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Berliner Gartenbrief (CC BY-NC-ND) Ausgabe 2024,8 (Rights reserved)

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Bibliographic data

Metadata: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1988/89, 10. Wahlperiode, Band VI, 82.-92. Sitzung (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Periodical

Title:
J. W. Boike's allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Charlottenburg und Umgebungen : auf das Jahr ... / redigiert von dem Königl. Polizei-Rath Winckler
Publication:
Berlin: Veit 1842
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
16.1837-21.1842
ZDB-ID:
2939642-6 ZDB
Previous Title:
Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Potsdam und Charlottenburg
Succeeding Title:
Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Charlottenburg und Umgebungen
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1825-1849
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1837
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-814818
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1825-1849

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1988/89, 10. Wahlperiode, Band VI, 82.-92. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 82, 20. Oktober 1988
  • Nr. 83, 27. Oktober 1988
  • Nr. 84, 10. November 1988
  • Nr. 85, 24. November 1988
  • Nr. 86, 1. Dezember 1988
  • Nr. 87, 8. Dezember 1988
  • Nr. 88, 9. Dezember 1988
  • Nr. 89, 13. Dezember 1988
  • Nr. 90, 17. Dezember 1988
  • Nr. 91, 19. Januar 1989
  • Nr. 92, 11. Februar 1989

