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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1980/81, 8. Wahlperiode, Band II, 1980/1981, 19.-53. Sitzung (Public Domain)

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fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1980/81, 8. Wahlperiode, Band II, 1980/1981, 19.-53. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Title:
Der Bär : illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte
Publication:
Berlin: Zillesen 1900
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Dates of Publication:
1875-1900 ; mehr nicht digitalisiert
Note:
Titelzusatz Band 1-4: Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 5: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 6-14: illustrierte Berliner Wochenschrift, eine Chronik für's Haus
ZDB-ID:
2924408-0 ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
General Regional Studies
History,Cultural History
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1891
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Note:
Seite 478-479, 492-493, 506-507, 520-521, 534-535, 548-549, 562-563, 576-577, 590-591 und 604-605 fehlen in der Druckvorlage
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-14610460
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 1/18:1890/91
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
General Regional Studies
History,Cultural History

Issue

Title:
9. Mail 1891, No. 32

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1980/81, 8. Wahlperiode, Band II, 1980/1981, 19.-53. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 19, 24. Januar 1980
  • Nr. 20, 31. Januar 1980
  • Nr. 21, 14. Februar 1980
  • Nr. 22, 28. Februar 1980
  • Nr. 23, 13. März 1980
  • Nr. 24, 20. März 1980
  • Nr. 25, 24. April 1980
  • Nr. 26, 8. Mai 1980
  • Nr. 27, 22. Mai 1980
  • Nr. 28, 29. Mai 1980
  • Nr. 29, 12. Juni 1980
  • Nr. 30, 26. Juni 1980
  • Nr. 31, 3. Juli 1980
  • Nr. 32, 7. Juli 1980
  • Nr. 33, 24. Juli 1980
  • Nr. 34, 18. September 1980
  • Nr. 35, 25. September 1980
  • Nr. 36, 5. Oktober 1980
  • Nr. 37, 9. Oktober 1980
  • Nr. 38, 23. Oktober 1980
  • Nr. 39, 13. November 1980
  • Nr. 40, 27. November 1980
  • Nr. 41, 10. Dezember 1980
  • Nr. 42, 11. Dezember 1980
  • Nr. 43, 12. Dezember 1980
  • Nr. 44, 15. Januar 1981
  • Nr. 45, 22. Januar 1981
  • Nr. 46, 23. Januar 1981
  • Nr. 47, 12. Februar 1981
  • Nr. 48, 26. Februar 1981
  • Nr. 49, 5. März 1981
  • Nr. 50, 12. März 1981
  • Nr. 51, 16. März 1981
  • Nr. 52, 26. März 1981
  • Nr. 53, 9. April 1981

