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Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe II. 1882 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Wiener-Braunsberg, Josef
Title:
Alma's Ende : Roman aus dem Berliner Leben : eine Fortsetzung des Schauspiels "Die Ehre" von Herm. Sudermann / von Josef Wiener
Edition:
5. Auflage
Publication:
Berlin: J. Gnadenfeld & Co., 1893
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Scope:
229 Seiten
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15423085
Collection:
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Wien 1
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain)
  • Ausgabe II. 1882 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichniß des II. Jahrgangs.
  • No. 1
  • No. 2
  • No. 3
  • No. 4
  • No. 5
  • No. 6
  • No. 7
  • No. 8
  • No. 9
  • No. 10
  • No. 11
  • No. 12
  • No. 13
  • No. 14
  • No. 15
  • No. 16
  • No. 17
  • No. 18
  • No. 19
  • No. 20
  • No. 21
  • No. 22
  • No. 23
  • No. 24
  • No. 25
  • No. 25a
  • No. 26
  • No. 26a
  • No. 27
  • No. 27a
  • No. 28
  • No. 28a
  • No. 29
  • No. 29a
  • No. 30
  • No. 30a
  • No. 31
  • No. 31a
  • No. 32
  • No. 32a
  • No. 33
  • No. 33a
  • No. 34
  • No. 35
  • No. 35a
  • No. 36
  • No. 36a
  • No. 37
  • No. 37a
  • No. 38
  • No. 39
  • No. 40
  • No. 40a
  • No. 41
  • No. 41a
  • No. 42
  • No. 42a
  • No. 43
  • No. 43a
  • No. 44
  • No. 44a
  • No. 45
  • No. 45a
  • No. 46
  • No. 46a
  • No. 47
  • No. 47a
  • No. 48
  • No. 48a
  • No. 49
  • No. 49a
  • No. 50
  • No. 50a
  • No. 51
  • No. 51a
  • No. 52

Full text

So. 14. 
Centralblatt der Bauverwaltung. 
123 
bett — und des Nebenprofils — d. h. desjenigen über dem Vorlande 
— für jeden Schritt rechtwinklich zur Axe des Betts uns die Wasser 
mengen Qi und Q2 im Haupt- und Nebenbett ausreclmen. 
Die Gnindgieichung der ungleichförmigen Bewegung für ein 
prismatisches Bett Lautet: 
»»6 
1 Fff 
dl - 
dt 
Äc 2 
Nun haben wir angenommen, die Neigung des Wasserspiegels in 
einem rechtwinküchen Schnitte durch Haupt- und Nebenbett sei für 
beide Betten dieselbe, dann müssen auch die Wcrthe 
dt^ 
dl 
dieselben 
sein, also 
Bl 2 61 _ C 2 2 b$ 
Fi & T\g_ 
Bl 2 r t>2 2 
Aici 2 J ~~ Tbc? 
in welcher Gleichung nur die v unbekannt sind oder die Q, wenn 
wir v durch -yr ersetzen. Nun ist ferner Qi -f- Qs = Q. Wir haben 
also zur Bestimmung der beiden Unbekannten Qi und Q2 zwei 
Gleichungen und können ihre Wcrthe berechnen. 
Bei dieser Berechnung ergibt sieh nun, dafs, je höher der Stau 
wird, desto mehr die im Nebenbett fließende Wassermenge zunimmt, 
die im Hauptbett fließende abnimmt. Hs findet also ein Ueber- 
rittt aus dem letzteren in das erstere statt, deswegen muß der 
W'asserspiegel ira Hauptbett höher liegen als der im Nebenbett, 
unsere erstgemachte Annahme der gleichen Höhe beider ist nicht 
genau richtig und in folge dessen wurde auch wieder der Uebertritt 
von "Wasser aus dem liauptbett in das Nebenbett etwas geringer 
sein, als obige Formeln ergeben. 
Nun ist aber in Wirklichkeit der Staudamm, den wir in der Ver 
längerung des Wehrs über das Vorland laufend vorausgesetzt haben, 
nicht vorhanden. Es wird also in Wirklichkeit ein schnellerer Ab- 
flufs des W T assers über dem Vorlande stattfinden, also eine weitere 
Senkung seines Spiegels, ein vermehrter Zufluß aus dem Hauptbette. 
Unmittelbar unterhalb der Wehrs findet eine plötzliche starke 
Senkung des Spiegels in letzterem statt und nun strömt alles ihm 
eigentlich zugehörige Wasser, welches oberhalb auf das Vorland aus 
getreten, in dasselbe zurück und dabei entwickelt sich die Geschwin 
digkeit, der gegenüber eine einfache Rasendecke nicht widerstands 
fähig genug ist. 
