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Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1965, IV. Wahlperiode, Band III, 45.-65. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1965, IV. Wahlperiode, Band III, 45.-65. Sitzung (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Brunn, Friedrich Leopold
Titel:
Einige nähere Nachrichten von der Gründung, frühern Einrichtung und den Schicksalen des jetzigen königl. joachimsthalischen Gymnasiums bis zu seiner Vernichtung und Wiederherstellung : womit zu der auf den 30sten März 1825 Vormittag um 9 und Nachmittag um 2 1/2 Uhr veranstalteten öffentlichen Prüfung der Zöglinge dieser Lehranstalt die höchste und hohe Behörde so wie alle Gönner und Freunde des Schulwesens ehrerbietig einladen der Rector und die Professoren des Gymnasiums / [F. L. Brunn]
Erschienen:
Berlin: J. C. P. Spener, 1825
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Umfang:
78 Seiten
Schlagworte:
Berlin
Berlin:
B 607 Schulwesen: Einzelne Schulen
Dewey-Dezimalklassifikation:
370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15384544
Sammlung:
Bildung, Schule, Wissenschaft, Forschung
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 607 Jo 18
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Chronik

Abschnitt

Titel:
Marginalie

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  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1965, IV. Wahlperiode, Band III, 45.-65. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1 (45), 14. Januar 1965
  • Nr. 2 (46), 4. Februar 1965
  • Nr. 3 (47), 18. Februar 1965
  • Nr. 4 (48), 4. März 1965
  • Nr. 5 (49), 11. März 1965
  • Nr. 6 (50), 18. März 1965
  • Nr. 7 (51), 1. April 1965
  • Nr. 8 (52), 6. Mai 1965
  • Nr. 9 (53), 20. Mai 1965
  • Nr. 10 (54), 3. Juni 1965
  • Nr. 11 (55), 1. Juli 1965
  • Nr. 12 (56), 19. September 1965
  • Nr. 13 (57), 23. September 1965
  • Nr. 14 (58), 7. Oktober 1965
  • Nr. 15 (59), 21. Oktober 1965
  • Nr. 16 (60), 4. November 1965
  • Nr. 17 (61), 18. November 1965
  • Nr. 18 (62), 2. Dezember 1965
  • Nr. 19 (63), 15. Dezember 1965
  • Nr. 20 (64), 16. Dezember 1965
  • Nr. 21 (65), 17. Dezember 1965

