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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 34.1907 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 34.1907 (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin
Erschienen:
Berlin 1933
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Erscheinungsverlauf:
1874-1933
Fußnote:
1921,Nov. - 1924,1.Sept. nicht ersch.; später ohne Zählung
ZDB-ID:
2859774-6 ZDB
Spätere Titel:
Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1907
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Kommunalwissenschaften:
Kws 579 Soziale Infrastruktur: Sonstiges
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8790695
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
Parl 53 - 34
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
No 36, 19. Dezember 1907

Schnellzugriff

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  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 34.1907 (Public Domain)
  • No 1, 3. Januar 1907
  • No 2, 10. Januar 1907
  • No 3, 31. Januar 1907
  • No 4, 7. Februar 1907
  • No 5, 14. Februar 1907
  • No 6, 21. Februar 1907
  • No 7, 28. Februar 1907
  • No 8, 7. März 1907
  • No 9, 14. März 1907
  • No 10, 20. März 1907
  • No 11, 21. März 1907
  • No 12, 25. März 1907
  • No 13, 27. März 1907
  • No 14, 11. April 1907
  • No 15, 18. April 1907
  • No 16, 25. April 1907
  • No 17, 2. Mai 1907
  • No 18, 16. Mai 1907
  • No 19, 30. Mai 1907
  • No 20, 6. Juni 1907
  • No 21, 13. Juni 1907
  • No 22, 27. Juni 1907
  • No 23, 5. September 1907
  • No 24, 19. September 1907
  • No 25, 26. September 1907
  • No 26, 3. Oktober 1907
  • No 27, 10. Oktober 1907
  • No 28, 17. Oktober 1907
  • No 29, 24. Oktober 1907
  • No 30, 7. November 1907
  • No 31, 14. November 1907
  • No 32, 21. November 1907
  • No 33, 28. November 1907
  • No 34, 5. Dezember 1907
  • No 35, 12. Dezember 1907
    No 35, 12. Dezember 1907
  • No 36, 19. Dezember 1907

