Be— 
zirtssamt Kelheim, ferner Lohnlisten und die formulir— 
en Forderungen der Streikenden bei. Die von Herrn 
Lang vorgelegte Lohnliste weist tägliche Durchschnitts- 
»erdienste von 5 Mk. bis herab zu 2 Mk. 40 pf. 
auf, wobei bemerkt wird, daß jene Arbeiter, welche 
anter 3 Mk. verdient haben, „meist“ noch jugendliche 
Arbheiter sind oder es ihnen an der nöthigen KEraft 
lebung oder Materialkenntniß fehlt. Nach der Zu— 
ammenstellung des „Vorberichts“ des Herrn Lang 
vaben „beinahe“ 67 pCt. mehr als 4 Mark pro Tag 
erdient. Dabei wird die Arbeitszeit auf nicht volle 
10 Stunden, sondern auf „kaum“ 91/. Stunden an— 
jegeben und noch dazu bemerlt, daß Herr Lang jedem 
Urbeiter am Schluß der Bausaison noch 8 pCt. Zu— 
chlag zu seinem Lohne wie in den frühren Jahren 
sewährte.“ 
Und auf Grund eines solchen Gutachtens, ohne 
ruch nur einen einzigen Arbeiter gehört zu haben, 
aßte der magistratische Bausenat den schon mit— 
zetheilten Beschluß. Nicht nur die Steinmetze, nein, 
as ganze Proletariat mag daraus die so vielgepriesene 
„Arbeiterfreundlichleit“ unserer Stadtvertretung er— 
ennen und gebührend würdigen.“ 
Toͤpfer. 
Aun die Töpfer und Berufsgenossen 
Deutschlauds! 
Seit Montag, den 9. d. Mts., haben in der 
Sohr'schen Ofenfabrik in Königsberg in 
Preußen 18 Kollegen die Arbeit niedergelegt, die 
Bründe zur Einstellung der Arbeit sind folgende: 
Fortdauernde Lohnabzüge vom Lohntarif, auf einzelne 
Ztücke, z. B. bei Kochherde, bis zu 9 Mark, bei frei— 
tehende Oefen 1 Mark, für liegende oder stehende Cy— 
inder wird ebenfalls der Preis, welcher im Tarif 
„orgesehen, garnicht bezahlt. Es kommt hinzu, daß 
das Benehmen von Seiten des Werkmeisters gegen 
ie Kollegen viel zu wünschen übrig ließ. Besonders 
nus letzterem Grunde ist es erklärlich, daß Kollegen. 
velche in der Fabrik 9 Jahre gearbeitet haben. die 
Arbeit mit niederlegten. 
Das Vorgehen der 18 Kollegen ist von der ge— 
ammten Königsberger Kollegenschaft gutgeheißen. 
Es ist nun die Pflicht der deutschen Kollegen, 
den Zuzug nach Königsbera in Preußen fern— 
uhalten. 
Die Mehrzahl der streikenden Kollegen ist ver— 
jeirathet. Wenn die deutschen Kollegen noch bedenken. 
haß gerade in Königsberg wegen der dortigen Witterungs— 
erhältnisse allgemein mit einer monatelangen Arbeits— 
osigkeit in jedem Jahre zu kämpfen ist, so ist wohl 
edem begreiflich, daß die 18 Kollegen ein schweres 
Opfer gebracht haben, um die Ehre der Kollegenschaft 
em Unternehmerthum gegenüber aufrecht zu erhalten. 
Wir bitten nun die deutschen Kollegen, in jeder 
hinsicht unsere im Kampfe stehende Brüder zu unter⸗ 
lützen, hauptsächlich muß schnell und reichlich Geld 
jesammelt werden, um die fortlaufende Unterstützung 
„ahlen zu können. Die Vertrauensmänner allerorts 
nögen die Kollegen sofort veranlassen, eine etwas 
sjöhere Steuer wie gewöhnlich zu entrichten, die so ge— 
ammelten Gelder sind an unseren Kassirer Heinrich 
Hoffmann, Berlin O., Graudenzerstraße 4. sofort ein⸗ 
usenden. 
