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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1983/84, 9. Wahlperiode, Band IV, 54.-70. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1983/84, 9. Wahlperiode, Band IV, 54.-70. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Titel:
Berliner Handels-Register : Verzeichnis der in den Amtsgerichtsbezirken Berlin-Mitte, Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Lichterfelde, Neukölln, Pankow, Schöneberg, Spandau, Tempelhof, Wedding und Weißensee wohnenden eingetragenen Einzelfirmen, Gesellschaften und Genossenschaften / zusammengestellt auf Grund der amtlichen Register und Akten mit justizministerieller und kammergerichtlicher Genehmigung
Erschienen:
Berlin: Ullstein 1931
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Erscheinungsverlauf:
57. Jahrgang (1921); 59. Jahrgang (1923)-67. Jahrgang (1931) ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
3034488-8 ZDB
Frühere Titel:
Handels-Register des Königlichen Amtsgerichts Berlin-Mitte
Berlin:
B 830 Wirtschaft. Finanzen: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
330 Wirtschaft
Sammlung:
Wirtschaft, Verkehr, Stadtversorgung
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1930
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 830 Wirtschaft. Finanzen: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
330 Wirtschaft
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15438362
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 830/16 a:66.1930
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Wirtschaft, Verkehr, Stadtversorgung

Kapitel

Titel:
Abteilung B. Aktien-Gesellschaften und Kommandit-Gesellschaften auf Aktien, juristische Personen, ferner Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Versicherungs-Vereine auf Gegenseitigkeit

Kapitel

Titel:
D

Schnellzugriff

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1983/84, 9. Wahlperiode, Band IV, 54.-70. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 54, 7. Dezember 1983
  • Nr. 55, 8. Dezember 1983
  • Nr. 56, 9. Dezember 1983
  • Nr. 57, 22. Dezember 1983
  • Nr. 58, 19. Januar 1984
  • Nr. 59, 2. Februar 1984
  • Nr. 60, 9. Februar 1984
  • Nr. 61, 16. Februar 1984
  • Nr. 62, 23. Februar 1984
  • Nr. 63, 8. März 1984
  • Nr. 64, 22. März 1984
  • Nr. 65, 5. April 1984
  • Nr. 66, 7. April 1984
  • Nr. 67, 17. Mai 1984
  • Nr. 68, 24. Mai 1984
  • Nr. 69, 14. Juni 1984
  • Nr. 70, 17. Juni 1984

