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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1896, V. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Loewenthal 1896
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1873-1896
ZDB-ID:
2940379-0 ZDB
Previous Title:
Adreßbuch für Berlin mit Einschluß der näheren Umgegend und Charlottenburg
Succeeding Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1850-1874
Address Directories 1875-1899
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1874
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-395301
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1850-1874
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
I. Alphabetisches Verzeichniß der Einwohner Berlins mit Angabe ihres Standes und ihrer Wohnungen einschießlich sämmtlicher kaufmännischen Firmen

Chapter

Title:
V

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1896, V. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1
  • Nr. 2
  • Nr. 3
  • Nr. 4
  • Nr. 5
  • Nr. 6
  • Nr. 7
  • Nr. 8
  • Nr. 9
  • Nr. 10
  • Nr. 11
  • Nr. 12
  • Nr. 13
  • Nr. 14
  • Nr. 15
  • Nr. 16
  • Nr. 17
  • Nr. 18
  • Nr. 19
  • Nr. 20
  • Nr. 21
  • Nr. 22
  • Nr. 23
  • Nr. 24
  • Nr. 25
  • Nr. 26
  • Nr. 27
  • Nr. 28
  • Nr. 29
  • Nr. 30
  • Nr. 31
  • Nr. 32
  • Nr. 33
  • Nr. 34
  • Nr. 35
  • Nr. 36
  • Nr. 37
  • Nr. 38
  • Nr. 39
  • Nr. 40
  • Nr. 41
  • Nr. 42
  • Nr. 43
  • Nr. 44
  • Nr. 45
  • Nr. 46
  • Nr. 47
  • Nr. 48
  • Nr. 49
  • Nr. 50
  • Nr. 51
  • Nr. 52
  • ColorChart

