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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1976, 7. Wahlperiode, Band II, 20.-45. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Metadaten: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1976, 7. Wahlperiode, Band II, 20.-45. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Monografie

Verfasser:
Pietsch, Ludwig
Titel:
Verein Berliner Künstler gegr. 19. Mai 1841 : Festschrift zur Feier seines fünfzigjährigen Bestehens 19. Mai 1891 / Ludwig Pietsch ; Verein Berliner Künstler [Gefeierte/r]
Sonstige Beteiligte:
Verein Berliner Künstler
Erschienen:
Berlin: Verlag von Amsler & Ruthardt (Gebr. Meder), 1891
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Umfang:
105 Seiten
Schlagworte:
Geschichte 1841-1891 ; Berlin
Berlin:
B 402 Bildende Kunst: Vereine. Gesellschaften. Institutionen
Dewey-Dezimalklassifikation:
700 Künste, Bildende Kunst allgemein
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15414975
Sammlung:
Bühne, Film, Musik, Bildende Kunst
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 402 VBK 1 a
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
II. Werden, Wirken und Feste des Vereins im zweiten Vierteljahrhundert

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1976, 7. Wahlperiode, Band II, 20.-45. Sitzung (Public Domain)
  • Plenarprotokolle
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 20, 15.01.76
  • Nr. 21, 20.01.76
  • Nr. 22, 12.02.76
  • Nr. 23, 26.02.76
  • Nr. 24, 11.03.76
  • Nr. 25, 25.03.76
  • Nr. 26, 22.04.76
  • Nr. 27, 13.05.76
  • Nr. 28, 20.05.76
  • Nr. 29, 09.06.76
  • Nr. 30, 10.06.76
  • Nr. 31, 24.06.76
  • Nr. 32, 21.07.76
  • Nr. 33, 23.07.76
  • Nr. 34, 09.09.76
  • Nr. 35, 23.09.76
  • Nr. 36, 03.10.76
  • Nr. 37, 14.10.76
  • Nr. 38, 21.10.76
  • Nr. 39, 28.10.76
  • Nr. 40, 11.11.76
  • Nr. 41, 25.11.76
  • Nr. 42, 26.11.76
  • Nr. 43, 08.12.76
  • Nr. 44, 09.12.76
  • Nr. 45, 10.12.76

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 7. Wahlperiode 
23. Sitzung vom 26. Februar 1976 
881 
Die Dringlichkeit und die gemeinsame Behandlung haben 
Sie bereits vorhin anerkannt. Von der Fraktion der CDU 
ist beantragt worden, die Redezeitbeschränkung aufzu 
heben. Ich höre keinen Widerspruch. Es ist so beschlossen. 
— Das Wort zur Begründung für die Große Anfrage und 
die beiden Anträge hat der Abgeordnete Lummer. 
Lummer (CDU): Herr Präsident! Meine Damen und 
Herren! Es ist sicherlich nicht ganz gewöhnlich, daß man 
nach den Gründen und Hintergründen eines Rücktritts 
fragt; denn normalerweise vermag das jeder Bürger zu 
erkennen, weshalb ein Politiker in bestimmten Situationen 
zurücktritt, weil die politischen Vorläufe so eindeutig ge 
wesen sind, daß er sich einen Vers darauf zu machen ver 
steht. In diesem Fall sind nicht nur wir es, nicht nur die 
Opposition, die die Frage erhoben hat, wo denn die eigent 
lichen und entscheidenden, tragenden Gründe und vielleicht 
unerkannten Hintergründe für diesen Rücktritt eines Se 
nators liegen. Es scheint aber auf der anderen Seite sehr 
aufklärungsbedürftig, was diese Gründe sind. Denn letzt 
endlich geht es darum, daß man in einer bestimmten kon 
kreten Situation, wo die Frage nach schuldhaftem Versa 
gen oder Fehlverhalten gestellt wird, nicht das falsche 
Schaf schlachtet und möglicherweise nicht alle schlachtet, 
die es vielleicht verdient hätten. Es geht darum, daß Licht 
in das Dunkel hineingebracht wird, das hier zu erheblichen 
Teilen noch vorhanden ist. 
