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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1899, VIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Inhaltsverzeichnis: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1899, VIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Monografie

Verfasser:
Shireen, Nadia
Titel:
Grimmwald: Lasst die Felle fliegen! – Band 2 : Das total verrückte Abenteuer geht weiter | Kinderbuch ab 7 Jahre / Nadia Shireen
Werktitel:
Grimwood: Let the Fur Fly
Übersetzer:
Lösch, Conny
Ausgabe:
Deutsche Erstausgabe
Erschienen:
Berlin: Insel Verlag, 2024
Sprache:
Deutsch
Fußnote:
Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet
ISBN:
978-3-458-77992-6
VÖBB-Katalog:
35376366
Schriftenreihe:
Grimmwald ; 2
Schlagworte:
Mädchen ; (Lesealter)ab 7 bis 12 Jahre ; Comic-Roman;Kinderbuch Humor;Lustiges Vorlesebuch;Tiergeschichte;Lustiges Kinderbuch;Füchse;Wald;Beatrix Potter;Booktok ; Comic-Roman ; Kinderbuch Humor ; Lustiges Vorlesebuch ; Tiergeschichte ; Lustiges Kinderbuch ; Füchse ; Wald ; Beatrix Potter ; Kinderbücher bis 11 Jahre
URN:
urn:nbn:de:101:1-2024021219501081085925
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Eingeschränkter Zugang mit Nutzungsbeschränkungen

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  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1899, VIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 1. Januar 1899
  • Nr. 2, 8. Januar 1899
  • Nr. 3, 15. Januar 1899
  • Nr. 4, 22. Januar 1899
  • Nr. 5, 29. Januar 1899
  • Nr. 6, 5. Februar 1899
  • Nr. 7, 12. Februar 1899
  • Nr. 8, 19. Februar 1899
  • Nr. 9, 26. Februar 1899
  • Nr. 10, 5. März 1899
  • Nr. 11, 12. März 1899
  • Nr. 12, 19. März 1899
  • Nr. 13, 26. März 1899
  • Nr. 14, 2. April 1899
  • Nr. 15, 9. April 1899
  • Nr. 16, 16. April 1899
  • Nr. 17, 23. April 1899
  • Nr. 18, 30. April 1899
  • Nr. 19, 7. Mai 1899
  • Nr. 20, 14. Mai 1899
  • Nr. 21, 21. Mai 1899
  • Nr. 22, 28. Mai 1899
  • Nr. 23, 4. Juni 1899
  • Nr. 24, 11. Juni 1899
  • Nr. 25, 18. Juni 1899
  • Nr. 26, 25. Juni 1899
  • Nr. 27, 2. Juli 1899
  • Nr. 28, 9. Juli 1899
  • Nr. 29, 16. Juli 1899
  • Nr. 30, 23. Juli 1899
  • Nr. 31, 30. Juli 1899
  • Nr. 32, 6. August 1899
  • Nr. 33, 13. August 1899
  • Nr. 34, 20. August 1899
  • Nr. 35, 27. August 1899
  • Nr. 36, 3. September 1899
  • Nr. 37, 10. September 1899
  • Nr. 38, 17. September 1899
  • Nr. 39, 24. September 1899
  • Nr. 40, 1. Oktober 1899
  • Nr. 41, 8. Oktober 1899
  • Nr. 42, 15. Oktober 1899
  • Nr. 43, 22. Oktober 1899
  • Nr. 44, 29. Oktober 1899
  • Nr. 45, 5. November 1899
  • Nr. 46, 12. November 1899
  • Nr. 47, 19. November 1899
  • Nr. 48, 26. November 1899
  • Nr. 49, 3. Dezember 1899
  • Nr. 50, 10. Dezember 1899
  • Nr. 51, 17. Dezember 1899
  • Nr. 52, 24. Dezember 1899
  • Nr. 53, 31. Dezember 1899
  • Farbkarte

Volltext

Zerlner Hllustrirte Zeitung. 
