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Bauen / Taut, Bruno (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Bauen / Taut, Bruno (Public Domain)

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Periodical

Title:
Nachweiser für Berlin und Umgebung : nach Gemeinde-, Gerichts- und Posteinteilung / bearb. im Bureau des Justizministeriums
Publisher:
Preußen. Justizministerium
Publication:
Berlin: R. v. Decker's Verlag 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Dates of Publication:
1905-1907; 1910; 1914 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2846394-8 ZDB
Succeeding Title:
Nachweiser für Berlin (Gross-Berlin)
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
Berlin Address Directories
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1906
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15380997
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 6/7:1906
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories

Chapter

Title:
Anhang

Contents

Table of contents

  • Bauen / Taut, Bruno (Public Domain)
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • I. Bilanz
  • II. Die Welle
  • III. Verunstaltung!
  • IV. Die Überlieferung
  • V. Die Wendung
  • Architekten
  • Advertising
  • ColorChart

Full text

Kr führte dies in folgendem weiter aus: 
„CDerall ist man nur da wahrhaft lebendig, 100 
an Neues schafft, — überall, wo man sich ganz 
sicher fühlt, hat der Zustand schon etwas Ver- 
düächtiges; denn da ‚weiß‘ man etwas gewiß. Also 
etwas, was schon da ist, wird nur gehandhabt, 
wird wiederholt angewendet. Dies ist schon eine 
halbtote Lebendigkeit. Überall da, wo man un- 
sewiß ist, aber den Drang fühlt und die Ahnung 
hat zu und von etwas Schönem, welche; dargestellt 
werden muß, da, wo man also sucht, da ist man 
wahrhaft lebendig. Aus diesen Reflexionen erklärt 
sich das oft furchtsame, ängstliche und demütige 
Naturell der größten Genies der Erde.“ 
Heute müssen diese Wahrheiten nicht oft 
genug in die Köpfe derer eingehämmert 
werden, die im Gegensatz zu diesen Worten 
Schinkels die Behutsamkeit des Suchenden 
als mangelndes „Selbstbewußtsein“ ablehnen 
und als Grundlage ihres Vertrauens vor allen 
Dingen die forsche Sicherheit und die groß- 
artige Geste verlangen. Daß mit der all- 
gemein fehlenden Einsicht auch das ent- 
sprechende Verhalten in der Praxis ver- 
bunden ist; braucht den einzelnen Künstler 
weniger zu beunruhigen; sein Lohn liegt 
ja in seiner Arbeit, die er auf alle Fälle 
leistet. Für das Gebahren der Allgemein- 
heit dagegen hat diese Sache schon ernstere 
Folgen. Die Kunst ist nicht etwas wie eine 
Zigarette oder ein Likör, sie ist als ein Teil 
der menschlichen Konstitution ebenso not- 
wendig wie alles andere, und wenn hier 
das Denken versagt, so muß dasselbe Ver: 
sagen entsprechend in allen Gebieten ein- 
treten, kurz eine allgemeine Verdummung. 
Mag der reine Verstandesmensch auch gar 
kein Verhältnis zur Kunst haben, so wird 
sein überlegener Verstand doch in ihr ein 
Mittel erkennen müssen, die rohen, nun ein- 
mal vorhandenen Triebe zu verfeinern oder 
sie von der Brutalität weg nach einer an- 
deren Richtung zu „verdrängen“. Diese 
Wirkung ist natürlich um so stärker, je 
mehr die Kunst die Menschen erregt, je 
weniger sie leichthin gefällig, d.h, gewöhn- 
lich und gewohnt ist. 
Bis za welchem Grade wir gesunken sind, 
zeigt das Schund- und Schmutzgesetz, zeigt 
die Tatsache, daß ein Buch wie der Pfaffen- 
spiegel nach 80jährigem Bestehen in unse- 
ren Tagen verboten wird, daß zur ultima 
ratio — das Verbot geworden ist. Ver- 
bieten ist schon von vornherein ein Kenn- 
zeichen der Schwäche. In der Pädagogik 
sind wir zu dieser Einsicht gekommen. 
In künstlerischen Dingen aber verfährt 
man darüber hinaus noch ähnlich wie in 
der Justiz; man will das Verbrechen aus 
der Welt schaffen, indem man den Ver- 
brechern die Köpfe abschlägt oder sie sonst 
vollends ruiniert, und benimmt sich wie ein 
Kind, das den Tisch schlägt, an dem es 
sich gestoßen hat (Lichtenberg). 
Ganz sicher ist auch dieser Zustand eines 
wohl noch nie dagewesenen Muckertums 
nur ein tiefes Tal in der Wellenbewegung. 
Je tiefer das Tal, um so höher vielleicht die 
nächste Welle, die Affekte folgender Art 
überfluten und hinwegspülen wird. Bodo 
Ebhardt in seinem Werke „Deutsche Burgen 
als Zeugen deutscher Geschichte“: 
„Sinn- und zwecklos wurde dem heute 
wieder so viel gepredigten Lockruf ge- 
folgt, der verlangt, daß erst einmal 
alle Ordnung auf den Kopf gestellt 
und die Herrscher und Führer des 
Volkes in Blut und Tränen ersäuft 
werden müßten, ehe das goldene Zeit- 
alter anbreche.‘“ — oder: „Das ist 
der starke Fels unseres unbeugsamen 
Willens, das Vaterland von allem un- 
deutschen Wesen und Gesindel zu rei- 
NILENE 
Öder ein anderer Kollege schreibt zur neuen 
Architektur: 
„Wie kommt denn eigentlich, bei Lichte 
besehen, eine sog, Neue Architektur zu- 
stande? Sehr einfach. Ein Architekt 
Stellt beispielsweise einen möglichst auf- 
fälligen Kasten in Würfelform mit irr- 
sinnig großen Fensterflächen, ohne sicht- 
bares Dach in die Gegend. Habeat 
$ibt, wenn er den dazu passenden Bau- 
herrn findet! Der unbefangene Be- 
schauer steht davor: Was ist denn das? 
Müächtige Fenster! Am Ende ein kleines 
Warenhaus. Aber im Freien??? — Der 
Zoologische Garten ist weit davon, sonst 
würde er auf einen Käfig raten, denn 
man setzt ja etwa wertvolle Affen, die 
unser Klima nicht vertragen, gern unter 
Glas, — Falsch geraten, belehrt. der 
Architekt, es ist ein Wohnhaus! Der 
Beschauer „staunt Bauklötzer“; ein 
Seitenblick und — natürlich in Ge- 
danken —: laß doch det Kind de 
DBulette!“
	        

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