Die Situation um den Rücktritt ist nach wie vor ein 
wenig verworren und wohl auch ein wenig verwirrend 
für den Außenstehenden. Ich darf vielleicht — um dies 
deutlich zu machen — nur einen Blick werfen auf die 
letzten Schritte in diesem Zusammenhang, einem Zu 
sammenhang, in dem häufig solche Vokabeln wie „Ver 
filzung“ und „Filzokratie“ und „Dunkelheit“ eine Rolle 
gespielt haben. Es sollte — wie mir schien — eine Aktion 
werden, vielleicht gedämpft durch das Verfahren, durch 
die Art und Weise, möglichst lautlos, möglichst stinknor 
mal etwas über die Bühne gehen, was man vielleicht einen 
„Personenschub“ nennen kann. Ein verdienter Gewerk 
schaftsfunktionär, so hat er sich selber bezeichnet, und 
Senatsdirektor erhält eine sichere Lebensstellung an an 
derer Stelle. Nach Auffassung des Regierenden Bürger 
meisters — er wurde danach gefragt — hatte dieser Vor 
gang überhaupt nichts zu tun mit Filz oder mit zerstörtem 
Porzellan, sondern hier ging es seiner Auffassung nach um 
Einsparungen, um das Gegenteil von kaputtem Porzellan 
und Filz. 
(Abg. Hackel: Ob er das geglaubt hat?) 
Aber all das war nicht so wahnsinnig glaubwürdig in der 
Öffentlichkeit, und der Hinweis auf die Einsparung schien 
zunächst eine Erklärung, aber sie blieb doch klärungsbe 
dürftig, und wir meinen, daß heute der Regierende Bürger 
meister eine Chance hat, auch diese Frage deutlich zu be 
antworten. 
Jedenfalls ging diese Rechnung nicht auf. Und wie mir 
scheint, ging sie deshalb nicht auf und konnte nicht auf 
gehen, weil hier eine Fehleinschätzung im Spiel war, wenn 
man es zurückhaltend ausdrückt; denn es pfiffen ja nicht 
nur die Spatzen von den Dächern dieses Hauses, daß unter 
anderem dieser betreffende Senatsdirektor in arge Be 
drängnis werde kommen können, weil da der Weg von 
allzuviel zerschlagenem Porzellan gesäumt war. Der Re 
gierende Bürgermeister hat das — so wurde wiederholt 
gesagt — nicht recht gesehen und konnte es angeblich gar 
nicht sehen. Aber wir fragen gleichwohl: Mußte er nicht 
eigentlich mehr wissen? Wußte er nicht eigentlich mehr? 
Wie ist das denn eigentlich, wenn ein Chef der Senats 
kanzlei — sein Vertrauter und Zuarbeiter sollte es sein — 
im Verwaltungsrat der Porzellanmanufaktur mit tätig ist ? 
— Heute hören wir, er war auch in der „Findungskommis 
sion“ 
(Heiterkeit bei der CDU) 
tätig. Was haben die denn eigentlich herausgefunden ? Und 
was haben die dem Regierenden Bürgermeister davon ge 
sagt ? Gibt es da schalldichte Wände, mit Filz ausge 
schlagen, 
(Heiterkeit bei der CDU) 
durch die kein Licht und kein Laut dringt ? Irgendwo 
scheint der Regierende Bürgermeister abgeschlossen ge 
wesen zu sein von solchen Informationen, wenn diese 
Behauptung auf Wahrheit beruht, daß er dieses alles nicht 
habe wissen können. Aber wenn das Zimmer des Regieren 
den Bürgermeisters so mit Filz ausgeschlagen ist, 
(Abg. Prozell; Sie müssen mal hingehen!) 
daß bestimmte Vorgänge an ihm Vorbeigehen, dann muß 
man doch fragen: Mit welcher Berechtigung kann er 
eigentlich alle 14 Tage im Fernsehen verkünden, wo den 
Berlinern der Schuh drückt ? 
(Beifall bei der CDU und Zuruf: Sehr richtig!) 
Das ist doch unmöglich, meine Damen und Herren, dieses 
zu erfahren. 
