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Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain) Ausgabe 11.1878 (Public Domain)

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Bibliographic data

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Scherl 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Previous Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Succeeding Title:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1900-1924
Address Directories 1925-1943
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1903
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-1212261
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
PDF-Download nur von Einzelseiten
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1900-1924
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
Nachtrag

Chapter

Title:
I. Einwohner Berlins und seiner Vororte

Chapter

Title:
A- K

Contents

Table of contents

  • Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain)
  • Ausgabe 11.1878 (Public Domain)
  • Nr. 1, 04.01.1878
  • Nr. 2, 11.01.1878
  • Nr. 3, 18.01.1878
  • Nr. 4, 25.01.1878
  • Nr. 5, 01.02.1878
  • Nr. 6, 08.02.1878
  • Nr. 7, 15.02.1878
  • Nr. 8, 02.02.1878
  • Nr. 9, 01.03.1878
  • Nr. 10, 08.03.1878
  • Nr. 11, 15.03.1878
  • Nr. 12, 22.03.1878
  • Nr. 13, 29.03.1878
  • Nr. 14, 05.04.1878
  • Nr. 15, 12.04.1878
  • Nr. 16, 19.04.1878
  • Nr. 17, 26.04.1878
  • Nr. 18, 03.05.1878
  • Nr. 19, 10.05.1878
  • Nr. 20, 17.05.1878
  • Nr. 21, 24.05.1878
  • Nr. 22, 31.05.1878
  • Nr. 23, 07.06.1878
  • Nr. 24, 14.06.1878
  • Nr. 25, 21.06.1878
  • Nr. 26, 28.06.1878
  • Nr. 27, 05.07.1878
  • Nr. 28, 12.07.1878
  • Nr. 29, 19.07.1878
  • Nr. 30, 26.07.1878
  • Nr. 31, 02.08.1878
  • Nr. 32, 09.08.1878
  • Nr. 33, 16.08.1878
  • Nr. 34, 23.08.1878
  • Nr. 35, 30.08.1878
  • Nr. 36, 06.09.1878
  • Nr. 37, 13.09.1878
  • Nr. 38, 20.09.1878
  • Nr. 39, 27.09.1878
  • Nr. 40, 04.10.1878
  • Nr. 41, 11.10.1878
  • Nr. 42, 18.10.1878
  • Nr. 43, 25.10.1878
  • Nr. 44, 01.11.1878
  • Nr. 45, 08.11.1878
  • Nr. 46, 15.11.1878
  • Nr. 47, 22.11.1878
  • Nr. 48, 29.11.1878
  • Nr. 49, 06.12.1878
  • Nr. 50, 12.12.1878
  • Nr. 51, 20.12.1878
  • Nr. 52, 27.12.1878