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
91. Sitzung vom 19. Januar 1989 
Dr. Tolksdorf 
(A) Unbestritten ist jedoch, daß wir künftig mehr für die Hoch 
schulen aufwenden müssen, weil die von uns allen - ich 
betone; von uns allen - für die Zukunft unterstellten quantitati 
ven Entwicklungen überholt sind. Wir brauchen einen neuen 
Hochschulentwicklungsplan, der die realisterischen Zahlen 
für die 90er Jahre ausweist. Erfreulich für mich als Vertreter 
der F.D.P.-Fraktion ist, daß unser Koalitionspartner durch den 
Regierenden Bürgermeister diese Position auch einnimmt. 
Ich erinnere gerade an den Hinweis von Walter Rasch vor 
wenigen Wochen, daß wir eine Ausweitung der den Hochschu 
len zur Verfügung zu stellenden Mittel benötigen, und zwar im 
Zusammenhang mit dem Milliarden-Programm des Bundes 
bildungsministers. 
[Beifall bei der F.D.P. und der CDU] 
Dieser notwendige und wichtige Hinweis wurde vom Hause 
des Wissenschaftssenators mit dem süffisanten Kommentar 
„eine höchst bemerkenswerte Forderung" versehen; es freut, 
daß derart süffisante Bemerkungen nun nicht mehr geäußert 
werden, es wird vielmehr gehandelt. 
[Beifall bei der F.D.P.] 
Zum zweiten Themenkomplex, den Studieninhalten: Aus 
Sicht der F.D.P. sind hier fast ausschließlich Forderungen, die 
die Studierenden an sich selber und die Hochschulen stellen 
müssen. Wir haben ihnen doch mit den Bestimmungen über 
die Studienordnungen weitestgehende Autonomie und Selbst 
verantwortung gegeben. Es kann daher nur Verwunderung 
auslösen, wenn sich Forderungen an die Politiker richten, 
Studieninhalte zu verändern, während doch gleichzeitig die 
Freiheit von Forschung und Lehre, die Mitbestimmungsrechte 
und die Hochschulautonomie von den Fordernden beschwö 
ren werden. Aus eigener Erfahrung eines langjährig Vorsit- 
(B) zenden einer mit Studienreformaufgaben beauftragten Aus 
bildungskommission darf ich Ihnen, sehr geehrte Kolleginnen 
und Kollegen in diesem Hause, nur meine Verwunderung und 
innere Freude bekunden, daß die Studierenden jetzt mit 
Reformforderungen erschienen und die sich auch mit autono 
men Seminaren einlösen wollen. Ich hatte jedenfalls in der 
Vergangenheit die Erfahrung gemacht, daß es sehr schwer 
war, studentische Beteiligung zu wecken. Die Kommission, 
der ich vorsaß, hatte weitestgehend unter sich oder mit 
Lehrkräften gearbeitet, und es wäre schön, wenn sich das 
nachdrücklich ändert und Studenten jetzt künftig aktiv mitar 
beiteten.. 
[Beifall bei der F.D.P. und der CDU] 
Zur dritten Forderung, der Ausweitung der Mitbestim- 
mungsrechte: Auch hier kann es freuen, daß der Koalitions 
partner umschwenkt und über den Regierenden Bürgermei 
ster erklärt, daß - ich zitiere - „konkrete Verbesserungen der 
studentischen Möglichkeiten im Bereich der wissenschaftli 
chen Einrichtungen“ erreicht werden können. Ich stelle diesen 
Satz mit großer Freude fest, eine Freude aber, in die sich 
Verbitterung mischt, weil genau das, sehr geehrte Kollegin 
nen und Kollegen von der CDU-Fraktion, Ihr Partner bei der 
Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes 1985 und 1986 
vorgeschlagen hatte. Hierzu hatten wir bedauerlicherweise 
bei Ihnen Ablehnung erfahren, und es irritiert uns, daß erst 
studentischer Protest und Streik bei Ihnen etwas bewirkt, was 
Sachargumente Ihres Partners nicht erreichen konnten. 
[Beifall bei der F.D.P.] 
Aus der Sicht der F.D.P. kommt erschwerend hinzu, daß wir 
während der Novellierung offenbar nicht korrekt von der 
Wissenschaftsverwaltung im Hinblick auf die Mitbestim- 
mungsmöglichkeiten in den wissenschaftlichen Einrichtun 
gen, den Instituten also, informiert worden waren. Uns wurde 
als rechtlich zwingende Konsequenz aus dem novellierten 
Hochschulrahmengesetz dargelegt, daß akademische und (C) 
sonstige Mitarbeiter sowie Studenten keine Beschlüsse in den 
Institutsräten mit fassen dürften. Wir hatten daher im Ver 
trauen auf diese rechtlich unabweisbare Konsequenz aus 
dem Hochschulrahmengesetz zugestimmt, daß nur noch Pro 
fessoren das Sagen in den Instituten haben. Ich konnte nun in 
den letzten Tagen feststellen, daß der damalige Leiter der 
Hochschulabteilung des BMBW und spätere Staatssekretär 
Dr. Böning schon Anfang 1986 deutlich nachgewiesen hatte, 
daß die Novellierung des Hochschulrahmengesetzes keinen 
Zwang zur Änderung der Struktur der Berliner wissenschaftli 
chen Einrichtungen gebracht hatte. Die Wissenschaftsverwal 
tung scheint darüber offenbar informiert worden zu sein, hatte 
diese Aussagen aber nie bekundet, hat sie verschwiegen, so 
daß sie bei den Koalitionsverhandlungen 
[Dr. Krähe (CDU): Sie müssen nicht alles glauben, 
Herr Tolksdorf!] 
und bei den Ausschußberatungen, Herr Kollege Krähe, nicht 
bekannt waren. Um es klar und deutlich zu sagen: Die 
Direktorien der Institute hätten mit den damals bestehenden 
Mitbestimmungsrechten der Studenten unverändert erhalten 
bleiben können. Sie wurden mit Zustimmung der F.D.P. allein 
zugunsten der Professoren verändert, weil die Rechtsgutach 
ten der Wissenschaftsverwaltung dargelegt hatten, daß alle 
anderen Gruppen bis auf die Professoren aus den Direktorien 
zu verschwinden haben. 
Präsident Rebsch: Kollege Tolksdorf, gestatten Sie eine 
Zwischenfrage des Abgeordneten Kremendahl? 
Dr. Tolksdorf (F.D.P.): Ja, bitte! 
Dr. Kremendahl (SPD): Herr Kollege Tolksdorf, zunächst (D) 
hoffe ich, daß meine Zwischenfrage Ihnen etwas mehr Auf 
merksamkeit in diesem Hause verschafft, 
[Zuruf des Abg. Tiedt (F.D.P.) - Vogt (CDU): Wer 
dumm fragt, kriegt dumme Antworten!] 
was der Situation angemessen wäre. Und zweitens möchte ich 
Sie fragen, 
[Simon (CDU): Ob Ihre Fraktion noch hineinkommt 
- ach, nein?] 
ob Sie über die Einsicht, daß die Mitbestimmung in den 
Direktorien im Einklang mit dem Hochschulrahmengesetz 
erhalten oder wiederherzustellen gewesen wäre, bereits im 
November letzten Jahres verfügt haben. Und warum haben 
Sie dann nicht zumindest in diesem Punkt unseren Ände 
rungsanträgen zugestimmt? 
Dr. Tolksdorf (F.D.P.): Herr Kollege Kremendahl, ich hatte 
diese Informationen - Kopien der Schriftstücke - erst dieser 
Tage bekommen, wie ich bereits gesagt habe. Aber ich füge 
von dieser Stelle aus an: Wenn ein Gesetzgebungsakt auf 
falschen Voraussetzungen beruht, dann muß nachgebessert 
werden, 
[Beifall bei der F.D.P.] 
und dies gilt nicht nur für die Wissenschaftlichen Einrichtun 
gen, das wird dann auch für die Zentralinstitute der Freien 
Universität gelten. 
[Sehr gut! bei der SPD] 
Ich bin andererseits heilfroh, daß damit wohl alle bisherigen 
Andeutungen über eine Novellierung des Berliner Hochschul 
gesetzes in eine andere Richtung - nämlich noch stärkere 
Beschneidung von Mitbestimmungsmöglichkeiten durch prak- 
5451
	        

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