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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1930 (Public Domain)

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fullscreen: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1930 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Scherl 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Previous Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Succeeding Title:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1900-1924
Address Directories 1925-1943
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1915
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-2958907
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
PDF-Download nur von Einzelseiten
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1900-1924
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
Nachtrag Berliner Adreßbuch 1915

Chapter

Title:
II. Königliches Haus, Behörden, Kirchen und Schulen, öffentliche Einrichtungen von Berlin

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1930 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1930
  • Sitzung 1, 7. Januar 1930
  • Sitzung 2, 9. Januar 1930
  • Sitzung 3, 16. Januar 1930
  • Sitzung 4, 23. Januar 1930
  • Sitzung 5, 28. Januar 1930
  • Sitzung 6, 30. Januar 1930
  • Sitzung 7, 6. Februar 1930
  • Sitzung 8, 13. Februar 1930
  • Sitzung 9, 20. Februar 1930
  • Sitzung 10, 27. Februar 1930
  • Sitzung 11, 4. März 1930
  • Sitzung 12, 6. März 1930
  • Sitzung 13, 11. März 1930
  • Sitzung 14, 18. März 1930
  • Sitzung 15, 27. März 1930
  • Sitzung 16, 3. April 1930
  • Sitzung 17, 10. April 1930
  • Sitzung 18, 29. April 1930
  • Sitzung 19, 8. Mai 1930
  • Sitzung 20, 15. Mai 1930
  • Sitzung 21, 22. Mai 1930
  • Sitzung 22, 3. Juni 1930
  • Sitzung 23, 23. Juni 1930
  • Sitzung 24, 24. Juni 1930
  • Sitzung 25, 25. Juni 1930
  • Sitzung 26, 26. Juni 1930
  • Sitzung 27, 27. Juni 1930
  • Sitzung 28, 1. Juli 1930
  • Sitzung 29, 5. August 1930
  • Sitzung 30, 16. September 1930
  • Sitzung 31, 18. September 1930
  • Sitzung 32, 23. September 1930
  • Sitzung 33, 2. Oktober 1930
  • Sitzung 34, 7. Oktober 1930
  • Sitzung 35, 9. Oktober 1930
  • Sitzung 36, 16. Oktober 1930
  • Sitzung 37, 23. Oktober 1930
  • Sitzung 38, 30. Oktober 1930
  • Sitzung 39, 6. November 1930
  • Sitzung 40, 13. November 1930
  • Sitzung 41, 20. November 1930
  • Sitzung 42, 27. November 1930
  • Sitzung 43, 4. Dezember 1930
  • Sitzung 44, 11. Dezember 1930
  • Sitzung 45, 18. Dezember 1930

