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Städtebau (Public Domain) Ausgabe 4.1907 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

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Zeitschrift

Titel:
Der Bär : illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte
Erschienen:
Berlin: Zillesen 1900
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Erscheinungsverlauf:
1875-1900 ; mehr nicht digitalisiert
Fußnote:
Titelzusatz Band 1-4: Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 5: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 6-14: illustrierte Berliner Wochenschrift, eine Chronik für's Haus
ZDB-ID:
2924408-0 ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Geschichte, Kulturgeschichte
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1890
Sprache:
Deutsch
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13043050
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 1/18 a:1889/90
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Geschichte, Kulturgeschichte

Ausgabe

Titel:
Nr. 24, 15.03.1890

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  • Städtebau (Public Domain)
  • Ausgabe 4.1907 (Public Domain)
  • Titelblatt
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  • H. 11
  • H. 12

Volltext

DER STÄDTEBAU 
16 
ohne seine alte Richtung zu verändern unter Wegnahme 
der für die Verbreiterung notwendigen Fläche von dem 
nördlichen Friedrichschen Grundstücke, welches keine 
Wirtschaft enthielt. Aber da regte sich sofort Widerspruch 
bei den Interessenten der Poststraße, die mit Recht die oben 
berührten Gesichtspunkte für eine ordnungsmäßige Durch 
führung der Poststraße zum Neumarkte geltend machten. 
Da nun andererseits die Heubruchleute von der früheren 
Bedeutung ihrer Straße auch etwas retten wollten, so wurde 
vom Verfasser, um allen Wünschen einigermaßen gerecht 
zu werden, ein kurzer gerader Durchbruch nach Tafel 9 
und 10 in Vorschlag gebracht. 
Um dem Kerstenplatz seinen früheren intimen Reiz 
aber gleichzeitig zu bewahren, trotz des Durchbruches, 
empfahl er den Durchbruch zu überbauen und eine 
kurze, auch ohne Oberlicht vollständig hell werdende 
Durchfahrt zu bilden. Auch für den Neumarkt, der ohne be 
sondere Rücksichtnahne auf eine malerische Erscheinung 
festgesetzt ist und dem infolge der Einmündung von 
sechs Straßen die wünschenswerte Geschlossenheit fehlt, 
konnte es nur vorteilhaft sein, wenn eine dieser Straßen 
einmündungen überbaut und damit eine Öffnung in der 
Querflucht verschwand. Aus der Durchfahrt heraustretend, 
hatte man dann das Bild des neuen Rathauses mit dem 
Brunnen in monumentaler Größe vor sich, überraschend 
plötzlich, nachdem man den Turm schon lange über die 
Häuserreihen hatte hinweg schauen sehen. Für den Stadt 
säckel aber verringerten sich die Kosten des Durchbruches 
durch eine Überbauung der freigelegten Straßenfläche ganz 
erheblich, ja sie schrumpften unter Umständen, wenn man 
mit einem Starken Verkehr an dem neuen Durchbruch 
rechnete, auf ein Mindestmaß zusammen. 
Zunächst schien es nötig, den Nachbar Friedrichs nörd 
lich des Durchbruches willig zu machen, der Stadt den 
Anbau an sein Haus zu gestatten. Da während der alten 
engen Verhältnisse auf die Tiefe der neuen Durchfahrt das 
Friedrichsche Grundstück seine Fenster geschlossen hielt, 
ja sie sogar im Inneren verbaut hatte, so war die Bereit 
willigkeit, den späteren Anbau auf dieser Länge zu ge 
statten, wider Erwarten schnell zu erzielen. Die Vorteile 
der größeren Lichtgewinnung vom Kerstenplatz und der 
neuen Poststraße her, waren für die Besitzer des Grundstücks 
so aut der Hand liegend, daß sie die Genehmigung zum 
Anbau in den oberen Stockwerken kostenlos geben wollten, 
und sich zum Ankäufe der zu ihrem Grundstück entfallen 
den Straßenfläche zu einem hohen Satze bereit erklärten, 
wenn ihnen dafür kostenlos die Erlaubnis erteilt würde, 
im Erdgeschoß nach der Durchfahrt hin, Schaufenster an 
zulegen. Auch ein Pächter für die oberen Räume über der 
Durchfahrt, die als Kaffeewirtschaft mit Billardräumen usw. 
