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Kurzbericht zur Inspektion der Katharina-Heinroth-Grundschule (04G20) (Rights reserved)

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Monograph

Author:
Schmidt, Valentin Heinrich
Title:
Wegweiser für Fremde und Einheimische durch die königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam und die umliegende Gegend, enthaltend eine kurze Nachricht von allen daselbst befindlichen Merkwürdigkeiten : in einem bis jetzt fortgesetzten Auszuge der grossen Beschreibung von Berlin und Potsdam / [Valentin Heinrich Schmidt]
Edition:
Dritte, vermehrte und gänzlich umgearbeitete Ausgabe
Publication:
Berlin: Nicolai, 1813
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2019
Scope:
XXVIII, 288 Seiten
Berlin:
B 22 Berlinführer bis 1945
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15370933
Collection:
General Regional Studies
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 22/98:1813
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Vierter Abschnitt. Vom Staatsrath, den obersten Staatsbehörden, und den davon abhängenden Kollegien

Chapter

Title:
III. Vom Staatskanzler

Contents

Table of contents

  • Bauhandwerker (Public Domain)
  • Ausgabe 13.1897 (Public Domain)
  • 10. April 1897, Nr. 15
  • 17. April 1897, Nr. 16
  • 24. April 1897, Nr. 17
  • 1. Mai 1897, Nr. 18
  • 8. Mai 1897, Nr. 19
  • 15. Mai 1897, Nr. 20
  • 22. Mai 1897, Nr. 21
  • 5. Juni 1897, Nr. 23
  • 12. Juni 1897, Nr. 24
  • 19. Juni 1897, Nr. 25
  • 26. Juni 1897, Nr. 26
  • 17. Juli 1897, Nr. 29
  • 24. Juli 1897, Nr. 30
  • 31. Juli 1897, Nr. 31
  • 7. August 1897, Nr. 32
  • 14. August 1897, Nr. 33
  • 21. August 1897, Nr. 34
  • 28. August 1897, Nr. 35
  • 4. September 1897, Nr. 36
  • 11. September 1897, Nr. 37
  • 18. September 1897, Nr. 38
  • 25. September 1897, Nr. 39
  • ColorChart

