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Hohenzollern-Jahrbuch / Seidel, Paul (Rights reserved) Ausgabe 6.1902 (Rights reserved)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Keine Nutzungslizenz vergeben - es gilt das deutsche Urheberrecht: Mit dieser Kennzeichnung versehene Werke unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Sie dürfen diese nur mit ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Urhebers/Rechteinhabers bzw. der Urheberin/Rechteinhaberin weiterverwenden oder vervielfältigen. Sie sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden. Diese Kennzeichnung wird vorsorglich auch bei Werken verwendet, bei denen die Gemeinfreiheit nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Hohenzollern-Jahrbuch / Seidel, Paul (Rights reserved) Ausgabe 6.1902 (Rights reserved)

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Nutzungslizenz

Keine Nutzungslizenz vergeben - es gilt das deutsche Urheberrecht: Mit dieser Kennzeichnung versehene Werke unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Sie dürfen diese nur mit ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Urhebers/Rechteinhabers bzw. der Urheberin/Rechteinhaberin weiterverwenden oder vervielfältigen. Sie sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden. Diese Kennzeichnung wird vorsorglich auch bei Werken verwendet, bei denen die Gemeinfreiheit nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Titel:
Hohenzollern-Jahrbuch : Forschungen und Abbildungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preußen / hrsg. von Paul Seidel
Beitragende:
Seidel, Paul
Erschienen:
Leipzig: Giesecke & Devrient 1916
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Erscheinungsverlauf:
1.1897 - 20.1916
ZDB-ID:
2276358-2 ZDB
Schlagworte:
Hohenzollern, Familie ; Preußen ; Geschichte
Berlin:
B 88 Geschichte: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Sammlung:
Geschichte, Kulturgeschichte
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1902
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Berlin:
B 88 Geschichte: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15420305
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Geschichte, Kulturgeschichte

Aufsatz

Verfasser:
Seidel, Paul
Titel:
Friedrich der Große und seine Porzellan-Manufaktur
Sprache:
Deutsch
Schlagworte:
Friedrich <Preußen, König, II.> ; Königliche Porzellanmanufaktur Berlin
Berlin:
B 382 Bildende Kunst: Innenarchitektur. Kunsthandwerk. Design
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Schnellzugriff

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  • Hohenzollern-Jahrbuch / Seidel, Paul (Rights reserved)
  • Ausgabe 6.1902 (Rights reserved)
  • Einband
  • Abbildung: Tafel: Kaiser Wilhelm der Grosse. "Ich habe keine Zeit müde zu sein". Marmorgruppe nach dem Modelle von M. Lock ... ausgeführt von Bildhauer Tübbecke. ...
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Die Hohenzollern und die Marienburg in Preußen / Steinbrecht, Conrad (Public Domain)
  • Prinz Heinrich von Preußen in Rheinsberg / Krauel, Richard (Public Domain)
  • Königin Luisens letzte Tage / Bailleu, Paul (Public Domain)
  • Die ältesten Bildnisse der brandenburgischen Hohenzollern / Seidel, Paul (Public Domain)
  • Der Schatz der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg / Wagner, Friedrich (Rights reserved)
  • König Friedrich Wilhelm III. in Neapel / Hoffmann, Paul (Rights reserved)
  • Die brandenburgisch-preußischen Fahnen und Standarten im Artilleriemuseum der Peter-Pauls-Festung zu St. Petersburg / Lehmann, Gustav (Public Domain)
  • Markgräfin Wilhelmine und die Kunst am Bayreuther Hof / Fester, Richard (Public Domain)
  • Friedrich der Große und seine Porzellan-Manufaktur / Seidel, Paul (Public Domain)
  • Der Rolandsbrunnen der Sieges-Allee / Schröder, Richard (Rights reserved)
  • Die Teilnahme König Friedrich Wilhelms II. von Preußen am Siebenjährigen Kriege / Berner, Ernst (Public Domain)
  • Die historischen Denkmale in der Sieges-Allee des Berliner Tiergartens / Koser, Reinhold (Public Domain)
  • Miscellanea Zollerana (Public Domain)
  • Anhang
  • Impressum

