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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 16.1890 (Public Domain)

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fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 16.1890 (Public Domain)

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Monograph

Title:
Berlin im Bild
Publication:
[S.l.]: [s.n.], [ca. 1890]
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Scope:
16 Blatt
Berlin:
B 45 Allgemeine Landeskunde: Stadtansichten 1870 - 1945
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15356322
Collection:
Berlin Plans and Maps
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 45/60
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 16.1890 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 05.10.1889
  • Nr. 2, 12.10.1889
  • Nr. 3, 19.10.1889
  • Nr. 4, 26.10.1889
  • Nr. 5, 02.11.1889
  • Nr. 6, 09.11.1889
  • Nr. 7, 16.11.1889
  • Nr. 8, 23.11.1889
  • Nr. 9, 30.11.1889
  • Nr. 10, 07.12.1889
  • Nr. 11, 14.12.1889
  • Nr. 12, 21.12.1889
  • Nr. 13, 28.12.1889
  • Nr. 14, 04.01.1890
  • Nr. 15, 11.01.1890
  • Nr. 16, 18.01.1890
  • Nr. 17, 25.01.1890
  • Nr. 18, 01.02.1890
  • Nr. 19, 08.02.1890
  • Nr. 20, 15.02.1890
  • Nr. 21, 22.02.1890
  • Nr. 22, 01.03.1890
  • Nr. 23, 08.03.1890
  • Nr. 24, 15.03.1890
  • Nr. 25, 22.03.1890
  • Nr. 26, 29.03.1890
  • Nr. 27, 05.04.1890
  • Nr. 28, 12.04.1890
  • Nr. 29, 19.04.1890
  • Nr. 30, 26.04.1890
  • Nr. 31, 03.05.1890
  • Nr. 32, 10.05.1890
  • Nr. 33, 17.05.1890
  • Nr. 34, 25.05.1890
  • Nr. 35, 31.05.1890
  • Nr. 36, 07.06.1890
  • Nr. 37, 14.06.1890
  • Nr. 38, 21.06.1890
  • Nr. 39, 28.06.1890
  • Nr. 40, 05.07.1890
  • Nr. 41, 12.07.1890
  • Nr. 42, 19.07.1890
  • Nr. 43, 26.07.1890
  • Nr. 44, 02.08.1890
  • Nr. 45, 09.08.1890
  • Nr. 46, 16.08.1890
  • Nr. 47, 23.08.1890
  • Nr. 48, 30.08.1890
  • Nr. 49, 30.08.1890
  • Nr. 50, 13.09.1890
  • Nr. 51, 20.09.1890
  • Nr. 52, 27.09.1890

