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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe LII.1902 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe LII.1902 (Public Domain)

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Zeitschrift

Titel:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Erschienen:
Berlin: Scherl 1943
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Erscheinungsverlauf:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Frühere Titel:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Spätere Titel:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Schlagworte:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Sammlung:
Berliner Adressverzeichnisse
Berlinerinnen, Berliner
Adressbücher 1900-1924
Adressbücher 1925-1943
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1908
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-2606464
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
PDF-Download nur von Einzelseiten
Sammlung:
Berliner Adressverzeichnisse
Adressbücher 1900-1924
Berlinerinnen, Berliner

Kapitel

Titel:
I. Einwohner Berlins und seiner Vororte

Kapitel

Titel:
D

Kapitel

Titel:
Da

Schnellzugriff

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  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe LII.1902 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • H. I-III
  • H. IV-VI
  • H. VII-IX
  • H. X-XII

Volltext

7 
Fr. Gebhardt, Zwei wenig bekannte Kirchenbauten 
8 
die Aehnlichkeit des Thurmentwurfes, namentlich der Ueber- 
gangslösung vom Viereck ins Achteck und durch die zur 
Verwendung gelangten Einzelformen am Nördlinger und 
Röttinger Thurme. Dafs es sich bei dem Jörgenthurm zu 
Nordlingen um eine in der Hauptsache selbständige Arbeit 
des Kugler handelt, dürfte daraus hervorgehen, dafs er ur 
kundlich bei Uebernahme der Arbeiten den ihm überkommenen 
Thurmeutwurf beurtheilte und selbständige Vorschläge dem 
Rath der Stadt unterbreitete, welche wohl auch zur Aus 
führung gelangten; auch sei hier bemerkt, dafs Kugler von 
1480 bis 1485 die beiden Thürme der St. Sebalduskirche in 
Nürnberg von Nordlingen aus zur Ausführung brachte, also 
bezüglich des Thurmbaues über eine gewisse Gewandtheit 
verfügte, welche St. Gangolf in so hohem Mafse bezeugt. 
Aber auch bezüglich der Chorarchitektur und der hierbei be 
liebten Verwendungs- und Behandlungsart des figürlichen 
und Thier-Schmuckes ist zu bemerken, dafs hier eine 
Aehnlichkeit mit Bautheilen von St. Wolfgang in Ell- 
wangen besteht, also mit einem Kirchenbau, an dem der 
Röttinger Meister wie oben dargethan, als Parlier oder als 
Geselle gearbeitet hat. 
Endlich ist noch anzuführen, dafs Kugler im Jahre 1495 
von seiner Stelle als Kircbenmeister zurückgetreten und 
Nordlingen mit unbekanntem Verzugsort verlassen hat. Nach 
dem von mir Dargelegten könnte er nach Röttingen verzogen 
sein; denn im Jahre 1495 ist, wie die steinerne Urkunde 
besagt, der Grundstein der dortigen Kirche gelegt worden. 
Wenn durch Sighart in seiner Geschichte der bildenden 
Künste in Bayern und nach ihm durch Klemm in dessen 
Werk über württembergische Baumeister und Bildhauer dem 
Kirchenmeister Heinrich Kugler ein anderes, angeblich auch 
am Nördlinger Jörgenthurm auftretendes Meisterzeichen zu 
geschrieben wird, so scheint mir hier ein Mifsverständnifs 
vorzuliegen. Trotz eingehendster Prüfung konnte ich nämlich 
das von Sighart verzeichnete Steinmetzzeichen am Georgs- 
thurm in Nördlingen nicht finden; es ist auch nicht ent 
halten in der mir gütiget zur Verfügung gestandenen, 
St. Georg betreffenden Steinmetzzeichensammlung des städt. 
Ingenieurs Max Gaab in Nördlingen, der 1878 bis 1887 die 
auf den ganzen Georgskirchenbau sich erstreckenden Wieder- 
herstellungsarbeiten leitete und die dortigen Steinmetzzeichen 
mit einem Bienenfleifse sammelte, wobei kaum anzunehmen 
ist, dafs er ein Meisterzeiohen übersehen hätte. Ferner ist 
darauf hinzuweisen, dafs Sigharts Mitteilungen über Stein 
metzzeichen aus einer Zeit stammen, wo dieses Capitel noch 
wenig geklärt war. Auch das von Sighart einem Hans 