die Geschäftskommission der Töpfer und Berufs— 
genojsen Deutichlands 
— Königsberg i. Pr. Eine am Mittwoch, den 
II. d. Mts. im Lokale Nikolaistraße 7/8 stattgefundene 
jffentliche Topfer: Versammlung beschäftigte sich lediglich 
nit der Arbeitseinstellung in der Sohr'schen Ofenfabrilk 
auf dem Haberberg. Trotzdem sich Herr Sohr durch 
Anterschrift verpflichtet hatte, gemäß des Lohntarifsé 
der Königsberger Töpfer seine Gesellen zu bezahlen 
hat er es doch für nöthig befunden, von den Satzungen 
desselben abzuweichen und zahlt bereits eine ganze Zeit 
anter dem Tarif, wie es ihm gerade paßt. Dieses 
ießen sich die Gesellen nun nicht länger gefallen und 
tellten ganz energisch die Forderung auf Zahlung des 
önigsberger Lohntarifs. Die Antwort des Herrn 
war die: er entließ sofort Diejenigen, die ihm diese 
Forderungen vortrugen und stellte es den Uebrigen 
anheim, zu thun was sie für gut befanden. Diese 
hefanden es denn allesammt für gut, den Lehm Lehm 
'ein zu lassen und die halbfertigen Oefen dem natür— 
ichen Wachsthum zu überlassen und gingen mit ihren 
Kollegen mit. Herr Sohr ist nun allen Aergers über— 
joben, denn leergebrannt ist die Stätte und er wünscht, 
daß er einen Gesellen hätte. Doch das bleibt eben so 
ange nur ein frommer Wunsch, bis der Herr sich be— 
quemen wird, die gerechten Forderungen der Gesellen, 
die von anderen Meistern auch lange schon bewilligt 
ind und bezahlt werden, zu bewilligen. Daß die 
Streiklenden, sowie sämmtliche andere Kollegen einig 
ind, das zeigte der gute Geist, welcher in der Ver— 
ammlung herrschte. Ein Antrag, der dahin ging, daß 
die Kollegen von Sohr so lange die Arbeit ruhen 
lassen, bis sie die Forderungen des Lohntarifs der 
Töpfer Königsbergs voll und ganz bezahlt bekommen 
und sämmtliche Kollegen, die die Arbeit niedergelegt 
haben, wieder eingestellt werden, wurde einstimmig an⸗ 
genommen. Sodann acceptirten die Anwesenden noch 
olgende Resolution: „Die heutige öffentliche Ver— 
ammlung der Töopfer Königsbergs erklärt sich mit den 
Forderungen der Sohr'schen Kollegen einverstanden 
ind bheschließkt. dieielhen in ihrem Vorgehben mit allen 
Dlitteln zu unterstützen.“ Darauf wurde die Ver—⸗ 
ammlung um 10 Uhr geschlossen. — Briefe, sowie 
alle anderen Sendungen sind zu richten an Ernst 
soppel, z. 8. Nikolaistraße 7/8. 
Es haben in Folge dessen 18 Ofensetzer die Arbeit 
aiedergelegt, von welchen augenblicklich 10 zu unter⸗ 
tützen sind, deren Zahl sich aber wohl noch vermindern 
vird. Vier unverheirathete Kollegen sind abgereist, die 
inderen sind alle Familienväter. 
Zimmerer. 
Berlin. Um den bei der gesperrten Baufirma 
üster (Greifswalderstraße) weiter arbeitenden Zimme— 
rern Gelegenheit zu einer Aussprache über ihr Ver— 
zalten gegenüber den in öffentlichen Zimmerer-Ver— 
ammlungen gefaßten Beschlüssen zu geben, hatte der 
Vertrauensmann am Mittwoch, den 11. September, 
ine Versammlung in nächster Nähe der Bauplätze, im 
Danziger Volksgarten“ einberufen; der Besuch der— 
elben entsprach jedoch keineswegs den gehegten Er— 
vartungen. Aus welchen Gründen, sei dahingestellt, 
— fast sämmtliche zur Zeit dort arbeitende Zimmerer 
benutzten die Bahn oder sonstige Umwege, nur um nicht 
an der Danziger Straße vorbeizugehen und eventuell 
von den übrigen Kollegen zum Besuch der Versammlung 
eingeladen zu werden. Der Referent, Herr Ernst Obst. 
