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Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav (Public Domain)

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Zeitschrift

Titel:
Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin, dessen Umgebungen und Charlottenburg : auf das Jahr ... / aus amtlichen Quellen zusammengestellt durch J. A. Bünger
Erschienen:
Berlin: Hayn 1872
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
ZDB-ID:
2939648-7 ZDB
Frühere Titel:
Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger für Berlin und Umgebungen
Schlagworte:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Sammlung:
Berliner Adressverzeichnisse
Berlinerinnen, Berliner
Adressbücher 1850-1874
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1870
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-4865866
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Adressverzeichnisse
Adressbücher 1850-1874
Berlinerinnen, Berliner

Kapitel

Titel:
Inhalt

Schnellzugriff

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  • Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav (Public Domain)
  • Einband
  • Werbung
  • Karten: Deutsche Kolonial-Ausstellung
  • Werbung
  • Titelblatt
  • Gruppe XXIII der Berliner Gewerbe-Ausstellung
  • [Einleitung]
  • Organe der Deutschen Kolonial-Ausstellung
  • Die Erwerbung der deutschen Kolonien
  • Rathschläge für den Besuch der Ausstellung
  • Abbildung: Haupteingang zur Deutschen Kolonial-Ausstellung
  • Der ethnologische Theil
  • 1. Kamerun
  • 2. Togo
  • 3. Kaiser Wilhelmsland und der Bismarck-Archipel
  • 4. Deutsch-Ostafrika
  • 5. Deutsch-Südwestafrika
  • Der wissenschaftlich-kommerzielle Theil
  • Kolonialhalle
  • Exporthallen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichniss der Aussteller
  • Verzeichniss der Inserenten
  • Werbung
  • Farbkarte

Volltext

Spezial-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 
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hergewiegt. Je anirnirter die Parteien werden, desto lebhafter sind auch diese- 
Bewegungen, desto mehr Drehungen und Wendungen sucht der gewandte Tänzer 
hinzuzufügen, wenngleich eine gewisse äussere Ruhe niemals dabei verloren 
geht. An den Knöcheln und Waden werden noch blecherne Schellen befestigt 
oder statt dessen ein mit Perlen geschmückter Haarwedel in der Hand getragen. 
— Die Tracht ist eine ausserordentlich einfache, besteht aber bei dem kultivirten 
Neger doch aus mehreren Theilen. Fast Jedermann ist im Besitze eines Hüft 
tuches (Kikoi) und eines lang herabwallenden, aus feinem, durchsichtigen 
Zeuge angefertigten Hemdes (Kanzu). Dazu trägt man meist eine iveisse, kunst 
reich von den Männern gestickte Mütze (Kofia), den rothen Tarbusch, dessen 
Quaste aber abgeschnitten ist, oder einen Turban. „Hosennigger“ giebt es in 
Ostafrika nicht, und man sollte auch an unserer Küste darauf halten, dass der 
Neger seine sehr kleidsame nationale Tracht beibehält. Schmuckgegenstände 
trägt der Suaheli kaum, doch sind Ringe und Armbänder aus Draht und Silber 
zu finden; dagegen hat er eine grosse Vorliebe für Spazierstöckchen, schwache, 
weisse Dinger mit kleiner Biegung am oberen Ende, die aus den AYurzeln der 
Tamarinden hergestellt werden. Die Suaheli-Negerin (bibi) ist ebenfalls 
sehr praktisch gekleidet; der Körper ist bis über die Brust in ein buntfarbiges 
Tuch eingehüllt, das aus sechs oder zwölf in einem Stück zusammenhängenden 
Taschentüchern besteht und für den ostafrikanischen Bedarf in Europa her 
gestellt wird. Leuchtende gelbe, blaue und rothe Farben sind besonders beliebt, 
die grotesken Muster wechseln je nach der Mode. Um den Oberkörper legt die 
Negerin in der Form eines Shawls ein anderes Tuch, und wenn sie ganz fein 
sein will, so arrangirt sie noch ein Kopftuch. Die Suahelidame ist, wenn sie es 
haben kann, reichlich geschmückt, um die Knöchel legt sie grosse, plattirte 
Silberringe, in die Nasenlöcher steckt sie ebenfalls Ringe und in die Ohren eine 
Anzahl Röllchen aus Mark oder farbigem Papier. Dazu untermalt sie die 
Augen mit schwarzer Farbe und stellt mit Gelbwurz grosse gelbe Flecke auf 
den Backen her. Ihr Haar ist stets kunstvoll geordnet, die kleinen wider 
strebenden Härchen werden in regelmässig über dem Kopf verlaufenden Reihen 
ein für allemal zusammengeflochten, so dass derselbe wie geharkt erscheint. 
— Die Suaheli sind Mo h am ed an er und zwar Sunniten, während ihre früheren 
Herren, die Oman-Araber, einer eigenen Sekte angehören, die stark nach dem 
Schiismus hinüberneigt. Von irgend welchem religiösen Eifer oder Fanatismus 
ist aber keine Spur zu finden. Auch ihre Moscheen sind höchst einfache, häufig 
mit Stroh gedeckte Gebäude. Wie alle auf [niederer Kultur stehenden Völker, 
sind auch die Suaheli stets ungemein abergläubisch. Die „Daua“ spielt eine 
grosse Rolle in ihrem Leben. Es ist charakteristisch, dass sowohl für ein 
medizinisches Heil-, wie für ein schützendes Zaubermittel nur dies eine Wort 
existirt. Das Amulettragen ist weit verbreitet. —- Der Suaheli ist, wenn man 
genauer seinen Charakter betrachtet, ohne Zweifel träge, aber nur nach 
unseren Begriffen. Er hat ein gutes Theil latenter Kraft in sich, ist als Träger 
gut zu verwenden, als Fischer und Ruderer vorzüglich, auch in anderen Hand 
werken wohl zu gebrauchen, aber von geringer Stetigkeit. Den Begriff der kon 
sequenten Arbeit kennt er nicht, unsere nervöse Arbeitshast ist ihm vollends 
unbegreiflich. Der Suaheli ist im Grossen und Ganzen wenig kriegerisch, er ist 
gutmüthig, naiv, der Typus eines grossen, ungezogenen Kindes, unzuverlässig, 
lügnerisch. Dabei ist er aber gelehrig, wenn auch nur in rein mechanischer 
Weise, und hat ein feines Gefühl, einen natürlichen Instinkt, phlegmatisch 
(das hat er den Arabern abgelernt), an Vater und Mutter anhänglich. Wir 
dürfen seine Moral nicht mit unserem Kodex messen, jedenfalls wacht der 
Suaheli, der sich meistens mit einer Frau begnügt, eifrig über die Treue seiner 
Frau. Der Frau liegt die Kindererziehung, die häusliche Arbeit und wesentlich 
auch noch die Feldarbeit ob. Doch wird sie hierin von dem Manne stets unter 
stützt. — Das kunstgewerbliche Talent des Suaheli ist wenig entwickelt. In 
erster Linie kommen hier die Flechtarbeiten in Betracht, in denen man es 
wirklich zu einer bewunderungswürdigen Fertigkeit gebracht hat. Als Material 
für sämmtliche Matten, feinerer und gröberer Arbeit, dienen die Blattfiedern 
der Wedel der Phönix - Palme, die in den Steppen des Festlandes überall häufig 
ist. Schwarze, rothe, gelbe und braune Farben finden bei der Mattenflechterei
	        

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