äæ 
* 
MRNDo⸗⸗ 
sip. 18 
Beiblatt. 
1899. 
Weltflüchtig. 
Ein moderner Roman von Cudwig Rohmann. 
Illustriert von Richard Coßmann. 
Nachdruck verboten. 
bis jetzt noch gar keine Gelegenheit gehabt, mit, Bertha 
ängere Zeit ungezwungen zusammen zu sein. Und nun 
nußte Martha mit ihrer lächerlichen Eifersucht da— 
zwischen kommen und ihm die gauze Freude verderben. 
Aber dann besann er sich darauf, daß er mit 
Martha am Ende doch nicht allzu rücksichtsvoll umge— 
prungen war. Es schoß ihm der Gedanke durch den 
Dopf, daß die Eifersucht auf Bertha vielleicht auch gar 
nicht so uünbegründet sei. Wirklich merkwürdig, daß er 
aran noch gar nicht so recht gedacht hatte. Aber nun 
ielt er Selbsteinkehr. Berthä gefiel ihm, das stand 
est; außerordentlich sogar, und er fand auch, daß er 
berhaupt so recht eigentlich nicht aufgehört hatte, an sie 
m denken. Sie war 'doch auch ein verteufeltes Mädel — 
ibsch wie — — er lachte unwillkürlich gauf bei dem 
dedanken, der sich ihm aufdrängte — hübsch wie die 
ugend; dabei klug und bei aller Kindlichkeit ein 
haͤrakter von trotziger Eigenart. Das alles sogte er 
ch nun, und dabei zog wieder das warme Wohl⸗ 
efühl durch Herz und Sinn, das ihn seit dem ersten 
esuch im Kantorhause gar nicht mehr verlassen wollte 
nd nun blieb er plötzlich stehen, Liebte er das Mädchen 
irklich? Er besann sich ernsthaft, während er dann 
ingsam weiter ging. Liebe? Ihm fielen ein Dutzend 
amen ein, und ein Dutzend Frauen traten vor seine 
eele, die er wahnsinnig geliebt hatte; was er aber für 
eses Mädchen empfand, war doch ganz etwas andres. 
zräliebte sie also nicht — natürlich nicht — oder sollte 
vielleicht die Liebe bis dahin trotz der stattlichen Zahl 
erliebter Abenteuer doch noch nicht gekannt haben? 
der Gedanke war schnurrig, und er mußte darüber 
chen. Er, Olaf Johansen, sollte die Liebe nicht 
unen! — Aber waruüm, zum Teufel, kam ihm das 
Nädel nur nicht aus dem Sinn? Es fiel ihm ein, 
aß er schon manche Stunde lediglich mit dem Ge— 
anken an sie verträumt hatte. und einmal, als ihm 
Charakter angenommen, der Martha ein Recht geben 
vnnte, an deren, Beständigkeit zu glauben. So, meinte 
ruwenigstens. Und nun zum erstenmal fiel ihm das 
chwer aufs Herz; er, war ehrlich genug, zu gestehen, 
daß zue doch weit über dem Dutzendwert der andern 
tand. 
An eine Heirat allerdings war nicht zu denken; 
hm selbst, der in seinen ar nguen Junggesellen⸗ 
ewohnheiten schon fast verknochert war, kam der Ge⸗— 
anke daran unsagbar albern vor und Frau Carstenn 
alte oft genug erklärt, daß sie an ihrer ersten Ehe 
jerade geuüg haͤbe und daß sie nie eine zweite eingehen 
berde. Wozu also wäre es gut gewesen, ein Verhältnis 
ortzusetzen, daß so ganz aussichtslos war, das er zu 
lein Ueberfluß nachgerade als drückend empfand und 
as auch für Frau Carstenn selbst nur Unruhe und 
dummer im Gefolge haben mußte? Die letzten Scenen 
baren dafür Zeuge, und die morgende Auseinander⸗ 
etzung würde wahrscheinlich einen ñneuen Beweis dafür 
rbringen. 
