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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XVI.1866 (Public Domain)

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fullscreen: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XVI.1866 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Rapsilber, Maximilian
Title:
Offizieller Führer durch die Spezial-Ausstellung Alt-Berlin : Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 : mit einem Plan und 25 Abbildungen nach Originalzeichnungen / von Maximilian Rapsilber
Other titles:
Alt-Berlin auf der Berliner Gewerbeausstellung
Other:
Berliner Gewerbe-Ausstellung (1896 : Berlin)
Publication:
Berlin: im Verl. des "Kleinen Journal", [1896]
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Scope:
215 Seiten
Berlin:
B 865 Wirtschaft. Finanzen: Messen. Ausstellungen. Veranstaltungen
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15360325
Collection:
Economy,Transport,Infrastructure
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 865 GA 1896/18 b
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Ein Blick auf Alt-Cölln

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XVI.1866 (Public Domain)
  • Title page
  • H. I-III
  • H. IV-VII
  • H. VIII-X
  • H. XI/XII
  • Contents

Full text

527 
528 
Löffler, Die Fundirutig der Pregel - Brücke in Königsberg. 
den konnte, in Verbindung. Aufserdem bewirkten zwei kurze 
Röhren mit Hahnabschlufs eine Communication des Schleusen' 
cjlinders mit der atmosphärischen Luft. 
Das Schließen der Bodenklappe erfolgte mittelst einer 
kleinen Windevorrichtung durch festes Anziehen eines Taues, 
das über eine Rolle geführt und in eine an den Klappen be 
festigte Oese eingehakt war. Dieselbe Einrichtung diente auch 
dazu, um die Klappe der Einsteigeröbre zu heben. 
Wenn einer der beiden Luftschächte bestiegen werden 
sollte, so wurde die oberste Scbleusenklappe geöffnet, während 
die mittelste Klappe der Schleuse durch die im untern Raum 
befindliche comprimirte Luft fest angedrückt und sämmtliche 
Hähne geschlossen waren. — Nachdem man mittelst der Lei 
ter anf den Boden der Schleusen-Cylinder gestiegen war, hatte 
man zunächst die obere Thür hinter sich fest zuzuwenden, den 
Hahn, welcher die comprimirte Luft absperrte, zu öffnen und 
letztere so lange einströmen zu lassen, bis der Cylinderraum 
der Schleusen mit Luft von derselben Dichtigkeit wie in den 
Schächten angefüllt war. Alsdann fiel die untere Schleusen 
thür von selbst auf und man konnte auf der Leiter ohne Hin- 
dernifs hinabsteigen. Beim Herausschleusen wurden die un 
tere Schleusenklappe sowie die Hähne für die Absperrung der 
comprimirten Luft fest geschlossen, demnächst die beiden nach 
aufsen führenden Hähne geöffnet, wobei die in dem Cylinder- 
raum der Schleuse befindliche comprimirte Luft allmälig nach 
der Atmosphäre entwich und zuletzt die oberste Klappe sich 
schliefslich von selbst öffnete. — Innerhalb der Schleuse war 
ein Manometer angebracht, dessen Zufuhrungsrohr durch den 
untern Boden reichte und das die im unteren Raume vorhan 
dene Lnftspannong anzeigte. 
Zur Verhütung jedes gröfseren Luft-Ueberdrncks war 
ein gewöhnliches Sicherheitsventil an dem conischen Theil der 
Luftschleuse befestigt, welches mit der wachsenden Tiefe der 
Pfeilereinsenkung mit entsprechendem Gewicht regulirt wurde. 
6. Der pneumatische Apparat. 
(Blatt 53 bis 66). 
Der pneumatische Apparat war im Bauschuppen auf ei 
nem starken Schwellwerk gelagert. Er bestand aus einer dop 
peltwirkenden Luftpumpe mit liegenden Cylindern und aus 
zwei Transmissionen zur Kolbenbewegung. Wie die Zeichnung 
Blatt 55 erkennen läfst, wurden zwei alte Locomotivcylinder 
mit darüber liegenden Schieberkasten bei der Einrichtung der 
Luftpumpe benutzt, in denen an Stelle der beiden Cylinder- 
böden zwei gufseiserne Platten, in welchen je fünf Gummi 
ventile eingesetzt waren, mit den Flanschen der Seitenwände 
verschranbt wurden. Die in den Cylindern comprimirte Luft 
gelangte durch die Dampf leitungs - Canäle in die Schieberka 
sten, welche durch doppelte Klappventile gegen die Cylinder 
abgeschlossen und mit einem 3$ Zoll weiten Rohre verbunden 
waren. Von letzterem zweigte sich die Rohrleitung nach dem 
