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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1984/85, 9. Wahlperiode, Band V, 71.-86. Sitzung (Public Domain)

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Monograph

Author:
Zelle, Friedrich
Title:
Nachrichten über die ersten 70 Semester des Corps Vandalia zu Berlin : Festschrift zum 35jährigen Stiftungs-Fest / [Friedrich Zelle]
Publication:
Berlin: O. Lange, 1886
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Scope:
24 Seiten
Keywords:
Geschichte 1851-1886 ; Berlin
Berlin:
B 569 Wissenschaft. Forschung: Studenten. Verbindungen
DDC Group:
000 Allgemeines, Wissenschaft
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13818286
Collection:
Education,School,Science,Research
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 569/99
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
[Anmerkung von Dr. Friedrich Zelle]

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1984/85, 9. Wahlperiode, Band V, 71.-86. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 71, 28. Juni 1984
  • Nr. 72, 14. Juli 1984
  • Nr. 73, 13. September 1984
  • Nr. 74, 24. September 1984
  • Nr. 75, 11. Oktober 1984
  • Nr. 76, 25. Oktober 1984
  • Nr. 77, 8. November 1984
  • Nr. 78, 15. November 1984
  • Nr. 79, 22. November 1984
  • Nr. 80, 5. Dezember 1984
  • Nr. 81, 6. Dezember 1984
  • Nr. 82, 7. Dezember 1984
  • Nr. 83, 21. Dezember 1984
  • Nr. 84, 31. Januar 1985
  • Nr. 85, 5. Februar 1985
  • Nr. 86, 7. März 1985

