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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 13.1887 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Loewenthal 1896
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1873-1896
ZDB-ID:
2940379-0 ZDB
Previous Title:
Adreßbuch für Berlin mit Einschluß der näheren Umgegend und Charlottenburg
Succeeding Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1850-1874
Address Directories 1875-1899
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1887
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-970430
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1875-1899
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
I. Alphabetisches Verzeichniß der Einwohner Berlins mit Angabe ihres Standes und ihrer Wohnungen einschließlich sämmtlicher kaufmännischen Firmen

Chapter

Title:
I, J

Chapter

Title:
Ia

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 13.1887 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 02.10.1886
  • Nr. 2, 09.10.1886
  • Nr. 3, 16.10.1886
  • Nr. 4, 23.10.1886
  • Nr. 5, 30.10.1886
  • Nr. 6, 06.11.1886
  • Nr. 7, 13.11.1886
  • Nr. 8, 20.11.1886
  • Nr. 9, 27.11.1886
  • Nr. 10, 04.12.1886
  • Nr. 11, 11.12.1886
  • Nr. 12, 18.12.1886
  • Nr. 13, 25.12.1886
  • Nr. 14, 01.01.1887
  • Nr. 15, 08.01.1887
  • Nr. 16, 15.01.1887
  • Nr. 17, 22.01.1887
  • Nr. 18, 29.01.1887
  • Nr. 19, 05.02.1887
  • Nr. 20, 12.02.1887
  • Nr. 21, 19.02.1887
  • Nr. 22, 26.02.1887
  • Nr. 23, 05.03.1887
  • Nr. 24, 12.03.1887
  • Nr. 25, 19.03.1887
  • Nr. 26, 26.03.1887
  • Nr. 27, 02.04.1887
  • Nr. 28, 09.04.1887
  • Nr. 29, 16.04.1887
  • Nr. 30, 23.04.1887
  • Nr. 31, 30.04.1887
  • Nr. 32, 07.05.1887
  • Nr. 33, 14.05.1887
  • Nr. 34, 21.05.1887
  • Nr. 35, 28.05.1887
  • Nr. 36, 04.06.1887
  • Nr. 37, 11.06.1887
  • Nr. 38, 18.06.1887
  • Nr. 39, 25.06.1887
  • Nr. 40, 02.07.1887
  • Nr. 41, 09.07.1887
    Nr. 41, 09.07.1887
  • Nr. 42, 16.07.1887
  • Nr. 43, 23.07.1887
  • Nr. 44, 30.07.1887
  • Nr. 45, 06.08.1887
  • Nr. 46, 13.08.1887
  • Nr. 47, 20.08.1887
  • Nr. 48, 27.08.1887
  • Nr. 49, 03.09.1887
  • Nr. 50, 10.09.1887
  • Nr. 51, 17.09.1887
  • Nr. 52, 24.09.1887