Zu einer genauen Berechnung der übertretenden Wassermengen 
und der Lage der Wasserspiegel bin ich nicht gekommen, ich weifs 
auch nicht, ob von anderer Seite diese Aufgabe schon gelöst ist. 
Von den Arten der Verbindung von Wehren und Werkcanälen, 
die man zur Gewinnung der Wasserkraft ausführt, sind die am meisten 
vorkommenden drei Klassen auch in Bayern und Württemberg zahl 
reich vertreten. Bezeichnen wir als erste die Klasse der Wasserwerke 
an canalisirten Flüssen, so finden wir solche am Main bei Schwein- 
furt und Würzburg unrl am Neckar zwischen Heälbronn und Canstatt. 
Hie Wehre sind hoch, die Länge der Werkcanäle ist nahezu gleich 
Null. Unmittelbar unterhalb des Wehrs mufs ja dem Flusse das 
Wasser zurückgegeben werden, weil gerade dort die seichtesten 
Stellen sind. Bei Eintritt höherer W r asserstände nimmt das Gefälle 
dermalen, ab, da Cs die Wasserräder nur noch, geringe Kraft liefern 
können, auch ganz still stehen müssen. Am Neckar beträgt jedoch 
die Gesamtdauer der Unterbrechungen des Betriebes durch Hoch 
wasser nicht Uber vierzehn Tage im Jahre. 
Die zweite Klasse bilden diejenigen Anlagen, die das Wehr nur 
gerade so hoch machen, dafs das Wasser aus dem natürlichen Bett 
abgelenkt wrid. In dem künstlichen Bett wird es dann mit viel 
geringerem Gefälle weitergeleitet als dem des natürlichen Betts. Der 
Niveauunterschied zwischen beiden, der je nach der Länge der Leitung 
mehr oder weniger grofs ist, wird durch das Rad nutzbar gemacht. 
Hinter dem Rade kehrt das Wasser in sein natürliches Bett zurück, 
Dieser Klasse gehören bei weitem die meisten Werke an, ins 
besondere auch die meisten von denen, die in den Thälem der 
rauhen Alp zur Wasserversorgung der Hochebene errichtet sind. 
Die dritte Klasse unterscheidet sich von der zweiten nur dadurch, 
dafs man das Wasser', nachdem es ein Rad getrieben, nicht wieder 
in sein natürliches Bett zurücklaufen läfst, sondern abermals diesem 
parallel weiter führt, bis man das nöthige Gefälle für ein zweites 
Rad gewonnen hat und so fort. Der Vortheil dieser Anlage ist der, 
dafs viele Werke nur ein W T ehr brauchen, und er wird um so 
gröfser, je wilder der Flufs ist, je mehr die Kosten des Wehrs über 
wiegen gegenüber denjenigen des Werkcanals. 
Diese dritte Klasse der Wasserwerke finden wir am groß 
artigsten vertreten in München und Augsburg. In ersterer Stadt 
sind über 3000, in letzterer etwa 7000 Pferdekräfte gewonnen. Aber 
in jedem der beiden Flüsse, die Augsburg einschließen, in Lech und 
Wertach ist nur ein Wehr errichtet. Von da an laufen die Werk- 
canäle bis zur Länge einer deutschen Male, in mannigfaltigster 
Weise durch die Stadt sich verzweigend neben den Flüssen her, bis 
man an ihrem Vereiniguugspimkte nothgedrungen ihr Wasser ihnen 
zurückgeben mufs. ' 
Die Eigenthümer der "Wehre und Canäle sind in beiden Fällen 
die Städte. Wer die an einer Stelle vorhandene Kraft ausnutzen will, 
hat auf seine Kosten die nöthigen baulichen Einrichtungen zu treffen 
und an die Stadt eine der Gröfse der Kraft entsprechende jährliche 
Abgabe zu zahlen. Nur wenige Consumenten haben alte Rechte auf 
freien Bezug des Wassers. Augsburg läfst sich jetzt für die theo 
retische Pferdekraft 10 M zahlen, in älteren Verträgen ist der Preis 
noch geringer; es vereinnahmt rund 57 000 JC fund gibt 33 000 Jt 
aus für Unterhaltung der Wehre und Canäle, Uferbauten am Lech 
und an der Wertach innerhalb des Stadtgebiets und für Besoldung 
des Aufsichtspersonal.«. 