BVer Gedanke an diese Auseinandersetzung war ihm 
och recht eee Vorwürfe — Thränen — er 
annte die Skala zur Genüge, und er hatte allen Respekt 
avor. Und dann wußte er auch, daß Bertha den 
Hegenstand all dieser Vorwürfe ghepen würde, und 
iese Gewißheit trug das ihre dazu bei, ihm die Aus— 
inandersetzung schon im Voraus äußerst widerwärtig 
u machen. Er wußte genau, daß er das Mädchen in 
S„chutz nehmen würde, denn das war ja doch seine 
zflicht; er wußte auch, daß Frau Carstenn aus dieser 
—„chutzuahme auf intimere Beziehungen schließen und 
aß ihm daraus neue, ungerechte, und, doch ihr, der 
rrau gegenüber, unwiderlegliche Vorwürfe exwachsen 
bürden.Und das Ende von allem war der Bruch, er 
nochte die Sache nun ansehen, wie er wollte. Der Ge⸗ 
anke schoß ihm durch den Sinn,daß es doch viel gescheidter 
sei, der Geliebten von gestern ein— 
sach ein Brieflein zu senden: daß 
sie beide in einem Irrtum befangen 
zewesen seien und daß sie als ver— 
nünftige Leute nun hübsch freund— 
schaftlich auseinander gehen wollten, 
ohne sich erst noch ein paar böse 
Stunden zu bereiten; aber da reckte 
er sich entschlossen auf: nein, kneifen 
wollte und konnte er nicht. Er 
war der Frau, die ihn bei aller 
Eifersucht und aller ungebundenen 
Ziellosigkeit doch nur liebte, wie sie 
ihn in glücklicheren Tagen geliebt 
hatte, wenigstens eine Rechtfertigung 
schuldig. Führte die zu nichts, nun, 
dann trug er keine Verantwortung 
mehr. 
Unter diesen Erwägungen hatte 
er sich bis zum Belle Alliance— 
ie verlaufen und nun schnitt 
die Frage, wohin er denn eigent— 
lich wolle, ein weiteres Nachdenken 
ab. Nach kurzem Besinnen rief 
er, einen Wagen heran und ließ 
sich zu Siechen fahren. Da fand 
er Freunde, das wußte er, und in 
deren Gesellschaft konnte er all das 
überlästige Zeug für den Abend 
wenigstens vergessen . 
Um zwei Uhr erst brachte ihn 
ein Wagen nach dem Central— 
Hotel; droben in seiner Wohnung 
warf er sich angekleidet aufs Bett 
und schlief regunglos bis in den 
hellen Morgen hinein. 
Am Morgen wurden ihm 
mit dem Frühstück auch die 
Zeitungen gebracht. Er ließ 
das Frühstück stehen und machte 
ich an die Lectüre. Ein Blatt um das andere 
egte er mit zufriedenem, Lächeln beiseite. Natür— 
ich! Wäre ja' auch noch schöner gewesen, wenn einer 
in dem göttlichen Spiel des neuen Sterns etwas hätte 
russetzen wollen! — Das Neue Morgen-Journal kam 
uletzt; er ari mit besondrer Hast darnach und begann 
u lesen. — Glänzendes Publikum — überfüllter Saal 
armender Erfolg, aber — also ein Aber gab es doch? 
Zlaf beugte sich tiefer auf das Blatt und verschlang 
jrnilich, was dort stand und dann sprang er auf 
ind stieß dabei gegen den Tisch, daß die Taͤssen klirrten; 
reballte das Blatt, zusammen und schleuderte es mit 
iner gellenden Lache zu Boden. Der Kerl war ja 
errückt, dieser Velden, komplet verrücktt So was zu 
hreiben — und gar noch den Namen drunter zu setzen! 
ernen sollte sie — lernen bei ihm und Frau Carstenn— 
errari! Und er — wie ein Gott sollte er gespielt 
aben! — Er lachte, daß die Wände dröhnten und lief 
die foll im Zimmer herum. Wie ein Gott! Habaha! 
