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Berlin oder der preußische Hausfreund (Public Domain) Ausgabe 2.1807 (Public Domain)

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Bibliographic data

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Loewenthal 1896
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1873-1896
ZDB-ID:
2940379-0 ZDB
Previous Title:
Adreßbuch für Berlin mit Einschluß der näheren Umgegend und Charlottenburg
Succeeding Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1850-1874
Address Directories 1875-1899
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1886
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-946468
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1875-1899
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
Versicherungs- und Geschäftsanzeigen

Chapter

Title:
Seite 41- 60

Contents

Table of contents

  • Berlin oder der preußische Hausfreund (Public Domain)
  • Ausgabe 2.1807 (Public Domain)
  • Nr. 1., 3. Januar 1807
  • Nr. 2., 6. Januar 1807
  • Nr. 3., 8. Januar 1807
  • Nr. 4., 10. Januar 1807
  • Nr. 5., 13. Januar 1807
  • Nr. 6., 15. Januar 1807
  • Nr. 7., 17. Januar 1807
  • Nr. 8., 20. Januar 1807
  • Nr. 9., 22. Januar 1807
  • Nr. 10., 24. Januar 1807
  • Nr. 11., 27. Januar 1807
  • Nr. 12., 29. Januar 1807
  • Nr. 13., 31. Januar 1807
  • Nr. 14., 3. Februar 1807
  • Nr. 15., 5. Februar 1807

Full text

4Z 
Der General, unter Lessen Augen Haupt gefochten 
hakte, und der selbst Zeuge seines Muths gewesen, nä 
hert sich ihm freundlich, schüttelt ihm die Han», und 
sagt im traulichen Tone: Du weißt wohl nicht, Ka 
merad, weswegen ich dich habe rufen lassen? 
Haupt. Wie sollt' ich das wissen? Ew. Excellenz! 
Gencr. Denk nur an deine Jugendsünden, die 
kommen jetzt an den Tag; du kannst dich nur in Acht 
nehmen. 
Haupt. Müßt'ich mich doch keiner zu besinnen! 
General. Auch nicht in Dresden, bei deinem 
Wirthe, wie du den Sohn in deinem Bette versteckt 
hattest? 
Haupt. Das that ich auS Dankbarkeit gegen den 
selben, und das ist schlecht, daß man Ihnen daS so 
gesagt hat, und nicht den Grund davon. Sehen Sie, 
und nun wollte er die ganze Geschichte erzählen, 
aber der General siel ihm ins Wort, hieß ihn gutes Muths 
seyn, und fragte ihn, ob er noch einmal Dresden zu 
sehen wünschte. Da wurde der alte Mann wie neuge- 
bohren, schilderte aber die Unmöglichkeit, und ward 
traurig. Allein bald weckte ihn der General aus sei 
nem Trübsinne, und zeigte ihm Briefe aus Dresden, 
worin man ihn nach Sachsen einlade, um den Rest 
scivcr Tage dort zu verleben, wie man das Reise 
geld geschickt habe, und ihn bis an seinen Tod ernäh 
ren wolle. Haupt.weinte vor Freuden wie ein Kind, 
als er dies hörte; der General selbst gab ihm ein be 
deutendes Geschenk, und Haupt kam richtig bet seinem 
Wirthe in Dresden an. Mit glühender Wärme und 
Herzlichkeit umarmten sich die biedern Alten, und Thrä 
nen der Freude mischten sich auf beider Wangen. 
„ Mein Sohn verlangt dich, Freund Haupt," fing end 
lich der Wirth an; „du sollst bei ihm ins Gebirge, 
er hat einen sehr guten Posten, da gicbt's brav aufzu- 
passen, und er braucht einen Mann, auf den er sich 
verlassen kann, und der sollst du seyn." 
Man kann sich die Freude denken, die Haupt em 
pfand, als er diesen Vorschlag hörte. Noch in dersel 
ben Woche kam ein Wagen, der ihn an den Ort sei 
ner Bestimmung brachte. Mit dankbarer Freude em 
pfing ihn der Sohn, mit zuvorkommender Freundlich 
keit dessen Gattinn, und beide wetteiferten mit einan 
der, dem Schöpfer ihres Glücks seine letzten Tage zu 
erheitern. Haupt lebte ganz wieder auf; das Wohlle 
ben, die zufriedenen Tage, wirkten auf seinen Körper; 
er spürte neues Leben, scherzte auf eine drollige Weise 
mit seinen Bekannten, und war wegen seiner witzigen- 
und naiven Einfälle überall wohlgelitten. Oft machte 
er 2 Meilen des TageS zu Fuße, und leistete seinem 
Wirthe durch seine Geschäftigkeit ungemeinen Nutzen. 
Die Erkenntlichkeit dafür wünschte dem guten Haupt 
noch bessere Tage zu verschaffen. Da traf cS sich, daß 
eine alte, ziemlich reiche Pachterinn, die sich mit ih 
rem Gesinde nicht gut vertragen konnte, zu heurathcn 
wünschte. Haupt wurde ihr vorgeschlagen, und nach 
einem Vierteljahre hatte unser Invalide eine reiche 
Frau, und eine, seinen Wünschen angemessene Beschäf 
tigung. Um ihn her waren lauter Menschen, die ihm 
wohlwollten, unter denen er bis an fein Ende froh 
und zufrieden lebte, und noch lange nach seinem. Tode 
gedachte man mit Rührung deS alten würdigen Kriegers. 
So nähern wir uns durch Freundschaft und Ge 
fälligkeit einander, und gründen dadurch unser gegen 
seitiges Glück. Nur selten sind Menschen so unempfind 
lich, daß sie wahre Wohlthaten vergessen sollten. 
Bitte an Deutschlands Beherrscher, betreffend 
den Bücher-Nachdruck. 
Äetzt, da das Schicksal von ganz Deutschland i« den 
Händen eine» Mannes liegt, der mehr als einmal er 
klärt hat, daß er das Eigenthum schützen wolle, setzt 
oder nie ist der Zeitpunkt gekommen, da ein uraltes 
Uebel durch ein einziges kräftiges Wort auf immer 
vertilgt werde» kann. Ich meine die Rauberhölen der 
Nachdrucket, die, außer einem großen deutschen Staa 
te, besonders in den Landern der kleinen deutschen 
Fürsten ihr Wesen treiben, und gegen alle Gesetze der 
gesunden Vernunft und des Rechts, zum Nachtheil so 
vieler redlichen und crwerbflcißigen Menschen von der 
Acgidc der Sorglosigkeit »der der Habsucht geduldet, 
geschützt oder privilcgirt wurden. Was die Stimme 
der Gerechtigkeit, die der Macht deS Betrugs weichen 
mußte, bisher vergeblich versucht hat: daS wird, muß 
und kann allein dem gelingen, der von der Vorsehung 
auSerschen ist, daS Vöse mit der Wurzel zu vernichten, 
und daS Schwert der Gerechtigkeit über die öffentlichen 
und geheimen Feinde des Rechts und der Wahrheit zu 
schwingen. Mvgte doch auch diese Angelegenheit bei 
einem (derHimmelgebc) baldigen und sürganzOeutsch- 
land genügenden allgemeinen Friedensschluß, von den 
Mächtigen der Erde als eine Angelegenheit deS Völ 
kerrechts — nicht vergessen werden!
	        

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