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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 6.1880 (Public Domain)

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fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 6.1880 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Scherl 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Previous Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Succeeding Title:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1900-1924
Address Directories 1925-1943
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1937
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-2207597
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
PDF-Download nur von Einzelseiten
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1925-1943
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
Teil I. Einwohner und Firmen nach Namen geordnet

Chapter

Title:
Einwohner und Firmen der Stadt Berlin geordnet nach Namen

Chapter

Title:
D

Chapter

Title:
Da

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 6.1880 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 03.01.1880
  • Nr. 2, 10.01.1880
  • Nr. 3, 17.01.1880
  • Nr. 4, 24.01.1880
  • Nr. 5, 31.01.1880
  • Nr. 6, 07.02.1880
  • Nr. 7, 14.02.1880
  • Nr. 8, 21.02.1880
  • Nr. 9, 28.02.1880
  • Nr. 10, 06.03.1880
  • Nr. 11, 13.03.1880
  • Nr. 12, 20.03.1880
  • Nr. 13, 27.03.1880
  • Nr. 14, 03.04.1880
  • Nr. 15, 10.04.1880
  • Nr. 16, 17.04.1880
  • Nr. 17, 24.04.1880
  • Nr. 18, 01.05.1880
  • Nr. 19, 08.05.1880
  • Nr. 20, 15.05.1880
  • Nr. 21, 22.05.1880
  • Nr. 22, 29.05.1880
  • Nr. 23, 05.06.1880
  • Nr. 24, 12.06.1880
  • Nr. 25, 19.06.1880
  • Nr. 26, 26.06.1880
  • Nr. 27, 03.07.1880
  • Nr. 28, 10.07.1880
  • Nr. 29, 17.07.1880
  • Nr. 30, 24.07.1880
  • Nr. 31, 31.07.1880
  • Nr. 32, 07.08.1880
  • Nr. 33, 14.08.1880
  • Nr. 34, 21.08.1880
  • Nr. 35, 28.08.1880
  • Nr. 36, 04.09.1880
  • Nr. 37, 11.09.1880
  • Nr. 38, 18.09.1880
  • Nr. 39, 25.09.1880

