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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1989/90, 11. Wahlperiode, 17.-34. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Handels-Register : Verzeichnis der in den Amtsgerichtsbezirken Berlin-Mitte, Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Lichterfelde, Neukölln, Pankow, Schöneberg, Spandau, Tempelhof, Wedding und Weißensee wohnenden eingetragenen Einzelfirmen, Gesellschaften und Genossenschaften / zusammengestellt auf Grund der amtlichen Register und Akten mit justizministerieller und kammergerichtlicher Genehmigung
Publication:
Berlin: Ullstein 1931
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Dates of Publication:
57. Jahrgang (1921); 59. Jahrgang (1923)-67. Jahrgang (1931) ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
3034488-8 ZDB
Previous Title:
Handels-Register des Königlichen Amtsgerichts Berlin-Mitte
Berlin:
B 830 Wirtschaft. Finanzen: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
330 Wirtschaft
Collection:
Economy,Transport,Infrastructure
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1925
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 830 Wirtschaft. Finanzen: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
330 Wirtschaft
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15435265
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Zs 675:61.1925
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Economy,Transport,Infrastructure

Chapter

Title:
Köpenick

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1989/90, 11. Wahlperiode, 17.-34. Sitzung (Public Domain)
  • Nr. 17, 10. November 1989
  • Nr. 18, 16. November 1989
  • Nr. 19, 30. November 1989
  • Nr. 20, 7. Dezember 1989
  • Nr. 21, 8. Dezember 1989
  • Nr. 22, 22. Dezember 1989
  • Nr. 23, 19. Januar 1990
  • Nr. 24, 25. Januar 1990
  • Nr. 25, 22. Februar 1990
  • Nr. 26, 8. März 1990
  • Nr. 27, 22. März 1990
  • Nr. 28, 5. April 1990
  • Nr. 29, 7. April 1990
  • Nr. 30, 10. Mai 1990
  • Nr. 31, 14. Mai 1990
  • Nr. 32, 31. Mai 1990
  • Nr. 33, 14. Juni 1990
  • Nr. 34, 28. Juni 1990

