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Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 21.1919 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Scherl 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Previous Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Succeeding Title:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1900-1924
Address Directories 1925-1943
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1941
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-2007958
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
PDF-Download nur von Einzelseiten
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1925-1943
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
Teil I. Haushaltungsvorstände, handelsgerichtlich eingetragene Firmen und Gewerbebetriebe nach Namen geordnet

Chapter

Title:
E

Chapter

Title:
Ea

Contents

Table of contents

  • Berliner Architekturwelt (Public Domain)
  • Ausgabe 21.1919 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis
  • H. 1/2
  • H. 3/4
  • H. 5/6
  • H. 7/8
  • H. 9/10
  • H. 11/12

Full text

122 
i. 
hat, fordert minder selbstherrlich die Durchsetzung 
seiner Wünsche, welcher Privatarchitekt wirft Auf 
trag oder gar Stellung einem Bauherrn vor die 
Füße, der ihm das Konzept verdirbt? — Ach nein, 
in diesen Dingen soll man doch nicht zu viel Unter 
schiede im Verhalten der Baubeamten und der 
freien Künstler zu finden suchen! Wir sind alle 
Menschen, und der Heroismus im Entsagen eines 
Schinkel wie eines Michel Angelo kann uns sowohl 
nachsichtig machen als lehren, daß die Erreichung 
eines Ideals im Bauwesen um so seltener ist, je 
größer die gestellte Aufgabe wird, denn die Zahl 
widerstreitender Einwirkungen wächst dann oft ins 
ungeheure, auch wenn es nicht so unnötig tragische 
sind, wie bei der Vorgeschichte des Reichstagsbaues. 
Der freie Künstler, der sich für einen großen Staats 
auftrag reif hält, hat oft noch keine Ahnung von 
den unvermeidlichen Schwierigkeiten der Aufgabe 
auf nichtkünstlerischem Gebiete, wie er auch oft 
nicht weiß, welche Schattenseiten das Baubeamten 
tum har, das er für bevorzugt hält! Zumeist blüht 
diesem nur die Aufgabe, alle jene widerstreitenden 
Einwirkungen oder doch die nichtkünstlerischen 
Arbeiten zu erledigen: die Verhandlungen mit den 
nufznießenden Behörden über das, meist erst nach 
allerlei Kompromissen zustande kommende Bau 
programm, die Platz- und Baustoffbeschaffung, die 
Kostenanschläge, die statischen Berechnungen, die 
Vergebung der Arbeiten und deren schließliche 
Leitung, die Erledigung baupolizeilicher Vorschriften 
und spezieller Einrichtungsfragen, wie besonders 
bei Krankenhäusern, wissenschaftlichen Instituten, 
Gefängnissen usw., und endlich die Abrechnung; 
alles Aufgaben, die dem schaffenden Künstler am 
wenigsten „liegen“ und die ihn von seiner eigent* 
liehen Tätigkeit fernhalten, so daß auch er sie, wenn 
irgend möglich, besonderen Spezialisten überträgt. 
Daß nun alle diese Arbeiten bei einem so großen 
Betriebe, wie es die Herstellung der nötigen Staats 
bauten ist — oder sicher doch war! — durch einen 
Stab von eingearbeiteten Spezialisten erledigt werden, 
ist denn doch eine sehr vernünftige Einrichtung, 
zumal sie auch wirtschaftlich vorteilhaft ist. Es ist 
gar nicht zu bezweifeln, daß ein eingearbeitetes 
Beamtenheer billiger arbeitet, als der Privatbetrieb. 
Auch sonst ist ja der Großbetrieb wohlfeiler als 
der kleine. Grundsätzlich wird sich sonach gegen 
eine Staatsbauverwaltung nichts Stichhaltiges ein 
wenden lassen; der Grad ihrer Leistungen wird 
dann freilich immer noch, wie alles Menschliche, — 
Personenfrage bleiben, d. h, von der richtigen 
Auslese der Führenden innerhalb des Beamten 
tums abhangen, eine gesonderte, für alle Beamten 
wirksamkeit geltende Frage, deren Erörterung für 
unsere Betrachtung ausgeschaltet werden kann*). 
Nur sei hier noch eines betont: es ist nicht durch 
aus nötig, daß die Führenden nun auch hervor 
ragende Künstler sein müssen, selbst wenn sie über 
