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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1902, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1902, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Müller, Zeitschriften- und Zeitungs-Adreßbuch
Subseries:
Zeitschriften-Adreßbuch
Publication:
Leipzig: C. F. Müller Verlag 1926
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Dates of Publication:
15. Jahrgang (1925)-16. Jahrgang (1926) ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2982535-0 ZDB
Berlin:
B 515 Buch. Presse. Information: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
Collection:
Publishers,Press,Communication,Media
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1926
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Berlin:
B 515 Buch. Presse. Information: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15381110
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 515/30:1926
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Publishers,Press,Communication,Media

Chapter

Title:
IV. Abteilung. Zeitungs-Adreßbuch

Chapter

Title:
Bezeichnung der politischen Richtungen

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1902, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Landesarchiv Berlin
  • Nr. 1, 5. Januar 1902
  • Nr. 2, 12. Januar 1902
  • Nr. 3, 19. Januar 1902
  • Nr. 4, 26. Januar 1902
  • Nr. 5, 2. Februar 1902
  • Nr. 6, 9. Februar 1902
  • Nr. 7, 16. Februar 1902
  • Nr. 8, 25. Februar 1902
  • Nr. 9, 2. März 1902
  • Nr. 10, 9. März 1902
  • Nr. 11, 16. März 1902
  • Nr. 12, 28. März 1902
  • Nr. 13, 30. März 1902
  • Nr. 14, 6. April 1902
  • Nr. 15, 13. April 1902
  • Nr. 16, 20. April 1902
  • Nr. 17, 27. April 1902
  • Nr. 18, 4. Mai 1902
  • Nr. 19, 11. Mai 1902
  • Nr. 20, 18. Mai 1902
  • Nr. 21, 25. Mai 1902
  • Nr. 22, 1. Juni 1902
  • Nr. 23, 8. Juni 1902
  • Nr. 24, 15. Juni 1902
  • Nr. 25, 22. Juni 1902
  • Nr. 26, 29. Juni 1902
  • Nr. 27, 6. Juli 1902
  • Nr. 28, . Juli 1902
  • Nr. 29, 20. Juli 1902
  • Nr. 30, 27. Juli 1902
  • Nr. 31, 3. August 1902
  • Nr. 32, 10. August 1902
  • Nr. 33, 17. August 1902
  • Nr. 34, 24. August 1902
  • Nr. 35, 31. August 1902
  • Nr. 36, 7. September 1902
  • Nr. 37, 14. September 1902
  • Nr. 38, 21. September 1902
  • Nr. 39, 28. September 1902
  • Nr. 40, 5. Oktober 1902
  • Nr. 41, 12. Oktober 1902
  • Nr. 42, 19. Oktober 1902
  • Nr. 43, 26. Oktober 1902
  • Nr. 44, 2. November 1902
  • Nr. 45, 9. November 1902
  • Nr. 46, 16. November 1902
  • Nr. 47, 23. November 1902
  • Nr. 48, 30. November 1902
  • Nr. 49, 7. Dezember 1902
  • Nr. 50, 14. Dezember 1902
  • Nr. 51, 21. Dezember 1902
  • Nr. 52, 28. Dezember 1902
  • ColorChart