Volltext

Es wird vorgeschlagen, die Nummern 15 und 17 von der 
heutigen Tagesordnung abzusetzen. 
(Zustimmung.) 
Sechzehnter Gegenstand der Tagesordnung: 
Vorlage — zur Beschlußfassung —, betreffend den Jahres 
abschluß der städtischen Kanalisationswerke und Rieselfelder 
für das Etatsjahr 1906. - Vorlage 1222. 
Ich beantrage die Ueberweisung an den Rechnungsausschutz. 
(Die Versammlung beschließt demgemäß.) 
Achtzehnter Gegenstand der Tagesordnung: 
Vorlage — zur Beschlußfassung —, betreffend die Bewilligung 
von 50 000 M für die Robert Kochstiftung zur Bekämpfung 
der Tuberkulose. — Vorlage 1224. 
Stadtverordneter Singer: Meine Herren, ich glaube, wir 
haben alle Ursache, dem Magistrat dankbar zu sein, daß er uns die 
Vorlage gemacht hat. Die Vorlage ist eine nach meiner Meinung 
erfreuliche Veranlassung, um dem großen Gelehrten und Forscher 
Robert Koch Anerkennung zu beweisen; sie hat aber vor allen Dingen 
den Zweck, Forschungen anzustellen auf dem Gebiete der Wissenschaft, 
Einrichtungen zu schaffen, Versuche zu machen, die es ermöglichen 
sollen, die furchtbare Seuche der Tuberkulose, wenn nicht zu beseitigen, 
so doch wenigstens so weit wie möglich einzudämmen. Ich betrachte 
es als ganz selbstverständlich, daß die Stadtverordnetenversammlung 
auf allen Seiten geneigt ist, derartige Bestrebungen zu unterstützen, 
und ich glaube, daß die 50 000 M, die für diese Stiftung bewilligt 
werden sollen, für die Gesundheit unserer Stadt und damit für die 
Stadt selbst reiche Früchte und reiche Zinsen tragen werden. Wir 
haben allen Anlaß, die Forscher, die sich auf diesem Gebiet betätigen 
wollen, mit unsern besten Wünschen zu begleiten, und ich meine, wir 
können unsere Sitzungen in diesem Jahre nicht besser schließen, 
als daß wir einmütig die Vorlage annehmen. 
(Bravo!> 
Stadtverordneter Dr. Hermes: Meine Herren, ich habe die 
Ueberzeugung, daß, wie bei dem Herrn Vorredner und seinen Freunden, 
die Vorlage des Magistrats mit dem Antrage, 50 000 Jt für die 
Robert Kochstiftung zu bewilligen, freudigen Widerhall bei jedermann 
in dieser Versammlung finden wird. Meine Freunde haben ein 
stimmig beschlossen, dem Antrage des Magistrats zuzustimmen/ 
(Lebhafte Zurufe: Wir alle!) 
— Nun, so darf man hoffen, daß dieser Antrag einstimmige Annahme 
finden wird. 
Meine Herren, der Zweck der Stiftung ist der, diejenigen Mittel 
zu beschaffen, welche nötig sind, um mit aller Energie der Seuche, 
der Tuberkulose, entgegenzutreten, die als eine Geißel der Menschheit 
alljährlich Tausende und aber Tausende dahinrafft. Solcher Stiftung 
eine namhafte Summe, lvie es der Magistrat vorschlägt, zuzuführen, 
wird von der Bürgerschaft nur dankbar begrüßt werden. Wenn man 
es dem freien Ermessen Robert Kochs überläßt, die näheren Be 
stimmungen über diese Stiftung zu treffen, so entspricht das auch 
meiner Anschauung und, ich glaube, auch der in ärztlichen Kreisen 
vorhandenen und allgemein gebilligten. Robert Koch verdient unser 
volles Vertrauen. Niemand hat auf dem Gebiete der Tuberkulose 
forschung so Ausgezeichnetes geleistet wie Robert Koch. 
Schon vor 25 Jahren hat er den Tuberkelbazillus als den 
Erreger, als die Ursache der Schwindsucht entdeckt, und nach mühevollen 
Arbeiten glaubte er vor 17 Jahren in dem Tuberkulin ein Mittel 
gefunden zu haben, um die Krankheit heilen zu können. Diese Ent- 
deckung machte natürlich ein ungeheures Aufsehen; ich erinnere an die 
Rede, welche der Kultusminister v. Goßler im Abgeordnetenhause hielt, 
in der er sie als eine wissenschaftliche Großtat feierte. Für uns, die 
Stadtverordneten, war sie die unmittelbare Veranlassung, Robert Koch 
zum Ehrenbürger der Stadt Berlin zu machen. Meine Herren, ich 
hatte damals die Ehre, den Antrag namens meiner Freunde zu be 
gründen, und erlaubte mir, vorsichtiger Weise auszuführen, daß, wenn 
auch die großen Hoffnungen, welche man an jene Entdeckung knüpfte, 
sich nicht erfüllen sollten, Robert Koch doch auf anderen Gebieten so 
Hervorragendes geleistet, so bahnbrechende Forschungen gemacht habe, 
daß er den Wohltätern der Menschheit zugerechnet werden müsse und 