Full text

■>a 452 ge- 
Im Knopfloch trug er ein Bouquet frischer Veilchen, welches 
ihm die damalige Prinzessin Viktoria, die Gemahlin seines 
Brudersohnes, gegeben; Blumensträuße flogen in den Wagen, 
und er hob sie auf; als wir uns umschauten, war kein einziges 
Auge thränenleer! 
Und die Königin, die ihn gepflegt, wie das ärmste Weib 
den kranken Gatten, die ausgeharrt und geduldet, alle Launen 
des Kranken ertragen und oft ganz allein ihn beherrschen 
sonnte, denn die Gewalt der Liebe gab ihr eine Macht, größer, 
als die des Leidens — sie war gealtert und grau geworden, 
man sah es ihr an, was sie gelitten, aber man fühlte auch, 
wie ihr die Liebe des Volkes wohl that, das sie in der Heimat 
empfing. 
Der König erholte sich; durch die Kunst der Aerzte schwankte 
er zwischen Genesen und Nichtgenesen, ein zweiter Anfall warf 
ihn wieder darnieder, aber der Höchste wollte ihm noch keine 
Erlösung geben, noch lange kämpften Geist und Körper um 
jede Stunde. 
Wir sahen ihn auf der Terrasse von Sanssouci — der 
Name dieses Lustschlosses hätte, seit das Königspaar dort ge 
wohnt, mit Recht umgetauft werden können. 
Es war ein schöner Tag, der König ging allein, aber der 
Arzt dicht hinter ihm, um ihn halten zu können, der Kammer 
diener folgte mit einem Stuhle. 
Der König war abgemagert, das Auge starr, teilnahmlos 
blickte es vorwärts, die Bewegung war ohne Kraft, maschinen 
artig getrieben, fast ohne Bewußtsein. 
Ich sah den Arzt unruhig werden, immer heftiger schritt 
der Kranke, er mnrinelte unverständliche Worte, ich zitterte 
schon: da erschien die Königin auf der Terrasse, und sein 
Antlitz belebte sich bei dem Klange ihrer Stimme, die ganze 
Gestalt erhielt natürliches Leben, die Königin führte ihn die 
Terrasse entlang, eine hohe Dame, ebenfalls durch schweres 
Leid gebeugt, trat aus dem Schlosse, und der kranke König 
schlang seine Arme um die geliebte Verwandte, sein Auge 
strahlte von Wehmut und Freude. „O Gott!" rief ich tief 
erschüttert und wandte das thränende Auge gen Himmel, und 
meine Seele betete für ihn. 
Ich kann den Eindruck nicht schildern, den der Schlag des 
unerbittlichen Schicksals auf biefcn Monarchen in mir hervor 
gerufen, wenn ich dieses Anblicks und jener Zeiten gedachte, 
in denen sein Geist leuchtete, und die anmutige Liebenswürdig 
keit seines Wesens alles bezauberte und hinriß. Welch eine 
ungeheure Wandlung war mit ihm vorgegangen! Welche 
Gefühle mochten die Seinigeit beim Anblick des kötiiglichen 
Dulders bewegen! Aber auch jeder Preuße wußte es, daß 
er einen kranken Vater hatte, und in jede Fretlde tönte mit 
stiller Wehniut die Mahnung an den kranken König in Sanssouci. 
In der Nacht zum 2. Januar 1861 erlöste ihn der Herr 
von seinem schweren Leiden. „Ich empfinde Sehnsucht nach der 
Heimat", war das trübe Wort des königlichen Herrn, als seine 
Krankheit noch im Beginti war, und im Vertrauen auf seinen 
Erlöser duldete er, was Gott -ihm beschieden. Als die Gewalt 
der Sprache ihn verlassen, da waren seine Hände gefaltet, und 
der Blick suchte den Himmel. 
Es war ein bitterkalter Tag. Da flthren sie die Leiche 
hinaus nach der Friedenskirche, die er sich gebaut. — Der 
Trauerchoral ist verklungen, aber er tönt in jedem Herzen 
nach, wenn es seiner gedenkt, und mehr noch als seine 
Schöpfungen wird die Liebe, die er zu seinem Volk gehegt, 
dem Andenken dieses Königs ein unvergängliches Denkmal 
bauen, wie es selten eitlem Fürsten geworden. — 
Die Pest in Berlin. 
Von Julius M. Kuuun. 
Wie in unserm Jahrhundert die Cholera, so war in den 
frühern Jahrhunderten die Pest, der schwarze Tod, die große 
Weltseuche, die Geißel der Menschheit. Reinlichkeit und das 
Spstent der Quarantäne, der Abschließnng, erschienen bereits 
unsern Vorfahrett als die wirksamsten Mittel, dein Umsichgreifen 
und der Weiterverbreituitg der ansteckendeit Krankheit Einhalt 
zu thun. Die Schreckensscenen, welche die Mitwelt vor einigen 
Jahren, speziell in den Hafenstädten des Mittelländischen 
Meeres, in Italien uitd Frankreich, hat erleben müssen, ivürdeir 
bei weitem nicht den Grad der Ausdehnung und des Grauens 
gewonnen haben, wenn dort, wie bei uns in Berlin, besonders 
bezüglich einer rationellen Kanalisation, etwas mehr geschehen 
wäre. 
Im letzten Viertel des siebzehnten Jahrhunderts grassierte 
die Pest namentlich in England, Holland, Deutschland und 
Italien außerordentlich stark, und die Regierungen hatten mit 
der Ueberwachung des öffentlichen Gesundheitszustandes ihre 
liebe Not. In Norddeutschland traten die ersten Spuren der 
Epidemie im Jahre 1680 auf; sofort begann der Große Kur 
fürst seine Vorsichtsmaßregeln zil treffen. Zunächst erließ er 
den Befehl, daß die Einwohnerschaft Berlins sich auf sechs 
Monate verproviantieren solle. Vier Wochen später mußten 
Beamte des Magistrats in allen Haushaltungen der Stadt 
Nachforschung anstellen, ob dem allerhöchsten Befehl getreulich 
nachgekommen. Der Ktlrfürst wollte die Beruhigung und Ge 
wißheit darüber haben, daß er zu jeder Stunde, nach seiner 
Besten Ueberzeugung von der Notwendigkeit der immerhin ge 
waltsamen Maßregel, feine Residenzstadt von jedem Verkehr 
mit der Außenwelt hätte abschließen können. Von der Kanzel 
wurde die Bürgerschaft aufgefordert, Geldbeträge unter sich zu 
sammeln und dem Magistrat zur Verfügung gn stellen, damit 
dieser jetzt schon auf „Annehmung guter Medicorum und 
Chirurgorilin uitd anderer benöthigter Personen" bedacht seilt 
ttitd „deneitselben soivohl wegen ihrer itzigen als künftigetr 
Salarirung einen ehrlicheit uitd zureichlichen Gehalt" anweisen 
lassen könite. Jitgleichen wurden die Hausväter uitd Familieti 
ermahnt, sich „genugsam mit ben bey der Gontagion an 
zuwendenden simplicibus und anderen Medicamentis com- 
positis" zu versehen, damit sowohl Reiche als Arme, wenn 
den Apothekern einmal die Arzeiteieir sollten aüsgegaitgen fein, 
„auf allen, Gott verhütenden Fall" iticht in Not kämen. 
Hierauf begann man, außerhalb der Stadt sogenannte 
Pesthäuser ju errichten, Hütten, um Kranke und auch Gesunde 
daselbst unterzubringen. Denn nicht nur die von der Seuche 
direkt Befallenen, fonbem auch die gesunden Insassen des be 
treffenden Hauses, ja sogar die Bewohner der beiden Neben- 
häuser links und rechts sollten aus der Stadt fortgeschafft 
werden. 
Die Pest kam Berlin mittlerweile iläher, uitd die obrigkeit 
lichen Befehle verschärften sich deingeinäß. Den Bettlern und
	        

Annotations

Annotations

  • Der Kreuzgang von St. Pauli in Brandenburg
    13
  • Knesebeck, Karl Friedrich von dem
    20
  • Feldmarschall von dem Knesebeck
    20
  • Königin Luise bekränzt den Prinzen Wilhelm auf ihrer Flucht nach Memel mit Kornblumen
    33
  • Kirche zu Freienwalde
    44
  • St. Nicolai zu Spandau
    57
  • Entwurf Nr. 129 (Kennwort: "Kaiser und Reich") zum NAtional-Denkmal Kaiser Wilhelms I.
    80
  • Die Waisenhauskirceh zu Berlin
    85

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