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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe V.1855 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Scherl 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Previous Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Succeeding Title:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1900-1924
Address Directories 1925-1943
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1931
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-4034689
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
PDF-Download nur von Einzelseiten
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1925-1943
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
Zur Handhabung des Adreßbuches

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe V.1855 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. I/II
  • H. III-V
  • H. VI/VIII
  • H. IX/X
  • H. XI/XII

Full text

49 
Architektonische Notizen, gesammelt auf der Bereisung der Ostbahn: Danzig. 
50 
4 
Kirche in 11 GewÖlbfelder. Da die Spannweite des Mittel- j 
schiffes 34 Fufs, des Seitenschiffes 28 Fufs, der Scheidbögen 
16 Fufs beträgt*), so ergiebt sich für die GewÖlbfelder, selbst 
der Seitenschiffe, die Grundform eines Rechteckes, die nur 
für die Kreuzvierung — und auffallender Weise auch für das 
an dieselbe stofseude erste Chorgewoibe — ein Quadrat bil 
det. Vor die Westseite des gewaltigen Baues legt sich ein 
kolossaler viereckiger Thurm. 
Die Durchbildung des Innern beschränkt sich auf sehr 
einfache Formen. Die Pfeiler sind ziemlich massiv, 7 Fufs im 
Durchmesser stark, von achteckiger Grundform, mit einfacher 
polygoner Basis und einem aus wenigen Gliedern (Deckplatte, 
Rundstab und Kehle) zusammengesetzten Kämpfergesimse. Die 
Scheidbögen sind nur an den der Schrägseite des Pfeilers ent 
sprechenden Flächen gegliedert, und zwar durch 3 Rundstäbe 
ohne Kehlen. Nur die Gewölbe, deren Rippen auf Masken- 
consolen, und zwar in unorganischer Weise oberhalb derKäm- 
pfergesimsc, ruhen, zeigen eine reichere Entfaltung. Sie be 
stehen nämlich im Chor aus einfacheren, im Schiff aus sehr 
brillanten Stern- und Netzgewölbon, die wie ein feines, viel 
fach verschlungenes Gewebe in buntem Linienspiel die ern 
sten, hochragenden Hallen überspannen.. Nur in den Seiten 
schiffen haben diese Gewölbe keine Rippen und erhalten durch 
die tief eingezogenen Kappen einen noch seltsameren, phanta 
stischen Charakter. In den, von den Strebepfeilern einge 
schlossenen Capellen herrscht das einfache Kreuzgewölbe mit 
Hippen. Die hohen, breiten Spitzbogenfenster, deren Stab 
werk ohne zierlichere Formenbildung bis in den Schlufsbogen 
aufsteigt, haben eine rechtwinklige, nur an den Ecken mit ei 
nem Rundstab eingefafste Wandung. Aehnlich wie an den 
Gewölben entdeckt man auch an der Pfeilerbildung eine Ter- 
scliiedenartigkeit der Östlichen Theile und der westlichen. In 
Chor und Kreuzarm haben die Pfeilerecken ^ine Einfassung 
von zwei durch eine Hohlkehle getrennten Rundstäben, wäh- [ 
rend im Schiffe diese zierlichere Gliederung fehlt. Diese ün- | 
terschiede erklären sich einfach durch die bereits erwähnte Ge- | 
schichte des Baues. 
Minder glücklich als' das durch seine Weite und Höhe 
bedeutende, in seinen einzelnen Abmessungen den würdigen 
Eindruck verstärkende Innere stellt sich das Aeufsere dar. 
Zwar ist an den Fensterwandungen hier durch reichere Pro- 
filirung eine lebendigere Schattenwirkung erzielt; zwar schlie- 
fsen die Mauern gegen das Dach mit kräftigen Friesen ans 
Formsteinen und einem an deutsch-kirchlicher Architektur sonst 
seltenen Zinnenkränze; zwar sind auch die Portale durch Or 
namente in Formsteinen wirkungsvoll hervorgehoben; allein 
die völlig monotonen, nicht einmal durch Strebepfeiler geglie 
derten ungeheuren Wandflächen, die nur durch die ebenso 
ungefügigen langen Fenster unterbrochen werden, lähmen den 
Eindruck des Imposanten und stehen in einem unvermittelten 
Gegensätze zu den reich mit Lisenen detaillirten Giebelchen 
an Kreuzarmen und Chorseite, die obendrein auf den Ecken 
durch polygone Thürmcben mit schlanken Spitzen eine luf- i 
lige, pikante Zierde erhalten. Dagegen wirkt, von ferne ge- i 
sehen, die alle andern Gebäude überragende Kirche mit ihren 
