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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 66.1916 (Public Domain)

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Full text: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 66.1916 (Public Domain)

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Monograph

Title:
Flora von Berlin und der Provinz Brandenburg : Anleitung die in der Umgebung von Berlin und bis zu den Grenzen der Provinz Brandenburg wild wachsenden und häufiger kultivierten Pflanzen auf eine leichte und sichere Weise durch eigene Untersuchung zu bestimmen / bearbeitet von W. Lackowitz
Editor:
Lackowitz, Wilhelm
Edition:
Neunte verbesserte Auflage
Publication:
Berlin: Verlag von Friedberg & Mode, 1894
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Scope:
XXV, 254 Seiten
Keywords:
Berlin ; Brandenburg ; Pflanzen ; Bestimmungsbuch
Berlin:
B 70 Natur. Landschaft: Tier- und Pflanzenkunde
DDC Group:
580 Pflanzen
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15420004
Collection:
General Regional Studies
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 70/3 f
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Index

Title:
Register der lateinischen Familien- und Gattungsnamen

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe 66.1916 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. 1-3
  • H. 4-6
  • H. 7-9
  • H. 10-12

Full text

209 Karl Becker, Die ehemalige Marienkapelle dos Aachener Münsters, die Krönungsstätte der deutschen Könige. 210 
den Teile des Gewölbes sichtbar, das die Kapelle überdeckt. 
Die Brüstungen der seitlichen Fenster lieben sich dunkel gegen 
die helleren Öffnungen ab; letztere sind noch durch Gitter, 
die anscheinend dicht an den Innenwänden stehen, sowie 
durch Vorhänge (?) zum Teil geschlossen. Stufen scheinen 
weder vor dem Altar, noch am Eingang der Kapelle vor 
handen zu sein. Die 
Schmuckteile des Altars 
lassen keinerlei Einzel 
heiten erkennen; ebenso 
wenig zeigen die Fen 
steröffnungen Maßwerk 
bekrönung. 
Das Bild ist nicht 
frei von perspektivischen 
Fehlern, die sich beson 
ders in dem starken 
Divergieren der Linien 
in Augenhöhe bemerkbar 
machen. Man hat den 
Eindruck, als sei der 
Maler bei der Darstellung 
der Kapelle näher heran 
getreten. 42 ) Die polygo 
nale Grundrißform wird 
dadurch allerdings klarer 
erkennbar; der Altar und 
namentlich der Marien 
schrein dürften aber etwas 
zu groß geraten sein. 
Die Sima r sehe 
Zeichnung (Text-Abb.7), 
deren Urbild sich im 
Aachener Stadtarchiv be 
findet, trägt den Ver 
merk: „Dises alles habe 
ich gefunden 17 86. 
J. B. Simar, Bildhauer 
und Baumeister.“ Daraus 
ist geschlossen worden 43 ), 
sie stamme aus dem Abbruchjahre der Kapelle (1786). Es 
läßt sich aber leicht nachweisen, daß sie tatsächlich nicht 
vor 1790 entstanden sein kann. Wie aus den Kapitelsproto 
kollen 44 ) hervorgeht, haben erst in diesem Jahre die beiden 
ursprünglich rechteckigen Pfeiler, an die sich die Kapelle 
unmittelbar anschloß, ihre runde Form erhalten. Da sie nun 
Simar im Grundriß bereits als Kreise wiedergibt, so kann 
auch seine Skizze erst dieser Zeit angehören. Daraus er 
klären sich wohl auch die Irrtümer, die das Blatt nachweis 
lich besitzt. Buchkremer 45 ) hat seinen Wert richtig gekenn- 
42) Unter dem westlichen Bogen des vor der Kapelle befind 
lichen karolingischen Gewölbefeldes hing bis Endo des 18. Jahrhun 
derts (laut Protokoll Bd. 11 r 1699, 9. Juli) ein großes Kruzifix, das 
auch Meyer in seiner Münstorboschroibung erwähnt und Steenwyck 
wohl dos besseren Einblicks in die Kapelle wegen fortläßt; schon 
aus diesem Grunde scheint der Maler seinen Standpunkt gewechselt 
zu haben. 
43) Vgl. Zeitschr d. Aachener Geschichtsvereins, 22, Bd. S. 221. 
44) Kapitelsprotokolle Bd. llee, 1790, 5. Febr. 