(Beifall bei der CDU - Abg. Beitz: Es gibt doch 
Filzlatschen!) 
Ich vermag hier nur eine Alternative zu sehen: Entweder 
hat die Senatskanzlei ihre Verpflichtungen gegenüber dem 
Regierenden Bürgermeister nicht erfüllt, oder aber der 
Regierende Bürgermeister weiß mehr. Und irgendwo stellt 
sich auch hier die Frage nach der Wahrheitsfindung, und 
die möchten wir hier allen Ernstes eingebracht sehen. 
Nun, meine Damen und Herren, dabei blieb es nun nicht; 
denn so harmlos nahm die Öffentlichkeit diesen Vorgang 
nicht auf. Sie war nicht damit zufrieden, Erklärungen zu 
hören, die keine waren. Es gab ein großes Fragen in der 
Öffentlichkeit, nicht nur von der Opposition, in allen 
Massenmedien wurde so gefragt, und es gab ausreichende 
Hinweise dafür, daß sehr wohl Zusammenhänge bestehen 
müssen zwischen dem vorgesehenen Personalschub und 
dem zerschlagenen Porzellan. Nun aber war doch die Si 
tuation für den Senat die, er konnte bei seiner Auffassung 
bleiben und vielleicht durch diese bittere Situation hin 
durchgehen, oder er mußte sich diesen Argumenten öffnen. 
Sie schienen stark genug zu sein. Denn nun gab es Rück 
zieher. Man revidierte die Entscheidung zumindest teil 
weise, die auch keinen hohen Grad von Glaubwürdigkeit 
beanspruchen konnte. Dies wird schon deutlich, wenn man 
nur an den konkreten Ablauf denkt, der sich an jenem Tage 
vollzog. An einem Vormittag entschied ein Personalrat, 
daß an Herrn Schwäbl der Wunsch, die Bitte herangetra 
gen werden soll, er möchte Direktor werden bei der Stadt 
reinigung. Am Nachmittag gab es bereits Erklärungen von 
dem betroffenen Senatsdirektor, vom zuständigen Senator 
und vom Regierenden Bürgermeister. Das war ein wahn 
sinnig schneller Entscheidungsprozeß, wenn er sich so 
schnell vollzogen hätte. Aber nach Lage der Dinge kann 
er sich so nicht vollzogen haben, sondern er war vor 
bereitet. Und die Frage ist hier wohl berechtigt; War denn 
die Entscheidung des Personalrats so ganz plötzlich und 
frei? Oder haben da nicht vorher schon vielerlei Ge 
spräche stattgefunden, an denen auch der zuständige Se 
nator etwa, der Regierende Bürgermeister vielleicht oder 
der Chef der Senatskanzlei beteiligt waren, um einen be 
stimmten Herrn an eine andere Stelle zu bringen? Das 
wäre ja doch wohl interessant, dies zu erfahren. Denn 
wenn man hier keine saubere Erklärung bekommt, dann 
bleibt einfach hängen, daß hier ein Stück personalpoliti 
scher Manipulation im Spiele war, die entstehen konnte, 
wohl auch entstehen mußte, weil der Grad der Beziehungen 
— man kann auch sagen; der Grad der Verfilzungen — 
zwischen bestimmten Senatsstellen und Personalräten re 
lativ hoch ist. Wenn man das entkräften will — bitte, auch 
hier bietet sich heute eine bemerkenswerte Chance. 
Man muß wohl fragen, wenn der Personalrat ausgerech 
net jetzt so entscheidet, nachdem Jahre vergangen waren 
und diese Stelle offengeblieben war, warum eigentlich 
gerade jetzt und nicht längst früher, etwa unmittelbar 
nach den Wahlen? Da gibt es ja ein Revirement, da müs 
sen Positionen neu besetzt werden. Nein, jetzt mußte es 
passieren, nachdem sich gewisse Vorwürfe in einem Unter 
ausschuß verdichteten und sich Konkretisierungen erga 
ben. Da kam diese Entscheidung. Und den Verdacht kann 
doch niemand vom Tisch fegen, daß hier ein wenig nach
	        

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