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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Title:
Der Beobachter an der Spree / früher herausgegeben von Albert Wilhelm Schmidt
Publication:
Berlin: Plahn 1867
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Dates of Publication:
1.1802; 17.1818-18.1819; 20.1821-44.1845,13-35; 46.1847-58.1859; 64.1865,42-52; 66.1867,1-17 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2934394-X ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
General Regional Studies
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1850
Language:
German
Note:
In der Druckvorlage sind Seite 9-10 der Beilage zum 30. Stück und Seite 7-12 der Extrabeilage zum 34. Stück nicht enthalten
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14890549
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 1/22:1850
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
General Regional Studies
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
33. Stueck, 26. August 1850

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 18. April 1985
  • Nr. 2, 25. April 1985
  • Nr. 3, 9. Mai 1985
  • Nr. 4, 23. Mai 1985
  • Nr. 5, 13. Juni 1985
  • Nr. 6, 27. Juni 1985
  • Nr. 7, 29. Juni 1985
  • Nr. 8, 6. Juli 1985
  • Nr. 9, 12. September 1985
  • Nr. 10, 26. September 1985
  • Nr. 11, 17. Oktober 1985
  • Nr. 12, 24. Oktober 1985
  • Nr. 13, 14. November 1985
  • Nr. 14, 28. November 1985
  • Nr. 15, 4. Dezember 1985
  • Nr. 16, 5. Dezember 1985
  • Nr. 17, 6. Dezember 1985
  • Nr. 18, 21. Dezember 1985

