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Sittengeschichte Berlins / Ostwald, Hans (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Sittengeschichte Berlins / Ostwald, Hans (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Loewenthal 1896
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1873-1896
ZDB-ID:
2940379-0 ZDB
Previous Title:
Adreßbuch für Berlin mit Einschluß der näheren Umgegend und Charlottenburg
Succeeding Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1850-1874
Address Directories 1875-1899
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1873
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-365237
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1850-1874

Chapter

Title:
I. Alphabetisches Verzeichniß der Einwohner Berlins mit Angabe ihres Standes und ihrer Wohnungen einschießlich sämmtlicher kaufmännischen Firmen

Chapter

Title:
D

Chapter

Title:
Da

Contents

Table of contents

  • Sittengeschichte Berlins / Ostwald, Hans (Public Domain)
  • Cover
  • Illustration: Henriette Hertz als Hebe (Ill.: Lisiewska, Anna Dorothea von)
  • Title page
  • Parthie unter den Linden im Jahre 1745
  • Die Damen
  • Illustration: Ach da hast du einen schönen Hund! (Ill.: Dörbeck, Franz Burchard)
  • Illustration: Kaffeeklatsch auf dem Windmühlenberg (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Illustration: Berliner Volksfest in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Illustration: Das Tänzerpaar Bigano (Ill.: Schadow, Gottfried)
  • Illustration: Der Mühlendamm, rechts das Ephraimsche Haus
  • Illustration: Gesellschaft im Park, 1760 (Ill.: Chodowiecki, Daniel)
  • Illustration: Prospekt Unter den Linden um 1800
  • Illustration: Sonntag auf dem Tempelhofer Feld (Ill.: Baluschek, Hans)
  • Illustration: Eingang zum Tiergarten (Ill.: Liebermann, Max)
  • Illustration: Berliner Wintermode im Jahre 1862
  • Illustration: Charlottenburg um 1820
  • Illustration: Die Zelten im Tiergarten um 1760 (Ill.: Chodowiecki, Daniel)
  • Illustration: Verbesserung der Sitten
  • Illustration: Kommn Se, Herr Baron, et fehlt bloß noch eene lumpigte Person
  • Illustration: Die Parochialkirche 1830
  • Illustration: Française (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Illustration: Kaffeevisite (Ill.: Schadow, Gottfried)
  • Illustration: Des Königs Palais um 1830 (jetzt Kronprinzen-Palais)
  • Illustration: Frau von Perponcher und Prinzessin Auguste Solms in einer Feerie, wie sie am Hof am Anfang des 19. Jahrhunderts gespielt wurde
  • Illustration: Königin Luise (Ill.: Bolt)
  • Illustration: Parade auf dem Opernplatz 1829 (Ill.: Krüger, Franz)
  • Illustration: Kurmärker und Pikardin
  • Illustration: Märztage (Ill.: Klinger, Max)
  • Illustration: Der Handschuh (Auf der Rollschuhbahn um 1880) (Ill.: Klinger, Max)
  • Illustration: Winterbelustigung auf der Spree bei den Zelten
  • Illustration: Blick auf Zeughaus und Schloss um 1860
  • Illustration: Schrödter um 1830. Wie die Berliner zwei Taler mit Gewalt loswerden
  • Illustration: Sommergarten im Berliner Vorort Mitte des 19. Jahrhunderts (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Illustration: Muskaus Kaffeegarten in Charlottenburg
  • Illustration: Der Stralower Fischzug
  • Illustration: König Wilhelm I. vor dem alten Rathause in der Königstraße 1861
  • Illustration: Winter im Tiergarten im Jahre 1860 (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Illustration: Sonntag in Moabit (um 1830-40)
  • Illustration: Versand der Liebesgaben auf dem Hofe der Garde du Corps-Kaserne 1866
  • Illustration: Abendgesellschaft am Hofe Kaiser Wilhelm I. um 1880 (Ill.: Menzel, Adolph von)
  • Illustration: 1852. Die Zeiten ändern viel - ja viel! Satire auf die Reaktion
  • Illustration: Auf der Rollschuhbahn 1880 (Ill.: Klinger, Max)
  • Illustration: Die Mutter des Künstlers (Ill.: Begas)
  • Illustration: Blick auf das königl. Schloß um 1820
  • Illustration: Die Limonadenschänkerin
  • Illustration: Interieur (Ill.: Rhein, Fritz)
  • Illustration: Die Klosterstraße um 1830
  • Illustration: Die gemeinsame Laube (Ill.: Hosemann)
  • Illustration: Die Brüderstraße mit der Petrikirche um 1800
  • Illustration: Das überraschte Liebespaar. Der tapfere Soldat. Vor der Tür steht der Ehemann, von dem Frau und Liebhaber glaubten, er sei im Straßenkampf gefallen (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Illustration: Dienstbotenluft und -leib (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Die Dienstboten
  • Illustration: Th. Döring und die Fried-Blumauer in Benedirs "Dienstboten"
  • Illustration: Weeste Muttaken, et is doch zu scheen, in'n Sommer nach Feierabend, so in de Natur spazieren zu iehen (Ill.: Baluschek, Hans)
  • Illustration: Auf, zur Festwiese! Biedermeierszene
  • Illustration: Wie eine Berlinerin mit einem Luftballon in der Hasenheide niederkam. Satire aus der Biedermeierzeit
  • Illustration: Wat - Sie will mir! Hökerin um 1830
  • Illustration: Cremser. 1830 (Ill.: Schroedter)
  • Illustration: Abendgesellschaft im Berühmten Bergerschen Tanzsaal zu Berlin (um 1790)
  • Illustration: Die Mauerstraße um 1780 (Ill.: Rosenberg)
  • Illustration: Wallfahrt nach Frantzösch Bucholz
  • Illustration: Den feiner Berliner iefällig? (Biedermeiersatire)
  • Höker und Hausierer
  • Illustration: Bücklingswagen (Ill.: Schroedter, Alwine)
  • Illustration: Der Berlinische Christmarckt
  • Kleinbürgertum und Proletariat
  • Illustration: Holzhauerfamilie
  • Illustration: Schuhmacherfamilie (Ill.: Hosemann)
  • Illustration: Ma, Schwimel-Fritze, so biste mein ji! - det nennt er 'en klenen Fitzel, un möcht ick 'en großen erst sehen. (Berliner Redensarten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts)
  • Illustration: Um de Ecke schenken se Weißbier! Zeichnung von B. Dörbeck. 1830 (Ill.: Dörbeck, Franz Burchard)
  • Illustration: Jurliese! Will se ileich raus aus den Rinnsteen! (Biedermeiersatire auf die sanitären Zustände)
  • Illustration: Torfweiber (Ill.: Dörbeck)
  • Illustration: Berliner Volkslied um 1900 (Ill.: Baluschek, Hans)
  • Illustration: Die Nachtpatrouille
  • Illustration: Eine Schneidermamsell. Der eklige Wind
  • Illustration: Der Künstler und seine Familie (Ill.: Chodowiecki, Daniel)
  • Illustration: Ein Mord (Ill.: Klinger, Max)
  • Illustration: Ehestandsfreuden (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Illustration: Tragödie (Ill.: Klinger, Max)
  • Illustration: Sie säen nicht ... (Im Proletarierviertel) (Ill.: Zille, Oskar)
  • Illustration: Er - sie - es. Aus dem Zyklus "Opfer". (Zuhälter, Dirne und Kupplerin) (Ill.: Baluschek, Hans)
  • Die Halbwelt
  • Illustration: Im vornehmen Bordell (Ill.: Chodowiecki, Daniel)
  • Illustration: Frau Fanny Hensel, geb. Mendelssohn
  • Illustration: Der Simpel. Aus dem Zyklus "Opfer" (Ill.: Baluschek, Hans)
  • Von Bürgern und Kindern
  • Illustration: Berliner Karneval. 1839 (Ill.: Hosemann, Theodor)
  • Illustration: Bettina von Arnim
  • Illustration: Abendgesellschaft in einem Hause am Dönhoffplatz, 1826
  • Illustration: Überfahren (Ill.: Kollwitz, Käthe)
  • Bilderverzeichnis
  • Personenregister
  • Sachregister
  • Cover back
  • ColorChart