Full text

Vr. 44 
Berliner Jllustrirte Zeĩtung. 
397 
Mesasuca 8ess uer 
3 
— 
2 
(1. Forlsetzung.) 
Koman von Arthur Zapp. 
Maͤchdruck verboten. 
ie Phileuse schlägt ihre Hände zusammen. 
„Sie sind doch bei dem Herrn Doktor 
Gravenhorst, Herr Doktor Sägmüller. Wissen 
Sie denn das nicht?“ 
In dem alten Burschen beginnt es zu dämmern 
ind er macht eine Bewegung, als wenn er sich erheben 
vill. Frau Schütze eilt rasch auf den Flur hinaus. 
xünf Minuten später folgen ihr Sägmüller und Gra⸗ 
enhorst, die rasch Toilette gemacht haben. Auch 
rieschen Schütze, die Tochter der Phileuse, die „fkilia 
ocpiualis,“ gesellt sich zu ihnen und alle beginnen 
u suchen. Aber vergebens durchforscht man die gange 
stage. Da kommt endlich Lieschen auf die Idee, 
iuf den Boden hinaufzusteigen. Ihr lauter Jubel⸗ 
chrei lockt auch die anderen herbei. Richtig, auf dem 
krockenboden finden sie das Bett und das Sofa, das 
Bett fein säuberlich aufgeschlagen. Matratze und alle 
rissen darin. 
Kurt Gravenhorst lacht, daß ihm die Thränen 
n die Augen steigen. Auch Frau Schütze macht gute 
Miene zum bösen Spiel; nur Lieschen Schütze, ein 
unges Mädchen Anfang der Zwanzig, blickt mit be⸗ 
rübter und vorwurfsvoller Miene auf den alten 
ßurschen, der ingrimmig neben ihr steht und in ohn— 
nächtigem Zorn die Hände ballt. 
„Na wartet, das sollt Ihr mir büßen!“ grollt er 
ind nimmt sich vor, beim Früyschoopen den über— 
nütigen Jungburschen, die ihm diesen Possen gespielt 
saben, ordentlich die Wahrheit zu geigen. —R 
irgerlich ist ihm, daß die „filia hospitalis“ Zeudin 
einer Blamage ist. Wie oft hat er ihr nicht ver 
prochen, mäßig zu sein. Ihm liegt sehr viel 
in ihrer guten Meinung, denn ihr liebens⸗ 
vürdiges, fürsorgliches Wesen hat es ihm längst 
rnadethan. 
Jetzt verbirgt er seine Verlegenheit und 
ein schlechtes Gewissen unter einer eifrigen 
geschäftigkeit. Mit Gravenhorsts und Frau 
S„chützes Hilfe wird die Bettstelle auseinander⸗ 
genommen und die Matratze und das Sofa 
verden hinuntergeschafft und an ihrem ge⸗ 
vohnten Platz aufgestellt. 
Dann ziehen sich die Phileuse und ihre 
Tochter zurück. Karl Sägmüller steckt den 
seißen Schädel, der ihm brummt, als triebe 
ine Schar von Hornissen ihr Unwesen darin, 
in die kühlende Waschschüssel. Er hat eben 
reine Toilette vervollständigt, als Lieschen 
Schütze zurückkehrt und das Frühstück bringt. 
Mit zart empfindendem Gemüt weiß sie den 
Wünschen ihres Mieters zuvorzukommen, indem 
ie ihm zugleich mit dem Kaffee den wohl— 
huenden Hering vorsetzt. 
Der alte Bursche ist gerührt. Zerknirscht 
ind kleinlaut fragt er: „Sind Sie mir böse, 
Fräulein Lieschen?“ 
Es zuckt gar bitter um die Mundwinkel 
des jungen Mädchens, und in ihren Mienen 
zuckt es, als könne sie nur mit Mühe ein lautes 
Weinen zurückhalten. 
„Ich habe ja nicht das Recht, Ihnen 
Vorwürfe zu machen,“ erwiderte sie aurück⸗ 
haktend. 
„Doch — doch,“, sagte er eifrig und hascht nach 
hrer Hand, „doch Fräulein Lieschen! Ich weiß ja, 
zie nehmen Anteil an mir,“ fährt er, ganzs im Banne 
eines moralischen Katzenjammers, fort, „mehr als 
h es verdiene. Aber wahrhaftig, Fräulein Lieschen, 
on heute ab will ich ein anderer werden. Sie sollen 
ehen, ich werde solide, ich setze mich auf die Hosen 
nd ochse, und im nächsten Semeiter steige ich ins 
sxamen.“ 
Ueber ihr Gesicht geht ein frohes Aufleuchten. 
Sie glaubt immer noch an ihn, obgleich er schon 
o oft Besserung gelobt und eben so oft wieder in sein 
tItes Bummelleben verfallen ist. 33* 
„Werden Sie heute ins Kolleg gehen?“ fragte 
sie schüchtern. 
„Gewiß, gewiß!“ antwortet er und errötet un— 