Für die Augsburger Constructionen ist besonders charak 
teristisch, dafs man so wenig wie möglich Stein verwendet. Derselbe 
mufs weit hergeholt werden und ist deswegen sehr theuer. Man 
construirt in Holz und Beton. Ersteres schwimmt billig auf dem 
Wasser heran, zum Beton braucht man nur den Cement zu be 
schaffen, die weiteren Rohmaterialien bietet der Boden überall. 
Die Wehre in Lech und Wertach sind alt, schon im Jahre 1000 
sind die ersten Rauten behufs Ableitung des Wassers aus dem Lech 
ausgeführt worden. Neu sind insbesondere mehrere Anlagen zur 
Entfernung der Geschiebe und dos Eises aus den Werkcanälen. 
Die Geschiebe, die trotz der Grundablässe vor den Einlafs- 
schleusen in die Canäle hineinkommen, werden in einer anderthalb 
Meter unter die Canalsohle reichende Versenkung abgefangen, und 
ein aus einer Oeflnung an ihrer tiefsten Stelle herausschiefsender 
Wasserstrahl fegt sie mit sich fort. Das Eis wird durch schwimmende 
Bäume und Flösse einem schmalen Ueberfalle von 30 cm Höhe zu- 
geführt. So opfert- man fortwährend einen geringen Theil des über 
reichlich vorhandenen Betriebswassers, den man auf der Sohle und 
am Spiegel entweichen läfst, und sichert dadurch die Räder vor ihren 
gefährlichen Feinden, den Geschieben und dem Eise. 
Diese Einrichtungen haben sich dermafsen bewährt, dafs man au 
der Stelle, wo sich die der Wasserversorgung der Stadt dienenden 
Turbinen befinden, die ursprünglich beabsichtigte Aufstellung einer 
Reservedampfmaschine nachträglich als überflüssig unterlassen hat. 
Und doch tritt der Winter in Augsburg so streng auf, dafs fast all 
jährlich das Thermometer unter 20° sinkt. 
Es ist in neuerer Zeit von verschiedenen Seiten untersucht worden, 
welchen Werth die Wasserkraft gegenüber der Dampfkraft noch habe. 
Ich glaube die Wasserkraft wird sich in Zukunft weit billiger ge 
winnen lassen, wenn wir aufheiren für jedes kleine locale Bedürihifs 
ein besonderes Wehr mit Werkcanal zu bauen, wenn wir vielmehr 
immer dahin streben, die gesamte auf einer möglichst langen Flug 
strecke vorhandene Kraft nach einem einheitlichen Plane nutzbar zu 
machen', wozu wir hier in München und Augsburg schon Anfänge 
sehen: wenn wir ferner die Landwirthe thimlichst zu den Baukosten 
heranziehen, denen wir dafür das Wasser während der Nacht und an 
den Sonntagen zur Berieselung überlassen. Außerordentlich muß 
endlich der Werth der Wasserkraft steigen, wenn es gelingt, die 
elektrische Kraftübertragung so zu vervollkommnen, dafs wir nicht 
mehr genötliigt sind, die Fabrik dort neu anzulegen, wo zufällig der 
zweckmäßigste Punkt für Aufstellung der Motoren ist, sondern weit 
vom Gewinnungsorte in schon bestehenden Gebäuden die Kraft ver 
wenden können. Daß man Wasserkraft nicht so vortheilhaft ge 
winnen kann aus vielem Wasser mit schwachem Gefälle als aus 
wenig Wasser mit starkem Gefälle, ist ein Satz, der häufig nicht 
genug Beachtung findet. — 
Die obigen Mittheilungen geben einen Theil der Wahrnehmungen 
wieder, die ich im vorigen Herbste auf einer Studienreise durch 
Bayern und Württemberg gemacht. Ich halte mich noch für verpflich 
tet, meinem Dank gegen diejenigen Herren Ausdruck zu geben, 
welche mich überall in liebenswürdigster Weise aufgenommen und 
mir zur Erreichung meiner Ziele in jeder Weise geholfen haben. Ganz 
besonders verpflichtet bin ich dem Herrn Oberbaurath Schmid 
in München, der die Güte hatte, mich zur Begleitung auf seine 
Inspectionsreisen emzuladen. Ich fuhr mit ihm auf der Salzach, daun 
auf der Giselabahn nach Kufetein und von dort zwei Tage lang den 
Inn hinunter, und eine Woche später auf der Donau von Ulm bis 
Kelheim und verlebte so die lehrreichsten und genufsreichsten Tage. 
Mit Plänen und Zeichnungen bin ich überall aufs vollständigste ver 
sorgt worden. 
Berlin, ira März 1882. 
E. Wolff.
	        

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