Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
  • enterFullscreen
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Berliner Adreßbuch (Public Domain) Ausgabe 1905 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 46.1919 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Verfasser:
Raeder, Alwill
Titel:
Der Circus Renz in Berlin : eine Denkschrift / Alwin Raeder
Erschienen:
Berlin: Ullstein, 1897
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Umfang:
IX, 300 Seiten
Fußnote:
zur Jubiläums - Saison 1896/97
Schlagworte:
Geschichte 1846-1896 ; Circus-Renz-Berlin
Berlin:
B 487 Theater. Tanz. Film: Varieté. Zirkus
Dewey-Dezimalklassifikation:
791 Öffentliche Darbietungen, Film, Rundfunk
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15420870
Sammlung:
Bühne, Film, Musik, Bildende Kunst
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 487 Renz 1
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Zweiter Theil. Berliner Renz-Chronik 1846-1896

Kapitel

Titel:
1880 bis 1881, 20. November 1880 bis 21. März 1881

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Berliner Adreßbuch (Public Domain)
  • Ausgabe 1911 (Public Domain)
  • Haberlandts Bauten- Nachweis für Berlin und Umgegend: Wertvolles Adressen- Material und Insertions- Organ
  • Berliner Adreßbuch 1911 Erster Band
  • Zur Handhabung des Adreßbuchs
  • Inhaltsverzeichnis des Berliner Adreßbuchs 1911
  • Königliches Haus
  • Nachträge und Berichtigungen während der Drucklegung I. Theil. Einwohnernachweis
  • I. Einwohner Berlins und seiner Vororte
  • I. Einwohner Berlins und seiner Vororte [A- K.]
  • Inserat
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I, J
  • K
  • [Einwohner Berlins und seiner Vororte] L- Z.
  • Inserat
  • L
  • La
  • Lang
  • Le
  • Lem
  • Li
  • Ling
  • Lo
  • Lu
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X, Y, Z
  • Inserate
  • Berliner Adreßbuch 1911 Zweiter Band
  • Inhaltsverzeichnis des Berliner Adreßbuchs 1911
  • Sach- Register über sämmtliche Theile des Adreßbuchs
  • Geschäfts- Anzeigen Alphabetisches Verzeichniss der Inserate
  • Wegweiser für die Reise
  • Uebersichtspläne der Theater etc.
  • II. Behörden, Kirchen und Schulen, öffentliche Einrichtungen von Berlin
  • III. Straßen und Häuser von Berlin
  • IV. Handel= und Gewerbetreibende in Berlin
  • V. Vororte von Berlin
  • Nachtrag Berliner Adreßbuch 1911
  • Nachtrag Berliner Adreßbuch 1912