Volltext

8 
45. Sitzung vom 14. Januar 1965 
Schulz 
vermeiden, weil wir ja mit dieser Enthaltsamkeit nicht 
zuletzt demonstrieren wollen, daß wir die Spaltung, die 
widernatürliche und willkürliche Spaltung der mora 
lischen Einheit und Unteilbarkeit unserer Stadt nicht 
anerkennen. Aiber es würden sich Schulen, es würden 
sich Bibliotheken, es würde sich eine Vielzahl anderer 
öffentlicher Einrichtungen geradezu anbieten für den 
Zweck unserer Großen Anfrage. Ja, solche Schulen und 
Bibliotheken könnten und müßten es als Auszeichnung 
empfinden, unter Umständen Namen zu tragen, aus 
denen auch ein geistiges Programm, ein Anspruch für 
unsere Gegenwart und Zukunft ersichtlich wird. 
Damit, meine sehr verehrten Damen und Herren, 
wäre an sich die Große Anfrage meiner Fraktion wohl 
genügend begründet. Aber die Tatsache, daß wir heute 
vermutlich eine sehr kurze Sitzung vor uns haben, 
gibt mir den Mut, Sie noch um etwas Geduld für eine 
prinzipielle Bemerkung zu bitten, die ich hier anschließen 
möchte. 
(Abg. Dr. Riesebrodt: Verstoßen Sie nicht 
gegen die Ratschläge von Tucholsky!) 
- Vielen Dank, Herr Kollege Riesebrodt. Ich hoffe, sie 
bisher praktiziert zu haben und sie auch heute zu 
praktizieren. 
(Erneuter Zuruf des Abg. Dr. Riesebrodt.) 
Es sind besonders in den letzten Monaten, als man das 
Andenken Carl von Ossietzkys ehrte, auch einige Ein 
wände und Bedenken laut geworden, etwa in dem Sinne: 
Ist das so stark polemisch und, nehmt alles nur in allem, 
auch vielfach negatlvistisch inspirierte Werk der Publi 
zistik der Weimarer Zeit nicht ein Danaergeschenk 
für die unsere? Hat beispielsweise der bedingungslose 
Pazifismus Carl von Ossietzkys einer Generation noch 
etwas zu sagen, die bei aller Friedensliebe doch darin 
einig ist, daß die bedrohte Freiheit auf allen Ebenen 
gesichert und notfalls auch auf allen diesen Ebenen 
verteidigt werden muß? Sind die Autoren von damals 
heute noch erwünscht, sind sie noch aktuell? 
Nun, es ist kein Zweifel, daß Tucholsky, Ossietzky und 
geistesverwandte Zeitgenossen unbequeme Gesellen 
waren, und die Unbequemen sind zu keiner Zeit und in 
keiner Epoche erwünscht, am wenigsten dort, wo sich 
Macht, Organisation und Apparate konzentrieren. Die 
Aktualität eines Schriftstellers ist immer ein unbe 
rechenbares Moment. Aber hier gibt es einige Reali 
täten, einige konkrete Erfahrungen, die wir beachten 
müssen. Seit anderthalb Jahrzehnten hat Kurt Tucholsky 
eine Renaissance zu verzeichnen, die ihn fast schon zum 
Klassiker stempelt. Ossietzky, bisher etwas im Schatten, 
ist in seinem Gedenkjahr ein bemerkenswerter Durch 
bruch zu neuer Popularität, zu neuem Ansehen geglückt. 
Vor einiger Zeit erschien eine Gesamtausgabe Tu 
cholskys, die, obwohl sie teuer ist, sich gut verkaufen 
soll. Ein anderer deutscher Verlag bereitet eine Gesamt 
ausgabe der Schriften des großen Wiener Publizisten 
Karl Kraus vor. Das alles wäre ganz undenkbar, wenn 
nicht ein objektives Bedürfnis nach dieser Aussage, 
nach diesem Werk in seiner Eigenart bestünde. Und es 
ist vor allem die junge Generation, die nach den Aus 
sagen der Fachleute nach den Schriften dieser Autoren 
greift. Es ist ja kein Zweifel, daß die Thematik, die 
sie behandelten, die tagesbedingte Herausforderung und 
ihre meist scharfe Polemik gegenüber diesen Heraus 
forderungen, von der konkreten Substanz her gesehen, 
gar nicht mehr viel Aktualität hat. Es ist wohl vielmehr 
die Gesinnung, die Radikalität der Überzeugung und 
die damit zusammenhängende Wirksamkeit und Glaub 
würdigkeit des Wortes, das unserer Jugend imponiert. 
Und darin sehe ich eine gute, darin sehe ich eine tröst 
liche Sache. Wie dankbar müssen wir sein, daß unsere 
Jugend sich Tucholsky, Ossietzky und andere ähnliche 
Autoren zum Vorbild wählt, statt Dwinger, Zöberlein 
und andere entweder willentliche oder unwillentliche 
Wegbereiter des Dritten Reiches! Auch uns, meine 
sehr verehrten Damen und Herren, würde es nichts 