Rufs zugeschriebene, angeblich am Nördlinger Thurm vor 
kommende Zeichen konnte ich nicht entdecken, und in der 
Öaabschen Sammlung ist es ebensowenig zu finden, wie ein 
Steinmetz oder Parlier Namens Rufs in der gründlich be 
handelten Baugeschiohte über St. Georg von Christian Mayer, 
der aufserdem in seinem trefflichen Buche über die Stadt 
Nördlingen bemerkt: „Sighart enthält überhaupt in seinen 
Mittheilungen über die Stadt Nördlingen vieles Falsche“. 
Nach dem Dargelegten glaube ich, den Nördlinger Küchen 
meister Heinrich Kugler als den Baumeister von St. Gangolf 
in Röttingen und das erwähnte im Chor in Röttingen und 
im Thurm der Nördlinger Kirche angebrachte Zeichen als sein 
Meisterzeichen ansprechen zu dürfen. 
Die Kirehe in Thannhausen. 
(Abb. 2 BL 1 u. Abi. 1 bis 7 Bl. 2.) 
DasPfarrdorf Thannhausen, im Oberamtsbezirk Ellwangen 
an der Sechte gelegen, wird zu Fufs am bequemsten von 
der an der Eisenbahnlinie N Ördli ngen - Dinkelsbühl gelegenen 
Station Fremdingen in 1V* Stunden erreicht. Der Weg ist 
abwechslungsreich und bietet namentlich von seiner höchsten 
Erhebung einen äufserst genulsreichen Rundblick auf eine 
von hoher plastischer Schönheit erfüllte Landschaft. Schon 
lange bevor das Dorf betreten wird, ist dessen ernst und 
würdevoll ansteigender Kirchthurm sichtbar. Die dem 
Evangelisten Lukas geweihte Kirche liegt inmitten des Orts 
auf einem nach Westen abfallenden Hang, sodafs ihre Er 
bauung theilweise bedeutender Unterbauten bedurfte. Während 
die Kirche östlich, nördlich und westlich unmittelbar an 
Ortswege herantritt, entfaltet sich vor ihrer Südseite ein 
hübscher, von Bäumen umsäumter Kirchenplatz, der früher 
als Begräbnisstätte diente und dessen ebene Lage durch 
Futtermauern dem abfallenden Gelände abgerungeu wurde. 
Die aus dem Ende des 15. und Anfang des 16. Jahr 
hunderts stammende Kirche zeigt in ihrer Grundrifsanlage 
die interessante Lösung einer zweischitfigen Hallenkirche und 
zugleich ein Beispiel der Verwendung des unteren Thurm 
geschosses als Kirchenchor (Abb. 4 Bl. 2). Aus letzterem Um 
stande erklären sich die verhältnifsmäfsig bedeutenden Ab 
messungen des Thurmes. Eine nähere Betrachtung der Kirche 
läfst erkennen, dafs deren Langhaus aus einer wenn auch 
nur wenig späteren Zeit stammt als der Thurm. Diese 
üeberzeugung wird nicht durch einen auffälligen stilistischen 
Unterschied oder durch einen ästhetischen Mifsklang ge 
wonnen als vielmehr durch ein aufmerksames Eingehen auf 
die formale Seite verschiedener in Betracht kommender Einzel 
heiten im Aeufsem und Innern. 
Die ümfaesungswände des Thurmes sind aus sauber 
geflächten Quadern des in der Nähe anstehenden Sand 
steins gebildet, wogegen diejenigen des Langhauses und der 
Sacristei aus rauh gespitzten, beiderseits verputzten Mauer 
steinen und nur die Gebäude- und Strebepfeilereckeu, sowie 
die wichtigsten Construotionstheile, Sockel, Gesimse, Fenster- 
und Thürgewände, aus Quadern hergestellt sind. 
Dafs auf dem Grunde der jetzigen Kirche vordem schon 
eine ältere Kirche gestanden hat, ist mit Rücksicht auf das 
hohe Alter der Pfarrei, das Gesamtbild des Kirchenplatzes 
und namentlich deshalb nicht zu bezweifeln, als in der 
nördlichen Langhauswand ein kleines, theilweise vermauertes 
frühgothisches Fenster noch erhalten ist, das mit der jetzigen 
Bauanlage weder in stilistischem noch organischem Zusammen 
hang steht. Hiernach erweist sich auch der dieses Fenster 
umschHefsende Mauertheil, welcher entgegen dem übrigen 
Mauerwerk keinen Sockelvorsprung besitzt, als Ueberbleibsel 
einer älteren Kirche. 
Wie bei den allermeisten Kirohenbauten des XV. Jahr 
hunderts scheint man auch bei demjenigen in Tannhausen 
aus praktischen und geldlichen Rücksichten schrittweise 
vorgegangen zu sein und zunächst mit der Erbauung eines 
neuen Chorthurmes unter einstweiliger Belassung und Weiter- 
benutzung des Langhauses einer bestehenden Kirche sich 
begnügt zu haben. Erst etwa dreifsig Jahre später, naoh 
Ansammlung der erforderlichen Mittel oder aus zwingenden
	        

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