Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Der Bär (Public Domain) Ausgabe 25.1899 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 25.1899 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Titel:
Der Beobachter an der Spree / früher herausgegeben von Albert Wilhelm Schmidt
Erschienen:
Berlin: Plahn 1867
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Erscheinungsverlauf:
1.1802; 17.1818-18.1819; 20.1821-44.1845,13-35; 46.1847-58.1859; 64.1865,42-52; 66.1867,1-17 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2934394-X ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1819
Sprache:
Deutsch
Fußnote:
Im 42. Stück (18. October 1819) setzt die Zählung erneut mit der Seitenzahl 637 ein und behält diese Paginierung bis zum Ende des Jahrgangs
Beilagen für das 1., 3.-6., 9., 11.-19. und 26. Stück sind im Druckwerk nicht enthalten
Seite 411-416 fehlen im Druckwerk
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14664729
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 1/22:1819
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
16. Stueck, 19. April 1819

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 25.1899 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • 7.Januar 1899 Nr, 1
  • 14.Januar 1899 Nr, 2
  • 21.Januar 1899 Nr, 3
  • 28.Januar 1899 Nr, 4
  • 4.Februar 1899 Nr, 5
  • 11.Februar 1899 Nr, 6
  • 18.Februar 1899 Nr, 7
  • 25.Februar 1899 Nr, 8
  • 25.Februar 1899 Nr, 9
  • 11.März 1899 Nr, 10
  • 18.März 1899 Nr, 11
  • 25.März 1899 Nr, 12
  • 1.April 1899 Nr, 13
  • 8.April 1899 Nr, 14
  • 15.April 1899 Nr, 15
  • 22.April 1899 Nr, 16
  • 29.April 1899 Nr, 17
  • 6.Mai 1899 Nr, 18
  • 13.Mai 1899 Nr, 19
  • 20.Mai 1899 Nr, 20
  • 27.Mai 1899 Nr, 21
  • 3.Juni 1899 Nr, 22
  • 10.Juni 1899 Nr, 23
  • 17.Juni 1899 Nr, 24
  • 24.Juni 1899 Nr, 25
  • 1.Juli 1899 Nr, 26
  • 8.Juli 1899 Nr, 27
  • 15.Juli 1899 Nr, 28
  • 22.Juli 1899 Nr, 29
  • 29.Juli 1899 Nr, 30
  • 5.August 1899 Nr, 31
  • 12.August 1899 Nr, 32
  • 19.August 1899 Nr, 33
  • 26.August 1899 Nr, 34
  • 2.September 1899 Nr, 35
  • 9.September 1899 Nr, 36
  • 16.September 1899 Nr, 37
  • 23.September 1899 Nr, 38
  • 30.September 1899 Nr, 39
  • 7.Oktober 1899 Nr, 40
  • 14.Oktober 1899 Nr, 41
  • 21.Oktober 1899 Nr, 42
  • 28.Oktober 1899 Nr, 43
  • 4.November 1899 Nr, 44
  • 11.November 1899 Nr, 45
  • 18.November 1899 Nr, 46
  • 25.November 1899 Nr, 47
  • 2.Dezember 1899 Nr, 48
  • 9.Dezember 1899 Nr, 49
  • 16.Dezember 1899 Nr, 50
  • 23.Dezember 1899 Nr, 51
  • 30.Dezember 1899 Nr, 52