Full text

energisch entgegentreten, und die gute Organisation ist 
im Stande, den fast schamlosen Zumuthungen mit Erfolg 
entgegenzutreten. 
Glauben Sie nicht meine Herren, daß Sie mit 
Ihrem Wollen nichts, reine garnichts erzielen. 
Zandlungen beweisen. Sie wünschen oder haben be— 
chlossen: 
Bildung von Arbeiterausschüssen zur Regelung des 
Verkehres zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. 
Erstrebung einer gemeinsamen Arbeitsordnung für 
den Verband unter Zuziehung der Arbeiter: 
Einrichtung eines Einigungsamtes, welches in 
Thätigkeit tritt, wenn die lokalen Ausschüsse keine 
Einigkeit herstellen können.“ 
. Erstrebung eines Marximalarbeitstages. 
». Regelung des Lehrlingswesens ?xc. ꝛc. 
Gut, nennen wir die Lohnkommissionen „Arbeiter⸗ 
russchüsse“, aber lassen Sie die Arbeiter frei und offen 
hre Klagen vorbringen und versuchen Sie nicht, durck 
gemeinsame Arbeitsordnungen, Verbandszeugnisse u. s. w. 
diese Arbeiterausschüsse unmöglich zu machen. Die Er— 
richtung eines Einigungsamtes, sowie Einführung eines 
Maximalarbeitstages erstrebten wir schon lange vordem, 
ehe sich die Arbeiter des Fichtelgebirges vereinigten, nur 
dei uns kommt in Betracht, daß bei solchen Einigungs 
Aemter der Arbeitnehmer das gleiche Recht hat, 
als die Arbeitgeber, der letztere darf nicht mehr 
Stimmen besitzen als der Arbeiter, ieder das 
gleiche Stimmrecht 
Wenn Sie ferner sich mit dem Gedanken tragen 
daß die Schleifer und Hilfsarbeiter eine längere Arbeits— 
zeit haben sollen als die Steinmetzen, angeblich weil ihr 
Beruf nicht so ungesund ist, dann kann auch von einem 
Maximalarbeitstag für die Steinarbeiter keine Rede sein. 
Was nun das Lehrlingswesen anbelangt, sollen vielleich! 
auch Lehrbriefe und andere zünftlerische Einführungen mit 
eingeführt werden? 
Nun, meine Herren, das ganze, was sie den Arbeitern 
da versprechen, nenne ic Sand in die Augen streuen 
»der Vorspiegelung falscher Thatsachen. Beweisen Sie 
daß ich Unrecht habe und ich will mich freuen. 
WP. Mitschke. 
Konferenz der Steinarbeiter 
am 1. Augul 1897 zu Karlsruhe. 
(Unliebsam verspätet.) 
Kollege Diebold, Karlsruhe, eröffnet die Konferenz 
im 11 Uhr und heißt die Delegirten herzlich will— 
dommen. Ins Bureau wurden folgende Kollegen ge— 
wählt: als J. Vorsitzender Kraft-Mannheim, II. Vor— 
iitzender Diebold-Karlsruhe, als J. Schriftführer 
Dippel-Frankfurt a. M., II. Schriftführer Dehmer 
Tarlsruhe. Als Führer der Rednerliste Vajhunger 
Karlsruhe und zur Mandat-Prüfungskommission die 
Kollegen Bogenhardt-Freiburg i. B. Pühler 
Straßburg und Stock-Ludwigshafen a. R. 
Folgende von Frankfurt beantragte Tagesordnung 
wurde angenommen: 1. Berichterstattung über die 
Thätigkeit des verflossenen Geschäftsjahres seitens des 
süddeutschen Agitationskomitees. 2. Bericht der Dele— 
girten über Agitation und Eintheilung der Agitations— 
Bezirke. 3. Organisation. 4. Presse. 5. Geschirrfrage 
und Statistik. 6. Neuwahl des süddeutschen Agitations— 
romitees. 7. Anträge und Verschiedenes. 
Vor Eingang in die Tagesordnung stellt Dippel— 
Frankfurt a. M. den Antrag Redefreiheit zu gewähren, 
daß aber zur Abstimmung nur die Delegirten allein be— 
rechtigt seien; dieses wurde angenommen. Kollege 
Hofmann-Mannheim erstattet folgenden Bericht: 
In Süddeutschland habe die Agitation noch nickt den 
richtigen Erfolg gezeigt, auch sei die vorjährige Wahl 
zum Agitationskomitee ein Mißgriff gewesen. Kollege 
Hörner habe sich um nichts bekümmert. An der 
Korrespondenz betheiligten sich sehr fleißig Straßburg 
und Karlsruhe, von manchen Orten erhielten wir 
eine Zuschrift, trotz mehrerer Briefe, welche dorthin ge— 
chickt wurden. In diesem Jahr wurde seitens der 
Mannheimer Kollegen die Agitation fleißiger betrieben, 
und ist bereits unsere Kasse erschöpft. Ein Antrag, die 
