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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1987, 10. Wahlperiode, Band IV, 50.-67. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1987, 10. Wahlperiode, Band IV, 50.-67. Sitzung (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Titel:
Plenarprotokoll / Abgeordnetenhaus von Berlin
Weitere Titel:
Plenarprotokolle des Abgeordnetenhauses von Berlin
Erschienen:
Berlin: Abgeordnetenhaus 1990
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Erscheinungsverlauf:
6. Wahlperiode, 1 (19. April 1971)-11. Wahlperiode, 42 (27. September 1990)
ZDB-ID:
2848210-4 ZDB
Frühere Titel:
Stenographischer Bericht
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
320 Politik
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1987
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
320 Politik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9559522
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Nr. 56, 2. Juli 1987

Schnellzugriff

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1987, 10. Wahlperiode, Band IV, 50.-67. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 50, 29. April 1987
  • Nr. 51, 7. Mai 1987
  • Nr. 52, 14. Mai 1987
  • Nr. 53, 21. Mai 1987
  • Nr. 54, 18. Juni 1987
  • Nr. 55, 22. Juni 1987
  • Nr. 56, 2. Juli 1987
  • Nr. 57, 11. Juli 1987
  • Nr. 58, 10. September 1987
  • Nr. 59, 24. September 1987
  • Nr. 60, 22. Oktober 1987
  • Nr. 61, 29. Oktober 1987
  • Nr. 62, 12. November 1987
  • Nr. 63, 26. November 1987
  • Nr. 64, 3. Dezember 1987
  • Nr. 65, 10. Dezember 1987
  • Nr. 66, 11. Dezember 1987
  • Nr. 67, 19. Dezember 1987

