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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 13.1887 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 13.1887 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Berliner Adreßbuch : für das Jahr ... : unter Benutzung amtlicher Quellen
Publication:
Berlin: Scherl 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Dates of Publication:
1903-1943
ZDB-ID:
2846408-4 ZDB
Previous Title:
Adressbuch für Berlin und seine Vororte
Succeeding Title:
Branchen-Adressbuch für Berlin
Keywords:
Berlin ; Adressbuch
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
Collection:
Berlin Address Directories
Berlinerinnen,Berliner
Address Directories 1900-1924
Address Directories 1925-1943
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1922
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2002
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
914.3 Landeskunde Deutschlands
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-3424111
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
PDF-Download nur von Einzelseiten
Collection:
Berlin Address Directories
Address Directories 1900-1924
Berlinerinnen,Berliner

Chapter

Title:
I. Einwohner Berlins und seiner Vororte

Chapter

Title:
B

Chapter

Title:
Bl

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 13.1887 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 02.10.1886
  • Nr. 2, 09.10.1886
  • Nr. 3, 16.10.1886
  • Nr. 4, 23.10.1886
  • Nr. 5, 30.10.1886
  • Nr. 6, 06.11.1886
  • Nr. 7, 13.11.1886
  • Nr. 8, 20.11.1886
  • Nr. 9, 27.11.1886
  • Nr. 10, 04.12.1886
  • Nr. 11, 11.12.1886
  • Nr. 12, 18.12.1886
  • Nr. 13, 25.12.1886
  • Nr. 14, 01.01.1887
  • Nr. 15, 08.01.1887
  • Nr. 16, 15.01.1887
  • Nr. 17, 22.01.1887
  • Nr. 18, 29.01.1887
  • Nr. 19, 05.02.1887
  • Nr. 20, 12.02.1887
  • Nr. 21, 19.02.1887
  • Nr. 22, 26.02.1887
  • Nr. 23, 05.03.1887
  • Nr. 24, 12.03.1887
  • Nr. 25, 19.03.1887
  • Nr. 26, 26.03.1887
  • Nr. 27, 02.04.1887
  • Nr. 28, 09.04.1887
  • Nr. 29, 16.04.1887
  • Nr. 30, 23.04.1887
  • Nr. 31, 30.04.1887
  • Nr. 32, 07.05.1887
  • Nr. 33, 14.05.1887
  • Nr. 34, 21.05.1887
  • Nr. 35, 28.05.1887
  • Nr. 36, 04.06.1887
  • Nr. 37, 11.06.1887
  • Nr. 38, 18.06.1887
  • Nr. 39, 25.06.1887
  • Nr. 40, 02.07.1887
  • Nr. 41, 09.07.1887
  • Nr. 42, 16.07.1887
  • Nr. 43, 23.07.1887
  • Nr. 44, 30.07.1887
  • Nr. 45, 06.08.1887
  • Nr. 46, 13.08.1887
  • Nr. 47, 20.08.1887
  • Nr. 48, 27.08.1887
  • Nr. 49, 03.09.1887
  • Nr. 50, 10.09.1887
  • Nr. 51, 17.09.1887
  • Nr. 52, 24.09.1887