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 11. Wahlperiode 
25. Sitzung vom 22. Februar 1990 
1262 
Frau Wirths 
(A) quenzen Ihrer Planung deutlich werden, jetzt geht das Geschrei 
bei Ihnen los. 
[Braun (CDU): Jetzt halten wir Sie an Ihren 
Aussagen fest!] 
- Herr Braun, ich will hier jetzt nicht auf personelle und finanzielle 
Details eingehen, sondern auf Grundsätzliches. 
Als ich mich am 29. Januar in Begleitung einer Pressevertrete 
rin und unseres Pressesprechers auf die Odyssee durch Berliner 
Krankenhäuser machte, war mein Ziel, den Nachweis zu führen, 
daß die Belegungssituation fast aller Krankenhäuser Berlins 
seit Monaten dramatisch angespannt war. Sie ist es übrigens 
weitgehend immer noch. Insofern finde ich es etwas unglücklich, 
daß wir heute nur über das Universitätsklinikum Rudolf Virchow 
reden, ohne den Gesamtzusammenhang herzustellen. Ursäch 
lich für den berlinweiten Bettennotstand sind nämlich nach Mei 
nung der AL-Fraktion die drastischen Bettenstreichungen in den 
letzten Jahren als Folge des Krankenhausplans 1986. Allein im 
letzten Jahr kam es zur Schließung von rund 450 Betten, davon 
324 durch Reduzierung am Standort Wedding des Universitäts 
klinikums - womit wir wieder beim Thema der Aktuellen Stunde 
wären. 
Die Auswirkungen der nicht mehr vorhandenen Krankenhaus 
betten trafen durch die Schließung des chirurgischen Betten 
hauses die Weddinger und den gesamten Norden besonders 
hart. Schon im'November gab es Zeitungsberichte über eine 
Überbelegung im RVK. Im Rahmen einer Mündlichen Anfrage 
vom 16. November antwortete mir Frau Senatorin Sfahmer, daß 
die Krankenhäuser verpflichtet seien, bis zu einer Belegung bis 
zu 105 °/o Notfallpatienten aufzunehmen. 
Wie dieser längst schon nicht mehr vorübergehende Ausnah 
mezustand dann in der Realität aussieht, will ich Ihnen aus eige 
ner Anschauung berichten; Die Intensivstation war seit 
1. August 1989 64mal wegen Vollbelegung gesperrt. Vollbele- 
gung heißt - und das fanden wir auch am 29. Januar vor -: Auch 
der Wiederbelebungsraum war belegt, der eigentlich frei sein 
müßte. In der Konsequenz heißt das, daß die Notfallausrüstung 
nicht mehr für alle Patienten reicht. Auf den Stationen befanden 
sich statt 40 jetzt 45 bis 47 Patienten, zum Beispiel eine jam 
mernde Dame im Arztzimmer und durchgängig 6 Patientinnen in 
Fünfbettzimmern. - Ich könnte an dieser Stelle über das Vorge 
fundene, was Frau Senatorin Riedmüller-Seel bei ihrer Bege 
hung trotz Suche sogar in Badewannen nicht gesehen haben 
will, noch stundenlang berichten; leider fehlt mir die Zeit dazu. 
Ich empfehle Ihnen einen Beitrag heute abend in der „Abend 
schau“ anzusehen, wenn Sie dazu kurz den Plenarsaal verlassen 
wollen, damit Sie sich davon ein Bild machen können. Oder noch 
besser: Überzeugen Sie sich vor Ort! - Der SPD-Fraktion muß 
man übrigens sagen, daß sie sich auch erst vor Ort überzeugt 
hat, nachdem die Presse häufig berichtet hatte. 
Ähnliche Zustände fanden wir - zwar im Virchow-Krankenhaus 
am krassesten - auch in den übrigen Weddinger Krankenhäu 
sern vor. In der Beantwortung meiner eben zitierten Mündlichen 
Anfrage vom November 1989 antworteten Sie, Frau Stahmer, 
unter anderem: 
Es ist allgemein bekannt, daß die stationäre Versorgung in 
den Fächern der Grundversorgung, also insbesondere in 
der Inneren Medizin, und der Chirurgie in den einzelnen. 
Stadtgebieten äußerst unterschiedlich ist. Die Beseitigung 
des regionalen Ungleichgewichts war bereits Ziel des Kran 
kenhausplans 1986, das aber lediglich in Ansätzen erreicht 
wurde. Auch die Neufassung des Krankenhausplans muß 
es sich deswegen zum Ziel setzen, einen besseren Aus 
gleich zwischen den unterschiedlich versorgten Stadtge 
bieten 
Heute reden wir über das Kernstück des Krankenhausplans, 
wie es so schön heißt. Sollten wie vorgesehen im UKRV in den 
nächsten Jahren weitere 1 086 Betten abgebaut werden, ohne 
daß eine Kompensation durch ein oder mehrere andere Kranken 
häuser und - ich betone; - menschenwürdige Pflegeheime 