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
56. Sitzung vom 2. Juli 1987 
Nagel 
(A) ten Wohnungsbau von September 1986 an insgesamt auf 
eine Million DM jährlich erhöhen. 
[Starke Unruhe bei der CDU] 
[Zurufe von der CDU - Anhaltende Unruhe bei der CDU] 
- Und Sie beweisen heute nur noch permanente Unfähigkeit bei 
Ihren Zwischenrufen. - Ich will dieses Urteil nicht weiter bewer 
ten, ich lasse es im Raum stehen. Vor dem Hintergrund der vom 
Rechnungshof jedenfalls bekräftigten Kritik ist es schlichtweg 
eine Schande, zumindest ein leichtfertiger Umgang mit öffent 
lichen Interessen, daß der Regierende Bürgermeister oder 
zumindest der Finanzsenator nicht schon längst die Frage von 
(B) Regreßforderungen geprüft hat. Nein, das ist Ihre Situation: Herr 
Franke konnte sogar noch in der CDU-Fraktion Karriere machen, 
indem Sie ihn zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden ge 
wählt haben. 
[Vereinzelter Beifall bei der CDU - 
Zurufe von der CDU] 
Wenn es in Ihren Reihen nicht den Kollegen Wruck gäbe, 
dann könnte man meinen, die ganze CDU würde diese Verhält 
nisse billigen. Ich jedenfalls und die SPD-Fraktion danken Herrn 
Wruck ganz ausdrücklich für seinen Beitrag heute im „Volks 
blatt“, weil er damit nämlich nicht nur der CDU genützt hat - das 
könnte uns noch gleichgültig sein -, sondern auch einen Beitrag 
für den Parlamentarismus, für die Parlamentarier insgesamt und 
für die Politik geleistet hat. 
[Beifall bei der SPD und der AL - 
Zurufe von der CDU] 
- Herr Buwitt, kümmern Sie doch mal um Ihre Kohlen, dann 
haben Sie genug zu tun. 
Es scheint erneut an der Zeit, die CDU daran zu erinnern - und 
dazu ist die Schlangenbader Straße genau der richtige Anlaß, 
endlich aus dem Bau- und Korruptionsskandal Konsequenzen zu 
ziehen. Strafen Sie doch den Regierenden Bürgermeister nicht 
ständig Lügen, der gesagt hat: Wer sich bedient, fliegt raus! - 
Wo sind denn Ihre Konsequenzen? Beweisen Sie, daß der 
Regierende Bürgermeister das ernst gemeint hat. - Genau Sie 
sind gemeint. 
[Franke (CDU): Ich hätte mich bedient, haben Sie 
gesagt? Dann sind Sie ein Lümmel!] 
Ziehen Sie Herrn Franke zur Rechenschaft, ziehen Sie Herrn 
Quell aus dem Verkehr, beweisen Sie — 
[Tumultartige Unruhe bei der CDU - 
Glocke des Präsidenten] 
- Ich finde das großartig - getretener Hund beißt, - zumindest 
bellt er. - Es liegt an Ihnen, unter Beweis zu stellen, daß Sie aus 
den Bau- und Korruptionsskandalen mehr als die Erkenntnis 
gezogen haben, daß man die Machenschaften nur geschickter 
verbergen muß. - Ich danke! 
[Starker Beifall bei der SPD und der AL] 
Stellv. Präsidentin Wiechatzek: Das Wort hat jetzt der 
Abgeordnete Simon. - Meine Damen und Herren, es ist vielleicht 
besser, wenn wir bei der weiteren Debatte uns wieder mehr der 
Ruhe bedienen. Das gilt für den, der redet, und für die Zwischen 
rufen Es liegt an beiden Seiten, das sollten wir alle etwas beher 
zigen. - Das Wort hat jetzt der Kollege Simon. 
[Zurufe] 
Simon (CDU): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! 
Ich beabsichtige, um das hier klarzustellen, das Parlament und 
mich selbst nicht auf das Niveau von Herrn Nagel zu begeben. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P. - Zurufe 
von der SPD und der AL] 
Ich werde deshalb Ihnen, Herr Nagel, nicht den Gefallen tun, hier 
in diese Stilart - um das Wort wegzulassen, was dann mög 
licherweise bei Ihnen nicht, aber bei anderen gerügt werden 
würde, zu benutzen -, zu verfallen. Ich glaube, das ist dieses Par 
lamentes unwürdig. Ob es mittlerweile Ihren Reden unwürdig ist, 
daran habe ich einige Zweifel. 
[Beifall bei der CDU - Zurufe von der SPD 
und der AL] 
Kommen wir doch zur Sache. Wie war denn der Sachverhalt 
beim Projekt Schlangenbader Straße? Das wollen wir mal ganz 
ruhig und kühl und ohne die Schimpfworte des Herrn Nagel 
behandeln. Da gab es eine grundsätzliche Idee, zu der wir uns in 
dieser Stadt im übrigen einmal übereinstimmend, wenn ich mich 
an diese Zeiten im Parlament erinnere, bekannt haben, nämlich 
die Mehrfachüberbauung von Flächen. Das ist etwas, was mit 
der Durchführung dieses Projekts, das zu Unrecht in Mißkredit 
gekommen ist, zu tun hat, und ich glaube schon, daß wir diese 
Idee auch in Zukunft weiter verfolgen müssen. Diese Idee ist vom 
Senat gekommen, den Sie gestellt haben. 
[Zuruf von der SPD] 
Aber, meine Damen und Herren, ich halte dies für keinen Zufall. 
Damit komme ich zu einem zweiten grundsätzlichen Punkt. 
Daß hier nicht gehandelt wird, zeigt den Geist, aus dem diese 
Vorgänge von diesem Senat, von dieser CDU-Fraktion, von 
diesem Regierenden Bürgermeister, nicht zuletzt als CDU- 
Landesvorsitzenden, behandelt werden. Denn von dem Skandal 
um den Ankauf der Schlangenbader Straße durch Herrn Franke 
reicht der rote Faden über Herrn Antes, Herrn Herrmann, Herrn 
Quell, Herrn Lindemann, Herrn Lummer bis hin zu Herrn Buwitt 
und anderen. 
[Beifall bei der SPD und der AL] 
Es ist eben immer dieselbe Verwicklung, und es ist, Herr Buwitt, 
immer dieselbe Verstrickung in dubiose Machenschaften beim 
Bau. Wie aktuell dieses Thema ist - das beweist hier Ihre Pöbe 
lei -, 
[Zurufe von der CDU] 
das sieht man doch daran, wie Sie gegenwärtig mit Herrn Quell 
umgehen. Korruption als Kavaliersdelikt! Das ist Ihre Devise! 
[Starker Beifall bei der SPD] 
Da gibt es jemand, der ist rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe, 
wenn auch auf Bewährung, verurteilt, aber die CDU findet das 
nicht einmal ehrenrührig. Da hat sich jemand schmieren lassen, 
und zwar eine Amtsperson. Das ist für die CDU kein Grund, sich 
von diesem Herrn zu trennen. Korruption als Kavaliersdelikt! Das 
ist die Konsequenz, die Sie aus dem Bau- und Korruptionsskan 
dal gezogen haben. 
[Beifall bei der SPD und der AL] 
Im Ergebnis wird die DeGeWo von 1987 an jährlich fortlau 
fend rund 5 bis 6 % des bei der Randbebauung eingesetz 
ten Kapitals verlieren. 
Der Bericht des Rechnungshofs macht also deutlich, daß der 
Ankauf der Randbebauung Schlangenbader Straße auch aus 
heutiger Sicht wenigstens in wirtschaftlicher Hinsicht als eine 
Fehlentscheidung bezeichnet werden muß, die dem Land Berlin 
und der DeGeWo schweren Schaden zugefügt hat. Jährliche 
Verluste in Höhe von über einer Million DM für die kommenden 
Jahre zeigen nämlich, daß hier einer privaten Abschreibungs 
gesellschaft ein Verlustobjekt abgenommen wurde und die ent 
stehenden Defizite nun durch die Gemeinschaft der DeGeWo- 
Mieter und der Steuerzahler aufgebracht werden müssen. Die 
SPD-Fraktion sieht sich jedenfalls in ihrer damaligen Kritik an 
Exsenator Franke bestätigt, und es ist bedauerlich, daß der 
Regierende Bürgermeister Herrn Franke nicht schon bereits 
dem Vorliegen des Ergebnisses des damaligen Untersuchungs 
ausschusses zum Rücktritt aufgefordert hat. 
Der damalige Assistent der F.D.P.-Fraktion im Untersuchungs 
ausschuß, der bis dahin als Immobilienmakler tätige Herr Freye, 
hat seinerzeit Herrn Franke absolute Unfähigkeit im Amte 
bescheinigt. 
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