Volltext

können, durch den Glanz seines Glücks verblendet zu den größten Thorheiten und Ausschweifungen verleitet, verlieret alles und machet 
mit sich noch so viele Arme und Unglückliche und sinket zuletzt noch bis zur Verstellung des Unsinnigen herab. 
Wie listig zwei Landstreicher sich des Gotzfowsky verwirrten Zustand zu Nutzen zu machen gewußt haben, verdient wohl mit 
wenig erzählt zu werden. Der eine hieß Jaenisch, ein Mann von ehrlichem Unsehen. Mach seinem Vorgeben hat er zu Rom und zu 
Neapel echtes Porzellan gemacht, sich aber besonders großen Rahm erworben mit Zubereitung eines Heilungsmittels des Podagra und 
Chiragra, (Der Associe des Goßzfowsky, Stredfus, wurde von beiden auf das schmerzhafteste öfters heimgesuchet.) 
Zu Rom oder zu Neapel seine übrige Lebenszeit zuzubringen, wäre er niemals gesonnen gewesen, und da man dort erfahren, 
daß er die Kunst verstünde, unedle Metalle in edle zu verwandeln, hätte er sich bei Zeiten von dort wegbegeben und wäre hierher gekommen, 
um unter dem großen König von Preußen zu leben und zu sterben. Die Kunst, Gold zu machen, kam eben zu rechter Zeit. Außer allen 
möglichen Versprechungen, wurde alles, was man forderte, sogleich angeschafft; ein <emischer Ofen erbauet und unter demselben das 
Kohlenfeuer 4 Wochen bei Tage und Macht unterhalten, Solviren, caleiniren, destilliren, sublimiren, filtriren, das ging alles in einem 
fort, Das erste, was zum Vorschein kam, war die gerühmte Urznei, die podagraische und <iragraischen Schmerzen zu vertreiben. Sie 
bestand in recht schönen hellen korallenfarbigen Tropfen. Miemand wollte sich entschließen, die Probe damit zu machen, Man fing an 
über die Erwartung der Dinge ungeduldig zu werden. Der Jaenisch wurde dessen gewahr und überreichte ein Verzeichniß von dem, was 
er zu der in künftiger Nacht vorseyenden Verwandlung noch nothwendig haben mußte. Er bekam das Geld zum Einkaufen, er ging 
damit fort und kam nicht wieder. 
Der zweite Betrüger war ein ekelhafter, lumpichter, einäugiger Kerl, der sich rühmte vermittelst eines aus dem Gehirn einer 
Urt von Schlangen, der er aber nicht immer habhaft werden könne, zubereiteten Pulvers Blei in Gold zu verwandeln. 50 einfältig auch 
dieses Dorgeben war, so wurde doch dem Betrüger die Gelegenheit verschafft in einem Souterrain sein Blendwerk mit vielen Kosten über 
2 Monate zu treiben. Und sein letztes war eben auch, daß er heimlich davon lief. 
Im Oktober 1768 starb der Porzellan - Manufaktur bisheriger Gerichtshalter, der Königliche Hofrath Jablonski, ein Mann von 
großer Redlichkeit, wahrer Menschenliebe und Dienstbeflissenheit. Desselben Machfolger war der geschi>te Königliche Hof- und Hammer- 
Gerichts -Ndvokat Hugo. 
Im Dezember d. Is. hatte die Porzellan -Utanufaktur die Ehre von einem großen Liebhaber und Kenner der Künste in Nugen- 
schein genommen zu werden, von dem Herzog von Braganza, Er betrachtete alles sehr genau und versicherte, daß er die europäischen 
echten Porzellan-Manufafturen größtentheils gesehen und nirgends ein eifrigere aber auch gefährlichere TTachfolgerin der sächsischen angetroffen 
hätte, als hier zu Berlin. Dergleichen Beifall ist zwar reizend und machet Muth, aber dabei ist es und bleibt schwerer als man denfen 
sollte, einer angehenden Manufaktur oder Fabrik gegen ältere ihresgleichen emporzuhelfen, zumalen wenn derselben Produkte nicht noth- 
wendig und unentbehrlich find, sondern nur zum Luzus gehören. Kenner werden freilich überall das, woran sie wahren Geschma> finden, 
vorziehen. Wenigstens sollte man dieses durchgängig glauben und do< hat man bei der neuen Porzellan -Manufaktur das Gegentheil 
wahrnehmen müssen. Die indianische Malerei, welche man von jeher auf dem Meißner Porzellan nac<ßgeahmet hat, ist so unrichtig und 