aillkürlich. Er hat noch gar kein Kolleg belegt, weil 
rudie „unnötige“ Ausgabe scheut. Jetzt nimmt er 
ich im stillen vor, das billigste „Publikum“, das es 
siiebt — es kostet nur fünf Mark für das ganze 
zemester — noch heute zu belegen. 
Er packt nun auch vor ihren Augen die Kollegien— 
nappe und geht, nachdem er sein Frühstück vergeht 
at, davon — zum Vor-Frühschoppen. 
Um elf Uhr kehrt er zurück. Gleich darauf er— 
cheint Fräulein Lieschen abermals. 
„Die Waschfrau hat Ihre Wäsche gebracht,“ be— 
ichtet sie und legt eine Anzahl weißer Hemden, 
zragen, Manschetten usw. auf den Tisch. 
Wieviel macht es denn?“ fragt er mit un— 
icherer Stimme und greift in seine Tasche. Fräu— 
ein Lieschen aber macht eine abwehrende Hand— 
hbewegung. IJ 
‚Lassen Sie nux, Herr Sägmüller,“ sagt sie, 
„ich habe es ausgelegt, Sie können es mir ja am 
Ersten zurückerstatten.“ 
Er nickt fehr befriedigt, dann setzt er sich osten— 
ativ an den altväterischen Schreibtisch und baut eine 
Anzahl Bücher neben sich auf. Leise, mit zufriedenem 
Sesicht schleicht Lieschen Schütze aus dem Zimmer. 
Ihre schwärmende Mädchenphantasie gautelt ihr 
cllerlei liebliche Zukunftsbilder vor. Karl Sägmüller 
seht ins Examen und besteht es mit Glang — hat 
x doch bereits nach dem sechsten Semester sein „Phy— 
ikum“ wirklich und wahrhaftig gemacht. Nach be— 
tandenem Examen läßt er sich in seiner Vaterstadt 
ils Argt nieder und dann, nach einiger Zeit, nachdem 
»r sich eine auskömmliche Praxis erworben hat, 
zründet er seinen eigenen Herd. Die Wangen der 
iebenden filia hospitalis röten sich und ihr stürmisch 
»ochendes Herz erwägt die Möglichkeit, daß sich dann 
hre schönsten Träume verwirklichen können. 
Lieschen Schütze hat sich mit einer Handarbeit 
in dem Fenster des Wohngimmers niedergelassen. 
Plötzlich fährt sie erschrocken in die Höhe. Ihr ent— 
etzter Blick fieht, wie ein einfach gekleideter Mann 
nit energischen Schritten auf das Haus lossteuert. 
sin finsterer, entschlossener Zug beherrscht die grob— 
zezeichneten Züge — sie erkennt es genau vom 
Fenster aus. Sie kennt den Mann und sein grobes, 
cücksichtsloses Wesen. Wie der Blitz fährt sie zur 
Thür hinaus und hinüber in Herrn Säge— 
müllers Zimmer. 
„Herr Neubert!“ schreit sie hinein. 
Das Wort wirkt wie ein Alarmschuß auf 
den Studenten. Er fliegt von seinem Stuhl 
empor, stürmt auf den Flur hinaus und klinkt 
auf Gravenhorsts Thür. Aber der Kommili— 
tone ist nicht zu Hause, die Thür verschlossen. 
„Wohin?“ stöhnt der Student, während sich 
eine fieberhafte Angst in seinen verzerrten 
Mienen spiegelt. Neubert ist sein Cigarren— 
und Tabakslieferant. Seine Rechnung bei ihm 
hbeläuft sich auf nahezu hundert Mark, und er 
hsolt schon längst nichts mehr auf Pump von 
hm. Ihre geschäftlichen Begiehungen be— 
schränken sich jetzt nur noch darauf, daß der 
gröbste aller Tretphilister immer ungestümer 
Jum Zahlen drängt. Aber woher Geld nehmen 
zum Schulden zahlen, wenn der von dem er— 
zürnten Vater verkürzte Wechsel kaum zum 
Bestreiten der unumgänglichen Ausgaben hin— 
roeicht? 
„Wohin?“ stößt er in höchster Verzweiflung 
ervor, denn schon poltert der Cigarrenfritze die 
Treppen hinauf. Lieschen öffnet schnell die 
chür zu ihrer Wohnung. Zum Glück ist die 
Mutter in der Küche beschäftigt. Aufatmend 
türgzt sich der Bedrängte in das Zimmer der 
Phileuse. Die opfermutige filia hospitalis aber 
leibt draußen, um den Mahner zu empfangen. 
Mit ihrem liebenswürdigsten Lächeln begrüßt 
je ihnt 
. 
oI 
—* 
— —
	        

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