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
79.Sitzung vom 22. November 1984 
Dr. Meisner 
mentarisch sind, sondern die nur ausführende Organe der 
Länder sind, nicht noch einmal so über den Tisch ziehen 
zu lassen, wie das damals der Fall war. 
[Beifall bei der SPD] 
Insofern ist das Ergebnis einer Ministerpräsidentenbe 
sprechung zuerst einmal eine Vorlage, mit der sich Bundes 
länder beschäftigen können. 
[Dr. Legien (CDU) meldet sich zu einer Zwischenfrage.] 
- Nein, Zwischenfragen mögen wir in den Aktuellen Stunden 
nicht so sehr! - Im besten Falle wird ein Staatsvertrag 
vorbereitet! Soweit sind die übrigens noch gar nicht! Bis 
jetzt haben wir erst einmal einen, nach meinem Empfinden 
mit heißer Nadel genähten, Kompromiß. Man muß hinzu 
fügen: einen Kompromiß, der - so würde man es jedenfalls 
im alltäglichen Leben nennen - durch Erpressung zustande 
gekommen ist, z.B. durch einen ziemlich starken Druck auf 
den Bürgermeister von Hamburg, eines Landes, das an 
einer Dreiländeranstalt partizipiert. Der Bürgermeister von 
Hamburg ist dort so in die Zange genommen worden, 
[Gelächter bei der CDU] 
daß er einem Konzept zustimmen mußte, aus der speziellen 
Hamburger Lage heraus, das ich persönlich für Berlin nicht 
annehmen würde, das ich für Berlin nicht gut finden würde; 
ich will gleich sagen, warum. Dort soll also ein Staatsvertrag 
vorbereitet werden. Dieser Staatsvertrag muß dann in die 
Landtage gehen. Wir sollten darauf achten, daß wir uns das 
Recht eines Landtages, das Recht des Abgeordnetenhauses 
von Berlin, nicht nehmen lassen durch eine Vorabsprache 
auf Ministerpräsidentenebene. 
[Dr. Dittberner (F.D.P.): Deshalb diskutieren wir 
das ja jetzt!] 
- Gut! Herr Dittberner, wenn ich Sie recht verstanden habe, 
dann ist doch aber Ihre Intention, Ihre Anregung hier ge 
wesen, daß der Sender Freies Berlin eine Klage erhebt, daß 
unter Umständen die ARD in Frage steht, weil zwei SPD- 
Länder aussteigen wollen aus dem Konzept von Bremer 
haven. - Ich sage: Nicht deswegen kann Klage erhoben wer 
den, sondern Klage erhoben werden kann nur dagegen, 
daß CDU- und CSU-Ministerpräsidenten einen Streit, eine 
weitere Auseinandersetzung über das Konzept von Bremer 
haven zum Anlaß nehmen zu sagen: Es muß so gefressen 
werden, wie wir es bereitet haben. Wer es nicht schluckt, 
der spaltet die ARD und macht damit auch unsere Landes 
rundfunkanstalt, den SFB, kaputt. Ich sage: Da ist es die 
Aufgabe der CDU, die Aufgabe des Senats, auf die CDU- 
und CSU-regierten Bundesländer einzuwirken damit diese 
unsinnige Drohung vom Tisch kommt. Ich weiß nicht, ob 
sich ein Ministerpräsident überhaupt in der Lage sehen kann, 
unter dieser unsinnigen Drohung zu verhandeln. 
Die Ministerpräsidenten von CDU und CSU drohen, die 
ARD zu sprengen, wenn die Benachteiligung der öffentlich- 
rechtlichen Sender, die durch Bremerhaven festgeschrieben 
werden soll, nicht in gleichem Maße aufrechterhalten wird. 
Man muß sich das einmal vorstellen: Es wird also gedroht, 
das Rundfunksystem für die Bundesrepublik Deutschland zu 
sprengen, wenn die schlechten Rahmenbedingungen, näm 
lich das Festschreiben, auch das finanzielle Festschreiben 
der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf einen Stand 
vom Oktober dieses Jahres, nicht noch einmal aufgebrochen 
wird. Ich sage Ihnen: Da sind diejenigen am Werk, die das 
Ganze nicht wollen, die eigentlich die öffentlich-rechtlichen 
Anstalten durch die Konkurrenz, und zwar durch eine 
wachsende, mit Werbung immer stärker finanziell ausge 
stattete Konkurrenz, kaputtmachen wollen. Wenn das etwa (C) 
aufgebrochen werden soll, wenn diese Rahmenbedingung 
fallen sollte, dann machen sie gleich die ganze ARD ka 
putt. 
Wenn es Ihnen wirklich um den SFB geht, wenn es Ihnen 
auch um die Aufgaben geht, die der Sender Freies Berlin 
nicht nur für die Teilstadt im Westen, sondern für die ganze 
Umgebung - in Ost-Berlin und der gesamten DDR - erfüllen 
muß, wenn es Ihnen wirklich darum geht, dann tun Sie 
alles Mögliche, um auf Ihre Kollegen in den anderen Bun 
desländern, vor allen Dingen in Baden-Württemberg, Bayern, 
in Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen einzuwirken, damit 
diese Drohung vom Tisch kommt, damit das einheitliche 
Rundfunksystem in der Bundesrepublik Deutschland erhalten 
bleibt. 
[Beifall bei der SPD und vereinzelt bei der AL] 
Präsident Rebsch: Das Wort hat der Abgeordnete Dr. Kunze. 
Dr. Kunze (AL): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! 
Wenn es politische Rüpel gibt, dann versammeln sie sich 
gegenwärtig im Kreise der Ministerpräsidenten. Ich will das 
einmal in aller Schlichtheit ins Bewußtsein rücken; denn 
wenn Ministerpräsidenten deutscher Bundesländer in dieser 
brutalen, rücksichtslosen, verächtlichen Weise wesentliche 
Teile unserer Kommunikationskultur in die Luft zu sprengen 
drohen, dann muß man das eine politische Rüpelei nennen, 
eine politische Rüpelei erster Ordnung. 
[Beifall bei der AL und der SPD] 
Das wird auch nicht besser dadurch, daß die Herren immer 
in feinen dunklen Anzügen herumrennen, sondern es ist 
ein Vorgang, der vor der Geschichte dastehen wird als etwas, 
wo sich später alle an den Kopf fassen und sagen werden: 
Was ist denn damals hineingefahren in angeblich christ 
liche Spitzenpolitiker? Was ist in die hineingefahren, daß 
sie dieses Rundfunksystem nicht in normaler Auseinander 
setzung reformieren, sondern daß sie mit voller politischer 
Rücksichtslosigkeit, mit brutaler Machtpolitik alles unterneh 
men, um dieses Rundfunksystem in die Luft zu sprengen? 
Was ist in die gefahren? ln welchem Zustand befanden sich 
die christlichen Parteien damals? Hatten die nicht gerade 
neu entdeckt die Familienpolitik? Wollten sie nicht neue 
soziale Beziehungen in kleinen Gruppen neu stärken? Sollte 
nicht das Kind in der Familie wieder eine Rolle spielen? 
Das stand doch immer auf den Plakaten. Was passierte 
tatsächlich? 
Das was substantiell passiert - neben den Sonntagsreden 
und einigen harmlosen Stiftungen, die nicht viel Geld kosten -, 
ist, daß sie das Rundfunksystem, daß sie die neuen tech 
nischen Möglichkeiten im Rundfunkbereich den Leuten aus 
liefern, die das große Geld haben. Das ist die Generallinie! 
Wer das große Geld hat, der kann in Zukunft Programme, 
Meinungen, Werbung, alles, was ihm paßt, verbreiten. Die 
ses aber ist ein Tiefpunkt gerade für christliche Parteien. 
Vor der Geschichte werden sie damit wirklich nicht gut aus- 
sehen. 
[Beifall bei der AL und der SPD] 
Das ist das Grundsätzliche. Ich habe nichts gegen politische 
Auseinandersetzungen; auch darf man die politische Auf 
fassung vertreten, daß man durchaus private Veranstalter 
zulassen darf. Darüber kann man sich auseinandersetzen. 
Da würde ich nicht so starke Worte gebrauchen, wie ich es 
jetzt gerade getan habe. Es geht nicht um die notwendige 
und berechtigte Auseinandersetzung um die Gestaltung des 
Rundfunksystems der Zukunft, es geht um diesen fürchter- 
4881
	        

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