Full text

419 
spcctiven in Bezug auf ältere, jetzt veränderte Localitäten, ganz 
abgesehen von den Veränderungen in den Namen der Straßen und 
Plätze. Schlagen wir z. B. den Werderschcn Markt auf. 
Da-steht das „Gewesene Werdersche 'Rathhaus, nunmehro 
Neue Müntze" noch mitten auf dem Platze. Auch die Verwendung 
der Häuser klingt uns zum Theil fremd. Die Werdersche Kirche 
und die Fleischscharren sind zwar da, was weiß die jetzige Generation 
aber vom Packhos dort und vom Ober-Kriegscollegium im Fürsten 
hauses Links der Geh. Rath Humbert wird uns durch seine Nach 
kommen näher gerückt, die noch in Berlin vorhanden, aber von der 
Hippelschcn Weinstube wissen auch nur noch die alten Berliner. 
Und doch war sie ihrer Zeit berühmt, denn da sahen des Abends 
oft die gelehrten Herrn des alten Berlins und labten sich an dem 
guten Wein zuweilen bis tief in die Nacht hinein, wenigstens 
schrieb man einem s. Z. berühmten und geistreichen Professor vom 
Grauen Kloster den Spruch zu: 
Es singt noch keine Nachtigall, 
Es schlägt noch keine Wachtel, 
Ich aber denk in meinem Sinn: 
„Herr Hippel noch ein Achtel!" 
Das Werdersche Gymnasium im Hintergründe des Ober-Kriegs- 
Collegium ist nicht verzeichnet, offenbar, da es nicht Eigenthümer 
war. Aber es war schon in den Localitäten, aus denen es erst 
in der neueren Zeit ausgezogen. Wenigstens giebt es einen amt- 
lichen Bericht über „die Thätigkeit" des damaligen Directors Z.*) I 
beim Brande des „Werderschcn Rathhauses", welcher der Tradition j 
nach eigenthümlich lautete. „Ich stand an einem der oberen Fenster 
des Gymnasiums", soll der Bericht lauten, „und verfolgte genau 
den Brand und Herr Eonrector Sch.**) half mir dabei". 
Am charakteristischten ist natürlich der Weg vom Schloß bis 
zum Brandenburger Thor. Von einem ornamentalen Preußen, 
das im Anschluß an seine Geschichte seitdem dort entstanden, ist, 
abgesehen von dem König!. Palais (und dem Zeughause) noch 
keine Spur. Kam man über die Schloßbrücke, so wohnte links 
in der jetzigen Commandantur der Gen. Maj. von Götze und der 
Kriegsrath Schmidt, daran schloß sich das Palais des Königs und 
jenseits der Oberwallstraße .der Garten Sr. König!. Hoheit des 
verst. Prinzen Louis von Preußen, (das spätere sogen. Prinzessincn- 
Palais), worauf das Opernhaus folgte, während rechts hinter dem 
Zeughause die Artillerie - Hauptwache, dann der „Bierschenker" 
Rothkirch kam und endlich nach dem Festungsgraben das Palais 
des Prinzen Heinrich (die jetzige Universität) diese Gruppe abschloß. 
Ob der „Bierschenker" Rothkirch cs gewesen, von dem die niedliche 
Geschichte mit Friedrich Wilhelm Hl. aus der Zeit des Baus der 
Königswache dort herrührt, wissen wir nicht; jedenfalls gehört sie 
aber auch zum alten Berlin, das trauliche Verhältniß des alten 
Knapphans bei der Wache, der allmorgcntlich den König, wenn er 
ans Fenster des gegenüberliegenden Schlosses trat, durch Lüpfen 
seiner Kappe begrüßte und einen Gegengruß wahrzunehmen wähnte, 
seine Sorge, als die sogen. Königswache dann in erweiterter Form 
gebaut wurde, seinen Stand und Brot bei der Wachtparade zu 
verlieren, endlich seine angeblich „im Sinne des Königs" abgefaßte 
Bittschrift: „Da Königswache gebaut wird, wo bleibt Knapphans" 
und des Königs Antwort in einfacher Corrcctur der Bittschrift und 
Versetzung des „da" und „wo": Wo Königswache gebaut wird, 
da bleibt Knapphans." 
Doch jetzt sind wir an den Linden. Diese sind besonders 
charakteristisch. 
Das Palais des Kaisers fehlt natürlich noch. Die Bibliothek oder 
wie sie der alte Berliner nannte „die Commode" mit ihrem bintrimen- 
tum Spiritus, diese vom Großen Kurfürsten begründete Schatzkammer 
der Wissenschaften blickt uns aber schon links entgegen und rechts die 
Akademie der Künste und Wissenschaften. Dahinter kommen dieKönigl. 
Ställe (später z. Th. mit zur Academie. genommen) undftveiter unten 
„der König!. Pontonhof und Laboratorium der Artillerie" und. 
links „im Hintergebäude" die Artillerie-Academie als Gebäude 
officicllen Charactcrs; alles klebrige sind Privatgebäude in bunter 
Mischung, jedoch noch unter einem gewissen Prävalirem des adligen 
Charactcrs der betr. Eigenthümer, besonders nach den Thoren zu. 
Die „Stadt Rom" an der Ecke der Charlottenstraße ist schon da, 
der Gasthof zum „silbernen Mond" weiter hinunter ist verschwunden 
und der links „zum goldenen Hirsch" (Heudtbaß) hat ivenigstens 
jenen Namen aufgegeben. Hingegen florirt noch die Weinhandlung 
von Habel in demselben Geschlecht, was besonders hervorzuheben, 
da alle anderen Eigenthümernamen vom Adel wie vom Civil dort 
verschwunden sind. Die aristokratischen Häuser haben meist nur 2, 
höchstens 3, die übrigen z. Th. sogen, vier Etagen. Das Pots 
damer Thor war übrigens weniger aristokratisch, zwar wohnten 
am „Achteck", wie der Platz hieß, auch der Major a. D. v. Knobels 
dorf, der Geh. Fin.-Nath v.. Hagen, der Obrist v. Guionneau und 
der Domcapitular v. Rochow, aber auch noch u. A. vier Vichmästcr 
und zwei Schlächter. 
Ueberhaupt zeigt sich in dem ganzen Wohnungsanzeiger ein 
durchgehender Wechsel der Hausbesitzer; in den einzelnen Straßen 
sind nur höchstens immer ein paar Häuser, meist geschäftlichen Be 
triebs in denselben Familien geblieben, wenigstens in männlicher 
Linie. Die Stralauerstraße hat z. B. als Straße im Innern schon 
verhältnißmäßig viel, indem sie noch jetzt wie damals die Namen 
Keibel, Bier, Steinhaufen, Nobiling und Ravend aufweist, in der 
Köpnickerstraße finden sich auf der rechten Seite dem Thore zu in 
unserem alten Wvhnungsanzeiger verzeichnet: Viehmäster Hoffman, 
Viehmäster Koppen, Gärtner Richard, deren Namen noch daselbst 
vertreten; in dem Theile der inneren Stadt zu sind aber jetzt von 
den damaligen Hausbesitzern nur noch Kahlbaüm, Brauer und schräg 
gegenüber Victualienhändlcr Hockendorf (soll, heißen Heckendorf) in 
den Nachkommen repräsentirt. In der Blumenstraße, damals 
Lehnigasse, fällt uns nur die Familie Bouchv aus, mehr dem Innern 
der Stadt wieder zu, in der Königstraße finden wir auch nur die 
zwei Firmen Charton sowie Köppen und Schier noch wieder, die 
letztere aber damals mehr der Heiligen Geiststrahe zu. So geht 
es durch das ganze Alte Berlin; die Continuität im Hausbesitz 
-ist eine verschwindende. 
Es wäre aber ein Irrthum diesen großartigen Wandel bloß 
auf die neuste moderne Cultur- und politische Entfaltung Berlins 
als einer als Weltstadt und Hauptstadt des Deutschen Reichs zu 
beziehen. Die constatirten Facta waren zunächst schon Ende der 
vierziger, Anfang der fünfziger Jahre schon, wie ich mich erinnere, 
vorhanden. Nach Allem hatte der Krieg und die Zustände von 
1807—1815 hauptsächlich zu der erwähnten Veränderung der be 
treffenden Bcsitzverhältnisse das hauptsächlichste beigetragen. Freilich 
tritt gerade an den Brennpunkten der Cultur schon mit jeder, ge 
schweige denn mit zwei Generationen erfahrungsgemäß vielfach 
eine Wandlung in den Bcsitzvcrhältnissen überhaupt ein; Familien 
erschlaffen in ihren Gliedern, andere strebsame kommen aus den 
unteren Schichten empor; um so mehr wird sich dies natürlich 
immer noch im Festhalten oder Aufgeben eines bestimmten 
Hausbesitz cs geltend machen. 
Wie mag erst ein Vergleich des Wohnungsanzeigers von 1899 
mit dem von 1799 in denjenigen Theilen der Stadt Berlin aus 
fallen, die damals bereits vorhanden waren? 
*) Zimmermcmn. Sinnt, der Red. 
**) Schwalbe oder Schwabe. Amn. der Red.
	        

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