vielen Treppenthurmchen, zu denen noch mehrere Dachreiter 
auf dem Mittelschiffe hinzukommen, und dem massigen vier 
eckigen Thurme, der mit einem stumpfen Dache schliefst, in 
sehr imposanter Weise. 
Es liegt hier nicht in unsrer Absicht, in ausführlicher Be 
schreibung auf die Menge von zum Theil kostbaren und kfinst- 
*) Die Maafse sind nach Ranisch’s 1695 herausgegebener Be 
schreibung der Kirchen Danzigs genommen. 
lerisch werthvollen Denkmälern einzugehen, welche diese Kir 
che enthält. Es genüge nur, kurz darauf hinzudeuten, dafs 
von den 55 Altären, welche sie einst besafs, noch jetzt 46 er 
halten sind, gröfstentheils mit äufserst brillanten Renaissance- 
Architekturen geschmückt, dafs eine grofse Anzahl reich und 
schön gearbeiteter messingener Krön- und Wandleuchter, so 
wie verschiedene schön stylisirte gothische Armleuchter sich 
vorlinden, die aber allesammt an Pracht der Ausstattung durch 
den grofsen in üppiger Renaissance anegeführten Tauflmrmen, 
der sammt seinem Emfassungsgeländer ein kostbares Werk 
belgischer Kunstgiefserei ist, übertroffen werden. Dazu kommt 
ein ebenso bedeutender Reichthum von Holzschnitzereien an 
Chorstühleri und Altarschreinen, von Gemälden der verschie 
denen mittelalterlichen Kunst-Epochen, unter denen allein das 
berühmte jüngste Gericht, von einem der bedeutendsten Mei 
ster der Eyck 5 sehen Schule, in seiner Richtung ein Prachtwerk 
ersten Ranges genannt werden mufs. Heutzutage giebt es in 
Deutschland sehr wenige Kirchen, die sich mit dieser ver 
schwenderischen Ausstattung irgendwie messen können. 
Von den übrigen Kirchen Danzigs befolgen einige die 
selbe Anordnung der nach innen gezogenen Strebepfeiler, wäh 
rend andere in sonst herkömmlicher Weise dieselben am Aeu- 
fseren hervortreten lassen: allen dagegen ohne Ausnahme ist 
der geradlinige Chorschlufs gemeinsam. Eine der stattlichsten 
Anlagen zeigt die Johanniskirche. Sie hat, gleich der 
Marienkirche, ein Kreuzschiff, jedoch ohne Abseiten, während 
der Chor, gleich dem Westschiffe, dreischiffig ist. Den west 
lichen Theil bilden vier schmal rechteckige Gewölbe, anf drei 
Paar Pfeilern ruhend; der Chor ist dagegen um ein Gewölbe 
feld kürzer. Er hat also eine verhältnifsmäfsig bedeutendere 
Längeuausdehnung als der Chor an S. Marien. Die ganze 
Länge der Kirche, einschliefslich des viereckigen Westthur- 
mes, beträgt 222 Fufs, die Weite des Mittelschiffes 23 Fufs. 
I Die Strebepfeiler sind hier nach aufsen angebracht, die Pfeiler 
i sind achteckig mit einem feinen Rundstab auf den Ecken und 
i gehen ohne Kämpfergesims in die Scheidbögen über. Die 
i Vierung des Querschiffes wird, wie in der Marienkirche, durch 
massige Kreuzpfeiler, deren vorspringende Ecken abgeschrägt 
^ind, begränzt. Die Gewölbe zeigen durchweg die brillante 
sten Netzverschlingungen, unter Zugrundelegung der Stern 
figur; die Schenkel der Rippen überschneiden einander in spät 
mittelalterlicher Weise an ihren Scheitelpunkten. Nach einer 
neben der Sakristeithür befindlichen alten Inschrift sind die 
selben in den Jahren 1463 bis 1465 ausgeführt Die Kirche 
soll dagegen viel früher erbaut worden sein und lange Zeit 
— man spricht von 100 Jahren — nur eine hölzerne Bedek- 
kung gehabt haben. Das Aeufsere erhält durch die Strebe 
pfeiler und die mit Lisenen und Fialen geschmückten Giebel 
einige Belebung, Auf dem Kreuze erhebt sich ein schlanker 
Dachreiter, am Westende dagegen ein kräftiger viereckiger 
Thurm mit späterem Dachaufsatz. Die Kirche bewahrt einige 
interessante alte Mefsgewänder, prächtige Messing-Kronleuchter 
i aus dem 17. Jahrhundert, und spätgothische Chorstühle von 
i einfacher, aber tüchtiger Arbeit. Beachtenswerth ist auch der 
mittelalterliche Eisenbeschlag sammt Löwenkopf an der Sa 
kristeithür. 
Die nach innen gezogenen Strebepfeiler sammt den da 
durch entstehenden Capellen findet man wieder in der ehe 
maligen Dominicanerkirche, wahrscheinlich einer der frü 
hesten in Danzig. Ihre volle Längen-Ausdehnuug im Lichten 
beträgt 233 Fufs bei 32 Fufs Weite des Mittelschiffs. Sife be 
steht aus einem Schiffe, das durch 5 Paar Pfeiler von den 
Abseiten getrennt wird, und einem 4 Gewölbfeider enthalten 
den einschiffig vorgelegten geradlinig geschlossenen Chore. Die
	        

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