geplant waren und nach den Skizzen Tafel 9 ihren Zugang 
durch eine Erdgeschoß-Konditorei in der Durchfahrt er 
halten sollten, fand sich bald. Der Blick aus den oberen 
Stockwerken einerseits auf den Neumarkt, andererseits 
in die belebte Poststraße und den Heubruch hinein, beide 
Straßen weit hinunter, reizte zur Anmietung. Jetzt mußte 
nur noch ein namhafter Beitrag von den Interessenten der 
Poststraße, in zweiter Linie aber auch denen des Heubruches 
erzielt werden, um eine allen Wünschen gerecht werdende 
Lösung der schwierigen Frage zu erreichen. 
Da kam eine Bürgerversammlung der Anlieger von der 
Poststraße und demHeubruche zustande,in der derVorschlag 
erörtert werden sollte. Trotz aller Vorbereitung, obwohl 
überall Stimmung gemacht worden war für den Plan, auch 
von namhaften Architekten, die in der Versammlung an 
wesend waren, wurde plötzlich das verhängnisvolle Wort 
„Der Heubruch würde in einen Sarg verwandelt“ in die 
Versammlung geworfen. „Ja, wenn der Überbau über dem 
Straßendurchbruche wegfiele, dann könne man für die 
Lösung eintreten, dann könne man sich auch an der 
Kostenaufbringung beteiligen. Gegen einen Überbau müsse 
man sich mit aller Gewalt wehren“. Das Wort war ge 
fallen. Es bewies wieder einmal, daß die kleine Gruppe 
der Einsichtigen auf dem Gebiete des Städtebaues nichts 
auszurichten imstande ist gegen die Übermacht der Schau 
fensterinteressenten, der Ladenbesitzer, deren höchstes Ziel 
ist, ihr Firmenschild und ihre Auslagen weithin sichtbar 
zu machen und die stets bei der Hand sind, von schwerer 
Schädigung ihrer berechtigten wirtschaftlichen Interessen 
zu sprechen. 
Da hieß es nun zu retten, was zu retten war, wenig 
stens im wohlverstandenen wirtschaftlichen Interesse der 
Stadt. Die sofort angebotenen Geldzeichnungen von rund 
50000 Mk. zu den Durchbruchskosten wurden in aller 
Form Rechtens angenommen, da in künstlerischer Be 
ziehung für die Bereicherung des Stadtbildes auf dem zu 
nächst eingeschlagenenen Wege nichts su erreichen war, 
und man mußte nun zusehen, wie in andererWeise durch 
geschickte Bebauung des von der Stadt hei dem Durch 
bruche zu erwerbenden bezw. ihr nach Freilegung der 
Straßenflächen verbleibenden Restflächen sich etwas er 
zielen ließ, das der Stadt doch noch zur Zierde gereichen 
konnte. 
• Was erreicht werden kann und wird, geht aus der 
Tafel 11 hervor. Auf dem Friedrichschen Grundstück 
ist inzwischen ein recht interessanter Bau entstanden, ein 
Geschäftshaus großen Stils, dessen Dachgeschoß bergische 
Schiefergiebel aufweist. Rechts auf dem Bilde sieht man 
das Bankgebäude der Firma v der Heydt, Kersten Söhne, 
ein Haus im Geschmacke der achtziger Jahre des vorigen 
Jahrhunderts, durchaus würdig und vornehm ausschauend. 
Das Haus ist ein charakteristisches äußeres Zeichen 
des vornehmen Geistes, der in dem Hause herrscht, 
auch in geschäftlicher Hinsicht. Es durch ein aufwän 
diges modernes Bankgebäude zu ersetzen, fällt den Ge 
schäftsinhabern gar nicht ein. Und im Interesse des Platz 
bildes liegt es nur, wenn es erhalten bleibt. Da heißt es 
denn, den Neubau unserer Ecke so zu gestalten, daß er mit 
dem v. der Heydtschen Bau eine Gruppe bildet. Die Skizze 
zeigt einen Weg zur Erreichung dieses neuesten Zieles. Es 
scheint, als ob glückliche Sterne es erreichen helfen wollten. 
Auch von der Poststraße her wird der Bau einen guten 
Zielpunkt für den Blick gewähren. Ob im einzelnen der 
Bau so ausgeführt wird, wie die Skizze es zeigt oder etwas 
anders, spielt keine Rolle. 
Was der ganze vorgetragene Fall lehrt liegt klar zutage: 
Nur der Architekt vermag einem Stadtbebauungsplan ein 
reizvolles Gepräge zu verleihen. Nur er ist in jeder Ent 
wicklungsphase der Durchführung imstande, die Konse 
quenzen einer veränderten Linie im Grundplane für die 
ganze Gestaltung des Straßenbildes sich klar zu machen. 
Und noch ein zweites beweist die kleine Geschichte: Daß 
die Bürgerschaft unserer Städte solchen Fragen noch 
ganz empfindungslos gegenübersteht und ganz besonders
	        

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