Volltext

486 
Diese erschrak heftig, als die Tante ihr mitteilte, daß sie die 
Rechnungsbücher Bernd vorlegen sollte. 
„Ach, Tante," rief sie, und die Thränen stiegen ihr in die 
Augen, „da muß ich die ganze Nacht durcharbeiten!" 
„Wie? — Ich denke. Deine Bücher sind in Ordnung? Am 
letzten Monatsabschluß wenigstens." 
„Gewiß, Tante, es ist alles in Ordnung, so gut wir es ver 
stehen. Aber bedenke Bernds scharfen Blick! Wird er doch nicht 
manchen Fehler herausfinden? Und dann schreibe ich so schlecht." 
„Das finde ich nicht." 
„Ich mache auch dann und wann einen orthographischen 
Fehler .... ja, ja, Tante, ich weiß es nur zu gut und ich fürchte 
mich entsetzlich vor Bernd." 
Die alte Dame streichelte zärtlich Aennes glühende Wangen. 
„Es wird wohl nicht so schlimm werden, mein Töchterchen," 
sprach sie lächelnd. „Wenn Du ihm ein Bouquet Blumen ins 
Zimmer stellst, verzeiht er wohl auch einen orthographischen 
Fehler." 
„Ach, er sieht die Blumen ja nicht einmal an," sagte Aenne 
betrübt und begab sich auf ihr Zimmer, um nochmals die Bücher 
zu prüfen. 
Mit Zittern und Zagen betrat sie am anderen Morgen 
nach dem Frühstück das Arbeitszimmer Bernds, der eben von einem 
Ritt durch die taufrischen Felder zurückgekehrt war. Er befand 
sich noch im Reitanzuge, die Wangen gerötet von der frischen 
Morgenluft und schien in heiterer Stimmung zu sein. 
„Nun, Kleine," rief er Aenne entgegen, „jetzt wollen wir beide 
miteinander abrechnen. Mama meint ja, Du seiest eine wahre 
Rechenkünstlerin." 
„Tante ist stets sehr nachsichtig gewesen," entgegnete Aenne 
mit unsicherer Stimme. „Ich bitte Dich, Bernd, nicht zu streng 
mit mir ins Gericht zu gehen." 
„Run, nun, ich bin ja kein Unmensch. Zeig einmal her." 
Wie ein kleines Schulmädchen ihre Hefte, so reichte sie ihm 
die Rechnungsbücher, mit scheuem, kindlichem Augenaufschlag und 
erglühenden Wangen. 
Bernd lachte leicht auf. Aber es lag doch eine gewisse Ver 
legenheit in diesem kurzen Lachen. Zum erstenmal bemerkte er die 
tiefblauen, großen Augen und die goldblonden Locken Aennes, die 
in natürlicher Ungezwungenheit das liebliche Oval ihres Gesichtchens 
umrahmten. Und welch reizende Sylphenfigur Aenne besaß! 
Eine Weile ruhte Bernds Auge mit Wohlgefallen auf der 
zierlichen Gestalt, die doch so fest und kräftig und gesund auf den 
kleinen Füßen dastand. 
Dann verfinsterte sich sein Gesicht. Er nahm die Bücher und 
wandte sich seinem Schreibtisch zu. 
„Willst Du dort Platz nehmen," sagte er in seinem gewöhn 
lichen ruhigen Tone, indem er auf einen Stuhl neben seinem 
Schreibtisch wies. „Du bist wohl so freundlich, mir einige Er 
läuterungen zu geben, wenn ich mich in den Abrechnungen nicht 
zurechtfinden kann." 
Aenne setzte sich ans die äußerste Ecke des Stuhles, faltete die 
Hände im Schoß und blickte ängstlich zu Bernd hinüber, der ihre 
Bücher aufschlug und eifrig in ihnen las. 
Alle Wetter — das mußte er der kleinen Aenne lassen, eine 
musterhafte Ordnung herrschte in den Büchern und eine klare 
Uebersicht. Da stand jedes Maß Milch, jedes Pfund Butter, jedes 
Ei verzeichnet — und dahinter der Preis, und ob im Haushalt 
verwandt oder verkauft. 
Am Ende jedes Monats war regelrecht abgeschlossen und ver 
merkt, wieviel in die Wirtschaftskasse abgeliefert war. 
Und das alles in zierlicher, deutlicher und energischer Schrift. 
Je weiter er las, desto höher stieg seine Achtung vor dieser kleinen 
umsichtigen Hausfrau. 
Sein Gesicht nahm einen zufriedenen Ausdruck an und Aenne 
atmete auf. 
„Ich spreche Dir meine volle Hochachtung aus," sagte Bernd 
nach der Durchsicht der Bücher, „Du hast die Bücher musterhaft 
geführt und scheinst die Hausfrauengeschäfte aus dem Grunde zu 
verstehen. Jetzt mußt Du mich aber auch auf den Hühnerhof, 
in den Garten und in die Molkerei begleiten. Du sollst mir 
alles zeigen und erklären' denn ich merke, ich kann noch viel von 
Dir lernen." 
Jetzt war Aenne in ihrem Element. Die ursprüngliche Be 
fangenheit wich vollständig' sie wußte überall Bescheid, gab ihre 
Auskünfte klar und präzis und machte sogar einige Besserungs 