schaden, wenn wir unser Tun und Lassen im politischen 
Alltag gelegentlich an den geistigen und moralischen 
Maßstäben jener Radikalität messen würden, die vor 
40 und mehr Jahren gesetzt wurden, die aber ihre sitt 
liche Durchschlags- und Beweiskraft bis heute bewahrt 
haben und wenn wir auch im Sinne unserer Großen 
Anfrage daraus die entsprechenden sichtbaren Konse 
quenzen zögen. 
(Beifall.) 
Stellv. Präsident Müllerburg: Das Wort zur Beantwor 
tung hat der Senator für Wissenschaft und Kunst, 
Herr Professor Stein. 
Dr. Stein, Senator für Wissenschaft und Kunst: Herr 
Präsident! Meine Damen und Herren! Die Große An 
frage der Sozialdemokratischen Partei betrifft mehrere 
Ressorts des Senats. Der Senat ist übereingekommen, 
daß der Senator für Wissenschaft und Kunst die Ant 
wort auch für die übrigen Ressorts geben soll, die durch 
diese Große Anfrage angesprochen werden. 
Man könnte die Große Anfrage der sozialdemokra 
tischen Fraktion schlicht mit einem Ja beantworten, 
aber ioh möchte noch einiges zur Begründung dieses 
„Ja“ hinzufügen. Ich darf darauf aufmerksam machen, 
daß Herr Dr. Schulz in der Begründung der Großen 
Anfrage bereits einige Elemente ihrer Beantwortung 
selbst mit geliefert hat, und es ist sicherlich kein Zu 
fall, sondern geistige Verwandtschaft, daß in meiner 
Beantwortung manches sich auf die Begründung sehr 
gut reimen wird. 
Insbesondere, Herr Dr. Schulz und meine Damen und 
Herren, hat auch der Senat diese beiden Namen als bei 
spielhaft empfunden, die hier genannt worden sind, und 
nicht als eine erschöpfende Liste. Was ich hier zu 
sagen habe, bezieht sich natürlich nicht allein auf diese 
Namen, obwohl zwei solche hervorgehobenen Beispiele 
nützlich sein können, sich den Wert, aber auch die 
Problematik, die in dieser Großen Anfrage steckt, deut 
lich zu machen. Wie gesagt, wie schon bisher sieht es 
der Senat auch in Zukunft als seine Verpflichtung an, 
die Erinnerung an die großen Publizisten der Weimarer 
Zeit, die mit Berlin besonders verbunden waren, leben 
dig zu erhalten und sie in der Weise zu ehren, die ihrer 
Bedeutung für die Entwicklung der Weimarer Republik 
und für die Ausstrahlung Berlins in den zwanziger Jah 
ren entspricht. Es ist selbstverständlich, daß ich auch 
darin mit der Begründung übereinstimme, daß es nicht 
darauf ankommt, was der einzelne zu einem bestimmten 
Zeitpunkt gesagt hat, sondern daß es damals Männer 
gegeben hat, die Mut hatten, von der Freiheit des 
Geistes Gebrauch zu machen, auch dann, wenn es ge 
fährlich war, und darin liegt das Beispielhafte dieser 
und anderer Namen. 
Bei der Ehrung dieser Publizisten und anderer bedeu 
tender Berliner geht der Senat allerdings von einigen 
Grundsätzen aus, die zum Teil auch schon in der Be 
gründung angeklungen sind. Der Senat ist der Auf 
fassung, daß sich Straßenbenennungen in Berlin nicht 
wiederholen sollten. Hierbei ist Berlin als Einheit an 
zusehen. Soweit im heutigen Ostsektor bereits Straßen 
nach großen Publizisten der zwanziger Jahre benannt 
worden sind, sollte daher auf eine entsprechende Be 
nennung in West-Berlin verzichtet werden. Der Senat 
ist sich dabei allerdings der Gefahr bewußt, daß die 
Publizisten auch von der anderen Seite - wie es 
Dr. Schulz ja schon geschildert hat - beansprucht wer 
den, Persönlichkeiten, deren Namen sich auf Grund 
ihres kompromißlosen Kampfes gegen jede Diktatur und 
gegen jede Einengung der geistigen Freiheit durchaus 
nicht als Aushängeschild des SED-Regimes und der kom 
munistischen Machthaber eignen. Dies gilt gerade in be 
sonderer Weise für die beiden hier genannten Namen Carl 
von Ossietzky und Kurt Tuchholsky, nach denen Straßen 
im Bezirk Mitte, nämlich die frühere Artilleriestraße bzw. 
die frühere Schloßstraße in Pankow, benannt worden 
sind. Es liegt sicherlich im Sinne von Kurt Tucholsky, 
wenn man diese gewiß ernste Frage vielleicht durch die
	        

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