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 8. Wahlperiode 
53. Sitzung vom 9. April 1981 
Dr. Kunze 
(A) daß - in Übereinstimmung auch mit einer Reihe von sachkundigen 
und ernsthaften Zeugen - bereits bei der Geburt des Projekts die 
Firma Bautechnik auf Sand kalkuliert hatte, auf einer Basis kalkuliert 
hatte, die vom Auftraggeber gar nicht gemeint war. Von da her hat 
sich von Anfang an dieses Projekt möglicherweise als gar nicht 
machbar und jedenfalls als Verlustbringer darstellen können. 
bracht. Ich sehe von der Sachkonstruktion des Problems her in 
diesem Bereich einen jedenfalls großen Teil der Wurzeln des 
Scheiterns des Projekts. 
Bei wem liegen nun diese Versäumnisse? Wie sind Verantwort 
lichkeiten in dem Zusammenhang zu sehen? Das sind Fragen, 
denen wir insbesondere nachzugehen haben, wenn wir den Sach 
verhalt einigermaßen geklärt haben wollen. Mir geht es nicht um 
eine Schuldabwälzung weg von den Politikern hin auf irgendeine 
andere Stelle; die Politiker tragen ihre Verantwortung und müssen 
zu ihr stehen. Wenn aber eine Wiederholung einer solchen Kata 
strophe für das Land Berlin ausgeschlossen werden soll - und dar 
um muß es uns ja gehen -, dann muß auch die Rolle der kreditge 
benden Bank in dieser Konstellation mit sorgfältig analysiert wer 
den. Wenn wir dieses einfach ausblendeten, würden wir ja nicht in 
der Lage sein, die angemessenen Konsequenzen für eine Verände 
rung des Bürgschaftsinstrumentariums wirklich herauszufinden. 
Das bisherige Bürgschaftsverfahren beruht darauf, daß die je 
weils kreditgebende Bank für die betriebswirtschaftliche und für die 
fachliche Machbarkeit eines verbürgten Projekts geradesteht. Auf 
der anderen Seite steht der Senat, steht das Land Berlin für die wirt- 
schaftspolitische Zweckmäßigkeit eines Engagements gerade, und 
ich sage dazu: einschließlich des Berlin-Effekts. Ich halte es für 
falsch, die Frage des Berlin-Effekts abzuwälzen in Richtung auf die 
Verantwortlichkeit der Bank. 
[Dr. Neuling (CDU): Sehr richtig!] 
Der Berlin-Effekt ist eine Angelegenheit des Senats, auch nach der 
bisherigen traditionellen Konstruktion des Bürgschaftsverfahrens. 
[Dr. Neuling (CDU): Nicht nur das!] 
Bei dieser Rollenautteilung ist es wichtig, daß das Vorstandsmit 
glied dei Berliner Bank. Herr Dr. Kehren, die Verantwortung der 
Bank für die betriebswirtschaftliche Seite verbürgter Projekte auf 
Nachfrage ausdrücklich bestätigt hat. Das Ergebnis ist allerdings, 
daß die Bankprüfungen objektiv nicht ausreichend waren. Das 
Projekt Kassim/Dawasirder Bautechnik ist dem Land Berlin gegen 
über als seriös und machbar dargestellt worden, 
[Adler (CDU): Und Berlin hat es geglaubt!] 
obwohl aus heutiger Sicht bereits bei der Geburt des Projekts und 
auch im weiteren Verlauf ganz erhebliche Zweifel an der Seriosität 
und Machbarkeit dieses Projekts bestehen mußten. Zu dieser Ver 
antwortung muß auch die Bank stehen, nicht nur die Politiker müs 
sen zu ihrer Verantwortung stehen - da beißt keine Maus einen Fa 
den ab. Auch die Bank und die Verantwortlichen der Bank müs 
sen zu dieser Verantwortung stehen, insbesondere dann, wenn 
Herr Dr. Kehren vor dem Ausschuß ganz ausdrücklich bestätigt hat, 
daß die Entscheidungen und das Verhalten der Bank nicht etwa 
durch politischen Druck auf die Bank zustande gekommen sind. 
[Adler (CDU): Aber durch viele aufklärende 
Gespräche!] 
- Dies ist auch ein normaler Vorgang, daß es Gespräche gibt. - 
Man sollte das Wort des verantwortlichen Vorstandsmitglieds der 
Berliner Bank nun nicht im nachhinein abwerten und ins Beliebige 
ziehen; wenn das verantwortliche Vorstandsmitglied der Berliner 
klar und deutlich fesfstellt: Die Entscheidungen der Bank sind-nach 
Entscheidungsprozessen in der Bank ohne politischen Druck zu 
stande gekommen!, dann sollte man dies so nehmen, wie es gesagt 
ist, 
[Adler (CDU): Mit dem Zaunpfahl!] 
zumal Herr Dr. Kehren ja damit nun ganz ausdrücklich nicht den 
Versuch unternimmt, die Verantwortung von der Bank wegzuwälzen 
und sich selbst in ein sonniges Licht zu stellen. Das ist hoch anzuer 
kennen ; wir haben nicht sehr viele Zeugen gehabt, die zu ihrer eige 
nen Verantwortung so klar gestanden haben, wie das in diesem Fall 
Herr Dr. Kehren für die Berliner Bank getan hat. Eine Umkehrung 
der Rolle von Bank und Senat hat jedenfalls insoweit nicht sfattge- 
funden, daß etwa die Bank ihrer Verantwortung ledig geworden ist; 