Full text

538 
streife umgeben. Ach, Hütte er sie nur ein einzig Mal an sein 
Herz schließen dürfen ohne Zeugen, draußen in Gottes freier 
Natur, ohne diese seidentapezirten, engenden Zimmerwände mit 
den verrätherischen Spiegeln daran, deren goldene Umrahmung 
gerade so steif verschnörkelt war, lvie die Reden, in denen der 
Sitte gemäß er, der Bräutigam, sich ergehen mußte. So war es 
ihm nicht ganz unlieb, daß er Schöning auf einige Zeit nach 
Teplitz geleiten sollte, damit jener wenigstens einen um sich 
hatte, dem er in jeder Hinsicht Vertrauen schenken bürste. Die 
Reise war längere Zeit schon geplant gewesen, nun wurde 
endgültig die Abfahrt festgesetzt. Noch einmal zeigte sich vor 
her der Feldinarschall öffentlich am Hofe bei einer großen 
Feierlichkeit, mit welcher die Ueberreichung des Hosenbandordens 
an den Kurfürsten verbunden war. — 
Wenige nur hatte der Kurfürst nach der feierlichen 
Ceremonie im Riesensaal einer längeren Anrede gewürdigt, mit 
Keinem aber so vertraulich, so leutselig gesprochen, als mit 
Schöning. Dieser befand sich in gehobenster Stimmung, er 
sah seinen Gebieter hochgeschätzt von einer auswärtigen Macht, 
er war überzeugt, daß alle getroffenen Maßnahmen, mochten sie 
sich immerhin im Widerspruch mit denen des Kaisers befinden, 
doch dem Staate, dem Lande zum Segen gereichen würden. 
Roch lag ein Abglanz der Festesstiuunung auf seinem 
Antlitz, als er daheim im Kreis der Seinen mit ungewöhnlicher 
Beredtsamkeit seine Bevorzugung erwähnte. Margaretha hörte 
schlveigend mit niedergeschlagenen Augen zu. „Ei, die Frau 
Feldmarschallin scheinen fatiguirt," bemerkte Schöning endlich 
ein tvenig befremdet. — 
„Ich freue mich der Rekonnaissance, die Du allhier findest," 
versetzte sie zögernd, „aber ich wollte," fügte sie aus vollem 
Gemüth hinzu, ohne die Worte zurückdrängen zu können, „ich 
wollte, der Brandenburger Herr hätte heute Deine Hand ge 
halten und wir hätten im Schloß an der Spree gestanden! 
O mein .lieber Gemahl, hast Du denn wirklich hier daS Glück, 
ben Frieden wiedergefunden?" 
Da sprang der Feldmarschall mit starren Zügen von 
seinem Sitze auf: 
„Schweig! Woran mahnst Du mich?" kain es hart 
über seine erblaßten Lippen, und ohne sich nach der erschrockenen 
Frau umzuwenden, verließ er das Gemach.... 
-r- * 
* 
Es war ein schwüler Juniabend. Fritz Joachim hatte 
einen langen Spaziergang beendet. Matt, in gedrückter 
Stimmung tvar er von der Hauptstadt, von der Verlobten 
fortgegangen, aber der Aufenthalt in den Bergen frischte seinen 
Geist auf, seine Kräfte hoben sich. Und so unternahm er gerne 
Wanderungen zu Höhen und Thälern; er freute sich der.präch 
tigen Wälder, er betrachtete voller Jntereffe Baum und Wiesen 
wuchs und die Felder, deren Bestellung im bergigen Terrain 
so viel Schwierigkeit bot. Zuweilen sprach er in diesem und 
jenem Gehöft vor und verständigte sich mit den Leuten. Seine 
offne Art besiegte jegliches Mißtrauen. Für die scheuen, 
schmutzigen Kinder, für Pferde und Hunde hatte er stets die 
Taschen voller Leckerbissen, und als er ein paar schwermüthige 
böhmische Weisen erlauscht hatte und sie mit seiner schönen, 
jetzt wieder kräftigen Stimme nachsang, tvard Jung und Alt 
noch zutraulicher zu ihm. Einen mausfarbenen Spitz, dem er 
das gebrochene Vorderbein glücklich kurirt, mußte er als Geschenk 
von dem Bauer annehmen, deut er gehört, denn der Hund 
wollte nicht mehr von Fritz lasten, dessen Hand ihn geheilt 
hatte. Das Thier war auch heut sein treuer Begleiter, es 
lag, den klugen Kopf mit den auftechtstehenden, spitzen Ohren 
auf den Vorderpfoten neben seinem Herrn, der unter breit 
ästiger Buche auf moosigem Steine ruhend einen Brief las, 
— der erste, der ihm seit langer, langer Zeit aus der Heimath 
zugegangen. Ein Lächeln trat aus seine Lippen, wie gut meinte 
es doch diese kleine Anntrin, welche Mühe hatte sie sich mit 
der Epistel gegeben. 
Da schrieb sie, daß Monsieur Erviguotte zu Randow's 
hinausgezogen sei, und daß Onkel Bertrand (so nannte sie ihn) 
Erinnerungen aus Schönhausen. 
Bon C. Nrumann-Strrla. 