als solcher schon die Auszeichnung. Ehrenbürger der Stadt Berlin 
zu werden, verdiene. Meine Herren, jene Hoffnungen haben sich 
allerdings nicht erfüllt, wenigstens nicht in dem erwarteten Maße. 
So nützlich sich das Tuberkulin auch in vielen Fällen erwiesen hat. 
ein Heilmittel gegen die Schwindsucht ist es nicht geworden. Aber 
trotz der Enttäuschung, die Koch erlebte, hat er doch unentwegt fort 
gearbeitet auf dem Gebiete der Tuberkuloseforschung. Jetzt soll ihm 
die Stiftung die Mittel gewähren, um alle wissenschaftlichen Be 
strebungen zur Bekämpfung der schrecklichen Seuche zu unterstützen 
und zu fördern. 
Meine Herren, Koch hat den Weg gezeigt, wie man die Malaria 
bekämpfen kann. Er hat ganze Malariagebiete in Europa und in 
Afrika tatsächlich saniert, wie ich aus eigener Anschauung versichern 
kann. Koch hat in Afrika früher die Rindervest, neuerdings die 
Schlafkrankheit mit Erfolg bekämpft. Ihm verdanken wir es, daß 
die Gefahr der Verbreitung der Cholera und der Pest erheblich ab 
genommen hat, und daher die Furcht vor diesen Seuchen mehr und 
mehr geschwunden ist. Meine Herren, wir können auf Grund seiner 
Forschungen, seiner ausgezeichneten Leistungen auf dem Gebiete der 
Infektionskrankheiten hoffen, daß er auch im Kampfe gegen die 
Schwindsucht neue Erfolge erzielen wird. 
(Bravo!) 
Vor vier Wochen ist Robert Koch von seiner erfolgreichen Reise 
aus Afrika zurückgekehrt, große Ehrungen und Auszeichnungen sind 
ihm zuteil geworden. Meine Herren, wir können ihm eine neue Aus 
zeichnung nicht verleihen, weil er die höchste, die wir zu vergeben 
haben, das Ehrenbürgerrecht der Stadt Berlin, bereits seit 17 Jahren 
besitzt. Mit dieser Stiftung aber wollen wir unserm Ehrenbürger, 
auf den Berlin stolz zu sein alle Ursache hat, eine Freude bereiten, 
zugleich in der Hoffnung, damit der leidenden Menschheit einen Dienst 
zu erweisen. 
(Bravo!) 
Ich bitte Sie um einstimmige Annahme des Magistratsantrages. 
(Lebhafter Beifall.) 
Stadtverordneter Solmitz: Meine Herren, ich habe namens 
meiner Freunde zu erklären, daß uns diese Zuwendung durchaus 
sympathisch ist, und daß wir sie ohne weiteres annehmen werden. 
Ich möchte hierbei nur noch ganz kurz den Wunsch aussprechen, daß 
der große Forscher, dessen Namen die Stiftung trägt, und dem zu 
Ehren wir diese Zuwendung jetzt machen, auch sein Wissen und sein 
Können, wenn dazu Veranlassung ist, in den Dienst der Stadt stelle, 
damit wir von der schrecklichen Krankheit, unter der ja viele unser 
Mitbürger und Mitbürgerinnen zu leiden haben, tunlichst auch eine 
Besserung erfahren. Wir werden dem hochgeschätzten Rat unseres 
Ehrenbürgers alle Beachtung schenken. 
Stadtverordneter Rosenow: Namens meiner Freunde erkläre 
ich die Zustimmung zu dem Magistratsanirage. Wir treten bei der 
Geschäftslage der Versammlung nicht in die besondere Würdigung 
der Verdienste Kochs ein. Er hat sich für das Wohl der Menschheit 
verdient gemacht; er ist dafür bemüht und wird weiter dafür bemüht 
Bleiben. Zu solchen Bestrebungen wird die Stadt Berlin immer 
bereit sein Mittel zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns über 
den Antrag des Magistrats. 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des Magistrats, 
wie folgt: 
Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß der 
Robert Kochstiftung zur Bekämpfung der Tuberkulose aus städtischen 
Mitteln der Betrag von 50 000 M unter der Bedingung bewilligt 
wird, daß die Festsetzung der näheren Bestimmungen über die 
Stiftung, insbesondere über deren Errichtung. Verwaltung und Zweck 
dem freien Ermessen Robert Kochs überlassen bleibt und daß der 
genannte Betrag in den Etat für 1908 eingestellt wird.) 
Vorsteher Dr. Langerhans: Es wird der Antrag gestellt, die 
Nummern der Tagesordnung bis Nr. 22 einschließlich zu ver 
tagen. 
(Zustimmung.) 
Das Protokoll der heutigen Sitzung unterschreiben am Montag 
um 11 Uhr die Herren Sasfeubach, Schloepke und Weiß. 
Ich schließe die öffentliche Sitzung. 
(Schluß der Sitzung 9 1 /, Uhr.) 
Druck von ®. A S. Loewenthal, Berlin.
	        

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