Full text

Nr. B. 
Und — last not least — der alte Liebknecht. 
Er hat bessere Tage gesehen; die Bitterniß des Er— 
kennens der Mächte der Mißgunst und der Undank— 
harkeit im eigenen Hause ist ihm nicht erspart ge— 
blieben. Aber noch lebt ein jugendliches Feuer in 
ihm, das ihn fortreißt und nicht selten zu Ueber— 
reibungen verleitet. Es giebt fraglos bessere, fesselndere 
Redner unter seinen Fraktionsgenossen, als Liebknecht 
es ist, wenigstens heut ist. Aber es liegt etwas in 
seiner Rede, das anch den ehrlich denkenden Gegnern 
mit den über das Maaß hinausschießenden Angriffen 
und Uebertreibungen in etwas versöhnt; der Aus— 
druck einer inneren Ueberzeugung, eines satalistischen 
Glaubens an die Rechtlichkeit der Sache, die er vertritt. 
Drunten wimmelt's und wirbelt's, plötzlich zucken 
die elektrischen Flammen auf und lassen den herr— 
lichen, schönheitstrotzeuden Reichstagssaal in farbigem 
Glanze erstrahlen. Eine Weile noch, dann läutet 
die Glocke des Präsidenten die Sitzung zu Rüste, 
und in der frischen Luft des Thiergartens erholen 
iich Akteurs und Zuschauer von der anstrengenden, 
großen Sitzung“. 
Illerlei vom Fage. 
nmer kürzer werden die Tage, immer früher 
hricht die Dämmerung herein, ja, an man— 
chem Tag wird es überhaupt nicht „Tag“, 
dämmert der Mittag bis in den frühen 
Abend hinüber. Die Eisbahnpächter, die schon ein— 
»der zweimal das Geschäft eröffnet hatten, musiten 
eitdem freilich ihre „einnehmenden“ Gelüste vertagen; 
aber die feuchte Kälte, die in der verflossenen Woche 
»egiert, ist uns viel unwillkommener, als die trockene. 
Und so stehen denn auch, wie in jedem echten 
und rechten November, die Apotheken wieder in Flor 
und ein gefürchteter Gast ist wieder in so manches 
Haus eingezogen: die Influenza. Wie das Mädchen 
aus der Fremde stellt sie sich pünktlich ein und gar 
Niemand ist von ihrem Gruß beglückt. Ja, vor 
Jahren, als man sie zuerst „entdeckte“, da wußte 
man ihr doch noch wenigstens eine humoristische 
Seite abzugewinnen; aber die Spötter sind läugst 
derstummt und die Influenza ist eine ernsthafte 
Krankheit geworden, über die Niemaud 
mehr lacht, weil sie schon Allzuvielen das 
Lachen für immer ausgetrieben hat. 
Und nun wissen wir es: es ist völlig 
Winter geworden. Imt vornehmen Thier⸗ 
garten-Viertel sind wieder alle Salons 
eröffnet; man trinkt und ißt und tanzt 
und amüsirt sich über die Ungunst der 
Zeiten fort; kein Träger eines Sommer— 
iberziehers kann ihn jetzt noch mit Ab— 
härtungsgelüsten motiviren, und — was 
das beste Zeichen ist, daß wir den Winter 
und er uns hat — die Große Berliner 
Pferdebahn-Gesellschaft hat in ihren Wagen 
bereits die grünen Friesdecken an den 
Fenstern anbringen lassen. In früheren 
Jahren verstand sie sich dazu im ersten 
Drittel des Dezember; man sieht also, daß 
auch dieses Institut anfängt, sich mit dem 
Wohlbefinden der Fahrgäste zu beschäftigen. 
Schade, daß sein Monopol so bald schon 
zu Ende gehen soll, da es die zur Ver— 
iängerung desselben von der Stadt vor— 
zeschriebenen Bedingungen nicht annehmen 
zu können erklärte. Denn am Ende stehen 
hmudie Aktionäre doch immer noch etwas 
zäher, als das „gewöhnliche“ Publikum. 
Die armen Aktionäre sind nun einmal 
durch die Pferdebahn an hohe Dividenden 
jewöhnt worden und würden sich nur 
schwer in eine Herabminderunug finden. 
Aber, wie gesagt, es ist schade, daß das 
Monopol der „Großen“ bedroht ist; am 
Ende hätte sie uns doch noch so um die 
Mitte des nächsten Jahrhunderts hernum 
alit geheizten Wagen erfreut. — Und daß 
es Winter ĩ2, ir sehen es auch an 
Rerliner Illustrirle Beilung. 
hen spärlich gekleideten, frierenden und uns frösteln 
nachenden Gestalten, die tagsüber die Straßen ent— 
ang ziehen, in der Hoffnung, durch irgeud einen 
Hlücksumstand zu Arbeit und zu Geld zu gelangen. 
ilch, die Thoren! Das Glück fällt heutzutage nicht 
nehr vom Himmel; höchstens in Romanen ereignet 
ich noch etwas Aehnliches. Aber das Leben ist 
ogischer als die Phantasie eines Romanschrift— 
tellers; es verknüpft die Arbeitslosigkeit mit Hunger 
ind Entbehrung und weiterhin noch mit Obdach— 
osigkeit. Und die letzte Konsequenz: Das Ver— 
rrechen oder der Kanal. 
Wie jenen Leuten wohl zu Muthe sein mag, 
nenn sie irgendwo hören oder lesen, daß dem jüngst 
vieder eröffneten Preußischen Landtage die freudige 
Zotschaft von einem Etat-Ueberschuß von 60 Mill 
Mark wurde? Sechzig Millionen Mark Ueberschuß 
vie stolz das klingt nach so vielen Defizits und 
Defizitchen. Man sollte meinen, jeder Finanzminister 
nüßte strahlen über einen Ueberschuß und noch dazu 
