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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 27.1924 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 27.1924 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Titel:
Berliner Pfennig-Blätter : Volkszeitschrift zur Unterhaltung für Leser aller Stände
Weitere Titel:
Volks-Tagesschrift für Leser aller Stände
Erschienen:
Berlin: Lindow 1868
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Erscheinungsverlauf:
1. Jahrgang, No. 1 (1. April 1844)-25. Jahrgang, No. 52 (26. Dezember 1868)
Fußnote:
Ungezählte Beilage: Die Mark und Berlin unter den Herrschern aus dem Hause Hohenzollern
ZDB-ID:
2926758-4 ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
790 Freizeitgestaltung, Darstellende Kunst
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1854
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
790 Freizeitgestaltung, Darstellende Kunst
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13390595
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Nr. 38, Sonnabend, den 16. September

Schnellzugriff

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  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 27.1924 (Public Domain)
  • Band 1
  • Einband
  • H. 1
  • H. 2
  • H. 3
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  • H. 5
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  • H. 7
  • H. 8
  • H. 9
  • H. 10
  • H. 11
  • H. 12
  • H. 13
  • H. 14
  • H. 15
  • H. 16
  • H. 17
  • H. 18
  • H. 19
  • Rückdeckel
  • Band 2

Volltext

14 
I A, 
Jabrg. 27 
Nr. 3 
on den Großen Kokotten der Renaissance 
haben wir nur schwache Vorstellungen 
aus einzelnen Memoiren und Novellen 
sammlungen. Ihre schönen Züge, ihre 
anmutvollen Gestalten in herrliche Stoffe 
gehüllt und mit edlen Steinen geschmückt, 
leben in den Porträts eines Tizian, Raffael, 
Leonardo und mancher kleinerer Meister 
fort. Manche büßende Magdalena war im 
Leben eine große, unbußfertige Sünderin. 
Das Rokoko, das wohl den Gipfel galanter Freizügigkeit be 
deutet, hat eigentlich die Kokotte ganz zurücktreten lassen. 
Man hört von keiner großen Amoureuse, die für Geld ihre 
Reize zeigte — warum? Weil die Gesellschaft des französischen 
und englischen Hofadels unter sich großzügig genug war. Die 
Grande Kokotte, auch „Löwin“ genannt, fand ihren besten 
Boden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, zur Zeit, als die 
Krinoline Mode war, im Paris des Kaiserreichs Napoleons III. 
Damals gab es in der Lichtstadt an der Seine fast ebensoviel 
geld- und genußhungrige „Outsiders“ als heute in Berlin, wo es 
von Bengalen, Afghanen, Siamesen, Chinesen und Japanern 
wimmelt und ebenso von ehemaligen Balkan- und türkischen 
Abenteurern. 
Die Königin dieser „Löwinnen“, die vor allem nach den 
großen Vermögen gierten, war unstreitig eine Russin. Sie war 
mit dem Pianisten Bartz als dessen Maitresse nach Frankreich 
gekommen, war dann längere Zeit die Geliebte des Herzogs 
von Grammont gewesen. Sie lernte eines Tages einen Vetter 
des damaligen portugiesischen Gesandten, einen Marquis Paiva 
kennen, den sie so verliebt in sich zu machen wußte, daß er 
ihrer letzten, stets raffiniert hinausgezögerten Gunst seinen 
Namen gab. Am Tage nach der Hochzeit klärte Madame Paiva 
ihren Gatten über die wahre Art ihres Berufes auf, so daß er 
sie ihrem Schicksal überlassen mußte. Aber das eroberte Ver 
mögen schmolz wie Schnee und die Abenteurerin mußte sich 
ein besseres Opfer suchen. 
Auf einer Reise traf sie den gewünschten Prinzen, dem sie 
durch alle Länder Europas wie sein wahres Verhängnis folgte. 
Anfangs glaubte der sich geliebt, bis sich, ohne daß er es 
merkte, der Spieß umkehrte und er im Netze ihrer bis ins 
Kleinste seinem Geschmack insgeheim angepaßten Reize 
zappelte. 
Schließlich bot er ihr sein für damals, wo Millionen noch 
etwas bedeuteten, beträchtliches Vermögen an. Da sie drei 
hunderttausend Franks an diesen Fang verschwendet hatte, 
nahm sie die dargebotenen 3 Millionen gnädig an und etablierte 
sich in einem fabelhaft eleganten Hotel mit einem Stäb von 
Bediensteten und Zofen und empfing in ihrem Salon die geist 
reichsten Spitzen der damaligen Literatur. 
Diese Königin des „Lasters“ trug stets für über 2 Millionen 
Franks Schmuck zur Schau wie eine wandelnde Pagode. Ein 
Heer von Liebesschmachtenden war ständig um sie. Sie er 
hörte nur wenige und forderte große Summen für die Be 
zeugung ihrer Gunst. 
Einer der allerhartnäckigsten unter den nicht erhörten Lieb 
habern sagte ihr eines Tages direkt, was er wollte. Sie riet 
ihm, abzustehen von seinem Wunsch, weil sie nur an Massen 
gelben Goldes sich erfreuen könnte. Er bestand auf seinem 
Vorsatz. 
Sie frug ihn, ob er zehntausend Franks habe. 
Er verneinte. Sie lobte seine Klugheit, denn im Falle der Be 
jahung hätte sie das Doppelte verlangt. 
Schließlich versprach sie ihm, ihm zu gehören, so lange bis 
die zehntausend Franks, die sie verlangte, zu Asche gebrannt 
wären. Denn sie wollte sie verbrennen. 
Eines Tages kam der junge Mann wirklich mit 12 000 Franks 
in zwölf Scheinen. 
La Paiva, die ihn, als Göttin gekleidet, auf einer Causeuse 
empfing, prüfte die Scheine, legte einen knapp auf den andern 
und zündete, zum Kampf bereit, den ersten an. 
Der junge Mann hielt sich nicht lange bei der Vorrede auf. 
Er genoß das kurze ihm gewährte Glück und zwar so klug, daß 
er sich aus den Armen der dämonischen Frau löste, als der 
letzte Schein zu Asche sank. 
Die Paiva, ihr vermeintliches Opfer spöttisch betrachtend, 
frug den jungen Mann: „Nun, war ein solches Amüsement ein 
so großes materielles Opfer wert?“ 
„So groß“, erwiderte der galante Jüngling ruhig, „war das 
Opfer für das, was mir Ihre Schönheit wert ist, nicht. Denn 
ihr ersehnter Besitz hat mich — nichts gekostet.“ Wie eine 
Natter fuhr die Grande Kokotte auf; „Was heißt das, mein 
Freund?“ 
„Das heißt, daß mein Freund die Scheine so vorzüglich 
photographiert hat, daß selbst eine so große „Liebeskennerin“ 
wie du, mein Kind, sich hat betrügen lassen. Au revoirl“ Er 
stäubte sich die Knie ab und ging, verfolgt von den ohn 
mächtigen Verwünschungen der gerissensten aller damaligen 
Frauen. . . .
	        

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