Volltext

vertrieben! WaS ist her Mörtel, mit dem Ihr den unseligen
Bau kittet? Falsche Versprechungen, enthüllte Täuschungen!
Wer ist Euer Werkmeister? Die rohe Macht! Und Euer Ge-
sell? Die Lüge! Und Euer Handlanger? Die Verläumdung!
—
Und dieser Bau soll uns lehren, daß Ihr Gott dienet?
Nimmer, nimmermehr!
ist, um des KönigS willen lasset ab, Lug und Trug zu spinnen
und die Furien des Hasses und der Rache aus der Hölle her-
aufzustacheln!
Wehe Euch, Werkzeuge des Verderbens! Wehe Euch,
daß Ihr die Minute erhaschet und ein Jahrhundert ver-
berbet! Wehe Euch, daß Ihr blind seid und Euch doch als
Führer aufdrängt!Womit wollt Ihr uns denn überzeugen?
Damit, daß Ihr unablässig Gotl anrufet? Damit,
haß Ihr betheuert, Ihr bauet auf Niemand als aufGott, Ihr
wollet keine Ehre als seine Ehre, keine Gnade als seine
Gnade, keine Macht als seine Macht? Aber ehe Ihr wäret,
waren die Zöllner und Pharisäer, die dasselbe sagten und das-
selbe schwuren, und Einer war da, der sie Lügner schalt und
Heuchler und der sie als Unwürdige und Verworfene hinaus-
trieb aus Gottes heiligem Tempel! Welche Bürgschaft gebet
Ihr, daß Eure Worte wahr sind? Ist Eure Waffe nicht die
Lift, Euer Bogen nicht die Schlauheit, Euer Pfeil nicht die
Verleumdung? Und mit diesen Waffen wollet Ihr Gott
dienen? Nimmer, nimmermehr!
Gott schütze, Gott segne, Gott rette das Vaterland!
Gine Petition
von
Aujust Vuddelmeyer.
Hohes Ministerium!
Würdcn Sie mich wohl jehorsamst erlauben, als constu«
tioneller Bürger Ihnen eine kleine Petition zuzufügen? Sie
brauchen sich nich zu fürchten, ick duh Ihn'n nischt un werr
och keineswejes nich jrob sind. Ne, man blos janz bescheiden
mir aussprechen, weil ick mir durchaus nich bei Ihre unmaaß-jebliche Octrojirerei beruhigen kann. Nanu passen Sie mal uf!
Womit wolltIhr uns überzeugen?
Damit, daß Ihr die Unverbmdlichkeit des Eides predigt?
Damit, daß Ihr die heilige Kraft gegebner Versprechungen
mit schlauen Scheingründen zu brechen sucht? Damit, daß
Ihr, hindeutend auf Millionen,mit pfüffischem Stolz aus-
ruft: „Wir danken Dir Gott, daß wir nicht sind wie DiesesDamit, daß Ihr Bürger gegen Bürger hetzt, daß Ihr den
Bruder zur Bestie stempelt, die Ihr stellen und abfan-
gen müßt? Damit, daß Ihr auf die Fußstapfen des Welten-
geifteS speit und ausruft-. „Er ist hier nicht gegangen! Damit
daß Ihr Euch zwischen König und Volk drängt, jenem wie
diesem die Liebe und das Vertrauen aus der Brust reißt, statt
Versöhnung Haß, statt Hingebung Rache predigt? Damit, daß
Ihr ein arges fluchwürdiges Spiel spielt mit frommen Herzen
und weichen Gemmhern? Damit, daß Ihr in die Wunde, die
Ihr in's Herz des Vaterlandes geschnitten, Gift träufelt,
damit sie immerfort schwäre bis zum gräßlichen Tode? Sind
das Eure Evangelien, denen wir glauben sollen '^ Nimmer,
nimmermehr!
Sie haben an die hohe Kämmerei Vorlagen jemacht. Jut,
davor sind Sie da. Die Vorlagen duften nach Vlutwurscht
un Reattion. Iut,davor sind die Kammern da. Des jeht
mir Aliens nischt an. Sie wollen abslut ne Bärskammer?
Herrjeh, wissen Sie wat? Machen Sie sich lieber jleich zwee,
ene militärsche un ene civilsche, mich is des einjal, denn worum,
mir kriejen Sie doch nich mang. Un denn wollen Sie och'n
Hochverräthel-Iericht? Schöne, des können Sie jenießen. Mich
is des och einjal, denn worum, wenn Sie mir inspunnen wol-
len, denn kriejen Sie mir doch, mit oder ohne; des weeß ick
besser. Wenn't jar nich anders jeht, na, denn wird'n Disse-