Full text

41 I 
Versen eine Rüge des Königs zu, der Ulrike, um sie stets in der 
Nähe zu haben, zur Aebtissin von Quedlinburg ernannte. 
Aber den Wunsch ihrer Pathin, sie mit dem Kronprinzen 
Adolf Friedrich von Schweden zu vermählen, konnte der Monarch 
nicht versagen. Zwar schlug er seine jüngste Schwester Amalie zu 
dieser Verbindung vor, doch stieß der Vorschlag, da Amalie weniger 
schön und recht boshaft war, auf Widerspruch. „Damals," schrieb j 
die Gräfin Voß über diese Prinzessin, „war sie . noch jung, aber 
trotz ihrer Jugend sehr boshaft und sehr gefürchtet, und machte 
uns allen viel Noth und Unannehmlichkeiten." Sie sei „la see 
malfaisante“, fügte Prinz Heinrich hinzu. 
Ulrike wurde so dringend zur Braut begehrt, daß Friedrich 
einwilligen mußte. „Ihren Traum," schrieb er an Voltaire, „sicht 
meine Schwester Ulrike zum Theil erfüllt. Ein König sucht sie 
zur Gemahlin, die Wünsche der ganzen schwedischen Nation sind 
für sie: diesem Enthusiasmus und Fanatismus hat meine zärtliche 
Freundschaft für sie nachgeben müssen. Sie geht in ein Land, wo 
ihre Talente ihr eine große und schöne Rolle bereiten." 
Die Verhandlungen über dieses Ehebündniß hatte der schwedische 
Gesandte in Berlin, Baron von Rudenskjöld, geleitet. Ein Liebling 
König Friedrich's, nannte man ihn nur „le ministre favori“. Er 
wußte den Bräutigam, wie Pöllnitz sagte, recht rosig rmd tugend 
haft zu malen: es war Herzog Adolf Friedrich von Holstein, 
Bischof von Lübeck, ein naher Verwandter der russischen Kaiserin 
Elisabeth. Das schwedische Königspaar, dessen Ehe kinderlos ge 
blieben, hatte ihn als Kronprinzen adoptirt. 
Die Hofetikette verbot ihm, in Berlin zu erscheinen. Ihn bei 
der Trauung zu vertreten, mußte er einen Prinzen ersuchen. So kam 
denn der Graf Tessin nach Berlin, um den ältesten Bruder 
Friedrich's II. zu bitten, den Bräutigam bei der Vermählung vor 
zustellen. 
Die glänzenden Festlichkeiten bei derselben hat Herr von Biele 
feld, Friedrichs Genosse am Rheinsbergcr Hofe und Tafelgast in 
Potsdam-Sanssouei, besonders ausführlich geschildert. Die elegante 
Feder Bielefeld's, des großen Flaneurs, wie ihn die einen, oder 
des großen Schwätzers, wie ihn noch treffender die Andern nannten, 
gefiel sich in einer gewissen Kleinmalerei. Er beschrieb die Be 
gleiterinnen der Gräfin Tessin und führte das schöne Fräulein 
von Sparre so ausführlich vor, daß er sogar eine genaue Dar 
stellung ihres schönen Herzens nicht vergaß. 
Im Schwerin'schen Hause in der Wilhelmstraße, „dem schönsten 
in ganz Berlin," nahm Tessin Quartier. In seinem Audienzzimmer, 
erzählte Bielefeld, hatte er einen Thronhimmel von tiefblauem 
Sammet, mit dem schwedischen Wappen in Gold gestickt, errichten 
lassen. Unter demselben sah man das Bild des Königs von Schweden 
in Lebensgröße. Er hielt täglich offene Tafel. Abends aß er bei 
Hofe oder sah Gäste bei sich. Seit dem Tage seiner Ankunft bis 
zu der Abreise der Prinzessin war jeder Tag durch neue Festlich 
keiten ausgezeichnet. Bälle, Opern, Komödien, Promenaden und 
Vergnügungspartien folgten einander ohne Aufhören. Drei Tage 
lang war die Ausstattung der Prinzessin in einem Saale des 
Schlosses öffentlich ausgestellt; alle Schaulustigen stimmten darin über 
ein, daß der König nichts gespart, um eine so geliebte Schwester auf 
eine Weise auszustatten, die ihrer hohen Geburt und der Stellung, 
die sie dereinst in Schweden einnehmen sollte, würdig war. Die 
hunderttausend Thaler ihrer Mitgift waren in guten überwichtigen 
Dukaten in die Hände des Gesandten von Rudenskjöld niedergelegt. 
Endlich, heißt es weiter, kam der große Tag der Vermählung 
heran. Am Morgen schickte der Gesandte vier schwedische Kavaliere 
an die Prinzessin, um sie zu bedienen und dereinst ihren Hof zu 
bilden. Ebenso viel Kavaliere sandte er an den Prinzen von Preußen, 
der bei der Ceremonie den Thronfolger Schwedens vorstellen sollte. 
Man gab ihnen noch Pagen und Lakaien, und die ganze Diener 
schaft der Prinzessin trug schwedische Livree. Der König hatte ihr 