Prinz Wilhelm, der Bruder König Friedrich Wilhelms III., und 
seine Gemahlin Prinzessin Marianne waren mit ihren Kindern Adalbert, 
Elisabeth, Marie und Waldemar oft in Schönhausen bei Berlin. Dort 
im Schlöffe und Parke freuten sie sich über das Entzücken der Kinder, 
denen die Bonne, Madame Moeves, das Märchen vom Rußknacker und 
Mäusekönig erzählte, und lachten über die Verzweiflung der „guten 
Moeves", wenn Prinz Adalbert „auf Berlinisch" sagte: „Hol Dir man 
de» Apfel, ick hab' ihn auf die Kommode jelegt." 
Mit Bonbons aus der Jostv'schen Konditorei lvurden die Kinder um 
sieben entlassen. Dann ließ die Prinzessin*) den Thee ini Freien 
serviren. Unter de» Linden vor dem Schlosse war ihr Lieblingssitz. 
Gäste waren ihr stets willkommen, und damals, in den zwanziger Jahren, 
traf Friedrich de la Motte-Fouquö, der Dichter der „Undine", fast 
jeden Sonntag in Schönhausen ein. Mit ihm, einem Kämpfer in den 
Befreiungskriegen, sprach sie über die Schmach und Errettung des Vater 
landes; in ergreifenden Liedern hob er ihre Entschiedenheit in der Zeit 
der Prüfung, ihre Größe im Unglück und ihren felsenfesten Glauben an 
die lenkende Gotteshand hervor. 
Prinz Wilhelm, der auch am Theetische blaue Husarenuniform 
trug, pflegte wenig zu reden. Er nickte zu den Worten seiner Gemahlin 
und drückte ihr innig die Hand. Eine ernste Natur, sah man ihn selten 
heiter; doch glitt es stets lächelnd um seine Lippen, wenn Dichter Lang 
bein und Frau in Schönhausen erschienen. Durch Karoline Bardua, eine 
geschätzte Portraitnialerin, der Prinzessin empfohlen, wurde das Paar 
zuweilen nach diesem Landsitze eingeladen. Der sehr kleine Langbein und 
*) Ihr Portrait s. Nr. 4L des „Bär"; das Iugcndbild des Prinzen S. 537. 
feine sehr lange Frau fuhren in einem prinzlichen Wagen hinaus. Der 
Dichter mußte aus seinem Leben erzählen: wie er sein Minchen, die er 
: nicht Heimchen sollte, bei Nacht und Nebel entführt, und wie er sich in 
seinem Alter ohne Sopha behalf, aber dennoch so glücklich war. Die 
! stets gerührte Frau weinte bei jedem seiner komischen Gedichte, die 
ihni am besten gelangen, wenn er am Morgen die Stiefel geputzt, 
und Minchen's Höflichkeit war so groß, daß es ihr unmöglich schien, 
kurz ja oder nein zu sagen. „Hörten Sie auch von der Bardua," fragte 
sie der Prinz, „daß die Generalin von Zenge ausziehen wird?" — „Ich 
glaube," sagte sie, „vermuthlich, >vahrscheinlich, ohne Zweifel, allerdings, 
ganz gewiß." Auch sagte sie um keinen Preis „schwarze Seife"; ihr 
! Anstandsgefühl fügte stets hinzu „mit Respekt zu sagen." . 
Generalin v. Zeuge kam auch bei schönstem Wetter nie ohne Ueber- 
, schuhe an. Die kleine quecksilberne Dame brachte ein ganzes Füllhorn 
voll Neuigkeiten mit. Einst erzählte sie, daß die Prinzessin Ferdinand 
Schönhausen besuchen werde. Bald kam auch die Ansage der Prinzessin, 
und da sie trotz ihres Alters sehr scharfe und strenge Augen hatte, fand 
in dem höchst sauberen Schlosse eine besondere Peinigung statt. 
In einer riesigen blauen Kutsche, innen und außen vergoldet, mit 
Vorreitern und Viere lang, traf die prachtliebende Prinzessin ein. Sie 
: war eine Schwägerin Friedrichs des Großen und Mutter des Prinzen 
! Louis Ferdinand. Vier Düten mit Konfekt zog sie aus ihrem Pompadour. 
Adalbert, Elisabeth, Marie und Waldemar traten einzeln vor, küßten ihr 
die Hand, empfingen das Naschwerk und wurden zur Mäßigkeit ermahnt. 
Dann begann der Gang durch das Schloß, und so oft Prinz und Prin 
zessin Wilhelm die Geschichte desselben schon gehört: die Mittheilung der 
; „chere tante“, einer genauen Kennerin der Landeskunde, hörten sie ge 
duldig an. 
Schon König Friedrich I. hatte Schönhausen von einem Herrn von 
Grumbkow gekauft. Das dreistöckige Wohnhaus genügte aber nicht, und 
so begann der Schlvßdau, der wegen des fehlenden Geldes oft unter 
brochen wurde. Erst 17Ü8 waren wieder genügende Mittel vorhanden. 
Da fuhr Eosander von Goethe im Bauen fort. Er brachte das Schloß 
i unter Dach und ließ an den Seiten zwei Pavillons erstehe», die er nach
	        

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