plinar-Iesetz vor die Ieschwornen losjelaaßen. Des jeht
AUens, wenn der Mensch man will.
Also duhn Sie in Iottes Namen wat Sie wollen; mir
schcnniren Sie damit nich. 'Aber Sie wollen mir als Presse
beschränken. Hohes Ministerium, des kcmn iä nich bei-
stimmen. Nie nich! Nie nich! Nie nich! Sie sagen zwar in
Ihre Vorluge nischt von Beschränken, sondern Sie sagen
blos, Sie wollen mir als Presse rejeln. Männekens, des
kennen wir! Regeln.' Des is eben der Deibel, sagt der In-
falite, der keen Ield in die Tasche hat. Bei Sie is eben Be-
schränken die Rejel, wouon et keene Ausnahme nich jiebt.
Hohes Ministerium, ick bin sehr böse uf Ihnen, aber ick
fasse mir jewaltsam, un bitte Ihnen mit ne janz samfte Iesin-
nung, verschonen Sie mir mit Ihre Nejeln. Ick bin ein janz
juter Kerl, meine Iattin kann mir um'n Finger wickeln, wenn
ick satt bin, aber wer mir en Schloß vor't Maul legen will,
der krigt et mit mich zu duhne! So wat können wirnich ver-
knusen, versteh« Sie mir? Verjeh ick mir preß, jut, denn heeßt
et: ick habe meine Schuldigkeit jedahn, Schornsteinfeger duhn
Sie die Ibrigte! Aber vorher schon en Pechflaster uf'tMaul, deS
is nischt! So wat schad't unse Iesundheit, will ick Ihn'n sagen,
nochzumal bei die schwache Constution, die wir besitzen.
Sie wissen des jo so jut wie ick, un Sie wissen och, worum
unfe Constution so schwach is? Des kommt blos von des eklige
Klima, weil wir zu weit nach'n Norden jesteuert sind. Da
friert der Mensch in, nich wahr? Zwar's uns ich och davor
wieder ville zu Wasser jeworden, da heeßt et denn: Null
mit Null jeht uf.
Wer es gut meint mit dem Vaterlande, der sage sich los
von Euch' Wer es gut meint mit dem Volke, der sage sich
loS von Euch! Wer cs gut meint mit dem Könige, der sage
sich los von Euch!
Mit satanischen Künsten habet Ihr die, welche Euch ver
abscheuen, gezwungen, Euch zu dienen-' Wehe ihnen und wehe
uns 'Men, wenn Sie sich nicht aus den unseligen Banden mit
kühner Manneskraft befreien! Nicht gegen Euch zu kämpfen
gilt es, sondern nur nicht mit Euch zu kämpfen. Wenn Ihr
keine bethörte Sclaven Eures Willens mehr habt, dann seid
Ihr NichtS! Eure Macht ist nur Schein, Eure Kraft ist nur
Blendwerk, Euer Much ist nur Lüge! Wie gewaltig jetzt Euer
frecher Hohn ist, Euer feiges Zittern wird einst nock gewalti-
ger sein, denn Ihr seid feige, wie die Sünde, feige wie
die Lüge!
WaS ist Euer Ziel? Macht? Eure Macht wird das
Zittern des Mörders sein, denn Ihr habt im Herzen eines
großen edlen Volks das Vertrauen gemordet? Reich th um?
Unsinnige! Während Ihr wie Drachen auf Euren Schätzen
brütet, wird der Krieg, den Ihr heraufbeschwört, Euch mit
sein« blutigen Geißel den Rücken zerfleischen! Ehre? Und
wenn Ihr Euch mit allem Ehrenflitter der Welt behängt, das
BewußtseinEurer Schande wird sich darüber legen wie schmuz-
ziger Rost, wie ekler Unrath ! Aber ick willmir nich weiter unnütz mit Ihnen ufhalten.
Sagen Sie mir also blos, worum Sie mir als Presse regeln
wollen? Hab ick Ihnen wat zu Leiden jedahn? Wie können
Sie als'n hohes Ministerium mir in'tIesicht sagen, deß Sie mit
mich nich rejieren können? Haben Sie nich mit mich bis zu'n
beutigen Dag janz flott rejiert, un octerjirt un revidirt un uf-
Unselige, lasset ab! Um deS Vaterlandes willen, dessen
Söhne Ihr seid, lasset ab, an seiner Vernichtung zu arbei-
ten! Um des Volkes willen,dessen Brüder Ihr seid, lasset ab,
es zu verderben! Um des Königs willen,der berufen ist, von
dem Volke geliebt zu werden, wie fein Vater geliebt worden
	        