iber einen so gewichtigen; aber Herr Miquel arbeitet 
ziel lieber mit einem Defizit, wie mit einem Ueber— 
chuß. Im ersteren Falle kann er sein Talent im 
Erfinden neuer Steuern in allen Farben schillern lassen, 
iun aber wird es ihm schwer werden, selbst dem 
eußischen Abgeordnetenhause — das bekanntlich 
m „Ja⸗sagen“ Bedentendes leistet — die Nothwendig— 
eit nener Steuern plausibel zu machen. Aber was 
ind Hoffnungen! Herr Miquel hat schon die ver— 
hiedensten schwierigen Sachen geleistet, und so 
vollen wir trotz des Ueberschusses nicht den Tag 
or dem Abend soben. 
Bislang aber ist es noch still am Dönhoffsplatz, 
hie es auch wieder still im Reichstage, nach den 
roßen Brüsewitztagen, geworden ist. Die Tribünen 
ind so leer, wie das Parquet manches Berliner 
Nusentempels, und unten im Saale — du lieber 
hott — prangen ganze Reihen Fanteuils in feierlicher 
Inbesetztheit. Die Reichstagsabgeordneten machen 
ben von dem Rechte, zu erscheinen nach Laune und 
Wohlgefallen, ausgiebigen Gebrauch. 
Auch den Wenigen, die noch aushalten, schlägt 
ald die Erlösungsstunde. Weihnachten wirft seine 
Schatten auch in das Wallothans voraus. und nicht 
Fürst aus 
Ratschvutang in Indien. 
illzufern mehr ist die Stunde, wo Herr von Buol 
einen Mannen „Vergnügte Feiertage“ wünscher. 
hird. Und da erinnere ich mich eines einfachen 
Mannes, der einst verwundert die Frage aufwarf: 
varum denn die Reichstagsabgeordneten noch offi— 
ielle Ferien bekämen, da sie sich doch selbst so oft 
Ferien nähmen, wie es ihnen gut dünkt. Wie gesagt, 
s war ein einfacher Mann, der also fragte, und 
nan konnte ihm deshalb die Frage nicht weiter übel 
ehmen. Oder sollte der Schiller'sche Vers „Was 
ein Verstand der Verständigen sieht, das ahnet in 
Finfalt ein kindlich Gemüth“ auch in diesem Falle 
Recht behalten? 
Auf den Brettern, die die Welt bedenten, hat 
die „Saison“ schon manches Opfer gefordert. Stücke 
tominten und gehen, nur der Direktor bleibt, bis 
quch er geht, weil — es nicht mehr „geht“. 
Solch' ein Opfer hat ja nun zum Glück der 
herbst 1896 noch nicht gefordert. Sie halten Alle 
ioch ihr Schifflein über Wasser. Mit vollen Segeln 
ährt Direktor Brahm mit dem „Deutschen Theater“ 
ahin; die Modernen füllen ihnt das Haus und da— 
unit die Kasse, und noch stehen ein paar Schlager 
uus: ein neuer Hauptmann und ein neuer Fulda. 
Auch das „Theater der Lebenden“, dem in der 
etzten Zeit das Leben so schwer geworden ist, hat 
ich an einem Lindau wieder etwas erholt. Suder— 
— 0 
zIn der Morgenröthe seines „Dichter““-Ruhmes war 
der schöne Paul dem blutigen Oskar, der jetzt so 
ahm geworden ist, ein Gegenstand grimmiger 
Fehde, heute am „Abend“ seines Schaffens sinkt er 
hm als seinen Retter in die Arme. Wenn sich der 
Zatyriker noch in Blumenthal regte, er müßte sich 
elbst ironisiren. 
Paul Lindau ist, seitdem er dem Bannkreise des 
Thiergartenviertels entrückt und Meiningen'scher 
Intendant geworden ist, nicht mehr der Alte; es 
lingt etwas durch diesen „Abend“ wie eine weh— 
nüthige Selbstbespiegelung, wie ein Bilanzziehen 
eines Schaffens. „Staub, Alles Staub!“ murmelt 
cesignirt der Held seines Stückes am Schlusse und 
sacht und still senkt sich der Vorhang. 
Dder wollte Lindau nur zeigen, daß er auch 
anders als in Feuilletons sprechen kann? 
Gleichviel, der neue Lindau hat dem Ber— 
liner Premieren-Publikum nicht minder 
gefallen, als der alte und um so besser, 
als Engels sein Prophet war, der 
ewige Gast des Lessing-Theaters, der 
allein noch darüber hinwegtäuscht, daß, 
darstellerisch betrachtet, diese Bühne nur 
noch von der schönen Vergangenheit zehrt. 
Aber, wenn auch er gegangen ist, was 
dann? Nun, mag sich Direktor Blumen— 
thal den Kopf darüber zerbrechen. Und 
ist schließlich das Theaterspiel nicht ein 
Glücksspiel? Wer den Verlust ertragen 
kann und aushalten im Spiel, dem 
hlüht auch sicher wieder der Gewinn 
Heutfe mir, moraen Dir! X 
Dschaipur in Indien. 
MInter den indischen, noch nicht unter 
englischer Herrschaft stehenden 
973)0 Städten zeichnet sich Dschaipur 
Jeypore), die Siegesstadt, durch die regel— 
mäßige Anlage seiner Straßen vortheilhaft 
aus und wird deshalb auch vielfach 
als die schönste aller Hindustädte bezeichnet. 
Ihr Gründer, der Radschah Dschai-Singh, 
erfreute sich großer Gelehrsamkeit, besouders 
in der Astronomie. Die Stadt ist mit 
einer thurmreichen Backsteinmauer, durch 
velche sieben Thore führen, versehen und 
besitzt entgegengesetzt zu den in anderen 
indischen Orten meistentheils vorkoumenden
	        

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