geschmacklos als nur möglich, Tichts von der Natur, nichts Regelmäßiges, sondern lauter unbedeutende und in einander verwirrte Süge, 
Dieses wollten wir vermeiden und bei den geringeren Sorten von Porzellanen eine Art von Malerei anbringen, welche doch etwas von 
der Natur oder von regelmäßigen Zügen und Zierraten an sich haben sollte und dieses zwar ohne Erhöhung des Preises, Allein was 
geschah> Unsere in 12 verschiedenen Urten von sogenannter Malerei mit blauer Farbe unter der Glasur zur Probe aufgestellten Tassen 
und Teller hatten zwar in aller Betrachtung einen großen Vorzug, sie blieben aber unverkauft stehen und man wollte eben solche haben, 
wie sie in Sachsen gemachet werden. Und so muß man öfters bei einem neuen Werk, wo zumalen die Einnahme die vornehmste Absicht 
ist, dem Vorurtheil ganz geduldig nachgeben. 
Im Juli 1769 kam die regierende Landgräfin von Hessen-Darmstadt von Potsdam hierher, stieg vor der Porzellan -Manufaftur 
aus dem Wagen, hatte an den fertigen Porzellanen, besonders an den bunt bemalten ihr großes Vergnügen, ging vom Haupt-Waarenlager 
in die Urbeitsstuben und ließ überall ihre Neigung und Liebe zur Kunst deutlich wahrnehmen. Jn einer der Malerstuben zeichnete fie eine 
Kandschaft mit großer Fertigkeit und Accuratesse. Auch wiederholte die Königin in diesem Monate mit der Kronprinzessin, desgleichen der 
Prinz Heinrich, des Königs Bruder, mit dem Berzog Friederich von Braunschweig, der Manufaktur ihren Beifall zu geben und allerhand 
Bestellungen zu machen. 
Den 28. Oftober 1769 erhielt ich die Königlihe Ordre, der von Potsdam nach Berlin gefommenen verwittibten Churfürstin 
von Sachsen alle Urten von den Porzellanen, wie sie vom Unfang der Manufaktur gemachet und von Zeit zu Zeit verbessert worden, auf 
dem hiesigen Schlosse vorzustellen. Sie betrachtete ein Stil> nad) dem andern und gab darüber, daß die neue Manufaktur in so kurzer 
Zeit so weit gebracht worden, ihre Verwunderung zu erkennen. Den andern Tag kam fie auf das Haupt-Waarenlager. Eine Tabatidre 
mit des Königs ziemlich gut getroffenem Portrait betrachtete sie mit vieler Unfmerksamkeit und sagte beim Miedersetzen : Vortrefflich! Beim 
Kronenseuchter mit 21 Lichttälsen blieb fie auch lang stehen und nach ihrem Dafürhalten war der zu Meißen nicht so groß und schön. 
Beim Weggehen sagte diese große Kennerin und Liebhaberin der schönen Wissenschaften und Künste mit lächelnder Miene: sie haben mich 
zu viele s<öne Sachen sehen lassen. Ulles Tachahmungen der Meißner Manufaktur, die wir als unsere Lehrmeisterin verehren, erwiderte 
ich und befam zur Untwort: ja! ja! sie mögen wohl manches von uns gelernet haben; aber mir kommt vor, als wenn die Schülerin 
damit umginge, wie sie ihre Lehrmeisterin übertreffen wolle. 
Auf meinen Bericht an den König, an welchen Stücken die Churfürstin ein vorzügliches Wohlgefallen gehabt hätte, erhielt ich 
die Ordre, derselben die Tabatitre mit des Königs Portrait, einen Kronenleuchter, einen Aufsatz von 5 großen fein bemalten und mit 
Gold verzierten Dasen, einen dergleichen Aufsaß von 5 staffirten großen Figuren und 1 Paar Tassen mit Landschaften von der schönen 
Rofenfarbe, die bei der Meißner Manufaktur noch ganz unbefannt war, als Muster von der Berliner neuen Porzellan-Manufaktur zu über- 
reichen. Sie hatte eine große Freude über das königliche Geschenk und sagte: es ist unaussprechlich, wie viele große königliche Gnade mir hier 
erwiesen wird, Die Tabatidre und das Paar Tassen wollte sie bei sich haben, die andern Porzellane aber sollten recht gut verpa>et werden 
und hier in Verwahrung bleiben, bis fie nach ihrer Zurü&lkunft den Ort, wohin sie sollten geschi>et werden, mir würde haben anzeigen lassen, 
199
	        

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