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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 8.1882 (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 8.1882 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Scherl 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Previous Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Succeeding Title:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1900-1924
Address Directories 1925-1943
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1921
Language:
German
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-3357742
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
PDF-Download nur von Einzelseiten
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1900-1924
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
V. Vororte von Berlin

Chapter

Title:
Berlin=Grunewald

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 8.1882 (Public Domain)
  • Nr. 1, 01.10.1881
  • Nr. 2, 08.10.1881
  • Nr. 3, 15.10.1881
  • Nr. 4, 22.10.1881
  • Nr. 5, 29.10.1881
  • Nr. 6, 05.11.1881
  • Nr. 7, 12.11.1881
  • Nr. 8, 19.11.1881
  • Nr. 9, 26.11.1881
  • Nr. 10, 03.12.1881
  • Nr. 11, 10.12.1881
    Nr. 11, 10.12.1881
  • Nr. 12, 17.12.1881
  • Nr. 13, 22.12.1881
  • Nr. 14, 01.01.1882
  • Nr. 15, 07.01.1882
  • Nr. 16, 14.01.1882
  • Nr. 17, 21.01.1882
  • Nr. 18, 28.01.1882
  • Nr. 19, 04.02.1882
  • Nr. 20, 11.02.1882
  • Nr. 21, 18.02.1882
  • Nr. 22, 25.02.1882
  • Nr. 23, 04.03.1882
  • Nr. 24, 11.03.1882
  • Nr. 25, 18.03.1882
  • Nr. 26, 25.03.1882
  • Nr. 27, 01.04.1882
  • Nr. 28, 08.04.1882
  • Nr. 29, 15.04.1882
  • Nr. 30, 22.04.1882
  • Nr. 31, 29.04.1882
  • Nr. 32, 06.05.1882
  • Nr. 33, 13.05.1882
  • Nr. 34, 20.05.1882
  • Nr. 35, 27.05.1882
  • Nr. 36, 03.06.1882
  • Nr. 37, 10.06.1882
  • Nr. 38, 17.06.1882
  • Nr. 39, 24.06.1882
  • Nr. 40, 01.07.1882
  • Nr. 41, 08.07.1882
  • Nr. 42, 15.07.1882
  • Nr. 43, 22.07.1882
  • Nr. 44, 29.07.1882
  • Nr. 45, 05.08.1882
  • Nr. 46, 12.08.1882
  • Nr. 47, 19.08.1882
  • Nr. 48, 26.08.1882
  • Nr. 49, 02.09.1882
  • Nr. 50, 09.09.1882
  • Nr. 51, 16.09.1882
  • Nr. 52, 23.09.1882
  • Nr. 53, 30.09.1882

