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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 76.1926 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Verzeichnis der Straßen und Plätze im Landespolizeibezirk Berlin : (Berlin, Charlottenburg, Berlin-Schöneberg, Neukölln, Berlin-Wilmersdorf, Berlin-Lichtenberg und Berlin-Stralau) / herausgegeben vom Königlichen Polizeipräsidium in Berlin
Publisher:
Preußen. Polizei-Präsidium
Publication:
Berlin 1918
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Dates of Publication:
1917-1918
ZDB-ID:
2978282-X ZDB
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1918
Language:
German
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15379655
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
70/93
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Chapter

Title:
T

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe 76.1926 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalt des sechsundsiebzigsten Jahrganges
  • H. 1-3
  • H. 4-6
  • H. 7-9
  • H. 10-12

Full text

108 
Zeller, Die Sanlerungspläne der Stadt Mainz zur Zelt Napoleons I. 
Abb. 3. SanierungBplan für den Stadtplan östlich des Domes. 
Plan auf eine glückliche und schnelle Art zu verbessern, ohne daß 
weder von der Regierung noch von der Municipal-Verwaltung be 
trächtliche Aufopferungen nötig wären, Vom Ingenieur en chef 
des Departements Donnersberg 10 ). 
St. Far geht von der Voraussetzung aus, daß Mainz als nun 
mehrige Grenzstadt und Haupt-Depot der militärischen Macht Frank 
reichs am Rhein, durch seine engen, gewundenen Gassen zu unüber 
sichtlich, ungesund und 1 unrein sei; daß es als einer der wichtigsten 
Märkte für den Handelsverkehr am Strom wie der Straßen von 
Paris “) nach Deutschland unbedingt saniert und modernisiert werden 
müßte. Da ein wesentlicher Teil der Innenstadt, darunter fast alle 
öffentlichen Bauten, die die französische Verwaltung damals inne 
hatte, zerstört waren, so schlägt er ebenfalls — wie schon vor ihm 
Eickemeyer — vor, durch unenfgeldliche Abgabe an Interessenten, 
die Grundstücke nach einem neuen Generalplan zu bebauen, wobei 
er hoffe, daß der Wert der Grundstücke pro Quadratmeter von 
6 auf 36 Franken steigen könne. 
Ais Hauptverkehrsader sieht er die schon im Altertum als Ver 
bindungsweg zwischen der römischen Brücke und dem Castrum 
ziehende St. Emmeransgasse als vorzüglich gelegene Diagonalstraße 
an und legt an ihrem Ende in der Stadtmauer am Rhein ein neues Tor 
mit einem halbkreisförmigen Platz mit 5 Radialstraßen an; die eine 
nach dem Karmeliterplatz, die andere nach der Mitternacht. Eine 
zweite Verbindung sollte von dem alten Dletmarkte (place verde), 
Villeplatz, durch das zerstörte mittelalterliche Viertel am Dom vorbei 
zum Rhein gehen. Sie durchschneidet den damals Comedieplatz ge 
nannten Platz vor der ehemaligen Dompropstei; hier wurde später 
der Gutenbergplatz angelegt. Auch hat sich St, Far damals sehr 
für die Erweiterung und Erhöhung der Uferstraße (des Kai) einge 
setzt, die erst nach Verlegung der Eisenbahn in den 80er Jahren des 
letzten Jahrhunderts zustande kam. 
Bezüglich der notwendigen Baumittel hält sich St. Far an die 
Vorschläge Eickemeyers; er berechnet den Wert der zu verkaufen 
den Terrains (also der wüsten, in Hände des Staats gelangenden 
Baustellen) auf 37 9 000 Franken, während der Wert der abzureißen 
den, nicht abgebrannten und daher zu entschädigenden Häuser nur 
303000 Franken beträgt, so daß also der Fiskus dabei noch 76000 
Franken verdient. Es ist interessant, daß St. Far darauf hinweist, 
daß man in Paris und in anderen Orten Frankreichs die Erfahrung 
gemacht hatte, „daß, wenn große Terrains Einschnitte erleiden, um 
neue Straßen zu brechen, die Teile, welche übrig bleiben, dadurch, 
daß sie nun an die Straße gehen, weit mehr Wert erhalten und also 
für den verlorenen Teil völlig entschädigt werden“. Da die Revolution 
das ganze kirchliche Grundeigentum als Deckung für die Ausgabe 
“) Das rheinhessische Gebiet und ein Teil der Rheinpfalz war 
damals zu einem Departement Donnersberg vereinigt worden, als 
Fortsetzung der Departements Haut-Alsace und Bas-AIsace (Ober- und 
Niederelsaß), dom sich von der Grenze abwärts das Departement 
Bas-Rhin (Niederrhein) anschloß. 
4i ) Die sogenannte Pariser Straße, über Alzei, Saabrücken, Metz 
wurde damals von Napoleon I. angelegt. 
der Assignaten bekanntlich in Frankreich beschlagnahmt 
hatte, so wurde diese Spekulation natürlich wesentlich 
erleichtert 
Jedenfalls ist die Quintessenz des Fahrseilen Gut 
achtens: Baublocks mit verrotteten alten 
