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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1927 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1927 (Public Domain)

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Zeitschrift

Titel:
Branchen-Adressbuch für Berlin : Handels-, Gewerbe- und Berufsverzeichnis
Weitere Titel:
BAB Branchen-Adressbuch für Berlin
Erschienen:
Berlin: Deutscher Adressbuch Verlag 1948
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Erscheinungsverlauf:
1. Jahrgang 1946/47; Ergänzungsband 1947/48
ZDB-ID:
2969569-7 ZDB
Frühere Titel:
Berliner Adreßbuch
Spätere Titel:
Berliner Stadtadressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Sammlung:
Berliner Adressverzeichnisse
Berlinerinnen, Berliner
Adressbücher 1949-1970
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Titel:
Ergänzungsband
Erschienen:
1948
Sprache:
Deutsch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15371773
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 6/11 a:1947/48
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Adressverzeichnisse
Berlinerinnen, Berliner
Adressbücher 1949-1970

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  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1927 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1927
  • Sitzung 1, 13.01.1927
  • Sitzung 2, 20.01.1927
  • Sitzung 3, 25.01.1927
  • Sitzung 4, 03.02.1927
  • Sitzung 5, 10.02.1927
  • Sitzung 6, 17.02.1927
  • Sitzung 7, 03.03.1927
  • Sitzung 8, 10.03.1927
  • Sitzung 9, 17.03.1927
  • Sitzung 10, 18.03.1927
  • Sitzung 11, 24.03.1927
  • Sitzung 12, 31.03.1927
  • Sitzung 13, 07.04.1927
  • Sitzung 14, 28.04.1927
  • Sitzung 15, 05.05.1927
  • Sitzung 16, 12.05.1927
  • Sitzung 17, 19.05.1927
  • Sitzung 18, 31.05.1927
  • Sitzung 19, 14.06.1927
  • Sitzung 20, 17.06.1927
  • Sitzung 21, 21.06.1927
  • Sitzung 22, 23.06.1927
  • Sitzung 23, 28.06.1927
  • Sitzung 24, 30.06.1927
  • Sitzung 25, 08.09.1927
  • Sitzung 26, 15.09.1927
  • Sitzung 27, 29.09.1927
  • Sitzung 28, 06.10.1927
  • Sitzung 29, 13.10.1927
  • Sitzung 30, 18.10.1927
  • Sitzung 31, 20.10.1927
  • Sitzung 32, 27.10.1927
  • Sitzung 33, 03.11.1927
  • Sitzung 34, 10.11.1927
  • Sitzung 35, 17.11.1927
  • Sitzung 36, 24.11.1927
  • Sitzung 37, 29.11.1927
  • Sitzung 38, 01.12.1927
  • Sitzung 39, 15.12.1927
  • Sitzung 40, 20.12.1927