Full text

70 
Nicolaikirche gewählt. Dieser brachte sie in Verbindung mit dem 
berühmten Stifter des Halleschen Waisenhauses Franke und die 
Königin ergab sich nun völlig Franke's religiöser Führung, und 
der preußische Hof wurde ein Kloster. Als der von den Priestern 
aufgestachelte Religionseifer der Königin so weit ging, gegen die 
Reformirten scharf vorzugehen, wurde auf Befehl des Königs Franke 
nach Halle verwiesen, und Porst bedeutet, die Königin nicht ferner 
mit dergleichen Streitigkeiten einzunehmen. 
Die Einsamkeit der Königin ließ sie endlich in eine tiefe 
Melancholie verfallen und periodisch traten aus diesem Trübsinn 
Anfälle von Geistesabwesenheit hervor. Der König, der sich von 
ihr entfernt hielt, erfuhr lange nichts genaues von dem traurigen 
Zustande seiner Gemahlin, stark erkältet mußte er längere Zeit das 
Zimmer hüten. Nun geschah das Unglück, daß die Königin der 
Aussicht ihrer Hofdame entsprang und durch eine Galerie lief, die 
aus ihren Zimmern zu denen des Königs führte. Sie trat durch 
eine Glasthüre, die sie mit den Händen einschlug, zu ihm ein, 
nur halb und zwar weiß angekleidet, ihre Haare waren zerstreut, 
ihre Arme bluteten von den zerbrochenen Glasscheiben. 
Der König ruhte auf einem Armstuhl, er erwachte plötzlich, 
hatte aber nicht Zeit sich emporzurichten. Die Königin warf sich 
über ihn und überhäufte ihn mit Vorwürfen. Er erschrak heftig 
über die weiße blutbefleckte Gestalt. Die Bedienten, die im Neben 
zimmer waren, eilten herbei und rissen ihn aus den Armen seiner 
Gemahlin, die in ihr Zimmer zurückgebracht wurde. Nach 
einigen Tagen wurde sie in ihr Vaterland, nach Grabow in 
Meklenburg, wo ihre Mutter, die verwittwete Herzogin, sich auf 
hielt, geschafft. 
Von diesem drastischen Vorfalle an bekam der König das Fie 
ber, er mußte sich zu Bette legen und verließ es nicht wieder. Beim 
Niederlegen sagte er: „Ich habe die Weiße Frau gesehen, ich 
Werde nicht wieder besser werden." Die Hofprediger kamen, der 
glanzliebende König that jetzt die Aeußerung: „In der ganzen 
Welt ist's doch nur eine Comödie, die ist bald zu Ende, wer nichts 
befferes hat, als diese, der ist übel daran." 
Nach sechswöchentlicher Krankheit starb er den 25. Februar 
1713 in seinem 56. Lebensjahre. 
Hier beim Tode des ersten preußischen Königs ist auch noch 
folgende Geschichte interessant, die an dieser Stelle Platz finden 
kann, und die ich mit den Worten des alten Berichts hier er 
zähle: „Als am 24. Februar 1713 die Schwachheit Königs 
Friedrich 1. merklich zunahm, verlangte derselbe noch den Kron 
prinzen zu sprechen, der dann eiligst herbeigerufen wurde. Da 
nun derselbe, um desto eher den königlichen und väterlichen 
Willen zu erfüllen, den nächsten Weg über den kleinen Schloßplatz 
nahm, weil deffen Zimmer entfernt lag, trug sich etwas recht 
merkwürdiges zu. Nämlich ein sonst verschlossener Saal fiel dem 
selben so hell in die Augen, als wenn er mit etlichen 100 Lichtern 
erleuchtet worden. Der Kronprinz stutzte über diesen Anblick und 
fragte diejenigen, so ihnen von Offizieren und Cavalieren folgten, 
warum so viele Lichter in dem Saal angesteckt wären? Obgleich 
es Jedermann ganz helle sahe, wußten sie doch nicht die Frage 
zu beantworten. Der Kastellan bestätigte, daß der Saal ver 
schlossen sei und seit langem kein Licht in denselben gekommen 
wäre. In der flacht darauf starb der König." 
So die Geschichte, die auf verschiedene Weise erklärt 
worden ist. — 
Unter der Regierung Friedrich Wilhelms I. erschien die 
„Weiße Frau" zwei Mal. Beidemal aber nahm sie die Wache 
gefangen und der König ließ sie öffentlich in die „Fiedel" einstellen 
— es war das einemal ein Küchenjunge, der im Kleide der weißen 
Frau ausgepeitscht wurde, und das zweite Rial ein Soldat, der im 
