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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 23.1897 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Der Bär : illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte
Publication:
Berlin: Zillesen 1900
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Dates of Publication:
1875-1900 ; mehr nicht digitalisiert
Note:
Titelzusatz Band 1-4: Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 5: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 6-14: illustrierte Berliner Wochenschrift, eine Chronik für's Haus
ZDB-ID:
2924408-0 ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
General Regional Studies
History,Cultural History
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1897
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14617085
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 1/18a:1897
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
General Regional Studies
History,Cultural History

Issue

Title:
24. April 1897, No. 17

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 23.1897 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • 2. Januar 1897, No. 1
  • 9. Januar 1897, No. 2
  • 16. Januar 1897, No. 3
  • 23. Januar 1897, No. 4
  • 30. Januar 1897, No. 5
  • 6. Februar 1897, No. 6
  • 13. Februar 1897, No. 7
  • 20. Februar 1897, No. 8
  • 27. Februar 1897, No. 9
  • 6. März 1897, No. 10
  • 13. März 1897, No. 11
  • 20. März 1897, No. 12
  • 27. März 1897, No. 13
  • 3. April 1897, No. 14
  • 10. April 1897, No. 15
  • 17. April 1897, No. 16
  • 24. April 1897, No. 17
  • 1. Mai 1897, No. 18
  • 8. Mai 1897, No. 19
  • 15. Mai 1897, No. 20
  • 22. Mai 1897, No. 21
  • 29. Mai 1897, No. 22
  • 5. Juni 1897, No. 23
  • 12. Juni 1897, No. 24
  • 19. Juni 1897, No. 25
  • 26. Juni 1897, No. 26
  • 3. Juli 1897, No. 27
  • 10. Juli 1897, No. 28
  • 17. Juli 1897, No. 29
  • 24. Juli 1897, No. 30
  • 31. Juli 1897, No. 31
  • 7. August 1897, No. 32
  • 14. August 1897, No. 33
  • 21. August 1897, No. 34
  • 28. August 1897, No. 35
  • 4. September 1897, No. 36
  • 11. September 1897, No. 37
  • 18. September 1897, No. 38
  • 25. September 1897, No. 39
  • 2. Oktober 1897, No. 40
  • 9. Oktober 1897, No. 41
  • 16. Oktober 1897, No. 42
  • 23. Oktober 1897, No. 43
  • 30. Oktober 1897, No. 44
  • 6. November 1897, No. 45
  • 13. November 1897, No. 46
  • 20. November 1897, No. 47
  • 27. November 1897, No. 48
  • 4. Dezember 1897, No. 49
  • 11. Dezember 1897, No. 50
  • 18. Dezember 1897, No. 51
  • 25. Dezember 1897, No. 52