vertrieben! WaS ist her Mörtel, mit dem Ihr den unseligen Bau kittet? Falsche Versprechungen, enthüllte Täuschungen! Wer ist Euer Werkmeister? Die rohe Macht! Und Euer Ge- sell? Die Lüge! Und Euer Handlanger? Die Verläumdung! — Und dieser Bau soll uns lehren, daß Ihr Gott dienet? Nimmer, nimmermehr! ist, um des KönigS willen lasset ab, Lug und Trug zu spinnen und die Furien des Hasses und der Rache aus der Hölle her- aufzustacheln! Wehe Euch, Werkzeuge des Verderbens! Wehe Euch, daß Ihr die Minute erhaschet und ein Jahrhundert ver- berbet! Wehe Euch, daß Ihr blind seid und Euch doch als Führer aufdrängt!Womit wollt Ihr uns denn überzeugen? Damit, daß Ihr unablässig Gotl anrufet? Damit, haß Ihr betheuert, Ihr bauet auf Niemand als aufGott, Ihr wollet keine Ehre als seine Ehre, keine Gnade als seine Gnade, keine Macht als seine Macht? Aber ehe Ihr wäret, waren die Zöllner und Pharisäer, die dasselbe sagten und das- selbe schwuren, und Einer war da, der sie Lügner schalt und Heuchler und der sie als Unwürdige und Verworfene hinaus- trieb aus Gottes heiligem Tempel! Welche Bürgschaft gebet Ihr, daß Eure Worte wahr sind? Ist Eure Waffe nicht die Lift, Euer Bogen nicht die Schlauheit, Euer Pfeil nicht die Verleumdung? Und mit diesen Waffen wollet Ihr Gott dienen? Nimmer, nimmermehr! Gott schütze, Gott segne, Gott rette das Vaterland! Gine Petition von Aujust Vuddelmeyer. Hohes Ministerium! Würdcn Sie mich wohl jehorsamst erlauben, als constu« tioneller Bürger Ihnen eine kleine Petition zuzufügen? Sie brauchen sich nich zu fürchten, ick duh Ihn'n nischt un werr och keineswejes nich jrob sind. Ne, man blos janz bescheiden mir aussprechen, weil ick mir durchaus nich bei Ihre unmaaß-jebliche Octrojirerei beruhigen kann. Nanu passen Sie mal uf! Womit wolltIhr uns überzeugen? Damit, daß Ihr die Unverbmdlichkeit des Eides predigt? Damit, daß Ihr die heilige Kraft gegebner Versprechungen mit schlauen Scheingründen zu brechen sucht? Damit, daß Ihr, hindeutend auf Millionen,mit pfüffischem Stolz aus- ruft: „Wir danken Dir Gott, daß wir nicht sind wie DiesesDamit, daß Ihr Bürger gegen Bürger hetzt, daß Ihr den Bruder zur Bestie stempelt, die Ihr stellen und abfan- gen müßt? Damit, daß Ihr auf die Fußstapfen des Welten- geifteS speit und ausruft-. „Er ist hier nicht gegangen! Damit daß Ihr Euch zwischen König und Volk drängt, jenem wie diesem die Liebe und das Vertrauen aus der Brust reißt, statt Versöhnung Haß, statt Hingebung Rache predigt? Damit, daß Ihr ein arges fluchwürdiges Spiel spielt mit frommen Herzen und weichen Gemmhern? Damit, daß Ihr in die Wunde, die Ihr in's Herz des Vaterlandes geschnitten, Gift träufelt, damit sie immerfort schwäre bis zum gräßlichen Tode? Sind das Eure Evangelien, denen wir glauben sollen '^ Nimmer, nimmermehr! Sie haben an die hohe Kämmerei Vorlagen jemacht. Jut, davor sind Sie da. Die Vorlagen duften nach Vlutwurscht un Reattion. Iut,davor sind die Kammern da. Des jeht mir Aliens nischt an. Sie wollen abslut ne Bärskammer? Herrjeh, wissen Sie wat? Machen Sie sich lieber jleich zwee, ene militärsche un ene civilsche, mich is des einjal, denn worum, mir kriejen Sie doch nich mang. Un denn wollen Sie och'n Hochverräthel-Iericht? Schöne, des können Sie jenießen. Mich is des och einjal, denn worum, wenn Sie mir inspunnen wol- len, denn kriejen Sie mir doch, mit oder ohne; des weeß ick besser. Wenn't jar nich anders jeht, na, denn wird'n Disse- plinar-Iesetz vor die Ieschwornen losjelaaßen. Des jeht AUens, wenn der Mensch man will. Also duhn Sie in Iottes Namen wat Sie wollen; mir schcnniren Sie damit nich. 