Kleide der weißen Frau auf dem „hölzernen Esel" reiten mußte. — 
Auch vordem Ableben König Friedrich Wilhelm II. soll eine 
weiße Gestalt auf der Treppe des Königlichen Schlosses bemerkt 
worden sein. 
Eine besondere Bestätigung dafür, daß irgend etwas „nicht 
recht richtig" sei, daß die „weiße Frau" ihren besonderen Grund 
für das Spuken im Berliner Schlöffe haben müffe, erhielten die 
Gespenstergläubigen, als sich beim Abreißen eines Schloßflügels in 
Berlin in einer Luftröhre ein Gerippe gefunden hatte, das auf 
König Friedrichs I. Befehl auf dem Domkirchhofe begraben 
wurde. — 
In diesem Jahrhundert fand sich diese Erscheinung zunächst 
wieder in Franken ein und besuchte insbesondere das Schloß 
Bayreuth und zwar das fast niemals bewohnt gewesene neue Schloß. 
Sie bewährte dort ihren patriotisch-deutschen Sinn, indem sie sich 
sehr ungnädig gegen die stanzösische Einquartierung im Schlöffe 
bezeigte. 
Sie erschien genau im Costüm eines dort befindlichen sehr 
alten Bildes in dunklem Costüm. 
Als bereits vor Eröffnung des Feldzuges von 1806 die 
französische Armee unter Bernadotte sich eine Gebietsverletzung 
erlaubte, begann die weiße Frau in Bayreuth sehr unruhig und 
heftig zu werden; und dies nahm im Jahre 1806, als Napoleon 
über Mainz nach Bamberg kam, so zu, daß mehrere franzö 
sische Generäle, welche im Schlosse einquartiert waren, durch 
die Erscheinung erschreckt und insultirt wurden. 
Beim Durchmärsche der ftanzösischen Armee im Jahre 1809 
logirte der Divisions-Commandeur General d'Espagne im neuen 
Schlosse zu Bayreuth. 
Gegen Mitternacht wurden die Ordonnanz-Offiziere durch ein 
fürchterliches Geschrei in dem Schlafzimmer des Generals dorthin 
getrieben. Hier fanden sie Seine Excellenz mitten in der Stube 
unter der umgestürzten Bettstelle. 
Mr. d'Espagne befand sich in dem aufgeregtesten Zustande 
und erzählte, nachdem er ein niederschlagendes Pulver und einen 
Aderlaß genommen und nachdem er völlig zur Besinnung gekommen 
war, daß die „schwarzweiße Frau", deren Toilette er genau be 
schrieb, ihm erschienen sei und ihn zu erwürgen gedroht habe, dann 
habe sie das Bett mitten in das Zimmer geschoben und dasselbe 
plötzlich sammt seinem Inhalte umgestülpt. 
Der General verließ in heftiger Gemüthsbewegung noch in 
der Nacht die Residenz, um sein Quartier in der „Fantasie" zu 
nehmen; er erblickte in der Erscheinung die Botschaft seines baldigen 
Todes, welcher ihn denn auch in der Schlacht bei Aspern am 
21. Mai 1809 erreichte. 
Auf seinen Befehl müßen damals unter der Aufsicht von 
französischen Offizieren in jenem Zimmer die Parquets des Fuß 
bodens aufgenommen und die Wandtapeten abgelöst werden, um 
zu untersuchen, ob Versenkungen oder verborgene Eingänge vor 
handen wären und die Vision auf Täuschung beruht habe. Die 
Erzählung dieser schauderhaften Begebenheit fand in der ftanzö 
sischen Armee weite Verbreitung. 
Der Kaiser Napoleon war zweimal in Bayreuth, das erste 
Mal am 14. Mai 1812 auf seinem Zuge nach Rußland. Er 
wohnte im neuen Residenzschlosse. Von Aschaffenburg war ein 
Courier mit dem ausdrücklichen Befehl vorausgesandt, daß der 
Kaiser nicht in diejenigen Zimmer logirt sein wolle, 
in welchem die weiße Frau zu erscheinen pflege, so wie, 
daß vor dem Eintreffen des Kaisers Niemandem der Zutritt in die 
für ihn eingerichteten Gemächer gestattet werden solle. 
Napoleon erkundigte sich sogleich nach seiner Ankunft beim 
Grafen Münster, ob jene Befehle befolgt worden wären. 
Am nächsten Morgen bei seiner Abreise war der Kaiser auf 
fallend unruhig und verstimmt. Er warf mehrmals die Worte hin: 
„08 mauäit obatsau" und äußerte zu seiner Umgebung, daß er 
in diesem Schlöffe nicht wieder absteigen wolle.
	        

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