noch Kammerhcrren, Kavaliere und Domestiken von seinem Hofe ge 
geben, um sie in der Eigenschaft einer auswärtigen Prinzessin zu 
bedienen. 
Am Abend, in den Prachtzimmern des Schlosses, vereinigte 
sich der ganze Hof. Die Versammlung war von blendendem Glanze; 
die scchsunddrcißig jungen schwedischen Herren sehr schön und mit 
vielem Geschmack gekleidet. Der König trug ein blaßblaues, durch 
weg mit Silber gesticktes Gewand. Die Prinzessin erschien zuletzt. 
Sie war von hinreißender Schönheit und ganz mit Steinen bedeckt-, 
deren größter Theil, Geschenke ihrer Pathin, war ihr aus Schweden 
gesandt. 
Als der Prinz von Preußen und die Prinzessin Ulrike die 
Majestäten begrüßt hatten, traten sie an den Altar, der unter einem 
Thronhimmel stand. Nach der Trauung, die der Beichtvater der 
Königin Mutter vollzog, kündigte eine dreifache Salve aus den 
Kanonen auf dem Walle diese Handlung den Einwohnern an, und 
die Prinzessin empfing die Glückwünsche des ganzen Hofes über die 
beendete Ceremonie, deren Erfüllung in Schweden bevorstand. 
An vierzehn Tafeln wurde gespeist; die des Königs, der Prinzen 
und Prinzessinnen war mit Geschirr, Bestecken und Armleuchtern 
aus echtem Golde besetzt. Dann folgte eine Reihe von Festen, die 
man in Bielefeld's Memoiren nachlesen mag. Auch über die Ab 
reise der Prinzessin ließ er sich ausführlich aus, doch scheint es, daß 
er in seiner Schilderung, die eines tragikomischen Anstriches nicht 
entbehrt, stark übertrieb. Endlich, so heißt cs, war der Tag der 
Abreise da. Der König hatte den Großmarschall Grafen von Götter 
ernannt, die Prinzessin bis Stralsund zu begleiten, wo zwei schwedische 
Senatoren und Her-ren, Damen und Kavaliere des Hofes sie er 
warteten. 
Der König, der nach den Empfindungen seines eigenen Herzens 
urtheilte, daß der Augenblick der Trennung eine sehr rührende Szene 
herbeiführen würde, hatte eine Oper befohlen, mir ben Kummer zu 
zerstreuen, und statt des Abendessens eine Kollation von kalten und 
warmen Speisen im großen Saale des Schlosses bereit halten lassen. 
Der Plan war der, daß die Prinzessin, sobald sie die Oper ver 
lassen hätte, im Vorübcrfliegen etwas genießen, ihre Vorbereitungen 
zur Reise treffen, ihre Angehörigen umarmen, sich schleunigst in 
ihren Wagen werfen und schnell wie ein Blitz verschwinden sollte. 
Herr von Götter war mit der Ausführung dieses Planes beauftragt 
und angewiesen, die Abreise zu beschleunigen. 
Doch diese Fürsorge war völlig umsonst. Ulrike war ihrer 
Familie und ihrem Lande zu theuer, um nicht Allen in den schmerz 
lichen Augenblicken, in denen wir sie auf immer verlieren sollten, 
Thränen zu entlocken. Als ich — Bielefeld spricht —, in die Oper 
trat, herrschte dort tiefes und trübes Schweigen. Die Prinzessin 
erschien in einem rosenrothcn silberbesetzten Amazoncnklcide, in einer 
kleinen Weste, mit Aufschlägen und Halskragen von Seladon, und 
in einem englischen Hütchen von schwarzem Sammet, mit einer- 
weißen Feder verziert. Ihre fliegenden Haare wurden von einem 
rosenrothcn Bande gehalten. Sie war schön wie die Liebe, aber 
das machte uns den Verlust nur unr so empfindlicher. Ihre elegante 
Kleidung, von so vielen Reizen erhöht, kündigte uns den Augenblick 
an, wo wir sie zum letztenmal sehen sollten. 
Während des zweiten Aktes trat der junge Prinz Ferdinand, 
Bruder des Königs, in die große Loge und sagte unter Thränen, 
die Prinzessin stürmisch umarmend: „Meine liebe Ulrike, so muß es 
denn sein; ich soll Dich nicht mehr wiedersehen!" Diese Worte 
ließen den Schmerz, den eine jede Brust verbarg, mit größter Stärke 
hervorbrechen. Die Prinzessin antwortete nur mit Schluchzen, indem 
sie den Bruder in den Armen hielt. Die beiden Königinnen konnten 
ihre Thränen nicht zurückhalten; die Prinzen und Prinzessinnen 
weinten mit ihnen. „Gutartige Herzen können ihre Gebieter nicht 
weinen sehen, ohne davon ergriffen zu werden. Der Schmerz ist 
ansteckend; er verbreitete sich in einem Augenblick über die Logen
	        

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