und die Bank sieht das auch selbst nicht so. Ich sage hinzu: Diese 
Beschreibung des Sachverhalts muß kein Schuldvorwurf an die 
Bank sein, möglicherweise war es ja so - und es spricht sogar 
einiges dafür -, daß auch die Prüfinstrumente, über die die Bank 
Einig sind wir auch mit den Kollegen der CDU-Fraktion sicherlich 
darüber, daß in diesem Bereich bei der Geburt des Projekts, bei 
der Seriosität und der Machbarkeit des Projekts schwerwiegende 
Prüfungsversäumnisse festzustellen sind. Ich habe dafür nur ein 
Beispiel herausgegriffen. Man könnte viele andere auch noch anfü 
gen. Die mangelnde Prüfung der betriebswirtschaftlichen Seife des 
Projekts hat sich später im weiteren Verlauf der Abwicklung und 
Durchführung erneut und aus meiner Sicht möglicherweise ent 
scheidend negativ ausgewirkt. 
1979 kam es zu einer massiven Aufstockung der Bürgschaft des 
wegen, weil eine Trennung der Bauprojekte in Kassim und in Dawa- 
sir in der Weise vorgenommen wurde, daß von diesem Zeitpunkt an 
die Alleinverantwortung der Firma Bautechnik für das Projekt Kas 
sim festgestellt wurde und die Alleinverantwortung bei der Durch 
führung des anderen Projekts beim belgischen Partner lag. Dieser 
Vorgang der Projekttrennung ist damals auf der Berliner Seite über 
einstimmend positiv beurteilt worden. Man meinte, damit würde die 
Projektrealisierung gefördert und man würde weniger Schwierigkei 
ten haben. Auch zur Einschätzung dieses Vorgangs hat der Unter 
suchungsausschuß aus Zeitgründen endgültige Feststellungen 
nicht treffen können. Aber ich sage dazu: Aus meiner Sicht war 
diese positive Berliner Einschätzung der Veränderungen des Pro 
jekts in 1979 eine fundamentale Fehleinschätzung, die den weiteren 
negativen Verlauf und letztlich das Scheitern des Gesamtvorha 
bens maßgeblich bestimmte. Ich nenne als Begründung für diese 
Einschätzung drei besonders kritische Punkte, die für diese Projekt 
trennung galten. 
Erster Punkt: Die Projekte Dawasir und Kassim waren fast identi 
sche Bauprojekte, fast identische Kasernen, die sozusagen als 
(B) Zwillinge dort an verschiedenen Orten hingestellt werden sollten. 
Diese Zwillingskonstruktion brachte erhebliche Kostenvorteile in 
der Kalkulation. Das einheitliche Management und die einheitliche 
Erstellung beider Zwillinge waren die Grundlage für die Kalkulation 
der beteiligten Firmen. Durch die Trennung entfielen djese Kosten 
vorteile, und die Sache rechnete sich anschließend grundsätzlich 
schlechter. 
Zweiter Punkt: Die Konkurrenz zwischen der Firma Bautechnik 
und der belgischen Firma ICA um jetzt identische Leistungen für 
Kassim beziehungsweise für Dawasir wurde ruinös verschärft. 
ICA und Bautechnik kämpften auf dem Weltmarkt konkret um Sub- 
Unternehmer, die die gleichen Leistungen anboten und ICA und 
Bautechnik nun gegeneinander ausspielen konnten, was die Preise 
und die Zuverlässigkeit der Leistungen natürlich nicht gerade för 
derte - aus der Sicht von Bautechnik und auch aus der Sicht der 
belgischen Firma ICA 
Und der dritte - vielleicht wesentlichste - Punkt: Die Bautechnik 
wechselte Anfang 1979 mit dieser Projekttrennung ganz grundsätz 
lich ihre Rolle und ihre Aufgabenstellung in dem Gesamtprojekt 
Kassim/Dawasir. Bis zu diesem Zeitpunkt - und das war die Grund 
lage für das Bürgschaftsengagement - hatte die Bautechnik die 
Aufgabe der Planung und des Managements der Projekte Kassim 
und Dawasir; dazu war sie möglicherweise qualifiziert - darüber 
kann man auch noch streiten -, sie war jedenfalls erfahren und be 
kannt als eine Planungs- und Management-Firma für Bauvorhaben. 
Sie war nicht bekannt und nicht erfahren als eine bauausführende 
Firma. Genau in diese Rolle aber wurde sie mit der Projekttrennung 
gedrängt; die Bautechnik mußte von diesem Zeitpunkt an die kon 
ventionellen Bauleistungen für den Projektteil Kassim erbringen. 
Die Bautechnik war dafür nach allen übereinstimmenden Bekun 
dungen nicht geeignet und mußte - nach meiner Bewertung - da 
mit in Schwierigkeiten geraten. 
Das Ergebnis dieser Betrachtung: Die mangelnde betriebswirt 
schaftliche Prüfung bei der Geburt des Projekts, die betriebswirt 
schaftlichen Fehleinschätzungen bei der Projekttrennung, die zu 
Unrecht positive Einschätzung dieser Projekttrennung haben insge 
samt ganz erheblich das Land Berlin in dieses Obligo hineinge- 
2239
	        

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