geschaffen wird und besonders - das war in den Koalitionsver 
einbarungen vorgesehen - ambulante und komplementäre Ein- (C) 
richtungen auch tatsächlich aufgebaut sind, so wird auch ein 
neugefaßter Krankenhausplan das Ziel nicht erreichen. 
Alle Welt spricht über die Entwicklung beider Teile Berlins 
zu einem Gesamtberlin, und Planungen werden diesbezüglich 
umgestellt. Selbstverständlich muß sich das auch in der 
Gesundheits- bzw. Krankenhausplanung wiederfinden. Wir 
erleben in diesen Zeiten, daß Entwicklungen, die gestern noch 
völlig undenkbar erschienen, heute schon Realität sind. Völlig 
neue Denkansätze sind jetzt gefragt - das schließt Neuverhand 
lungen mit Krankenkassen und Wissenschaftsrat mit ein -, 
Denkansätze wie z. B.: Brauchen wir für Gesamtberlin vier Uni 
versitätsklinika - zumal hier Forschung und Lehre und nicht die 
gesundheitliche Versorgung im Vordergrund stehen -? Oder: 
Sind die universitären Bedürfnisse und Belange, die der Planung 
für das UKRV zugrunde lagen, nicht inzwischen überholt? Soll 
ten nicht bei einer neuen Krankenhausplanung Universitätsklinika 
aus dem Krankenhausplan herausgenommen werden wie in 
anderen Städten auch, weil ihre Funktion eine ganz andere ist als 
die der übrigen Krankenhäuser? Letztes würde dann vielleicht 
endlich auch einmal dazu führen, daß die gesundheitspolitischen 
Belange mehr Gewicht bekommen. 
Den Vorwurf kann man der Wissenschaftsverwaltung nicht 
ersparen: Was die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung 
angeht, sind Sie offensichtlich an letzter Stelle. Wäre es sonst im 
UKRV so weit gekommen, wie ich vorhin dargestellt habe? 
Das Thema dieser Aktuellen Stunde lautet: „Krankenversor 
gung in Gefahr - der Senat stellt die Arbeitsfähigkeit des Rudolf- 
Virchow-Krankenhauses in Frage“. Eigentlich müßte es heißen: 
„Krankenversorgung in Gefahr - die Arbeitsfähigkeit des Rudolf- 
Virchow-Krankenhauses durch Bettenund Personalabbaupolitik 
des Senats in Frage gestellt“. 
[Beifall bei der AL - 
Vereinzelter Beifall bei der SPD] 
Fazit; Vorerst muß Schluß sein mit den Bettenschließungen - (D) 
nicht nur im übrigen Berlin, sondern auch im UKRV. Es besteht 
dringender Erörterungsbedarf, und die Wissenschafts- und 
Gesundheitssenatorinnen täten gut daran, jetzt in dieser Weise 
angemessen auf den Bettennotstand im ÜKRV zu reagieren. 
[Beifall bei der AL und der SPD] 
Die AL wird jedenfalls weiterhin in streitbarer Zusammenarbeit 
den Senat in diese Richtung zu drängen versuchen. - Ich danke 
Ihnen! 
[Beifall bei der AL und der SPD] 
Stellv. Präsidentin Brinckmeier: Frau Senatorin Riedmül 
ler bitte! 
Frau Dr. Riedmüller-Seel, Senatorin für Wissenschaft und 
Forschung: Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Lassen 
Sie mich einleitend folgendes feststellen: Die Krankenversor 
gung im Norden Berlins ist nicht gefährdet. Das Universitäts- 
klinikum Rudolf Virchow der Freien Universität Berlin ist arbeits 
fähig. Der Senat wird auch weiterhin dafür sorgen, daß das Uni 
versitätsklinikum Rudolf Virchow arbeitsfähig bleibt. 
Ich möchte im besonderen für diejenigen, die dieses Thema 
beantragt haben, einige Fakten in Erinnerung rufen: Nach dem 
Regierungswechsel Anfang des letzten Jahres stand die Koali 
tion vor der Entscheidung, das vom Vorgängersenat [unterlas 
sene Projekt der Verlagerung des Universitätsklinikums 
Charlottenburg auf das Gelände des Städtischen Rudolf- 
VirchowKrankenhauses fortzuführen. Ich darf daran erinnern, daß 
dieses Großprojekt Herzstück des ehemals vom Vorgängersenat 
beschlossenen Krankenhausplans 1986 für das Land Berlin ist. 
Gerade - so wurde dies zumindest begründet - um das abge 
stufte System der Krankenversorgung neu zu gliedern und insbe 
sondere, um die Kosten im Gesundheitsbereich zu senken, war 
vorgesehen, rund 1 300 Betten der höchsten Versorgungsstufe 
- der sogenannten Maximalversorgung - zu streichen. Dies 
bedeutet - und so war letztlich Ihre Entscheidung -, daß eines
	        

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