Volltext

Sitzung am 13. 
Ich habe auch schon versucht klarzumachen, itne 
stark die kommunale Selbstverwaltung bedroht ist. Ich 
habe Ihnen gesagt, wie sich in Deputationen und Schul- 
verivaltuugskörperschaften die Mehrheiten Wandel» werden 
durch den Zutritt von Vertretern der Konfessionen. Ich 
habe Ihnen gezeigt, -wie die Aufsichtsbeamten beschaffen, 
seilt werden und daß die geistliche Schulaufsicht wieder 
eingeführt wird. Wir lehnen die Mitwirkung 
der Religionsgesellschasten im Interesse 
der Selbstverwaltung auf das entschie 
denste ab. Von dem drittelt Punkte, von der Lage 
der Lehrerschaft, hatte ich gesprochen, tttb ich kann nur 
noch einmal resümierend sagen: die Stellung des Lehrer 
standes wird herabgedrückt unter die Stellung, die um 
1848 vorhanden gewesen ist. 
lind nun lassen Sie mich Ihnen einmal zeige», wie 
sich die Dinge in den Köpfen der Befürworter dieses 
Reichsschulgesetzes abspiegeln. Die „Allgemeine Deutsche 
Lehrerzeitung" hat darüber interessantes Material ver 
öffentlicht . Äuf dein Deutschnationalen Parteitag äußerte 
sich Herr von Keudell: 
„Ich will Und muß ein Bekenntnis zunt Schul 
gesetz ablegen. Betrachten Sie den Kampf mit die 
Berechtigung der Bekenntnisschule unter dem Gesichts 
punkte des Ringens um die Gewissensfreiheit in un 
serem neuen Staate. Denjenigen, die auch in unseren 
Reihen auf die Schlagworte der Linken hereinfallen und 
glauben, daß ein Reichsschnlgesetz, große Zwietracht 
im Volke säen würde, fehlt die Kenntnis des Reichtums 
und der Zwangsläufigkeit unserer geschichtlichen Ent 
wicklung. • Nachdem einmal die Frage der Gewissens 
freiheit in den Sturm der Meinungen hineingetragen 
worden ist, wird sie diese Regierungskoalitiou über 
dauern. Wir werden nicht ruhen, bis dieser Gedanke 
—• ohne Rücksicht auf die Partei Verhältnisse — zum 
Siege getragen worden ist." 
(Bravorufe rechts.) 
So sprach der Herr von Keudell. Ich habe Ihnen 
gezeigt, wie es mit der Gewissensfreiheit in Wirklichkeit 
aussieht. Nun möchte ich Ihnen sagen, wie sie sicy in 
den Köpfen des Zentrums spiegelt. Dr. Otto Kunze, der 
Herausgeber der ultramontanen „Allgemeinen Rund 
schau" schreibt: 
„Die Kirche achtet das Recht der Eltern auch 
bei den Irr- und Ungläubigen. Das ist kein Liberalis 
mus, sondern das „Ja" zur Naturordnung Gottes, 
der die Familie eingesetzt und mit der Verantwor 
tung für die Nachkommenschaft belastet hat. Er 
schenkt auch glaubenslosen und unsittlichen Paaren 
Kinder." 
Meine Damen und Herren! Mjt dieser Erklärung 
von Herrn Kunze vergleiche man, was Papst Gregor IX. 
in der Enzyklika „Mirari vos" 1832 erklärt hat: 
„>A!us dieser stinkenden Quelle des Jndifferen 
tismus stammt die Irrlehre oder vielmehr der Wahn 
witz, daß jeder Mensch Gewissensfreiheit haben muß. 
Daher kommt bie Verderbnis der Jugend, die Verachtung 
der heiligen Dinge und heiligen Gesetze im Volk, kurz ge 
sagt die Pest, die dem Staatswesen den Tod bringt. Die 
Geschichte beweist es, daß ganze Staate», die dnrcy 
Reichtum, Macht und Ruhm 'ausgezeichnet waren, durch 
schrankenlose Denkfreiheit, Rede- und Neuerungssucht 
zugrunde gegangen sind." 
Meine Damen und Herren! Für Herrn von Keudell 
beweist die Geschichte, daß die Meinungsfreiheit das 
einzig Wahre ist, für den Papst beweist die Geschichte 
genau das Gegenteil. Das sind die Koalitionsparteien. 
Nun möchte ich auf Herrn von Keudell und die 
Koalitionsparteien etwas näher eingehen. 
Graf Westarp erklärte auf dem Parteitage: 
„Ein Volk, das die Freiheit seines Staates ver 
loren hat, darf, wenn es gesund bleiben will, kein 
Oktober 1927. 683 
Ideal haben, das ihm höher steht, als die Befreiung 