Geschäftsleitung möge dem süddeutschen Agitations 
komitee 200 Mk. zuweisen, wurde nicht berücksichtigt. 
worüber Mißstimmung unter den Mannheimer Kollegen 
herrschte. Sie sind der Meinung, der Sitz der — 
tationskommission sei zu verlegen, denn sie könnten die 
Kosten nicht allein bestreiten. Nach längerer Dehbatl— 
wurde folgende Resolution angenommen; 
In Erwägung, daß allerorts seitens der Dele 
girten Beschwerde erhoben wurde, wegen der wenigen 
Beldmittel zur PBetreibung der süddeutschen Agitation, 
protestirt die hier tagende SteinarbeiterKonferenz zu 
Karlsruhe aufs entschiedenste dagegen, daß noch nicht 
einmal das füddeutsche Agitationskomitee berücksichtigt 
wurde seitens der Geschäftsleitung und beschließt dem— 
gemaß die Konserenz infolge der regen Agitation in 
Süddentschland, in Zukunit uns mehr Beachtung zu 
schenken und uns auch finanziell zu unterstützen.“ 
Nun kam die Berichterstattung über die Agitation 
feitens der Delegirten. Foldgend- Anträge wurden qan— 
genommen: J. Die Konferenz möge beschließen, eine 
Agitationstour vorzunehmen für Süddeutschland. Es 
vurde Kollege Kraft-Mannheim dazu gewählt 
II. Die Konferenz theilt die Bezirke wie folgt ein 
Mannheim für das badische Unterland und hessischen 
DOdenwald. Karlsruhe für das Murkthal und der 
Distrikt Sulzfeld. Freiburg für das badische Ober 
land. Ludwigshafen a. R. für die vordere Pfal— 
und Speier für die hintere Pfalz. Straßburg für 
xẽlsaß und Frankfurt a. M. für das Main- und 
dahnthal. Inzwischen verlas der Vorsitzende cin Tele— 
zramm aus Speier: „Bestes Gedeihen unserer Sachte 
vünschen die Kollegen Biedermann, Bürkle unt 
Fäger. Betreffs der Organisation sprachen einige 
Delegirte über deren Zweck und Nutzen und wurde ein 
ntsprechender Antrag angenommen, welcher sich auch 
nit unserer Organisationsform einverstanden erklärt. 
In Betreff der Presse wurde nach eingehender 
Ddebatte der im „Bauhandwerker“ veröffentlichte 
Antrag angenommen. Zur Geschirrfrage und 
Statistik wurde hauptsächlich betont, daß die einzelnen 
Bezirke sich mit dem Statistiker in Verbindung setzen 
ollen, um so auf diese Weise eine genaue Statistik zu 
ermöglichen, auch sollen die größeren Agitations-Bezirke 
Bezirksfragebogen ausarbeiten, dieselben in ihren 
Distrikten verbreiten und das gesammelte Material dem 
Seneral⸗Statistiker zuweisen. 
Bei Neuwahl des süddeutschen Agitationskomitees 
wurde Mannheim als Sitz wieder gewählt. 
Bei Punkt Verschiedenes wurde der Antrag von 
Ztock-LZudwigshafen, die nächste Konferenz in der 
Pfalz abzuhalten, abgelehnt, und wurde es dem süd 
»eutschen Agitationskomitee überlassen, den Ort zu be— 
timmen, welcher am geeignetsten erscheint. 
Ein Antrag Frankfurt a. M., die nächstjährige 
donferenz auf Ostern abzuhalten, wurde angenommen. 
Hierauf fand die Konferenz ihre Erledigung, indem 
Kollege Diebold-Karlsruhe eine glückliche Heimreise 
wünschte und jedem nochmals ans Herz legte, that— 
krüftig für unsere gerechte Sache zu agitiren. 
Hermannn Dippel, Schriftführer, 
Frankfurt a. M.. Buragstr. 126. 
Berliu. In der am 7. September stattgefundener 
zffentlichen Steinarbeiter-Versammlung wurde die Frage 
der Verbreitung des neuen Fachorgans „der Steinarbeiter“ 
ꝛrörtert, Man wurde sich klar und wurde auch beschlossen, 
daß die Verbreiter des Fachorgans auf den einzelnen 
Werkplätzen gewählte Vertrauenspersonen sein sollten, 
welche sich der Kontrolle der Kollegen des betreffenden 
Platzes zu unterstellen haben; man hofft, dadurch zu 
verhindern, daß Unregelmäßigkeiten bei der Bezahlung 
der Abonnementsgelder vorkommen, indem die Kollegen 
durch Ausübung der Kontrolle dafür zu sorgen haben, 
daß das von ihnen gezahlte Geld richtig und pünktlich 
abgeliefert wird. Es hat dieses im Interesse aller zu 