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
61. Sitzung vom 16. Februar 1984 
Dr. Köppl 
(A) für andere Gruppen und für Möglichkeiten, etwas mehr Phanta 
sie in die Kulturlndustrie hier in Berlin reinzubringen. Und das - 
das wissen Sie ja, meine Damen und Herren - wollen wir auch 
verhindern, und das ist der zweite Grund, warum wir in den Lot 
tobeirat wollen. 
[Landowsky (CDU): Und der dritte?] 
Und der dritte Grund - und damit nähern wir uns schon der 
Gewinnzone: Es gibt einige dubiose Fälle, in denen der Lotto 
beirat seine Förderungsmöglichkeiten eingesetzt hat. Ein Bei 
spiel möchte ich Ihnen hier vortragen. Der Lottobeirat hat nach 
unserer Meinung rechtsradikale und ausländerfeindiiche Grup 
pen finanziert, 
[Landowsky (CDU): Na, nal] 
indem er ihnen die Möglichkeit gegeben hat, zum Beispiel am 
17.Juni 1983 nach Berlin zu fahren, ausstaffiert mit Lottomit 
teln, und nach Kreuzberg zu gehen und ausländerfeindliche De 
monstrationen zu veranstalten. Dies bezieht sich auf die „Kon 
servative Aktion“. Der damals noch aktive Regierende Bürger 
meister von Weizsäcker hat deren Aktivitäten ja auch verurteilt, 
aber sie sind gefördert worden durch den Lottobeirat, und 
einige verantwortliche Mitglieder daraus sitzen ja hier vorne. 
Dieser Lottobeirat hat dieser rechtsradikalen Aktion Mittel zur 
Verfügung gestellt, damit sie im Rahmen ihrer Berlin-Fahrten 
ihre Busse, ihre Unterkunft usw. finanzieren konnte. Und das, 
meine Damen und Herren, dürfte Ihnen doch wohl klar sein: 
Wenn wir da drinsitzen, dann hat sich so etwas ausgespielt, 
dann ist so etwas einfach nicht mehr möglich. Dann wird das im 
Vorfeld bekannt, wie das so üblich ist, dann können solche Ent 
scheidungen jedenfalls nicht mehr getroffen werden. Und das 
ist meines Erachtens ein ganz vernünftiges Argument dafür, 
warum wir da hineinwollen. 
Also, kurz und gut - und hier muß ich einmal meine Mutter 
zitieren, die immer gesagt hat: „Junge, lerne was Vernünftiges, 
laß die Finger weg von der Politik. Politik ist ein schmutziges 
Geschäft!“ - Ich bin in diesem Sinne meiner Mutter dann nicht 
gefolgt -, 
[Buwitt (CDU): Man sollte viel öfter 
auf seine Mutter hören!] 
also, wir möchten rein in den „Sumpf“, möchten den etwas 
durchleuchten und einige exemplarische Sumpfblüten, die da 
auch im Lottobeirat blühen, ans Tageslicht zerren, und wir 
möchten uns dabei auch so richtig die Hände schmutzig 
machen, darin rumkneten und etwas herausholen, was für uns 
und vielleicht auch für Sie so ganz spannend ist. 
[Beifall bei der AL] 
Natürlich - und das wollen wir nicht unterschlagen - ist der 
Lottobeirat für uns nur ein ganz kleiner Schritt hin auf dem Weg 
in die Vorstandsposten der WBK, 
[Heiterkeit bei der AL] 
und das sollte sich insbesondere der Kollege Landowsky deut 
lich merken. 
Die vorgeschlagene Gesetzesänderung muß von uns in den 
Ausschüssen wahrscheinlich noch etwas präzisiert werden, 
weil sie so, wie sie geschrieben ist, nicht einmal absichern 
würde, daß wir mit Selbstverständlichkeit in den Lottobeirat 
kommen; wir müssen das also im Verlauf der normalen Geset 
zesberatung noch etwas präzisieren. Ich finde, wenn schon so 
eine Splittergruppe wie die F.D.P. im Lottobeirat sitzt, dann kön 
nen Sie doch uns als wichtige öffentliche Kraft da nicht heraus 
halten; das müssen Sie doch wohl einsehen. 
Ich beanspruche also, daß endlich in den Lottobeirat auch die 
Antikorruptionskräfte Einzug halten und nicht nur die Leute 
Ihrer Couleur. 
[Beifall bei der AL] 
Stellv. Präsident Longolius: Das Wort in der Beratung hat 
nun die Kollegin Saß-Viehweger. 
Frau Saß-Viehweger (CDU): Herr Präsident! Meine Damen 
und Herren! Ich muß Herrn Köppl ja in einem Punkte zustim 
men, daß nämlich der hier vorgelegte Antrag nicht geeignet ist, 
das von ihm gewünschte Ziel, daß also die AL dann im Lotto 
beirat auch wirklich vertreten ist, zu erreichen, denn wenn ich 
den Antrag richtig gelesen habe, dann wollen sie die Zahl der 
Mitglieder ja nur um eines erweitern, wollen also aus den bisher 
„sechs Richtigen“, die da drinsitzen, vielleicht die „sieben Zwer 
ge“ machen, vielleicht auch das „Fähnlein der sieben Aufrech 
ten“ oder was auch immer. Wie Sie ja wissen, sind das im 
Augenblick drei vom Abgeordnetenhaus entsandte Mitglieder, 
und es ist in der Tat bisher nicht so gehandhabt worden, daß da 
etwa jede Fraktion einen Sitz gehabt hätte. Wenn sich das in der 
Praxis mal so dargestellt hat, dann hatte das seinen Grund dar 
in, daß diese Fraktion entweder über den Weg, daß sie vom 
Senat benannt wurde, hineingekommen ist oder daß eine an 
dere Fraktion ihr einen Sitz abgetreten hat. Aber die Besetzung 
ist üblicherweise immer nach der Spielregel - wenn wir schon 
von „Spielen“ sprechen - des guten alten Herrn d’Hondt erfolgt, 
und da würden Sie mit einem Mitglied mehr noch längst nicht 
erreichen, daß auch die Alternative Liste dann vertreten ist. Ich 
glaube, da müßten wir so etwa 18 Mitglieder haben, und da 
könnten wir dann ja gleich zu ganz anderen Spielregeln kom 
men, zum Beispiel nicht mehr 6 aus 49, sondern 18 aus X. Das 
werden Sie doch wohl sicherlich nicht anstreben wollen. 
Vielleicht sollte man sich beim Stiftungsrat der Klassenlotte 
rie genauso wie bei allen anderen Gremien, die wir hier einzu 
setzen haben, viel eher die Frage stellen: Was soll der Beirat tun 
und wie muß er aussehen, damit er arbeitsfähig bleibt? Und 
dann wird man feststellen, daß er nicht besonders groß, son 
dern sachgerecht zusammengesetzt sein muß. Das ist er nach 
unserer Auffassung bisher auch gewesen. 
Wie gesagt, die von Ihnen vorgeschlagene Änderung führt 
ohnehin nicht zu dem von Ihnen gewünschten Ergebnis. Wenn 
Sie erreichen wollen, daß die Alternative Liste dort zwangsläufig 
vertreten ist, müssen Sie sich schon etwas anderes ausdenken. 
Wir sind jedenfalls der Meinung - wie Sie das ja auch schon 
gesagt haben -: Sechs Richtige sollen sechs Richtige bleiben, 
und aus diesem Grunde sehen wir zur Zeit keinerlei Veranlas 
sung, diesem Antrag irgendwelche Sympathie entgegenzubrin 
gen, 
[Beifall bei der CDU] 
Stellv. Präsident Longolius: Weitere Wortmeldungen lie 
gen nicht vor. Der Ältestenrat empfiehlt Ihnen die Überweisung 
an den Hauptausschuß. Wenn Sie zustimmen wollen, dann bitte 
ich um ihr Handzeichen. Danke, das ist so beschlossen. 
Ich rufe jetzt auf 
lfd. Nr. 4: 
a) Große Anfrage der Fraktion der SPD Uber 
Heimplätze für Senioren, 
Drucksache 9/1481 
verbunden mit 
b) Antrag der Fraktion der SPD über Auszahlung 
der monatlichen Barbeträge in Wohneinrich- 
tungen fUr Senioren, 
Drucksache 9/1479, 
c) Antrag der Fraktion der SPD über Pflegesatz 
vereinbarung für Seniorenheime, 
Drucksache 9/1480 
und 
d) Antrag der Fraktion der SPD Uber Einführung 
einer Pflegeversicherung, 
Drucksache 9/1507 
Das Wor* zur Begründung der Großen Anfrage hat die Frau Kol 
legin Brinckmeier. 
3670
	        

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