seines Vaterlandes." 
Demgegenüber sagt Herr Universitätsprofessor Dr. Ziesche. 
Mitglied der Deutschuationalen Partei: 
„Viele Millionen deutscher 'Menschen sind darüber 
einig, lieber das gemeinsame Staatsleben als die kon 
fessionelle christliche Schule aufzugeben." 
(Hört, hört!) 
Meine Damen und Herren! Die Redewendung des 
Herrn Grafen Westarp ist für die Volksversammlung, was 
Prof. Ziesch« sagt, das ist die Praxis und die Konse 
quenz des Denkens, und die heißt doch wirklich so, daß 
unseren Deutschnationalen ein evangelisches Negerkind 
nähersteht als das konfessionslose deutsche Kind des 
Nachbarn. Das ist doch die logische Folge. Das be 
rührt nun so merkwürdiger, wenn die Parteien, die 
immer das Wort „National" auf den Lippen tragen, 
jetzt alles daran setzen, um die nationale deutsche Schule 
zu zerschlagen. Wir Arbeiter haben uns niemals ein 
gebildet, daß wir > 
(Zurufe rechts: Arbeiter?) 
— Ja, es gibt auch geistige Arbeiter, das scheint Ihnen 
neu zu sein. — Wir haben uns nicht immer national 
gerühmt, aber in dieser Stunde gilt es, hervorzuheben, 
daß allein bei den linken Parteien der Schutz des natio 
nalen Gedankens ist. 
(Gelächter rechts.) 
Ihr „Beifall" Beweist mir, wie recht ich habe. Wir 
wollen die eine, deutsche, weltliche Schule, und 
wir sind bereit, auf jede Sonderschule zu verzich 
ten, wenn wir dafür die 5-Tageschule bekämen, frei 
von jeder Konfession, von jedem Religionsunterricht, von 
jedem kirchlichen Einfluß. Der 6. Wochentag mag den 
Konfessionen und Weltanschauungen und Gesellschaften ge 
geben werden, utit dort privat das zu tun, was sie für 
recht halten. Das wäre d i e Schulform, die das 
ganze 'deutsche Volk zusammenführen! 
könnte. Meine Damen und Herren, darauf kommt es 
an. Ihr Uebermut ist ein scheinbarer, schon sind die 
Spitzenbataillone der Keudell-Paccellischen Sturmtrupps 
in Verwirrung geraten, schon zieht man sich zurück auf 
die vorbereitete betonierte „Becker"-Stellung. Das ist die 
Ausnahmestellung für >die zurückgeworfenen Trupps. 
Meine Damen und Herren! Wir haben in den 
letzten Wochen und Monaten so schwere außenpolitische 
Niederlagen erlitten, daß wir uns den Luxus nicht 
mehr leisten können, in diesem Spiel weiter auch innerlich 
Niederlagen zu erleben. Der Militarismus rührt sich 
überall, der Wirtschaftsdruck durch falsche Steuer- und 
Zollgesetzgebung wächst dauernd, die Kulturreaktion hat 
den ersten großen Vorstoß gemacht mit dem Schund- 
und Schmutzgesetz. Der Strafrechtsentwurf droht die 
Sache weiter zu verschlechtern. Nach § 180 des Straf- 
rechtsentwurfs wird derjenige mit Strafe bedroht, der 
den Glauben anderer Religionsgesellschasten beschimpft. 
Ich bin der letzte, der andere Religionsgesellschasten be 
schimpft. Aber maßgebend soll dabei sein, ob diese Aeuße 
rung in irgendeiner Weise erfolgt ist, die nach Mei 
nung des Gerichts geeignet ist, die Empfindung eines 
Frommen zu verletzen. Das ist die subjektive Willkür bis 
ins äußerste. Wenn ich also feststelle, daß die Träger 
des Reichsschulgesetzes zwar das Wort „National" auf 
den Lippen kragen, daß sie aber die nationale Einheit 
des Volkes zu zerschlagen bereit sind, nur mit rück 
sichtslos den kirchlichen Machthunger zu befriedigen, dann 
bin ich ganz gewiß nach dem Strafrecht dem Richter 
verfallen. 
Meine Damen und Herren! Sei's darum! Mag man 
uns Landesverräter, Vollsverderber, Erbärmliche, Reli 
gionsverächter, Vaterlanidsseinde und was es alles fiir 
schöne Worte sind, schelten. Das reicht ja nicht an unsere 
Stiefelspitzen. Die Sache liegt so, daß wir aus
	        

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