Jeschehen, denn der etwaige Ueberschuß kommt der Organi 
sation zu Gute, während sie auch das Defizit zu decken 
hat. Durch diese Einführung glaubt man auch dir 
Führung einer Restantenliste, wie sie der „Bauhand 
werker“ hatte, zu vermeiden. Auch das angeführte 
Wechseln der Plätze seitens der Kollegen sei kein Hinder— 
niß, indem dieselben, nach Vorzeigen der bezahlten 
Quittung von dem Verbreiter des neuen Platzes das 
Fachorgan zugestellt bekommen, nur hat derselbe soviel 
Exemplare, wie er mehr braucht, beim Verleger nachzu— 
bestellen, während sie der andere abbestellt, die Abonnenten 
werden also gegenseitig ausgetauscht. (Es wäre gut, 
wenn die Verbreitung des „Steinarbeiter“ in anderen 
Orten ebenso gehandhabt würde.) 
Dann wurde an Stelle des Kollegen Thomas 
welcher als Redakteur des Steinarbeiter gewählt ist, 
Kollege Aug. Gönnert in die Kontrollkommission gewählt 
Die Unterstützung der aus der Krankenkasse ausgesteuerten 
Kollegen wird von verschiedenen Seiten nicht mehr gut 
geheißen, weil sie uns zu viel Geld kostet, es wurden 
bisher 5 Mk. pro Woche bewilligt, und weil es viel 
Streit dadurch gegeben hat. Unsere Organisation, so 
wurde angeführt, sei eine Kampfesorganisation und keine 
Interstützungskasse. Es wurde dies früher für gut be 
unden, um uns fernstehende Kollegen dadurch an die 
Organisation zu fesseln. Es wurde hauptfsächlich betont, 
es ginge auch jetzt noch durchzuführen, wenn sich nich 
o viele Kollegen von der Bezahlung der Beiträge drückten 
Durch die Verlängerung der Bezahlung des Kranken 
geldes seitens der Krankenkasse von 13 auf 26 Wochen 
wird nun die Organisation von den Kollegen nich! 
nehr so in Anspruch genommen werden und die Sache 
wurde nochmal bei dem bisherigen Modus gelassen. 
Unter Verschiedenem wurde das harte Verhalten 
der Poliere von den Werkplätzen der Gebr. Zeidler und 
C. Schilling. Kollegen gegenüber, welche ihr gutes Rech 
wollten, gekennzeichnet und allseitig gemißbilligt. Bei 
irgend welchen Vorkommnissen wird den Kollegen gesagt 
daß sie nur aus Gnade und Barmherzigigkeit beschäftig! 
werden und immerwährend wird mit Feierabend gedroht. 
Die Besprechungen über Lohnstreitigkeiten oder das 
Perlangen der Bezählung nach dem von den Meistorn 
unterschriebenen Tarif ist im Budenrecht einfach verboten. 
Kollegen, welche für das ihnen noch zustehende Rechr 
eintreten wollen, werden mit den Worten wie „Mau 
halten“, „an die Arbeit scheeren“ u. s. w. zurückgewiesen. 
Es sind aber immer welche, die sich eine derartige 
Behandlung gefallen lafsen oder ihre Stücke garnicht 
aach Tarif bezahlt verlangen und daher glauben die 
Polire sich in ihrem Recht. 
Ueber die Maßregelung eines Kollegen wurde ver— 
handelt und demselben Unterstützung bis er Arbeit erhält 
ꝛventuell Reisegeld bewilligt. Derselbe arbeitete bei der 
Firma Casalla u. Pedrocki, welche die Arbeit für die 
Fürstenstandbilder in der Siegesallee machen, aber 
weder den in Berlin üblichen Minimallohn zahlen, noch 
die Berliner Arbeitszeit inne halten, es liegt dies viel 
an den dort arbeitenden Kollegen mit. Als der betreffende 
Kollege deswegen vorstellig wurde und andere Bezahlung 
verlangte, erhielt er eben Feierabend. Es arbeiten dort 
nur Italiener. Der Ausschuß soll nun mit den Unter 
nehmern verhandeln, um zu seheu, daß die Arbeiter für 
hre Arbeit, sfür welche soviel Geld ausgeworfen ist, 
nicht den ihnen zustehenden Lohn erhalten können und 
ob die Arbeitszeit von 8!/2 Stunden nicht inne gehalten 
verden kann. 
Coburg. Auf einem hiesigen Arbeitsplatze wird 
olgendes gute Geschäft mit dem „eigenen Geschirr“ 
gemacht. Der Betriebsinhaber liefert den neu ankom— 
menden Steinarbeitern das Geschirr zum Preise von 
30 Pf. das Pfund Stahl zu den Eisen, und 1,20 Mk. 