jeißelte ein derartiges Gebahren in gebührender Weise; 
r setzte den paar Erschienenen auseinander, wie sehr 
sie durch ihren Indifferentismus nicht nur die Gesammt⸗ 
jeit der Berliner Zimmerer, sondern ihre eigensten 
Interessen aufs schwerste verletzten. — In ähnlicher 
Weise äußerten sich auch Th. Fischer und andere Ka— 
neraden. Schlender suchte sein Fernbleiben von der 
Irganisation, sowie sein jetziges Verhalten zu recht— 
ertigen und verlangte Aufhebung der Sperre, da die 
Firma doch genug Arbeitskräfte für 800 Pf. Stunden— 
ohn erhielt. Unter Hinweis auf die vier größeren 
Firmen der Ausstellung, welche, durch die Einmüthig— 
eit ihrer Arbeiter imponirt, diesen eine Lohnerhöhung 
»ewilligten, wurden seine wenig stichhaltigen Argumente 
als „Ausreden“ hingestellt. Schließlich, nachdem Obst 
und Fischer ermahnt, nochmals die bei der Firma 
Küster Beschäftigten zum Anschluß an die Lohnbewegung 
aufzurütteln, fand eine Resolution Annahme des Inhalts, 
daß die Sperre über die Firma Küster bestehen bleibt; 
inerseits, weil die Zimmerer dies den Kameraden 
chuldig seien, welche dort die Arbeit niederlegten, an— 
dererseits, weil man glaubt, daß die Firma mit den 
etzigen Arbeitern nicht bis zur gegebenen Zeit die Ar⸗ 
neiten fertiastellen fann 
— Eine Zimmerer-Versammlung, die am 12. Sep⸗ 
ember bei Lange in der Stromstraße tagte, beschäftigte 
sich mit der Sperre über die Firma Stiebitz & Köppchen, 
Birkenstraße, und dem Verhalten der dort arbeitenden 
dameraden gegenüber den Beschlüssen, welche in öffent⸗ 
ichen Versammlungen gefaßt wurden. Der Referent 
Obst legte dar, daß an der Aufhebung der Sperre im 
Interesse der Bewegung nicht gedacht werden könne, 
wenn auch der Polier Neumann seine Arbeitgeber mit 
Arbeitskräften versorgt habe. Uebrigens sei man auch 
die Aufrechterhaltung der Sperre den Meiftern schuldig, 
welche die Forderung des Stundenlohnes von 825/2 Pf. 
vewilligt hätten. Redner geißelte die Gleichgiltigkeit 
herjenigen Zimmerer der genannten Firma, welche 
ruhig weiter arbeiteten, als etwa 29 ihrer Arbeits- 
ameraden in Befolgung der Versammlungsbeschlüsse 
die Arbeit niederlegten, um für einen höheren Lohn 
einzutreten; ebenso unterzog er das Verhaiten der neu 
eingetretenen Streikbrecher einer herben Kritik. Fischer, 
Schmolinski und andere schlossen sich den Ausführungen 
des Referenten an. Schmolinski kennzeichnete noch 
hesonders das Betragen des Poliers Neumann. 
Von den Streikbrechern war, abgesehen von einem 
lungen Manne, der jetzt nicht mehr bei St. & K. ist, 
niemand erschienen. Von Beschlüssen wurde abgesehen, 
nachdem allseitig die Aufrechterhaltung der Sperre be— 
iürmyrtet worden war 
Zentral⸗Krankenkafse der Maurer, 
Gipfer (Weißbinder) und Stuclateure Deutschlande 
Grundftein zur Einigkeit“. 
(E. H. Nr. 7. Sitz: Altona.) 
In der Woche vom 8. bis 14. September sind folgende 
eträge eingegangen. Von der örtlichen Verwaltung in 
Bandsbeck 80.Wtünchen 100 — Lutter (am Barenberge) 
00, —, Bremen 400., Munden (Hannover) 100,-, Prenden 
250, —, Mannheim 100. Jordan-Paradies 100,-, Franb⸗ 
urt am Main 100 —, Steritn 200-, Hamburg 10004, 
Flensburg 200,—, Leipzig-Connewitz 100.,0 Mk. Summo 
30,- Vit. 
Zuschuß erhielten: Forst⸗Lausitz 50. —. Landstubl 50. - Mti 
100 Mi. 
Summa 100 Karl Reiß, Haupikasstrer. 
Altona (Elbe), 
Friedrichsbaderstr. B. 
Eranekasten. 
Ssteinarbeiter, Bannover. Wir müssen dringend 
aitten, die Berichte mit Tinte zu schreiben. 
Derek voon Manrer Dimmie artin o GIobeth-Ufor
	        

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