Strompfeiler ab. 
Die Cylinder hatten im Liebten einen Durchmesser von 
I5t Zoll und eine Länge von 2 Fu£s 2| Zoll. Ihre Seiten 
wände waren in 2^ Zoll Abstand mit einem Blecbmantel um 
geben. Der hierdurch gebildete Raum wurde durch die am 
Apparat an gebrachte Pumpe mit Kühlwasser gefüllt, eine Ein 
richtung, die bei den Klappventiien in den Schieberkasten lei 
der fehlten, weshalb ein Verbrennen der Gummischeiben in 
demselben vermöge der starken Erhitzung der comprimirten 
Luft nur unvollkommen durch öfteres Aufgiefoen von Wasser 
verhindert werden konnte. 
Die Kolben der Luftpumpe hatten 6 Zoll Stärke und wa- 
?en mit Holz gefüttert. Bei gewöhnlichem Gange der Ma 
schine machte jeder Kolben 30 Hübe in der Minute. Diese 
Geschwindigkeit resultirte aus der Bewegung der Locomotiv- 
treibräder, für welche 60 Umdrehungen per Minute als pas 
send erachtet wurde. 
Die Uebertragurg der Kraft von den beiden Treibrädern 
der Locomotive wurde mit Riemenbetrieb auf eine ira Dach 
raum des Bauschuppens gelagerte Welle bewirkt, deren Ge 
schwindigkeit durch das Verhältnifs von 3 : 2 der Riemscheibe 
1-7 mal so grofs als die der Treibrad welle war, so dafs die 
selbe gewöhnlich 90 Umdrehungen per Minute machte. 
Von hier aus erhielt die erste Transmissionswelle des 
pneumatischen Apparats, anf welcher zwei Schwungräder und 
ein Getriebe safsen, durch zwei Paar gleich grofse Riemschei 
ben dieselbe Bewegung, Das Umsetzungsverhältnifs von dem 
Getriebe auf das Zahnrad der zweiten, die Kolben der Luft 
pumpe treibenden Transmiasionswelle betrug 1:3, wodurch 
sich die Anzahl der Kolbenhübe auf 30 per Minute reducirte. 
Die von der Gebläsemaschine ausgehende Leitung der 
comprimirten Luft bestand aus gufseisernen Röhren von 3-J 
Zoll lichter Weite und Zoll Stärke, welche mit abgedrehten 
Flanschen versehen waren und deren Dichtung zwischen den 
verschraubten Flanchen durch Zoll starke Gummischeiben 
bewirkt wurde. Die letzten Theile dieser Leitung auf der 
obern Etage des Gerüstes waren schliefslich mit zwei 3£ Zoll 
weiten Gutta-Percha-Robren verbunden, welche sich direct an 
die Rohrensätze der Luftschleusen anschlossen. 
Um das Entweichen der comprimirten Luft aus dem Fun- 
dirungskasten zu verhindern, wenn die Leitung durch irgend 
welchen Umstand unterbrochen werden mufste, waren in der 
gufseisernen Rohrleitung vor der Abzweigung nach den Luft 
schleusen zwei Schieber-Ventile angebracht, durch welche die 
comprimirte Luft in dem Fundirungskasten unabhängig von 
der Leitung abgesperrt werden konnte. 
e. Die fian-Ausführung. 
Die Baathätigkeit für die Ausführung des Strompfeilers 
begann am 1. Juli 1864. 
Innerhalb dreier Monate waren die zahlreichen Vorberei 
tungen soweit gediehen, dafs mit den eigentlichen Fundirungs- 
Arbeiten vorgegangen werden konnte. In dieser Zeit wurde 
der Bau- und Maschinenschuppen ausgeführt, die Locomotive 
mit Tender aufgestellt, die Gebläseraaschine, die Dampfpumpe, 
die Mörtelbereitungsmaschine mit den zugehörigen Transmis 
sionen beschafft, und in dem Schuppen aufgestellt, das Strom- 
pfeilergerüst mit den beiden Laufkrähnen errichtet, die Sen- 
kungsvorrichtung fertig gestellt, vorher sorgfältig probirt und 
an Platz gebracht. Nachdem inzwischen auch die Luftschleu 
sen und Luftschächte angeliefert, sämmtliche Rohrleitungen 
verlegt, und der eiserne Fundamentkasten mit den zugehöri 
gen Ausrüstungs-Gegenständen vollendet war, konnte der letz* 
tere bereits Ende September in drei Theilen nach der Ver 
senkungsstelle traneportirt und über derselben auf einem in 
der untersten^ Etage des Gerüstes hergestellten besonderen 
Gerüstboden fertig montirt werden. 
Nach Vollendung dieser Arbeiten wurde die Ausmauerung 
zwischen den Versteifungen im Innern des Fundamentkastens 
sowie zwischen den Trägern über der Decke bewirkt, und 
die Werksteindeckschicht aufgebracht. Demnächst erfolgte 
mittelst der ad 2 beschriebenen Senkungs-Vorrichtung die Ab 
hebung des Kastens vom Rüstboden und die Beseitigung des 
selben, worauf sofort mit der Versenkung des nunmehr frei 
j in den Ketten hängenden Fundirungskastens vorgegangen 
I wurde. 
Die Versenkung war am 5. October bis auf eine Tiefe
	        

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