— —— 
(6. Fortfetzung.) 
⸗ haben recht, gnädige Frau!“ entgegnete sie 
tiefernst, und ihre Stinmme zitterte in ver— 
saltener Erregung, „ich bin nicht feige genug, 
Ihre Eifersucht mit einer Lüge zu beschwören. 
Ich kann Ihnen allerdings weder mit 
inem lachenden „Nein“ noch auch mit einem ernsten 
„‚Ja“ antworten; aber seien Sie überzeugt, daß ich 
Sie nie über meine Gefühle für Herrn Johansen 
uschen werde.“, Sie holte tief Atem und fuhr dann 
ort: Ich habe Herrn Johansen um seiner Kunst 
villen derehrt, als ich noch ein Kind war. Einmal, 
As ich zehn Jahre alt war, habe ich zu Weihnachten 
iur den Wunsch gehabt, sein Bild zu bekommen; Groß⸗ 
dater hat es mir damals geschenkt und es ist mir seit— 
— DD —— 
twas zu werden, Und damals habe ich gewiß nicht 
gehofft, Herrn Johansen jemals kennen zu lernen oder 
jar, was Sie mir nahelegen, ihm mehr als andere 
Hdenschen zu werden. — —. Heute kenne ich Herrn 
Fohanfen, und der persönliche Verkehr mit ihm hat 
mich nicht enttäuscht; ich verehre ihn mehr als je und 
eine Gute macht, mich unendlich glücklich; aber ich 
jabe es auch nicht pergessen, daß er es ist, der mich 
eschenkt, und daß ich unendlich unter ihm stehe. Ich 
rne gewiß, daß mir Herr Johansen das Ideal eines 
Mannes ist; aber ich weiß auch, daß keiner sonst an 
ihn heranreicht, und ich habe noch nicht daran gedacht, 
indere Männer an seiner Größe zu messen. — — 
ist die Wahrheit, die Sie von mir verlangt 
haben.“ 
Frau Carstenn war totenblaß geworden, und nun 
wankte fie so sehr, daß sie sich schnell auf eine Stuhl⸗ 
ehne stützen mußte, um nicht umzusinken. 
„Sie sind allerdings aufrichtig gewesen,“ sagte sie 
mit UÜeberwindung, „und ich danke Ihnen dafür, Ich 
Jabe Ihnen wohl auch Unrecht gethan und ich bitte 
Sie — mir — zu verzeihen —.“ Aber nun schlug 
se plötzlich die Hände vor das zuckende Gesicht und 
ne unter fassungslosem Schluchzen in die Knie 
nieder. 
Bertha erschrak heftig diesem unvermittelten 
Schmerzensausbrüch gegenüber und sie war zunächst 
inschlüfsig, was sie thun sollte. Aber, dann siegte doch 
das Mitleid über die Empörung, die sie eben beherrscht 
hatte. Sie beugte sich zu der Fassungslosen nieder 
uͤnd begann lebhaft quf sie einzusprechen, „Gnädige 
Frau — fassen Sie sich doch! —, Ich habe Ihnen ja 
Jewiß nicht weh thun wollen, und ich mußte Ihnen 
das alles ja doch sagen! — Gnädige Frau!“ bat sie 
wieder, „hören Sie doͤch!“ 
Frau Carstenn reichte ihr die Hand, ohne sie an— 
zusehen. 
Gehen Sie, Bertha!“ stammelte sie unter krampf⸗— 
haften Schluchzen. „Gehen Sie jetzt!“ 
Berthanstaäͤund unschlüssig; sie begriff das alles 
aicht wy wußte nicht, was sie thun iollte. 