Full text

Berliner Wespen 
denn ich kann nun den Cultmkamps in die bisher für uns so langweilige 
Debatte ziehen. Meine Herren, es sind katholische Zeitungen im Elsaß 
unterdrückt worden, also sind meine Parteigenoffen in den Reichslanden 
der osfiziösen Preffe gegenüber vogelfrei. 
Stimmen auo dem Centrum. Gut gebrüllt, Mas unke! Wir sind 
v ogelsrei! 
Der Präsident. Das kann ich nicht zugeben. Die offiziöse Preffe 
bringt täglich Enten und in solchen Massen, daß jeder Staatsbürger seine 
Ente im Topf haben kann. Da darf man doch nicht sagen, daß irgend 
ein Katholik vogelfrei ist. 
Abg. Majunke- Und ich wiederhole, daß wir Männer vom Centrum 
»ogelfrei sind. 
Der Generalpostmeister. Meine Herren, ich werde dafür sorgen, 
daß es bald heiße: Jedes Mitglied des Centrums hat einen Vogel! 
Damit kann in die Osterferien eingetreten werden. 
Nächste Sitzung: Nr. 18 der Berliner Wespen. 
Bescheidener Wunsch zu den Asterfeiertagen. 
Mim iss (Cer Meile, mir »am BilRter er 
(öpsfsusrffrf inins, nts Mnaße, rfer am .flache 
(ßrmiifsisiifi liegt, indessen um isin Rer 
Aie Ziemst tanzt, geülit in diesem Fache. 
.Oer Nrieg ist furchtbar, grimmig fei» Gesicht, 
Wenn ans einaiuler er zur SitiliuRt ilie Heere 
Ner llölber treibt: jedodi man leugn' es nicht, 
Ant; er auch nützt, mus lass' isim seine fsirr. 
tloltboinmen unerträglich aber scheint 
Ga, zmische» Krieg uius Meeleit lang' jii schaieben; 
Sn »lissen nicht, mit er ilie Susuinff meint, 
Menu nicht iler Tag ilem Tage Rann uertrau'n, 
Nie Nacht ilem ttlargen nicht, iler nicht item ttbenil: 
Stets zmeifelnil »ach ilem Vetter ausznsdmil'n, 
Jetzt furchterfnllt, jetzt sich an Hoffnung Cobenis! 
Nrnm, Himmel, mach' ein fmse dieser Pein! 
Vir münschen ja nicht viel, mir sind bescheiden 
tlnil bitten nur: Vosi' iforsi so gütig sein 
Und gieb — doch, gieb recht bald uns Tins von Heiden. 
tlor uns wie ein geschlosi'nes Gsier - Ei 
Liegt noch die Snbnntt, die gesieimnitziiolle, 
Uns guält die Ungednlil Schlag' es entzwei! 
Nann mag zum llotsdiciii Rommen, »ms da wolle! 
2» Rangen ewig zwischen Toil null Leben. 
filmt Leiden eines ehrlichen Maklers. 
Aus dem Tagebuche desselben. 
Eine nette Suppe habe ich mir mit dein ehrlichen Maklerthum einge 
brockt! Ich glaube, es giebt keine weniger dankbare Rolle, als die des Ver 
mittlers. Wenn die Leute nur ordentlich mit sich reden ließen! Aber davon 
ist ja garnicht die Rede. Hier die Gier, dort die Mißgunst, — nun 
vermittle Einer! 
Und doch geht es dem Ruffen und dem Engländer wahrscheinlich, wie 
den beiden Juden, die sich gepackt hatten und nun Beide schrien: „Kommt 
doch um Gotteswillen und reißt uns auseinander!" Aber so fest, wie sie 
sich in einander verhakt haben, wer reißt sie auseinander? Wenn ich auf 
der einen Seite anfaffe und reiße, so ziehe ich sic immer beide zusammen 
nach dieser Seite, und eS ist nichts gebcffert. Es müßte auf der andern 
Seite auch noch Einer reiße», und der mühte stark genug sein, um sich 
nicht auch noch von mir hinüberziehen zu laffen. 
* 
Dies ewige Hin- und Herschreiben! Jeden Tag muß ein Brief, oder 
doch wenigstens eine Postkarte nach London sowohl, als nach Petersburg 
abgehen. Von beiden Orten kommen dann auch hier jeden Tag Briese 
oder Karten an; aber weiter rückt die Geschichte durch diese Papier- und 
Porto-Vergeudung anscheinend um keinen Schritt. 
Noch immer versuche ich, ihnen das Unsinnige des drohenden Krieges 
klar zu machen. Da das Bild vom Löwen und Walfisch nachgerade 
ein wenig verbraucht erscheint, so bade ich mich — wie ich glaube, mit 
Erfolg — nach neuen originellen Bildern umgesehen. So sprach ich gestern 
in meinem Brief nach Petersburg von einem Kriege, den der gemeine 