'Aber Sie wollen mir als Presse beschränken. Hohes Ministerium, des kcmn iä nich bei- stimmen. Nie nich! Nie nich! Nie nich! Sie sagen zwar in Ihre Vorluge nischt von Beschränken, sondern Sie sagen blos, Sie wollen mir als Presse rejeln. Männekens, des kennen wir! Regeln.' Des is eben der Deibel, sagt der In- falite, der keen Ield in die Tasche hat. Bei Sie is eben Be- schränken die Rejel, wouon et keene Ausnahme nich jiebt. Hohes Ministerium, ick bin sehr böse uf Ihnen, aber ick fasse mir jewaltsam, un bitte Ihnen mit ne janz samfte Iesin- nung, verschonen Sie mir mit Ihre Nejeln. Ick bin ein janz juter Kerl, meine Iattin kann mir um'n Finger wickeln, wenn ick satt bin, aber wer mir en Schloß vor't Maul legen will, der krigt et mit mich zu duhne! So wat können wirnich ver- knusen, versteh« Sie mir? Verjeh ick mir preß, jut, denn heeßt et: ick habe meine Schuldigkeit jedahn, Schornsteinfeger duhn Sie die Ibrigte! Aber vorher schon en Pechflaster uf'tMaul, deS is nischt! So wat schad't unse Iesundheit, will ick Ihn'n sagen, nochzumal bei die schwache Constution, die wir besitzen. Sie wissen des jo so jut wie ick, un Sie wissen och, worum unfe Constution so schwach is? Des kommt blos von des eklige Klima, weil wir zu weit nach'n Norden jesteuert sind. Da friert der Mensch in, nich wahr? Zwar's uns ich och davor wieder ville zu Wasser jeworden, da heeßt et denn: Null mit Null jeht uf. Wer es gut meint mit dem Vaterlande, der sage sich los von Euch' Wer es gut meint mit dem Volke, der sage sich loS von Euch! Wer cs gut meint mit dem Könige, der sage sich los von Euch! Mit satanischen Künsten habet Ihr die, welche Euch ver abscheuen, gezwungen, Euch zu dienen-' Wehe ihnen und wehe uns 'Men, wenn Sie sich nicht aus den unseligen Banden mit kühner Manneskraft befreien! Nicht gegen Euch zu kämpfen gilt es, sondern nur nicht mit Euch zu kämpfen. Wenn Ihr keine bethörte Sclaven Eures Willens mehr habt, dann seid Ihr NichtS! Eure Macht ist nur Schein, Eure Kraft ist nur Blendwerk, Euer Much ist nur Lüge! Wie gewaltig jetzt Euer frecher Hohn ist, Euer feiges Zittern wird einst nock gewalti- ger sein, denn Ihr seid feige, wie die Sünde, feige wie die Lüge! WaS ist Euer Ziel? Macht? Eure Macht wird das Zittern des Mörders sein, denn Ihr habt im Herzen eines großen edlen Volks das Vertrauen gemordet? Reich th um? Unsinnige! Während Ihr wie Drachen auf Euren Schätzen brütet, wird der Krieg, den Ihr heraufbeschwört, Euch mit sein« blutigen Geißel den Rücken zerfleischen! Ehre? Und wenn Ihr Euch mit allem Ehrenflitter der Welt behängt, das BewußtseinEurer Schande wird sich darüber legen wie schmuz- ziger Rost, wie ekler Unrath ! Aber ick willmir nich weiter unnütz mit Ihnen ufhalten. Sagen Sie mir also blos, worum Sie mir als Presse regeln wollen? Hab ick Ihnen wat zu Leiden jedahn? Wie können Sie als'n hohes Ministerium mir in'tIesicht sagen, deß Sie mit mich nich rejieren können? Haben Sie nich mit mich bis zu'n beutigen Dag janz flott rejiert, un octerjirt un revidirt un uf- Unselige, lasset ab! Um deS Vaterlandes willen, dessen Söhne Ihr seid, lasset ab, an seiner Vernichtung zu arbei- ten! Um des Volkes willen,dessen Brüder Ihr seid, lasset ab, es zu verderben! Um des Königs willen,der berufen ist, von dem Volke geliebt zu werden, wie fein Vater geliebt worden

Downloads

Formate und Verlinkungen

Zitieren

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.