vorschläge, die Bernds Billigung fanden. 
Sein Respekt vor der kleinen, zierlichen Person wuchs immer 
mehr. Als sie mit ihrem Rundgang zu Ende waren, da reichte 
er ihr die Hand und sprach in warmem Ton: „Ich danke Dir, 
Aenne — ich habe viel von Dir gelernt. Ich sehe, ich kann Dir 
das Hauswesen ruhig anvertrauen, und ich denke, wir werden von 
jetzt an Hand in Hand arbeiten. Deine Vorschläge scheinen mir 
sehr vorteilhaft, wir wollen gemeinsam überlegen, wie wir alles 
am besten einrichten. Nochmals meinen Dank, kleine Aenne." 
Er schüttelte ihr in aufrichtiger Bewunderung die Hand, klopfte 
ihr dann ein wenig auf die runden Backen, nickte ihr freundlich 
zu und wandte sich zu dem Inspektor Bauer, der mit einer An 
frage herantrat. 
Aenne war stolz wie ein Feldherr, welcher die erste Schlacht 
gewonnen. Voll Freude eilte sie zu Tante Major und verkündete 
ihr ihren Triumph. 
„Ich wußte ja, daß ich mich auf meine kleine Hausfrau ver 
lassen kann," meinte sie lächelnd. 
Aenne aber küßte ihr die Hände und entgegnete tief bewegt: 
„Alles, was ich weiß und kann, verdanke ich ja Dir, Du liebe, 
gute Tante Major . . ." 
Von jenem Tage an entwickelte sich ein eigenartiges Verhältnis 
zwischen Bernd und Aenne. Er zog sie oft in das Gespräch über 
Wirtschaftsangelegcuheiten und hörte aufmerksam ihre Meinung an. 
Nach und nach verlor sie ihre Scheu ihm gegenüber, und sie wußte 
ganz resolut ihre Meinung zu verteidigen und zu begründen. 
Meistens behielt sie auch recht, selbst dem alten Inspektor gegen 
über, der zum Beispiel die Verwertung des vielen Obstes der großen 
Gutsgärten als Spielerei ansah. 
„Das kostet mehr Arbeitslohn, als es einbringt," pflegte er zu 
sagen. „Meine alte Gnädige kochte die Früchte selbst ein, die nicht 
im Haushalt verwertet wurden, und schenkte sie milden Stiftungen. 
Das hatte doch noch einen Zweck." 
„Und die Hälfte des Obstes verfaulte unter den Bäumen und 
Sträuchern," antwortete Aenne eifrig. „Niemand gab sich die 
Mühe, es aufzusuchen." 
„Das Aufsuchen kostet Geld, und gerade in der Erntezeit hat 
man alle Hände nötig," beharrte der Inspektor bei seiner Meinung! 
„Da giebt es eine Menge Kinder und alte Frauen, welche 
diese leichte Arbeit verrichten können und gern einige Groschen 
verdienen," fuhr Aenne fort. „Wenn wir alles Obst verwerten, 
so bleibt noch genug für die milden Stiftungen übrig, und wir 
haben noch einen guten Verdienst. Hier, Bernd, lies einmal diese 
Berechnung — und diesen Aufsatz über die Verwertung des Obstes. 
Wir zahlen ja jährlich Millionen für gedörrtes Obst und ein 
gemachte Früchte an das Ausland — die können wir doch selbst 
verdienen!" 
„Wer bezahlt diese Millionen, Kleine?" fragte Bernd belustigt. 
„Nun, die deutsche Landwirtschaft!" 
„Ach so — Du treibst wohl im geheimen Nationalökonomie?" 
Aenne errötete. Bernd konnte sich aber ihren Gründen nicht 
verschließen, und das Ende war, daß ein Dörrofen und andere 
Maschinen zur Verarbeitung des Obstes angeschafft wurden. Und 
als man am Schluß des Jahres Abrechnung hielt — siehe da — 
da waren einige tausend Mark verdient, und Aenne behielt recht, 
so sehr auch der alte Inspektor über die Neuerungen brummte. 
Der Winter kam und setzte der fleißigen Arbeit des Land- 
mannes ein Ziel. Eine dichte Schneedecke hüllte Feld und Wald 
ein, und es wurde einsam auf Ottleben. Früher, unter Onkel 
Major, hatte sich allwöchentlich eine fröhliche Gesellschaft von 
Nachbarn zu einer Partie Whist und einer guten Bowle im 
Ottlebener Herrenhause versammelt, und es war oft sehr, sehr 
heiter dort hergegangen. Mit dem Tode des Majors hörten diese 
Gesellschaften auf. Auch Bernd ließ sie nicht wieder aufleben. 
Er hatte wohl bei allen Machbaren seinen Besuch gemacht und 
lud sie auch zu einem splendiden Jagddiner ein, aber aus den
	        

Annotationen

Annotationen

  • Paganini, Niccolò
    773

Downloads

Downloads

Der Text kann in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden.

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext
TOC

Diese Seite

ALTO TEI Volltext

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.