1 er —“ 
Frau Carstenn richtete sich langsam auf. 
Lassen Sie nur,“ wehrte sie ab; „es geht schon 
orüber.“ — Wenn Sie Rosa sagen wollten, daß ich 
für niemand jetzt zu Hause bin —! Ich, muß das mit 
mir allein ausmachen — —. Gehen Sie!“ — 
Noch einmal sahen sich die beiden Frauen ungewiß 
und fluüchtig in die Augen, und dann ging Bertha 
langsam und schweigend hinaus. 
Und Fran Carstenn sah ihr nach, unter einem 
wilden, krampfenden Wehgefühl, das ihr aufs neue alle 
Hoffnung nahm. 
„Porbeil“ stöhnte sie tief auf, „besiegt, ver— 
oren!“ — 
oAls Rosa hereintrat, um nach ihrer Herrin zu 
ehen, fand sie dieselbe, von einer tiefen Ohnmacht um— 
jangen, am Boden. — — 
ben ein kleines Abenteuer in die 
Quere gekommen war, da hatte er 
lötzlich an sie denken müssen, und 
ann hatte er sich so geschämt, daß 
rekurz entschlossen Kehrt gemacht 
ind sich Wirweg eine stille Lob⸗ 
ede ob seiner Bravbeit gehalten 
atte. 
Was empfand er nun eigentlich 
ür das Mädchen? Wohlwollen? 
— Nun ja, ularich Aber das 
illein konnte doch Leuten seiner 
Art nicht Tag und Nacht Herz 
ind Sinn fuͤllen. Freundschaft 
Iso? Das war schon eher motlick 
wenn es auch uͤnter allen Um⸗ 
tänden rein lächerlich war, daran 
u glauben. Martha hatte jeden— 
alls ganz recht, wenn sie ihrerseits 
n eine Freundschaft nicht glauben 
hollte; ünd sie war am Ende, gescheit genug, die 
Schwächen einer solchen Freundschaft zwischen Weib 
ind Mann zu würdigen und zu fürchten. 
Und überhaupt diese Mariha! Er besann sich auf 
je Anfänge seines Verkehrs mit ihr. Sie waren 
dollegen gewesen und sie haätten sich leiden mögen; sie 
varen in mancher Hinsicht gleich geartet, und so fanden 
je sich allgemach zusammen — ruhig, freundschaftlich 
ind so leidenschaftslos, daß zwischen ihnen von einer 
jebe gewiß keine Rede sein konute — allenfalls viel— 
eicht don einer Liebelei. Frau Carstenn hatte es eben 
ersftanden, ihm den Aufenthalt in ihrem Hause äußerst 
ngenehm zu machen; sie war klug und blieb bei aller 
ee immer in einer gewissen Reserve, und so 
im es denn, daß er immer häufiger hinaus kam und 
hüeßlich daran gewöhnt war, die ktleine Villa als sein 
veites Zuhaufe zu betrachten. Die anfängliche Liebelei 
atte sich dabei — für ihn wenigstens — zwar nicht 
nr Liebe ausgewachsen. aber sie hatte doch einen 
Sie hatte ihn durch den Kirchgarten 
schreiten sehen und war ihm bis zur 
Hausthür entgegen gekommen. 
Als Olaf nach dem Konzert die Singakademie 
berließ, befand er sich in einer schwer zu beschreibenden 
Stimmung. Er stürmte, die Hände tief in seinen 
Haletot vergraben, durch die Markgrafenstraße, ohne 
secht auf den Weg und die Menschen zu achten, die ihm 
hegegneten — nur mit den Ereignissen des Abends und 
hren mutmaßlichen Folgen e Zunächst war 
ewütend zum Dreinhauen darüber gewesen, daß aus 
em Abend in der Villa Carstenn nichts geworden war; 
F“hatte sich kindisch darauf gefreut, denn er hatte ia 
VII
	        

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