Full text

37 
doch uͤber die der Kirche zu⸗ 
Katholische sammen, und 
Kirche von zwar in klei— 
damals die nen Logen 
Fuͤrstin Ga— oder Kabi— 
litzin berich— netten, die ge— 
ten: schlossen wa— 
„Die Ge— ren, Schau— 
sellschaft, die fenster nach 
sich fast taͤg— demAltarund 
lich in den der Kanzel 
Salons und hin hatten, im 
bei Hofe sah, uͤbrigen aber 
kam auch in immer so ein⸗ 
gerichtet waren, daß man, unbemerkt von der versammelten Gemeinde, 
plaudern, sich putzen, Besuche abstatten, Buͤcher lesen und mitunter auch 
recht sanft schlummern konnte. Die Loge der Graͤfin Schmettau, der Fuͤrstin— 
mutter, war immer mit Besuchern gefuͤllt — und die Andaͤchtigen hatten zu— 
letzt mehr acht auf die Schoͤnpflaͤsterchen und Schminken der Nachbarin, als 
auf den Gottesdienst.“ 
War die Kirche zum Tummelplatz der gesellschaftlichen Eitelkeiten ge— 
worden, so geschah das alles doch nicht, weil die Gesellschaft keine anderen 
Gelegenheiten zum uͤblichen Treiben hatte. Wenn es auch noch nicht schicklich 
war, daß die Damen allein spazieren gingen, wenn sie auch noch nicht auf 
die Straße hinabgestiegen waren“*, so konnten sie doch in angemessener Be— 
gleitung gewisse Punkte der Stadt aufsuchen wo sich eine Art von gesellschaft— 
lichem Leben entwickelte. Das war damals die Umgegend des Schlosses, die 
Plaͤtze am Zeughaus und an der Oper und die Straße Unter den Linden. 
Die Damen gingen dort spazieren, wie sie heute die Leipziger Straße hinunter 
gehen — immer in Geschaͤften und mit Paͤckchen beladen, waͤhrend sie fruͤher 
von Dienern und Dienerinnen begleitet wurden. 
Außer auf den Promenaden in der Stadt fand sich die elegante Welt 
auch draußen im Tiergarten zusammen. Hatte Friedrich Wilhelm J. dem 
*Ein Reisender aber entruͤstet sich uͤber die schon damals geuͤbte Sitte der Damen, 
tief verschleiert in Kokottenlokale zu gehen. Er meinte, sie wollten sich nicht vom Elend ihrer 
gefallenen Mitschwestern uͤberzeugen und helfend eingreifen — sondern sie kamen ins 
Orpheum, um die Kunstgriffe der Halbwelt zu erlernen. Sie verfolgten die Kokotten mit 
gierigen Blicken, sie praͤgten sich ihre Bewegungen, ihre Mimik, ja selbst ihre Sprache ein 
und waren nur darauf aus, in ihrer Kleidung und ihren Manieren den Dirnen zu gleichen, 
um trotz ihrer Verbluͤhtheit und trotz ihres Alters die Maͤnner an sich zu fesseln und neue 
Liebhaber zu gewinnen.
	        

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