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Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Rights reserved) Ausgabe 39.1922 (Rights reserved)

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Bibliographic data

Full text: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Rights reserved) Ausgabe 39.1922 (Rights reserved)

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Periodical

Title:
Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin, dessen Umgebungen und Charlottenburg : auf das Jahr ... / aus amtlichen Quellen zusammengestellt durch J. A. Bünger
Publication:
Berlin: Hayn 1872
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
ZDB-ID:
2939648-7 ZDB
Previous Title:
Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger für Berlin und Umgebungen
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1850-1874
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1871
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Geografie, Reisen (Deutschland)
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-607881
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1850-1874
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
III. Nachweis sämmtlicher Geschäfts= und Gewerbetreibenden

Chapter

Title:
M, N

Contents

Table of contents

  • Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Rights reserved)
  • Ausgabe 39.1922 (Rights reserved)
  • Title page
  • Inhalt
  • Ausgabe 1922,1 Nr. 1
  • Ausgabe 1922,2/3 Nr. 2/3
  • Ausgabe 1922,4 Nr. 4
  • Ausgabe 1922,5 Nr. 5
  • Die Gräfin Lichtenau in ihrer Ehe mit Franz von Holbein / Hoeft, Bernhard (Public Domain)
  • Briefe und Dokumente zu Geburt, Thronbesteigung und Tod Friedrichs II. in einer Autographensammlung / Meyer, Hellmut (Rights reserved)
  • Der neue Fahnenschmuck der Potsdamer Garnisionkirche / Taeglichsbeck, Franz (Rights reserved)
  • Bücherschau (Rights reserved)
  • Berichte (Public Domain)
  • Mitteilungen des Vorstandes (Public Domain)
  • Veranstaltungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Public Domain)
  • Ausgabe 1922,6 Nr. 6
  • Ausgabe 1922,7 Nr. 7
  • Ausgabe 1922,8/9 Nr. 8/9
  • Ausgabe 1922,10/11 Nr. 10/11
  • Ausgabe 1922,12 Nr. 12