45) Vgl. Zeitschr. d. Aachener Geschichtsvereins, 22. Bd. S. 218f. 
zeichnet, wenn er es nur „eine Art Verzeichnis“ alles dessen 
nennt, was Simar um 1790 vorgefunden hatte. Für unsere 
Untersuchung muß dabei besonders berücksichtigt werden, 
daß die Skizze, soweit sie die Marienkapelle betrifft, nur 
auf Erinnerungen beruhen kann, allerdings auf Erinnerungen 
eines Mannes, der nachweislich zum Münster in den engsten 
Beziehungen gestanden hat. Mag sie inhaltlich auch das Bild 
unseres Bauwerks im allgemeinen richtig wiedergeben, so darf 
sie doch besonders dann nicht befragt werden, wenn es sich 
darum handelt, Einzelheiten und Einzelmaße festzustellen. 
Das Blatt gibt vor allem einen Überblick über die 1786 
noch erhaltene Chorausstattung. Die Marienkapelle 46 ) ist 
im Grund- und Aufriß dargestellt. Der Grundriß zeigt statt 
des polygonalen einen halbkreisförmigen Abschluß — ein 
Fehler, der auch beim Chorhaupt und Oktogon wiederkehrt. 
Sechs untereinander durch Fensterbrüstungen verbundene 
Pfeiler bilden die Dmfassungswand der Kapelle. In ihrem 
Inneren ist der Altar mit zwei Stufen angedeutet; er steht 
so dicht an der Ostwand, daß für den übrigens nicht dar 
gestellten Marienschrein kein Platz mehr verbleibt. Die Ver 
bindung der beiden westlichen Pfeiler mit den karolingischen 
Anschlußpfeilern fehlt. Dem entspricht der Aufriß, von dem 
die nördliche Seitenansicht dargestellt ist. Daß hier zweifel 
los ein Irrtum Simars vorliegt, beweisen die Protokolle 47 ): 
die Kapelle hat nie frei im Chor gestanden! — Über die 
Gewölbeform gibt der Grundriß keinen Aufschluß. Die Glie 
derung des Aufrisses ist flüchtig wiedergegeben; die Fenster 
öffnungen zeigen Maßwerk, das auch im Grundriß angedeutet 
wird. Fraglich ist die Bedeutung des auf der Decke der 
Kapelle dargestellten Gegenstandes 48 ); am ehesten kann noch 
an das Abschlußgitter des dort stehenden Simeonis-Justi- 
Altars gedacht werden. 
Sehr viel wertvoller als Simars Skizze sind die Pläne 
des dänischen Architekten Zuber vom Jahre 1776 (Toxt- 
Abb. 8 und 9), von denen schon auf S. 202 die Rede war. 
Sie zeichnen sich durch eine unbedingte Zuverlässigkeit iu 
den heute noch kontrollierbaren Abmessungen des Oktogons 
und Chors aus und verdienen daher auch für die nicht mehr 
vorhandenen Teile vollstes Vertrauen. Bei der Aufnahme der 
Kapelle, die hier als Ausschnitt aus den entsprechenden 
Zuberschen Blättern wiedergegeben wird, verzichtet der mit 
gotischen Formen offenbar wenig vertraute Verfasser aller 
dings darauf, Einzelheiten darzustellen. Der Grundriß zeigt 
polygonalen Abschluß; außer den drei Pfeilerpaaren der 
Simarschen Skizze sind auch die beiden westlichen Pfeiler 
eingetragen, die sich in eigenartiger Weise an die recht 
eckigen Oktogonpfeiler anlegen. Von den beiden Abschluß 
wänden des Westjoches wird die der Südseite von einer 
Türöffnung durchbrochen. Merkwürdigerweise fehlt die ent 
sprechende Türöffnung in der gegenüberliegenden Nordwand, 
obgleich sie tatsächlich 49 ) vorhanden war; ebenso sind die 
46) Auf der Skizze mit n B) Mudergodeskabel“ bezeichnet. 
47) Vgl. besonders das S. 203, Fußnote 31 angeführte Protokoll. 
48) Nolten a. a. O. S. 10, Fußnote, wo es von der Altarkapelle 
des Simeonis-Justi-Altars heißt: Diese Kapelle.soll .... eine bloße 
Estrade gewesen seyn, die mit einem Gitter umgeben war. — Vgl. 
auch die irrtümliche Ansicht Buchkremers im 22. Bd. der Zeitschr. 
des Aachener Geschichtsvereins 8. 226. 
49) Vgl. die Beschreibung Meyers auf S. 207. — Eine Türöff 
nung war an dieser Seite notwendig schon wegen des daselbst an 
Abb. 8. Ostansicht. 
Abb. 9. Grundriß, 
Abb. 8 u. 9. Marienkapelle. 
(Nach Aufnahme des Architekten 
Zuber vom Jahre 1776.) 
0 S m 
ZOFuQ
	        

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