Land Hase (Lepus timidus) und der gewöhnliche Seehase (Cyclopterus 
Lumpus) mit einander führen wollten. Aus der Karle für England wiederum 
bediente ich mich der Wendung: „Das wäre ja nichts Anders als ein 
Krieg zwischen dem fest ländischen Löwen (Felis leo) und dem See- 
löwen (Otaria jubata). 
So wenig nun der sogenannte Wüstenkönig im Stande ist, den 
Seelöwen im schäumenden Ocean zu bekämpfen, ebensowenig dürfte es 
dem Letzteren, wenn er auch alle seine Vorderfloffen zu Hilfe nähme, 
möglich sein, den trockenen Löwen in der Wüste anzugreifen, oder ihn über 
ungeheuere Strecken glühenden Sandes hin in sausendem Galopp zu 
verfolgen. 
Das ist doch deutlich und anschaulich genug ausgedrückt. Aber wird 
es was Helsen? 
Es ist wirklich, um alle Geduld zu verlieren. Tagelang correspondirt 
man mit ihnen, und wenn man nun denkt, sie werden Concessionen machen, 
so kommen sie plötzlich wieder auf ihre bewußten Hammel zurück. Immer 
auss Neue sage ich zu ihnen: „Kinder, vertragt Euch! Gebt nach! Seid 
einig! Die ganze Geschichte ist za keine Dardanelle werth!" Dann heißt es: 
„Gewiß! Natürlich! Selbstverständlich!" Und am nächsten Tage schon 
wird mir der alte ausgewärmte Hammelbraten wieder vorgesetzt. Sie sind 
wie die Weiber! 
* * * 
Der Türke hat es jedenfalls jetzt am Besten. Er kann nichts oder doch 
nur sehr wenig noch verlieren, Niemand reizt ihn, man bewirbt sich sogar 
um seine Frcundschast. Wenn er ein wenig Entschloffenheit besäße, so 
wäre jetzt vielleicht die rechte Zeit für ihn, ein gutes Geschäft zu machen. 
Wenn ich jetzt Reichskanzler der Pforte wäre und ein Bischen Moltke 
zur Verfügung hätte! 
* . * 
Nun diese ewigen Störungen! Eben habe ich mich an den Schreib 
tisch gesetzt und vermittle, da reißt es schon an der Klingel. Eine unan 
genehme Nachricht: Im eben erst reconstruirten Staatsgedäude sangen 
Putz und Stuck schon an, abzubröckeln. „Laßt sie abbröckeln!" er 
widere ich, indem ich an die Abbröckelung der Türkei denke. Wieder habe 
ich einige Zeilen geschrieben, da kommt aus der Küche die Anfrage, was 
mit den Kiebitzeiern gemacht werden soll. „Ein höllisches Rührei!" 
lautet mein Bescheid, indem mir der orientalische Wirrwarr vorschwebt, — 
wird es mir aber auch schmecken? Eben wieder habe ich Rußland zum 
Frieden ermahnt, da heißt es, der neue Sommeranzug wäre da; ob ich 
ihn nicht anprobiren wolle. „Probirt ihn dem Kuckuck an!" rufe ich 
entrüstet. Wenn er nun aber wirklich dem Kuckuck anprobirt wird, habe 
ich irgend welchen Nutzen davon? Nicht lange darauf unterbricht man 
mich mit der Frage, ob ich heute den Goldfuchs reiten wolle? „Der 
Teufel soll ihn reiten!" donnereich los. Das thut mir nachher wieder 
leid, weil ich mich der Befürchtung hingebe, es möchte dem Pferde nicht 
bekommen. Endlich nach so viel Unangenehmem kommt die ersehnte ange 
nehme Botschaft: „Der Biermann ist da!" Schnell schließe ich meine 
Briese ab, und während ich das Fäßchen ansteche und probire, habe ich 
doch einige Momente der Ruhe. 
♦ * 
• 
Ich sehe nun schon, wie Alles kommen wird. Die Sache wird sich 
endlos hinziehen, und ich werde mit dem Vermitteln und Maklerspielen 
die beste Jahreszeit vertrödeln. Draußen ist es Frühling, ich habe schon 
Motten fliegen gesehen. Was werde ich von dem Frühling haben? Ich 
werde nicht in die „Meininger" kommen, ich werde nicht nach Secu- 
rius' Ballon Hinausschauen, ich werde nicht nach Hoppegarten fahren; 
ja, wer weiß, ob ich die neuen Fontainen vor dem Brandenburger Thor 
werde speien sehen! 
O ich wollte, es wäre schon Hochsommer, und ich säße oben aus der 
Saline in Kissingen!
	        

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