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
6. Sitzung vom 27. Juni 1985 
324 
Frau Preisler-Holl 
(A) mobilisieren ist, appelliere ich an die F.D.P. und die SPD: Setzen 
Sie die CDU unter Druck, um die durch nichts gerechtfertigte 
Eile bei der Festsetzung des Flächennutzungsplans zu bremsen! 
[Beifall bei der AL] 
Stoppen Sie dieses umweltpolitische Desaster und setzen Sie 
sich für eine neue Berliner Verkehrspolitik ein! 
[Beifall bei der AL] 
Stellv. Präsident Longotius: Wir kommen dann zur Abstim 
mung. 
[Widerspruch bei der AL] 
- Moment bitte I - Gibt es wieder Versuche einer Wortmeldung ? 
Ja? - Das ist die Wiederbelebung der gestrichenen Wortmel 
dung? - Frau Ahme, bitte! 
Frau Ahme (AL): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! 
Sehr verehrte Kollegen von der SPD, ich bin doch einiger 
maßen enttäuscht, daß Sie heute hier nicht in der Lage sind, 
öffentlich zu erklären, was Sie von der Autobahnplanung dort 
halten. 
[Beifall bei der AL] 
Und mögen Sie da unterschiedliche Meinungen haben, Sie 
haben den richtigen Schluß gezogen, daß das möglich ist. Sie 
haben heute morgen im Ausschuß sogar gesagt, daß die öffent 
liche Diskussion noch nicht abgeschlossen sei und insofern 
auch die Diskussion in Ihrer Fraktion noch nicht abgeschlossen 
ist. Deshalb fordere ich Sie auf: Äußern Sie sich hier! Und die 
Frage an Sie ist: Warum unterstützen Sie ohne Not ein umwelt 
politisch ablehnenswertes Projekt, ohne einmal zu versuchen, 
wenigstens dazu, wie hier versucht wird, das Projekt zeitlich 
durchzupeitschen, mal ein Wörtchen zu sagen, wenn Sie der 
Meinung sind, daß die politische Diskussion noch nicht abge- 
' schlossen ist? 
[Beifall bei der AL] 
Stellv. Präsident Longolius: Jetzt hat Kollege Pawlowski 
das Wort. 
[Zurufe: Auch noch? Oje!] 
Pawlowski (F.D.P.): Ich freue mich über Ihre Begeisterung. 
Ich muß hier nur eines richtigstellen: Sie sprachen, Frau Preisler- 
Holl, von einer Autobahn. Das ist mir neu! 
[Heiterkeit bei der AL] 
Die F.D.P. zeigte bereits früher mehr Umweltbewußtsein, als Sie 
vermuten. Wenn Sie sich an das Jahr 1979 zurückerinnern, als 
Harry Ristock noch vor jedem Baum stand und in der Tat eine 
Autobahn durch den Tegeler Forst schlagen wollte, und zwar 
24 Meter breit, da war es die F.D.P., die dieses Vorhaben verhin 
derte, so daß diese Bundesfemstraße heule nur 12 Meter breit 
wird. Die F.D.P. wird diesem Flächennutzungsplan zustimmen; 
wir sind zwar auch nicht glücklich darüber, aber wir sehen keine 
Alternative, denn stellen Sie sich doch einmal vor, Staaken wird 
geschlossen - und das wird auch der Fall sein - und der Verkehr 
läuft dann über Heiligensee. Was Sie da Vorhaben, eine Null 
lösung eventuell, das wäre doch im Klartext eine unzumutbare 
Belastung der Natur und der Anlieger. Das Schlimme ist doch, 
daß Sie zwar diskutieren und lautstark für Ihre Meinung werben, 
aber keine Alternativen aufzeigen können. 
(Widerspruch bei der AL] 
Die F.D.P. ist der Meinung, daß dieser Eingriff in die Natur zu ver 
treten ist, daß das Tegeler Fließ geschont wird, daß weniger 
Bäume fallen als ursprünglich vorgesehen, daß der Hermsdorfer 
Damm teilweise entwidmet wird und daß etliche Tunnellösungen 
gefunden worden sind. Die Pläne kennen Sie alle, wir haben das 
im Ausschuß ausführlich besprochen. Ich staune immer noch 
über Ihre Naivität, zu glauben, daß zum Beispiel Nullösungen 
dem Bürger helfen. Sie müssen sich entscheiden; das Projekt (( 
brennt uns auf den Nägeln, 
[Zurufe von der AL: Quatsch!] 
und wir können nicht einfach den „toten Käfer“ spielen. 
[Beifall bei der F.D.P.] 
Stellv. Präsident Longolius; Nächste Rednerin ist die Kol 
legin Schneider. 
Frau Schneider (SPD); Herr Präsident! Meine Herren und 
Damen! Diejenigen, die sagen, daß noch sehr viel Zeit da sei, 
wohnen sicherlich nicht im Norden dieser Stadt, denn sonst 
würden sie anders reagieren. 
[Beifall bei der SPD] 
Und noch etwas muß ich in Richtung der AL sagen: Im allge 
meinen bestimmen wir schon allein, wann und wozu wir 
sprechen wollen; und wir sind bisher ganz gut damit gefahren 
und werden es auch in Zukunft weiter so halten, genauso, wie 
Sie das für sich entscheiden. 
[Beifall bei der SPD] 
Im Wahlprogramm der SPD steht, der Autobahnbau in Berlin 
sei als abgeschlossen anzusehen. Und da wir eine ehrliche Par 
tei sind, haben wir dazugeschrieben, daß uns dabei zwei Punkte 
noch Schwierigkeiten machen: Das ist einmal das kleine Stück in 
Neukölln, und das ist vor allen Dingen die Anbindung des Grenz 
übergangs Heiligensee an das innerstädtische Verkehrsnetz. 
Aber die klare Aussage, der Autobahnbau gilt als abgeschlos 
sen, macht eines ganz deutlich: Wir Sozialdemokraten sind fest 
entschlossen, uns in Zukunft weder von unserer eigenen noch 
von einer anderen Regierung in die Situation bringen zu lassen, 
einem Projekt zuzustimmen, wie zum Beispiel diesem Grenz 
übergang, das zur Aufnahme des Verkehrs dann den Bau einer 
Straße erfordert. 1 
Wir haben alle gemeinsam zu lange die autogerechte, die - 
wie ich meine - unmenschliche Stadt gebaut, und die Bürger, 
insbesondere die junge Generation, werden uns nur dann glau 
ben, daß wir nicht nur vom Schutz der Umwelt reden - das ist 
sehr leicht -, sondern daß wir auch danach handeln, wenn damit 
Unbequemlichkeiten oder sogar Bürgerproteste verbunden sind. 
Wir werden eine Menge zu tun haben, um hier wieder glaubwür 
dig zu werden. 
[Zuruf von der AL: Allerdings!] 
In dieser Zielsetzung gibt es bei uns Sozialdemokraten keinerlei 
Meinungsverschiedenheiten. 
Wie kommt es dann dazu, daß wir heute unterschiedlich ab 
stimmen werden? - Die Situation ist die; Der Grenzübergang ist 
da, der Verkehr muß abgenommen werden, und über die Art, wie 
dieses Problem unter größtmöglichem Schutz der Umwelt zu 
lösen ist, gibt es zwei verschiedene Positionen. So einfach und 
so schwierig ist das. 
Die eine Gruppe in unserer Fraktion geht davon aus, daß das 
zu erwartende Verkehrsaufkommen von den vorhandenen Stra 
ßen Karolinenstraße und Ruppiner Chaussee bewältigt werden 
kann; deshalb wäre es unverantwortlich, unter Inanspruchnahme 
des Waldrandes hier eine neue Straße zu bauen. 
Diejenigen, für die ich spreche, kommen zu einem anderen 
Schluß. Sie folgen damit weitgehend den Argumenten der SPD 
Reinickendorf. Hier ist seit mehr als zehn Jahren in unzähligen 
Bürgerforen, Arbeitssitzungen und Abstimmungen zwischen den 
Verwaltungen, den politisch Verantwortlichen auf Bezirks- und 
Senatsebene und der BW auf der einen und den betroffenen 
Bürgern auf der anderen Seite, aber auch Siedlervereinen und 
vielfältigen Bürgerinitiativen, die es in unserer Region gibt, eine 
Bürgerbeteiligung praktiziert worden zu einem Zeitpunkt, als 
dieses Wort für viele noch ein Fremdwort war, und zwar Bürger 
beteiligung im wahrsten Sinne des Wortes, denn viele Anregun 
gen der Bürger, auch zum Schutz der Umwelt, sind in die Diskus-
	        

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