Full text

34 
nachzugeben und mich seiner Meinung und Unsicht zu fügen; auch geschmeichelt, da ich wiederholt Männer mit Geist und 
ich hatte an Selbstvertrauen gewonnen, und den Mut, es ihm Stellung und Vermögen gesehen, die sich um meine Gönnerin 
gegenüber geltend zu machen. Dazu kamen noh seine immer- beworben. 
währendew sarkastischen Bemerkungen über mein Verhältnis IH wußte nicht was ich antworten sollte; die gefährliche 
zur Gräfin, die mich verletzten, so daß ich ihn schon nach Frau hatte mich Harmlosen aber so berükt, daß ich überzeugt 
einigen Tagen verlassen wollte. Doch freute ich mich innig, war, ihre geistigen Vorzüge, ihre noch-immer einnehmende 
als Hoffmann mich mit seinem Entschluß überraschte, mich zu Persönlichkeit würden genügen, den Unterschied der Jahre 
begleiten und zugleich auch seinen Freund Hampe aufzusuchen. zwischen uns auszugleichen. Sie nahm während des Gesprächs 
Im stillen hoffte ich auch, daß die Gräfin es gewiß eine Denezianerkette von ihrem schönen Halse und wand sie 
verstehen würde, Hoffmann für sich zu gewinnen. Augen- zum Andenken an diese Stunde gleich einem Armband um 
blicklich schien er förmlich erbittert gegen sie, seine Un- meine Hand, was sie mit einer solchen Grazie und mit so 
ermüdlichfeit, mich ihr abwendig zu machen, war förmlich warmer Jnnigkeit tat, daß ich mich ganz hingerissen fühlte 
rührend. Er verlachte „meine Treuherzigkeit, mit welcher und gewiß gleich eingeschlagen hätte, wäre mir nicht im 
ich auf ihre Worte vertraue“, er sprach ernst und streng „ich Beiste mein Hoffmann mit drohend und warnend erhobener 
solle mich ermannen, dem Dorsate, mich von ihr zu trennen, Hand =- als „hinkender Teufel“ erschienen! Aber diese Er- 
treu bleiben und größern Vorteil von meinen Vorzügen ziehen, scheinung und des treuen Freundes ernste Warnung hielten 
als mich der Laune der ehemaligen Geliebten eines Königs für diesmal die entscheidende Antwort zurück, und ich be- 
zu opfern“. Diese Worte, welche so viel Wahrheit enthielten, gnügte mich, mit wiedergewonnener Fassung dem Gespräche 
fielen mir schwer aufs Herz und befestigten auch den Entschluß, eine scherzhafte Wendung zu geben mit der Yersicherung, daß 
meiner Stellung so bald wie möglich zu entsagen; deren es ihr unmöglich gelingen dürfte, durch mich Madame Fontano 
Bitterkeit bewirkten aber in mir (und das höchst ungerecht- zu werden, da mein wahrer Name Franz von Holbein sei --! 
fertigterweise) ein Erkalten meiner freundschaftlichen Gefühle Nun sprang sie plößlich mit leuchtenden Blicken auf und 
für Hoffmann. Als ich mit ihm nach Glogau zurückkam, eilte in das Nebenzimmer zu Frau von Tuxen, ohne wieder 
fand ich bei der Gräfin ihren 16jährigen Sohn Wilhelm, zum Dorschein zu kommen. 
der gut, schön und liebenswürdig, schnell mein ganzes Herz Mit eigenen Gefühlen mag ich wohl noch eine gute 
gewann, ebenso wie ich das seine. Wir gefielen uns gegen- Weile im Zimmer ihrer geharrt haben, da kam Wilhelm, 
seitig so sehr, daß wir beide es sehr beklagten, uns erst jetzt um mich zu einem früher“ verabredeten Spazierritt abzu- 
vor meiner Abreise gefunden zu haben. holen. . . ! -- 
Wilhelm tat aus eigenem Antriebe, und vielleicht auch An demselben Abend sagte Hoffmann im Theater zu 
von seiner Mutter beeinflußt, alles Mögliche, um mich zu mir, er habe mich mit meinem Herrn Sohn spazieren reiten 
bewegen, bei leßterer zu bleiben, die, wie er oft besonders sehen, -- ich nähme mich sehr gut aus -- als Papa! 
hervorhob, meinem Wirken schon so viel, ja sogar ihre Freiheit Ih war so ärgerlich über diesen Scherz, daß ich, obgleich 
zu verdanken hätte. Alles Denkbare schlug er mir vor, so auch, Hoffmann am anderen Morgen abreiste, nicht mehr zu Hampe 
sein Hofmeister zu werden, wenn ich nicht mehr Sekretär sein fam, wo wir uns noch einmal sehen wollten. 
wolle; er werde tun, was er mir an den Augen absähe! Hampe erzählte mir aber am andern Morgen, Hoffmann 
Ich blieb indessen fest, obgleich die nur kurze Trennung von habe noch abfahrend aus dem Wagen ihm zugerufen: 
der Gräfin mir bereits bewiesen hatte, wie wert und un- „Grüßen Sie mir Fontano, Sie werden sehen, er ist geliefert!“ 
entbehrlich mir ihr Umgang geworden, und betrieb mit allem IH war bis jetzt vielleicht umständlicher in der Erzäh- 
Eifer und Ernst die Vorbereitung meiner Abreise, zu welcher lung und Schilderung über die Art und Weise, wie sich die 
mich Hoffmann immer mehr drängte, wenn auch, seit er die Bekanntschaft mit dieser viel  gerühmten, viel verkannten, 
Gräfin kennen gelernt, sein Urteil über diese ein weit gün- aber jedenfalls interessanten Frau immer intimer gestaltete, 
stigeres geworden war. ! allein all dieses betrachte ich als Basis zu dem Standpunkt 
Die nahe bevorstehende Trennung, wie die Abwesenheit meiner nächsten Zukunft, und ich will es nun versuchen, 
Wilhelms, der sich immer inniger an mich anschloß, bewirkte, alles Übrige dieser Epoche um so gedrängter zusammen- 
was auch Hoffmanns scharfsichtigem Auge nicht entging, zufassen. 
daß die Gräfin in meinem und ich in ihrem Jnnern immer Dem von mir gemachten Einwurfe meiner Stellungs- 
mehr Wert gewann, so wie jedes gewinnt, was man im und Mittellosigkeit sezte die Gräfin all das entgegen, was 
Begriffe steht zu verlieren, sie durch mich erreicht, sowie die Ordnung ihrer finanziellen 
Hoffmann schilderte mir, wie im Augenbli>k e5 das Ge- Derhältnisse, welche ich eingeleitet und zum Teil auch glüc- 
fährlichste sei, daß das Gefühl, uns bald trennen zu müssen, lich durchgeführt hätte. Jhr Sohn, meinte fie, der bereits 
sie. und mich um so inniger aneinander schließen müßte, so mit so großer Jnnigkeit an mir hinge, würde durch meine 
daß endlich =- wie der Hellsehende sich ausdrückte, „das Nähe nur gewinnen und finanziell gewiß nichts verlieren, 
Unglüsr geschehen sein würde =, es käme zur Heirat, die er da sie einen treueren Verwalter ihrer Habe nicht zu finden 
ebenso für sie, wie für mich befürchtete, wie er sie in jeder wisse, und um das: qu'en dira-t-on habe sie sich nie gekümmert! 
Beziehung mißbillige“. Ih sagte. ihr hierauf: „Aber mit großem Unrecht!“ 
Und nun geschah bereits der erste Schritt hierzu. Sie Da unterbrach uns ein Besuch des Barons Eben, 
forderte mich auf, als Hofmeister ihres Sohnes bei ihr zu welcher später mit Auszeichnung unter General Hompesch in 
bleiben, und begleitete diesen Antrag mit der Versicherung, Spanien focht, Er trat in dem Augenblick ein, als ich die 
daß noch niemand solchen Einfluß auf ihren wilden Sohn letzten Worten sprach, und fragte lächelnd: „Mit welchem 
gewonnen als ich, daß meine Nähe ihr unentbehrlich ge- Unrecht?“ 
worden, ja sie würde, wenn sie jünger wäre, nicht anstehen, I<h bat die Gräfin, den Freund =- das war er stets 
den Wunsch zu hegen, um mich fürs Leben an sich zu fesseln, gewesen = und den weltkundigen Ehrenmann entscheiden 
=- Madame Fontano zu werden --! zu lassen, und entfernte mich. 
Ih war, so oft mir auch Freund Hoffmann diese Wendung Am andern Morgen sandte mir die Gräfin folgende 
prophezeit hatte, doch aufs höchste überrascht, zugleich aber eilen:
	        

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