Full text

196 
Ein Beispiel dafür ist ein Vorgang, bei welchem ich 
zugegen war, als der Kaiser im November 1882 die ersten, 
bis dahin fertig gestellten Wandgemälde in der Ruhmeshalle 
besichtigte. Sein besonderes Interesse erregte Professor G. 
Bleibtreus Wandgemälde, welches die nationale Erhebung 
von 1813 verherrlicht. Der Künstler hatte den Moment der 
Truppenrevue bei Breslau gewählt, in welchem König Friedrich 
Wilhelm III., begleitet von Blücher, in der Mitte seines Volkes 
und der ihn jubelnd begrüßenden Freiwilligen erscheint, und 
er hatte in künstlerischer Zusammenfassung der großen Be 
wegung jener Tage auch die volkstümlichsten Männer der 
selben, wie Theodor Körner. Jahn und Friesen, auf dem 
Bilde angebracht, obgleich vielleicht nicht alle gerade bei dieser 
Revue zugegen gewesen waren. Nach aufmerksamer Betrach 
tung des Geniäldes wandte sich der Kaiser an den Kriegs 
minister von Kameke mit der überraschenden Frage: „Wo ist 
denn der Kaiser von Rußland?" Der Kriegsminister beant 
wortete die Frage dahin, daß der Künstler, um die volks 
tümliche Gestalt Blüchers anbringen zu können, den Moment 
gewählt habe, als der Kaiser von Rußland das Revueseld 
bereits verlassen halte. Darauf erwiederte der Kaiser: „Das 
ist nicht richtig. Ich erinnere mich ganz genau, daß ich mit 
dem hochseligen König und dem Kaiser von Rußland zusammen 
damals nach Breslau zurückgeritten bin, und Blücher war 
überhaupt gar nicht dabei. Wir verdanken dem Kaiser 
Alexander so viel, daß er jedenfalls bei dieser Gelegenheit 
dargestellt werden muß. Veranlassen Sie den Künstler, daß 
er an Stelle Blüchers den Kaiser von Rußland mall!" 
Mich überlief bei diesen Worten ein Schauer der Ehr 
furcht bei dem Gedanken, daß der Mann, welcher sich dieses 
geringfügigen Vorganges aus seinem reichbewcgten L:ben noch 
nach 70 Jahren genau erinnerte und ihn mit weiteren Details 
schilderte, da leibhaftig in vollster körperlicher und geistiger 
Frische und doch schon als historische Persönlichkeit vor mir 
stand. Der Kriegsminister versuchte, Blücher zu retten, und 
wies darauf hin, daß eine solche eingreifende Aenderung 
möglicherweise das Abschlagen des Kalkputzes und die Her 
stellung eines neuen Malgrundes zur Folge haben könnte. 
Der Kaiser erwiederte lächelnd: „Vorläufig kann aus Blücher 
ja mal erst der Kaiser von Rußland gemacht werden. Wenn 
die Farbe sich dann nicht als haltbar erweist, so kann der 
Wandputz ja immer noch ^untergeschlagen werden!" — 
Nur eines Falles erinnere ich mich, in welchem der 
Kaiser von seiner strengen Auffassung in Bezug auf historische 
Treue und Richtigkeit abgewichen ist. Das war, als ich die 
kleine Wiederholung der Kaiserproklamation, wie sie sich 
als Wandbild im Zeughaus befindet, im Allerhöchsten Auf 
träge malte. Das Bild war als Geschenk des Kaisers und 
der Prinzen des Königshauses für den Fürsten Bismarck 
zu desien 70. Geburtstag im Jahre 1885 bestimmt, und der 
Kaiser hatte besohlen, daß auf demselben der Generalfeld 
marschall Graf Roon angebracht würde, obgleich derselbe der 
Feierlichkeit am 18. Januar 1871 in der Spiegelgalerie des 
Versailler Königschlosses persönlich nicht beigewohnt hatte. 
Der Beweggrund für diese Abweichung von der sonst 
vom Kaiser bevorzugten chronistischen Richtigkeit war zweifellos 
die Hochschätzung des Mannes, an welchen er sich in der 
denkwürdigen Ansprache am Abend nach der Schlacht von 
Sedan in erster Reihe mit den Worten wandte: 
„Sie. Kriegsminister von Roon haben unser 
Schwert geschärft; Sie, General von Molike, haben es 
geleitet, und Sie, Graf Bismarck haben seit Jahren durch die 
Leitung der Politik Preußen auf seinen jetzigen Höhepunkt 
gebracht." 
Begreiflicherweise hatte der Kaiser ein besonderes Interesse 
für militärische Darstellungen und schätzte hier die einfache 
historische Nichtigkeit unter Beiseitelassen aller Pose und Phrase 
am meisten. Ich hatte Gelegenheit, dies zu beobachten, als 
der hohe Herr das Sedan-Panorama am Eröffnungstage, 
am 2. September 1883, und zu Pfingsten 1884 mit seinem 
Besuche beehrte. Vor allem fand die Richtigkeit in der Wieder- 
gäbe des gewählten Momentes der Schlacht und des Schlacht 
feldes seinen Beifall. 
Er verfolgte im lebhaften Gespräch mit Generalfeld 
marschall Graf Moltke auf dem Bilde den Weg, welchen er 
nach der Schlacht zur Besichtigung der Stellungen und zur 
Begrüßung der Truppen geritten war, und wurde in der 
Erinnerung an jene Tage so warm und mitteilsam, daß er 
mir außerordentlich lebendig und drastisch, seine Erzählung 
durch Gesten illustrierend, den Moment schilderte, als General 
Reille den bekannten Brief Napoleons übergab. Diese Schil 
derung der Szene hat mir zur Grundlage für das Diorama- 
Bild gedient, welches ich unmittelbar darauf malte. 
Die herzgewinnende Freundlichkeit des Kaisers und eine 
gewisse anmutsvolle Verbindlichkeit in seiner Art zu sprechen 
und in seinen Handbewegungen hatte etwas geradezu Be 
zauberndes. Im Jahre 1880 hatte ich die Ehre, gleichzeitig 
mit den Professoren Neinhold Begas und Johannes Schilling 
einige Vormittage Porträtstudien Sr. Majestät machen zu 
dürfen, und es ist mir der Augenblick unvergeßlich, wie der 
Kaiser ins Zimmer trat und mit unnachahmlicher Grazie uns 
lächelnd mit den Worten begrüßte: „Ah, meine Herren, eine 
ganze Akademie will sich mit meiner armen Person be 
schäftigen." 
Es dürfte noch in frischer Erinnerung sein, wie der 
Kaiser gelegentlich der Eröffnung der akademischen Jubiläums 
ausstellung im Jahre 1886 auf die Ansprache des Kronprinzen 
in improvisierter Rede antwortete und darauf hinwies, wie 
auch bei dieser Gelegenheit das hellleuchtende Bild seines 
großen Ahnherrn Friedrich uns entgegen träte, der mit offenem 
Auge und hellem Blick stets erkannt habe, was zum Wohle 
des Vaterlandes frommte. „Alles, was wir Großes und 
Gutes heute in unserm Lande bewundern," sagte er, „ist auf dem 
Fundamente aufgebaut, das er gelegt hat; überall, wo er 
seine Hand anlegte, entstand ein Werk, das den Dank der 
Nachwelt verdient." 
Mit denselben Worten, meine Herren, feiern wir heute 
Kaiser Wilhelms des Großen Gedächtnis, und was er von 
seinem großen Ahnherrn damals sagte, paßt im vollsten Um 
fange auf ihn selbst. — Das Jahr 1887 führte mich zweimal 
in künstlerischen Angelegenheiten zum Kaiser, einmal im Juli 
wegen des Lessingdenkmals und später in Baden-Baden 
am 14. 15. und 16. Oktober. 
Ueber den Entwurf zum Lesfing-Denkmal, welcher im 
Kaiserlichen Palais aufgestellt war, wünschte der Kaiser meine 
Erläuterungen (ich gehörte dem Denkmal-Komitee an), da er 
mancherlei Bedenken dagegen hatte, auf welche er auch in 
längerer Unterredung mit mir in Baden-Baden zurückkam.
	        

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