die Wahl eines Entwerfenden wie bisher zu be 
stimmen und auch wohl in technischen Dingen 
ütfer den Entwurf selbst noch mitzureden hätten. 
Daß es bei einem sehr umfangreichen Bauwesen 
an sich unmöglich ist, daß sein Leiter jedem Bau 
das individuellste Gepräge seiner Persönlichkeit 
•) Ich habe sie ausführlich und möglichst unbefangen in meinem 
Buche erörtert: „Die Wenigen und die Vielen, Bausteine zu einem 
nachkrieglichen praktischen Idealismus.“ 2 Bände. Verlag von 
Erich Mafthes, Leipzig. 
gibt, ist ohne weiteres klar; daß aber feinfühlige 
und weitblickende Praktiker mit einem Stabe tüch 
tigster Künstler noch Vortreffliches leisten können, 
zeigen unterschiedliche Stadtbauverwaltungen und 
hat besonders Geheimrat Thoemer, der langjährige 
Leiter der Justizbauten im Preußischen Staate, be 
wiesen, indem er den starken künstlerischen Indi 
vidualitäten seiner Hilfsarbeiter die Bahn frei Heß. 
Schlimm wird es nur, wenn der geschickte Streber 
sich zum Leitenden emporgearbeitet hat, weil er 
alles Nichtkünstlerische tadellos und zur höchsten 
Bewunderung der oberleitenden Juristen erledigte, 
und wenn er nun ohne eigentliches Kunstgefühl 
über den „alten bewährten Formen“ hockt, um 
nicht durch Ungewöhnliches nach oben anzustoßen, 
und dann als Bauherr der Staatsbauten wirkt, in 
dem er die Künstler ganz nach seinen erlernten 
und nicht empfundenen Anschauungen ausliest und 
beeinflußt. Und so ist es auch noch im kleinen 
vom Übel, wenn der Bauleitende eines Einzelbaues 
bei mangelnder Künstlerschaft in die Einzelge 
staltungen hineinpfuscht. Die unkünstlerische De- 
tailierung ist denn auch einer der häufigsten Mängel 
bei kleineren Staatsbauten; sie beweist, daß der 
Baubeamte schließlich doch nur in seltenen Fällen 
ein durchgebildetes künstlerisches Verständnis be 
sitzt. Und dies ist kein Wunder. Die starke Künstler 
natur wird sich nur in seltenen Fällen zur Beamten 
laufbahn entschließen; tut sie es, etwa weil sie 
sich dem rauhen Lebenskämpfe nicht gewachsen 
und sich überhaupt als Fremdling im Leben fühlt, 
so wird sie fast in jedem Falle sehr bald nur noch 
künstlerisch von der Verwaltung beschäftigt, sei 
es, daß man sie im Ministerium als zeichnende 
und entwerfende Hilfskraft einstellt, sei es, daß 
man sie von dort aus als künstlerischen Architektur 
leiter neben einen rein praktischen Bauleitenden 
an einen umfangreichen Bau versetzt, ein Ver 
fahren, das doch nur ganz gleichlaufend demjenigen 
vieler Architektur-Doppelfirmen ist, wo auch ein 
Schmieden oder ßöckmann neben den Künstlern 
Gropius und Ende stand. Nur ist es ein Verfahren, 
dessen Erfolg ungemein von den Charakteren der 
Zwillingsbauleiter abhängig ist. Es können sich 
wohl gleichgesinnte Freunde zusammentun zu 
gemeinsamer Tätigkeit; man kann aber nicht „Kol 
legen“ dazu ohne weiteres zusammenkoppeln, zu 
mal dann nicht, wenn der Praktikus ein Streber 
ist. Da gebiert sich Zwietracht und Verärgerung 
des Künstlers, folglich auch Herabsetzung seiner 
Leistungsfähigkeit. 
So ergibt sich denn, daß an sich die Einrichtung 
des Staatsbauwesens durchaus als eine solche zu 
erachten war, die unter den bestehenden Be 
dingungen die zweckmäßigste war; ihre Gefahren 
liegen, wie nun einmal alle menschlichen Einrich 
tungen, nur in den Personenwagen, wie sich denn 
sagen läßt, daß alle auf Zusammenwirken vieler 
Menschen fußende wohl überlegte Einrichtungen 
so lange zweckmäßig sind, bis ihre unvermeidlichen 
Fehler von schlauen und unbedenklichen Selbst 
süchtigen erkannt und zu Staffeln eigenen Empor 
kommens ausgenutzt und damit schnell vergrößert 
werden, bis eines Tages Vernunft Unsinn, Wohltat 
Plage geworden. Daß wir aber so weit schon vor 
der Revolution abgewirtschaftet hätten, könnte nur 
Böswilligkeit oder Verbohrtheit behaupten. Das 
Verfahren, bedeutsame Bauten durch freie Künstler 
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  • Waldsiedlung Spandau (Hakenfelde) zum Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldsiedlung_Hakenfelde
    17

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