das Pfund für Hammer und Fäustel. Dem abgehenden 
Arbeiter kauft der Betriebsinhaber das gebrauchte Geschirr 
für die Hälfte des Preises wieder zurück, um es dem 
nächsten Arbeiter wieder für den Neupreis zu überlassen. 
Zo wurde ein und dasselbe Geschirr in den letzten Tagen 
dreimal verkauft und dabei einen Verdienst von etwo 
75 Mark erzielt. 
(Die Organisation der Steinarbeiter müßte dafür 
sorgen, daß da wo die Arbeiter mit eigenem Geschirr 
arbeiten, sie es zu einem zivilen Preise leihweise er— 
halten, wie es z. B. bei den Zimmerern der Fall war. 
Dadurch würde solch eine Bewucherung der Arbeiter 
permieden werden. Da der Einsender der obigen Notiz 
die Sache selbst nur nach der Aussage Anderer erzählt, 
also schließlich dafür nicht einstehen kann, können wir 
den Namen der Firma nicht nennen. O. Red.) 
Frankfurt a. M. In der am 31. August tagen- 
den Steinarbeiter-Versammtung wurden die Mißstände 
bei der Firma Wagner besprochen. Es wurde Stellung 
genommen zu der Entlassung des Kollegen Anton 
Kraus. Bis noch vor kurzer Zeit hatte man keine 
Ahnung, daß in den Grabsteingeschäften im Akkord ge— 
arbeitet werden könnte. Plötzlich machte die Firma 
Wagner den Vorschlag auf Akkordarbeit mit der Be— 
gründung, daß die Arbeit schnell fertig sein müßte. Wie 
gewöhnlich fanden sich zwei Arbeiter, die damit zufrieden 
waren; zwei andere waren jedoch dagegen und erklärten“ 
„Akkordarbeit ist Mordarbeit“. Um aber keine Ent— 
lassung zu gewärtigen, gaben auch diese zwei ihr Ein— 
verständniß unter der Bedingung, daß festgesetzt werde, 
was sie für Arbeit bekämen, worauf sich Herr Wagner 
aber nicht einließ, sondern sie bis zum Samstag ver— 
tröstete. Als aber am Lohntage die beiden Kollegen 
mit ihrem Verdienst nicht zufrieden waren, erklärte ihnen 
der Unternehmer: Wenn Euch das Geld nicht genug ist, 
könnt Ihr ja Morgens etwas früher anfangen und 
Abends etwas länger arbeiten, und als sie sich damit 
natürlich nicht zufrieden gaben, bemerkte der Herr: 
„Hier wird keine Versammlung abgehalten.“ Schließlich 
wurde sogar der eine Kollege aufs schroffste zum 
Komtoir hinausgewiesen; der audere aber kündigte wegen 
dieses Vorfalls. Jedenfalls will Herr Wagner seinen 
Arbeitern, die von ihnen im Frühjahr erkämpfte zehn— 
stündige Arbeitszeit wieder entziehen, indem er diejenigen, 
die am meisten für die gute Sache eingetreten, jetzt nach 
und nach aus der Bude entfernt. Folgende Resolution 
wurde angenommen: „Die heutige öffentliche Stein— 
arbeiter-Versammlung protestirt ganz energisch gegen eine 
derartige Behandlung der Arbeiter seitens des Unter— 
nehmers Wagner:; sie erblickt darin einen Vorstoß gegen 
unsere Organisation. Ferner verurtheilt sie ganz ent— 
chieden die Einführung des Akkords und das heutige 
Fernbleiben einiger Kollegen aus dieser Werkstätte. Die 
Anwesenden verpflichten sich, nicht in Akkord arbeiten zu 
woslen.“ Unter Verschiedenem wurde noch gegen die 
Ifftündige Arbeitszeit bei der Firma Steuernagel ge— 
prochen und beschlossen, diesen Fall in einer nächsten 
Bersammlung zu berathen. Zum Schlusse wurde den 
dollegen empfohlen, sich mehr um unsere Organisation 
zu kümmern, ganz besonders denen bei der Firmo 
dofmeister: dann werde es nicht vorkommen, daß 
jugendliche Arbeiter zur Maschinenarbeit herangezogen 
werden; ebenso würden Unglücksfälle, wie sie vor kurzer 
Zeit bei dieser Firma vorkamen, künftig vermieden. 
Hamburg. Am Sonntag, den 29. v. M., fand 
die Versammlung der Steinmetzen Hambuigs bei Fick, 
Große Rosenstraße 37, statt. Es wurde jedem Kollegen 
zur Pflicht gemacht, den neuen Tarif zu kaufen, der 
zum Preise von 10 Pf. verausgabt wird. Auch wurde 
die Betheiligunag an der Rechnenstunde anempfohlen.
	        

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