Full text

Außerordentliche Sitzung am 4. März 1930. 
301 
unter dem Titel: „Links von der SPD.!“ Er 
schreibt: 
„Ein eigenartig Spiel: Wie haben die Sozia 
listen vor dem Kriege gegen manche der inneren 
Seiten des alten Obrigkeitsstaates opponiert, 
wie leidenschaftlich haben sie revoltiert, ge 
höhnt, gekämpft, kritisiert. Und wie bedingungs 
los haben sie das Erbe des Polizeistaates an 
getreten : scharf nach links, weich nach rechts! 
Hitler und der Stahlhelm marschieren. Der 
Rote Frontkämpferbund, dessen revolutionärer 
Wille nicht entfernt so unwürdig gassenjungen 
haft ist wie der der geduldeten Braunhemden, 
ist verboten. Obgleich ich sogenannter „bürger 
licher“ Demokrat bin, empört mich diese Un 
gerechtigkeit doppelter Maßstäbe heute noch 
ebenso stark wie am 1. Mai 1929. Ich habe 
einen hohen sozialdemokratischen Polizeioffizier 
(außerhalb Berlins) gesprochen, der diese 
Empörung nicht nur aus politisch sachlichen, 
sondern auch aus gerechten und objektiven 
polizeilichen Überlegungen völlig teilt. 
Die SPD. hat in viel festeren, starreren 
Formen als andere Koalitionsparteien Über 
bleibsel des alten Obrigkeitsstaates übernom 
men; sie ist rüstungsfreundlich gemäßigt, 
„vaterländisch“. Sie ist kulturpolitisch stark 
konservativ geworden, oft an das Zentrum ge 
bunden, in Fragen wie dem des Konkordats, des 
Panzerkreuzers,'dergestalt weich, daß ihre Nach 
giebigkeit von der geschickten deutschen Re 
aktion bestimmt stärker für Rechts- als für 
Linkstendenzen ausgenutzt werden konnte und 
werden wird.“ 
Ich glaube, es waren Demokraten, die hier 
den Zwischenruf machten: „Den schenken wir 
Ihnen!“ An wen Sie noch mal verschenkt werden, 
das weiß man heute noch nicht. 
(Zuruf bei den Demokraten: An Sie nicht!) 
Dann ein anderes Urteil: Heinz Pol 
schreibt in der „Weltbühne“ am 3. Februar: 
„Die ganze Energie der Terrorbekämpfung 
gegen rechts und links wird seit einem Jahr 
darauf verwandt, den linken Flügel der Radi 
kalen zu sekkieren, zu schwächen, zu vernich 
ten. Die Bekämpfung des rechten Terrors steht 
nur auf dem Papier. Wenn die Nationalsozia 
listen in den letzten Monaten überall in Preußen 
einen beispiellosen Propagandaerfolg erzielen 
konnten, so können sie sich in erster Linie nicht 
bei Hitler und nicht bei Goebbels, sondern beim 
preußischen Minister des Innern, dem Sozial 
demokraten Grzesinski, bedanken. 
Jetzt endlich, so dachte man, unpolitisch, 
wie man nun einmal ist, wird doch wohl Genosse 
Grzesinski eingreifen und analog dem Roten 
Frontkämpferbund auch die SS. (Schutzstaffel)- 
Garden auflösen. Mit nichten geschah dies. Es 
geschah vielmehr, daß die SS.-Leute in Berlin 
unter Führung des Dr. Goebbels und wohl 
beschützt von einigen Hundertschaften Zier 
giebels im Parademarsch durch die Arbeiter 
quartiere Neuköllns und des Weddings zogen 
und die ohnedies aufgeregte Bevölkerung bis 
aufs Blut reizten,“ 
Das sind bürgerliche Urteile über die Politik 
des Sozialfaschismus. Unser Urteil darüber ist 
sehr viel schärfer. Diese bürgerlichen Kritiker 
sehen nicht, daß der Sozialfaschismus historisch 
bedingt ist, daß die Sozialdemokratie gar nicht 
mehr anders handeln kann. Sie ist ein Bestand 
teil des Faschismus, der Konterrevolution ge 
worden. Sie handelt, wenn sie für den Schutz 
der Bourgeoisie eintritt, auch in ihrem eigenen 
Interesse, das an die Erhaltung des Kapitalismus 
und die Verhinderung des Sozialismus ge 
bunden ist. 
Die KPD., die revolutionäre Arbeiterschaft, 
wird weder durch den Sozialfaschismus noch 
durch staatliche Gewaltmittel vom Kampfe zurück 
gehalten werden. Weder Verbot der Partei, noch 
das Verbot ihrer Zeitungen, noch die Massen 
verhaftungen, noch die Einsperrung der Redak 
teure, von denen 22 bereits im Kerker sitzen, noch 
das Republikschutzgesetz werden diesen Vormarsch 
der revolutionären Arbeiterschaft unter Führung 
der KPD. aufhalten. 
(Bei den Kommunisten: Sehr wahr!) 
Sie werden hier unsere Anträge ablehnen, 
aber das wird daran nicht das geringste ändern. 
Die Rote Front marschiert unter Führung der 
KPD., und ich schließe mit den Worten, die Karl 
Marx am 18. Mai 1849 gegenüber dem Verbot der 
„Neuen Rheinischen Zeitung“ in ihrer letzten 
Nummer schrieb: 
„Wir sind rücksichtslos, wir verlangen keine 
Rücksicht von euch. Wenn die Reihe an uns 
kommt, wir werden den Terrorismus nicht be 
schönigen. Aber die royalistischen Terroristen, 
die Terroristen von Gottes- und Rechtsgnaden, 
in der Praxis sind sie brutal, verächtlich, ge 
mein, in der Theorie feig, versteckt, zweizüngig, 
in beiden Beziehungen ehrlos.“ 
Das trifft in vollen Worten auf den Sozial- 
faschismus, auf die Sozialdemokratie zu. 
(Bei den Kommunisten: Sehr gut!) 
Und wenn Karl Marx sagte: 
„Die resultatlosen Metzeleien seit den Juni- 
und Oktobertagen, das langweilige Opferfest 
seit dem Februar und März, der Kannibalismus 
der Konterrevolution selbst wird die Völker 
überzeugen, daß es nur ein Mittel gibt, die mör 
derischen Todeswehen der alten Gesellschaft, 
die blutigen Geburtswehen der neuen Gesell 
schaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzen 
trieren, nur ein Mittel — der revolutionäre Ter 
rorismus.“ 
Also die proletarische Diktatur. Sie wird nicht 
aufgehalten. Das, was in Rußland das Proletariat 
unternahm, um sich von dem Kapitalismus zu be 
freien und seine eigene Macht aufzurichten, das 
wird das deutsche Proletariat unter Führung der 
Kommunistischen Partei tun. Je schneller die 
werktätigen Massen unter dieser Führung sich 
zur roten Einheitsfront zusammenfinden, um so 
brutaler werden zwar die Maßnahmen der Konter 
revolution zu ihrer Niederschlagung sein, aber um 
so schneller wird auch der Sieg errungen werden, 
um so geringer werden die Opfer des Proletariats 
sein. Wir rufen die Arbeiter zum Kampf gegen 
den Sozialfaschismus auf, zum Kampf gegen die 
Bourgeoisie. Wir rufen sie auf mit dem Kampf 
rufe des nicht zu verbietenden Roten Front 
kämpferbundes, mit dem dreifachen Rufe: 
Rot Front! Rot Front! Rot Front! 
(Die Kommunisten stimmen in diesen Ruf ein. 
— Händeklatschen.) 
Vorst. Haß: Zur Begründung der Anträge der 
Herren Dr. Goebbels und Parteifreunde hat Herr 
Kollege Engel das Wort. 
Stadtv. Engel (NS): 
(Stadtv. Kasper: Wo ist denn die Fraktion?) 
— Sie sind alle da. 4 Mann sind schon zur Revo 
lution beurlaubt. —
	        

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