Gebäuden werden saniert und mit Neu 
bauten besetzt, ertragsfähiger. 
Zum Verständnis dieses Gutachtens vom 30 Pluvois 
12 (18 Februar 1804) sei noch nachstehendes hinzu- 
gefügt; 
Die Mainzer Stadtanlage in ihrer Gestalt bis zum 
Jahre 1784 gibt ein Plan von Schunk, der hier unter 
Beigabe einer Legende dargestellt ist (Abb. 2). 
Die im Gutachten St. Fars im Kapitel 2 erwähnte 
Bauerngasse (Nr. 88) ging von der unteren Löhrgasse 
(Nr, 86) senkrecht zum Flachsmarkt (Nr. 60—95) in der 
Achse der Schiffbrücke, jedoch durch die alte Stadt 
mauer von dieser getrennt. Die Diagonalstraßen, die 
St. Far hier vorschlägt, sollten nach dem Platze am 
Mitternachtsgäßchen (Nr. 91) und dem Karmeliterplatz 
nördlich vom Karmeliterkloster (Nr. 98) gehen. 
Am Ende der Bauerngasse, an Ihrer Einmündung 
in den Flachsmarkt, wäre dann ein zirkelrunder Platz 
entstanden, der den Namen Gutenbergplatz erhalten und 
von dem fünf Radialstraßen ausgehen sollte. Die erste 
durch den Block südlich der Flachsmarktstraße (Nr. 95) 
zur Straße an der Hofsattlerei (Nr. 98); die zweite 
zur Judengasse (Nr, 101); die dritte unter Ver 
breiterung der Emmeransgasse (Nr. 111) nach St. Em- 
meran (Nr, 110); die vierte sollte schräg hinüber 
nach der ehemaligen Universitätskirche (Nr. 68) mitten 
durch die Baublocks gehen und sich mit der Straße zum Tiermarkt 
treffen. 
Von diesem Vorschläge ist kein Plan mehr vorhanden. Der 
weitere Vorschlag St. Fars; an der Fischergasse (Nr. 44), einen 
Durchbruch zum Rhelnkai zu schaffen und dadurch den Marktplatz 
(Speismarkt), an dem damals noch die Ruinen des Stadtrathauses 
(Nr. 55) und der Liebfrauenkirche (Nr. 41) standen, zu erweitern und 
mit dem Ufer zu verbinden, ist später auch durch Abbruch des alten 
Stadtrathauses und der Liebfrauenkirche sowie Begradigung der 
Fischerstraße teilweise durchgeführt worden. 
Die bedauernswertesten Opfer dieser in Abb. 3 dargestellten Sa 
nierung waren die ungefähr in der Domachse nach dem Rhein zu 
liegende Liebfrauenkirche und das Mainzer Kaufhaus auf dem Brand, 
Bei dem Bombardement von 1793, am 18. Juni, 10 Uhr abends fiel 
eine Bombe in die Liebfrauenstiftsdechanei zwischen Dom und Lieb- 
frauenkirche. Der heftige Brand ergriff die Turmhelme der Ost 
türme des Domes, die Dächer der Domschiffe und den Glockenstuhl 
des Westturmes und zündete auch die Dächer des Kreuzganges sowie 
der Liebfrauenkirche an. Diese wie der Dom dienten, notdürftig mit 
Borten gedeckt seit 1794 als Fouragemagazin; aber mit den von 
St. Far aufgestellten Sanierungsmaßnahmen mußte sie fallen zu Gun 
sten eines geplanten großen Platzes vor der Ostseite, des place de la 
Cathedrale. 1803 wird (nach Schaab. II. S. 139) die Niederlegung 
dekretiert und die Bauspekulanten Wagner und Roos übernahmen 
für 1300 Franken die Zerstörung! Nach vierjähriger Arbeit, bis 1807, 
war sie dem Erdboden gleich gemacht, das schöne Sandsteinmaterial 
wanderte in den Kasteler Festungsbau. auf Chausseen usw. Der 
Gründung nach war sie eine der ältesten Kirchen der Stadt. 
Aehnlich traurig war das Schicksal des Kaufhauses nach dem 
jetzt „Brand“ genannten Platze, der damals als marchä aux bl6ds 
(Getreide oder Kornmarkt) durch seinen Abbruch eine ansehnliche 
Vergrößerung erfuhr. Am 10. Juni 1805 begann die Demolierung, die 
aber erst 1812 beendet wurde. Aber von diesem Bau hat wenigstens 
der junge Möller eine eingehende Aufnahme machen und sie ln seinen 
Denkmälern deutscher Baukunst veröffentlichen können. Die be 
rühmten Zinnen mit den Steinbildern der sieben Kurfürsten (1314 bis 
1317 entstanden) sind jetzt in der Steinhalle des Mainzer Museums. 
Entscheidend wurde der Gang der Dinge beeinflußt durch den 
schon erwähnten Besuch Napoleons I. und seiner Gemahlin Josephine 
in den letzten Septembertagen 1804. 
Wer die Schönheit der Stadt Mainz kennt, ihre herrliche Lage 
am Rheinstrom, die Fernsichten über den Taunus und die Rebhüge! 
am rechten Rheinufer, der wird es verstehen, daß auf den für alles 
Große sehr empfänglichen Sinn Napoleons I. hier die stärksten Reize 
wirkten, Er wohnte in dem Deutschordenshause, das seit der zweiten 
Uebergabe der Stadt an die Franzosen seit deui 29. Dezember 1797 
von dem kommandierenen General Hatry belegt worden war und in 
den Räumen, die früher der Kurfürst von Mainz nach der Rückkehr 
im Juli 1793 wegen der Unbrauchbarkeit des damals stark mit 
genommenen kurfürstlichen Schlosses innehatte. Hier erließ der 
Kaiser wichtige Dekrete, verlegte die Artillerieschule hierher, wohnte 
auch später hier vor dem Beginne des Feldzuges von 1806, wohin
	        

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